Der Tag
30. Juni 2026
imagemit Friederike Zörner
Zum Archiv
22:23 Uhr

Das war Dienstag, der 30. Juni 2026

Am Tag danach herrscht Ernüchterung, Wut, Unverständnis. Das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM bestimmt nicht nur die heutigen Schlagzeilen - es wird sogar zum Politikum. Die erste Reaktion von Kanzler Friedrich Merz in den sozialen Medien kassiert Hohn und Spott. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", schrieb der CDU-Chef unter anderem.

Viele fragten sich dabei, ob der Regierungschef vielleicht ein anderes Spiel gesehen haben könnte, weil der Auftritt des DFB-Teams im Sechzehntelfinale gegen Paraguay überaus schwach war. Merz sah sich zu einem weiteren Post bemüßigt. Darin fielen Worte wie: "Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark." Und am späten Abend hieß es dann aus Regierungskreisen, bei dem ersten Post habe es sich um "Abstimmungsfehler" gehandelt. Das sei "leider sehr ärgerlich". So so.

Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Dienstag, der 30. Juni 2026
22:03 Uhr

Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben gerettet

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Der Junge wurde nach seiner Rettung in ein Krankenhaus gebracht. (Foto: via REUTERS)

Es gibt also doch noch Wunder: Sechs Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist ein Dreijähriger nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der Junge habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit. Am 24. Juni hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis heute wurden mehr als 1900 Todesopfer geborgen (siehe Eintrag von 21 Uhr).

Bislang wurden nach Angaben von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez mehr als 6400 Menschen von Suchmannschaften lebend gerettet. Die tatsächliche Zahl der Überlebenden liege wahrscheinlich eher bei 20.000, wenn die Tausenden Menschen berücksichtigt würden, die unter Trümmern begraben waren und "entweder aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Freunden oder der Familie herauskommen konnten", sagte Rodríguez.

Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben gerettet
21:21 Uhr

Airbus sendet versehentlich Entführungs-Code: Länder lassen Kampfjets aufsteigen

Gefährliche Panne: Wegen eines irrtümlich von einem Passagierflugzeug abgesetzten Entführungsnotrufs hat das israelische Militär zwei Kampfjets über dem Mittelmeer aufsteigen lassen. Nach Angaben der polnischen Fluggesellschaft LOT war der Airbus auf dem Weg von Warschau nach Tel Aviv, als "die Crew einen Notfall meldete". Anschließend sei die Meldung im Funkverkehr mit der Flugüberwachung wieder zurückgezogen worden, sagte LOT-Sprecher Krzysztof Moczulski. Wegen des von der bulgarischen Airline Electra Airways ausgeführten Fluges ließ auch die bulgarische Luftwaffe einen Kampfjet aufsteigen. Das Verteidigungsministerium in Sofia erklärte, das Passagierflugzeug habe den Transponder-Code 7500 gesendet, der eine unrechtmäßige Störung oder eine Entführung signalisiere.

Eine bulgarische MiG-29 fing das Flugzeug dem Verteidigungsministerium zufolge ab und geleitete es durch den bulgarischen Luftraum. Nachdem es schon auf dem Weg in den türkischen Luftraum gewesen sei, wurde es nach Angaben des Verkehrsministeriums wegen einer Anweisung des Transponders schließlich zum Sitz von Electra Airways in Burgas zurückgeleitet. Grund waren laut LOT-Sprecher Moczulski Beschränkungen wegen der zulässigen Höchstarbeitszeit der Crew.

Airbus sendet versehentlich Entführungs-Code: Länder lassen Kampfjets aufsteigen
21:00 Uhr

Zahl der Erdbebentoten in Venezuela steigt

Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 1943 gestiegen - und angesichts der Tausenden Menschen, von denen nach wie vor jede Spur fehlt, könnte die Zahl in naher Zukunft weiter steigen. Nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, wurden mehr als 10.500 Menschen verletzt. In nur zwei Städten von La Guaira - Catia La Mar und Caraballeda - hätten sich nach Schätzungen der Behörden zum Zeitpunkt der Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am örtlichen Mittwochabend rund 30.000 Menschen befunden. Davon hätten sich rund 13.500 selbst in Sicherheit bringen können und rund 6400 weitere seien in den Tagen danach von Rettungskräften gerettet worden, sagte Rodríguez. Zu den fehlenden 10.000 Menschen machte er keine Angaben.

Knapp eine Woche nach den Beben schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Überlebenden. Rund 855 Gebäude wurden vollständig zerstört oder schwer beschädigt. Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

Zahl der Erdbebentoten in Venezuela steigt
20:22 Uhr

Kubas Außenminister ernüchtert: "Keine Fortschritte" bei US-Gesprächen

Der Druck auf die Regierung in Havanna ist enorm: In den vergangenen Monaten sorgten die USA dafür, dass die venezolanischen Öllieferungen an den kommunistisch regierten Karibikstaat ausblieben. Dies verschärfte die Wirtschaftskrise in dem Inselstaat, in dem sich US-Präsident Donald Trump explizit einen Machtwechsel wünscht. Die Bevölkerung Kubas leidet extrem unter den US-Sanktionen. Die Treibstoffknappheit hat tagelange Stromausfälle zur Folge und bringt den Verkehr auf der Insel fast zum Erliegen. Auch Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente sind knapp.

Und eine Lösung des Ganzen ist weiterhin nicht in Sicht: Die seit Monaten andauernden Gespräche zwischen Washington und Havanna kommen kubanischen Angaben zufolge nicht voran. "Die Gespräche zwischen der kubanischen und der US-Regierung zeigen keine Fortschritte", sagte Kubas Außenminister Bruno Rodríguez bei einer Pressekonferenz. Havanna werde "trotz allem" weiterhin "für den Dialog offen bleiben", fügte er hinzu. Rodríguez erklärte, er mache sich mit Blick auf Washingtons Absichten "keine Illusionen". Die kubanische Regierung hatte Anfang Juni mehrere marktwirtschaftliche Reformen beschlossen. Gleichzeitig betonte sie wiederholt, dass ihr politisches Modell nicht zur Diskussion stehe und sie sich gegen jede Invasion wehren werde.

Kubas Außenminister ernüchtert: "Keine Fortschritte" bei US-Gesprächen
19:45 Uhr

Bericht: Zwei Gastbeiträge von Ministerin Reiche unter KI-Verdacht

Hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche einfach die KI angeschmissen und mit deren Hilfe mehrere Gastbeiträge in großen Zeitungen verfasst? Diesen Verdacht äußert der "Spiegel" und beruft sich auf Auswertungen mit Analyse-Tools. Demnach seien zwei Texte betroffen, die in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) und im "Handelsblatt" erschienen sind. Bei Letzterem, veröffentlicht am 10. April, sei rund das erste Drittel mit hoher Wahrscheinlichkeit vollständig von einer KI formuliert worden. Auch ein Gastbeitrag Reiches in der FAZ vom 10. April stamme zu rund 70 Prozent von einer KI. Zu der gleichen Erkenntnis war dem "Spiegel" zufolge auf das Onlineportal "The Pioneer" gekommen.

Das Wirtschaftsministerium habe auf Anfrage ausweichend reagiert. "KI ist in der Politik ein selbstverständliches, alltägliches Werkzeug geworden", zitiert der "Spiegel" eine Sprecherin. Als solches werde KI auch in der Vorbereitung von Reden und Beiträgen der Ministerin genutzt. Es komme darauf an, "künstliche und menschliche Intelligenz in das richtige Verhältnis zu setzen". Kürzlich wurde bekannt, dass weitere CDU-Politiker KI für Reden sowie Gastbeiträge verwenden, ohne dies zunächst explizit zu kennzeichnen: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt.

Bericht: Zwei Gastbeiträge von Ministerin Reiche unter KI-Verdacht
19:12 Uhr

"Ermüdend": Patrice Aminati braucht weitere Strahlentherapie

Bei Patrice Aminati wurde vor drei Jahren schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. Eine vollständige Heilung ist laut früheren Aussagen von ihr ausgeschlossen. Dennoch denkt die Influencerin und Moderatorin nicht daran, einfach aufzugeben. Nun muss die 31-Jährige eine weitere Strahlentherapie über sich ergehen lassen. "Leider schlägt die Therapie bei manchen Metastasen nicht an. Das wurde beim letzten MRT zweifelsfrei festgestellt", schrieb sie in einer Story auf ihrem Instagram-Account. "Deshalb ist eine zusätzliche Therapie notwendig - in dem Fall Bestrahlungen." Die Behandlung mache ihr weiter zu schaffen, berichtete sie. Die Situation sei "ermüdend und man ist einfach ausgebrannt", so Aminati. "Da hilft die beste Unterstützung nichts: Diesen Rucksack, der schwerer und schwerer wird, den muss man alleine tragen." Motivation gebe ihr aber der Satz einer Mitpatientin: "Solange die Ärzte noch therapieren, haben Sie Hoffnung."

Doch schon die Hitzewelle in den vergangenen Tagen sei besonders belastend gewesen. "Für uns chronisch Erkrankte war das natürlich doppelt anstrengend", schrieb sie in der Instagram-Story. "Das fängt an bei der Kühlung der Medikamente bis hin, dass Nebenwirkungen doppelt und dreifach zuschlagen. Jetzt ist ein neuer Wind aufgekommen und wir können alle etwas durchatmen."

"Ermüdend": Patrice Aminati braucht weitere Strahlentherapie
18:38 Uhr

Dieses Porträt wird von Angela Merkel im Kanzleramt hängen

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Angela Merkel im blauen Blazer, aber ohne Raute: Die frühere Kanzlerin und der Künstler Queyras präsentierten das Werk am Abend. (Foto: REUTERS)

Da hängt sie dann eben: Im Berliner Bodemuseum ist am Abend feierlich das Porträt der früheren Kanzlerin Angela Merkel enthüllt worden. Das Werk des deutsch-französischen Künstlers Jérémie Queyras aus Freiburg soll dort bis Anfang Oktober ausgestellt werden, ehe es seinen Platz in der Galerie neben all den anderen Kanzlerporträts im Kanzleramt findet. Vor der Enthüllung hatte Merkel der "Zeit" erzählt: "Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird." Merkel stand laut der Wochenzeitung monatelang Modell für das Gemälde des bisher eher unbekannten Künstlers. Der 28-Jährige habe seit dem Sommer vergangenen Jahres immer wieder die ehemalige Bundeskanzlerin getroffen und diese in einem eigens dafür eingerichteten Atelier in Berlin porträtiert.

Dieses Porträt wird von Angela Merkel im Kanzleramt hängen
18:20 Uhr

Wohnhaus in Athen fällt in sich zusammen

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Rettungskräfte suchen nach Verschütteten. (Foto: AFP)

Keine Naturkatastrophe, sondern vermutlich menschliches Versagen: In Athen ist ein Wohnhaus eingestürzt. Einsatzkräfte suchten nach möglicherweise unter den Trümmern eingeschlossenen Menschen, wie ein Vertreter der griechischen Feuerwehr mitteilte. Der Feuerwehr zufolge handelt es sich bei dem eingestürzten Haus um ein Gebäude im Stadtteil Petralona in der Nähe des Zentrums der griechischen Hauptstadt. Auf Live-Aufnahmen des Fernsehsenders ERT waren die Trümmer der Balkone des vierstöckigen Gebäudes mit sieben Wohnungen zu sehen sowie Rettungskräfte und Spürhunde.

Möglicherweise hätten Bauarbeiten auf einem Nachbargrundstück den Einsturz des Hauses verursacht, sagte der stellvertretende Bürgermeister Andreas Grammatikoyannis dem Fernsehsender ERT. Das Gebäude sei nicht auf einmal eingestürzt, sondern in mehreren Etappen, deshalb hätten sich Bewohner noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können. ERT zufolge wurden im Zusammenhang mit den Bauarbeiten fünf Menschen festgenommen.

Wohnhaus in Athen fällt in sich zusammen
17:55 Uhr

93 Brieftauben vor Verdursten gerettet - Dutzende verenden

Mehrere Tage ohne Wasser und Futter - für 93 Brieftauben in Erfurt wurde das fast zur tödlichen Falle. Bei einem Einsatz auf einem Gartengrundstück im Erfurter Ortsteil Marbach konnte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt am Montagnachmittag die Tiere aus ihrer akuten Notlage retten. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren die Tauben während der Hitzewelle über mehrere Tage sich selbst überlassen worden.

Die Tiere wurden eingefangen und im Tierheim untergebracht. Drei Küken übernahm die Pflegestelle eines Taubenvereins, wo sie versorgt und aufgezogen werden. Für 31 weitere Brieftauben sowie zwei Kaninchen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits verendet, als die Mitarbeiter des Amts auf dem Grundstück eintrafen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Tierhalter tagelang nicht mehr um die Tiere gekümmert. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Strafanzeige erstattet.

Für die geretteten Brieftauben werden neue, verantwortungsvolle Halterinnen und Halter gesucht. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0361 655-1380 beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Erfurt melden.

93 Brieftauben vor Verdursten gerettet - Dutzende verenden
17:21 Uhr

Bericht: Taxifahrer rammt Radfahrer nach Streit mit Auto

Ein Mensch ist in München laut Polizei von einem Fahrzeug angefahren und verletzt worden. Es laufe ein Einsatz wegen eines Verkehrsunfalls, sagte ein Polizeisprecher. Die verletzte Person sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Vorfall ereignete sich demnach am Nachmittag an einer Kreuzung in der Nähe des Karlsplatzes (Stachus) in der Münchner Innenstadt.

Der Münchner "Merkur" berichtete unter Berufung auf eine Polizeisprecherin, dass dem Vorfall ein Streit vorausgegangen sein und es sich bei den Beteiligten um einen Taxifahrer und einen Radfahrer handeln soll. Der Radler sei zunächst abgestiegen und wollte demnach nach dem Streit mit dem Fahrrad weiterfahren. In diesem Moment habe der Taxifahrer ihn mit seinem Fahrzeug erfasst. Dem Bericht zufolge prallte der Mann auf die Motorhaube und wurde dabei schwer verletzt. Mehrere Passanten stoppten daraufhin den Taxifahrer, als dieser ausstieg.

Bericht: Taxifahrer rammt Radfahrer nach Streit mit Auto
16:49 Uhr

Polizisten entschuldigen sich nach Gewalt auf G20-Gipfel bei Opfer

Neun Jahre ist es her, dass ein Mann im Rahmen der teils gewaltsamen Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg Prellungen und Hämatome davon getragen hat. Der Grund: Drei Polizeibeamte sollen ihn auf dem Bismarck-Denkmal mit Schlagstöcken und Fäusten ohne Grund geschlagen und verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, es besteht der Verdacht der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung im Amt. Heute hat der Prozess gegen die drei Beamten begonnen - mit einer überraschenden Szene: Zwei der Polizisten entschuldigen sich bei dem Gewaltopfer. Sie räumten ein, dass ihr Vorgehen aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt gewesen sei. Beide boten jeweils 500 Euro Schmerzensgeld an. Das Opfer nahm die Entschuldigungen an und erklärte vor Gericht, diese bedeuteten ihm mehr als das Geld. Einer der Angeklagten übergab die angebotenen 500 Euro Schmerzensgeld noch im Gerichtssaal.

Das Verfahren am Amtsgericht Hamburg ist laut Staatsanwaltschaft übrigens das erste dieser Art; alle weiteren gegen Beamte wurden demnach eingestellt. Zur Anklage kam es laut Staatsanwaltschaft, weil die Generalstaatsanwaltschaft während der Prüfung der eingestellten Verfahren zu der Einschätzung kam, dass die Polizisten mutmaßlich nicht gerechtfertigt gehandelt hätten.

Polizisten entschuldigen sich nach Gewalt auf G20-Gipfel bei Opfer
16:21 Uhr

Wunsch-Name bei WhatsApp sichern: So geht's

Der weltweit populärste Messenger-Dienst Whatsapp ändert ein grundlegendes Funktionsprinzip: Künftig müssen Nutzerinnen und Nutzer ihre private Handynummer nicht mehr preisgeben, um mit neuen Kontakten zu chatten. Stattdessen führt der Messenger-Dienst individuelle Benutzernamen ein, über die Anwender miteinander in Verbindung treten können.

  • Bislang war die mit dem Whatsapp-Konto verknüpfte Handynummer für jeden Chatpartner sichtbar. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin für Produktentwicklung bei WhatsApp, bezeichnet die Neuerung als das "nächste große Datenschutz-Upgrade" des Unternehmens.

  • Da die persönliche Telefonnummer oft mit sensiblen Lebensbereichen verknüpft sei, sollten die Nutzer nun selbst entscheiden können, wem sie diese überhaupt noch zeigen - etwa beim Beitritt in neue Gruppenchats oder beim Kennenlernen neuer Menschen.

  • Wer künftig über den Benutzernamen kontaktiert wird oder selbst jemanden anschreibt, gibt seine Nummer nicht mehr preis, es sei denn, die andere Person hat diese bereits in ihrem Telefonbuch gespeichert. Auch bei Anrufen über die App wird anstelle der Telefonnummer der Benutzername eingeblendet. Für die generelle Erstellung eines Whatsapp-Kontos bleibt die Handynummer indes weiterhin zwingend erforderlich.

  • Da Whatsapp eine hohe Nachfrage nach beliebten Namen erwartet, wird die Reservierung weltweit gleichzeitig geöffnet, um jedem die gleiche Chance auf seinen Wunschnamen zu geben. Jeder Benutzername muss dabei eindeutig sein und kann später auch wieder geändert oder gelöscht werden. 

Wunsch-Name bei WhatsApp sichern: So geht's
15:45 Uhr

Ruby Rose bricht sich mehrere Rippen bei Poolsturz

Eigentlich wollte Ruby Rose nur ihren Garten bewässern - doch ein Ausrutscher am Pool endete für die Schauspielerin im Krankenhaus. Die in den USA lebende Australierin brach sich bei dem Sturz nach eigenen Aussagen mehrere Rippen und zeigte ein Video des schmerzhaften Missgeschicks auf Instagram und Threads. In ihren Instagram-Storys teilte Rose einen Clip ihrer Überwachungskamera, der sie auf dem schmalen Rand ihres Pools balancierend zeigt, einen Gartenschlauch in der Hand. Beim Versuch, einen über dem Wasser gelegenen Teil ihres Gartens zu besprühen, verliert sie den Halt und stürzt ins Becken - sie prallt dabei sichtbar auf die Poolkante.

"RIP für meine Rippen und für den Rest meines Sommers. Sie sind gebrochen, mehrere. Direkt ins Krankenhaus", schrieb die 40-Jährige dazu und ergänzte ein lachend-weinendes Emoji. Auch bei Threads postete sie das Video und schrieb dort: "Eben rede ich noch mit euch, im nächsten Moment liege ich mit zwei gebrochenen Rippen im Krankenhaus. Was für ein verdammter Montag."

Ruby Rose bricht sich mehrere Rippen bei Poolsturz
15:07 Uhr

Spritpreise ziehen vor dem Ende des Tankrabatts an

Noch gilt der Tankrabatt, doch an den Zapfsäulen wird es entgegen gestriger Versprechen schon teurer. Zur Mittagszeit - nur dann dürfen die Preise steigen - ging es bei Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 24 Cent pro Liter nach oben, bei E10 um 20,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Das ist nur knapp weniger als die bisherigen Rekordsprünge. Nach dem Mittagssprung, um 12.15 Uhr, war E10 um 3,3 Cent teurer als zur selben Zeit am Montag, Diesel um 3,5 Cent.

Dabei haben die Preise bereits in den vergangenen Tagen angezogen: Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Super E10 pro Liter 1,861 Euro. Das waren 1,6 Cent mehr als am Sonntag. Diesel zog sogar um 1,9 Cent auf 1,784 Euro pro Liter an. Für beide Kraftstoffe war es der sechste Anstieg in Folge. Seit vergangenem Dienstag ist E10 um 4,4 Cent teurer geworden, Diesel um 5,3 Cent pro Liter. Dabei hat der Rohöl-Preis im selben Zeitraum ein gutes Stück nachgegeben.

Spritpreise ziehen vor dem Ende des Tankrabatts an
14:27 Uhr

Dobrindt ändert Meinung zu AfD-Verbotsverfahren nicht

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Skepsis zu einem AfD-Verbotsverfahren bekräftigt. Seine Einschätzung habe sich in der Frage "nicht verändert", sagte Dobrindt bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes in Berlin. Er forderte weiter, der Partei durch gute Politik die Grundlage zu entziehen. "Man muss die Bereitschaft haben, die AfD wegregieren zu wollen", sagte der CSU-Minister. "Das ist der Auftrag, den ich auch mit meiner Politik verbinde." Bislang konnte die schwarz-rote Regierung diesen Auftrag nicht erfüllen - in den Umfragen liegt die AfD mit Abstand vorne. Dobrindt verwies bei seiner Haltung zu einem AfD-Verbotsverfahren auf eine Entscheidung des Landgerichts Köln vom Februar. Dieses hatte es dem Bundesamt für Verfassungsschutz untersagt, die Partei als gesichert rechtsextremistisch einzustufen. Daher behandelt das BfV die AfD nun vorerst weiter als Verdachtsfall. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht noch aus.

Ein vergangene Woche durch die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) veröffentlichtes juristisches Gutachten, das gute Chancen für einen AfD-Verbotsantrag sieht, wollte Dobrindt dagegen nicht bewerten. Es werde noch ausgewertet. Der Minister verwies aber darauf, dass die dafür benutzten Informationen öffentlich frei zugänglich waren und insofern auch den Behörden schon vorgelegen hätten.

Dobrindt ändert Meinung zu AfD-Verbotsverfahren nicht
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege David Schäfer hat sich in den sonnigen Feierabend verabschiedet und mir das Zepter für den "Tag" übergeben. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
14:05 Uhr

Deutsche Inflationsrate sinkt im Juni überraschend auf 2,3 Prozent

Die Inflation in Deutschland ist im Juni wegen fallender Ölpreise und durch den Tankrabatt erneut gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich nur noch um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,6 Prozent im Mai und 2,9 Prozent im April. Das teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten eine unveränderte Inflationsrate von 2,6 Prozent erwartet. Von Mai auf Juni fielen die Preise um 0,3 Prozent.

Deutsche Inflationsrate sinkt im Juni überraschend auf 2,3 Prozent
13:50 Uhr

Angelina Jolie: Hatte seit zehn Jahren kein Date mehr

Angelina Jolie hat seit ihrer Trennung von Brad Pitt im Jahr 2016 niemanden mehr gedatet. Das verriet die Oscarpreisträgerin, die sich nur selten zu ihrem Privatleben äußert, in einem Interview mit "Yahoo Entertainment". "Um ehrlich zu sein: Ich hatte seit meiner Scheidung vor einem Jahrzehnt kein Date mehr", sagte die 51-Jährige. "Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dieser Aspekt meines Lebens nicht im Mittelpunkt steht, wenn ich mich auf meine Kinder und meine Familie konzentriere."

Mittlerweile habe sie allerdings eine neue Sicht auf die Dinge. Den Mut, sich wieder dem eigenen Leben zuzuwenden, schöpft Jolie nach eigenen Angaben vor allem aus ihren drei Töchtern Zahara, Shiloh und Vivienne. Sie sprächen mit ihr "wie junge Frauen", erzählte sie. Dabei werde ihr bewusst, was sie sich für ihre Töchter wünsche und was sie selbst möglicherweise verloren habe. Die Töchter brächten sie "zu meinem alten Ich zurück", so die Schauspielerin. "Ich glaube, sie wollen jetzt, dass ich nicht nur 'Mama' bin", sagte sie "Yahoo Entertainment" zufolge. Es gebe "einen anderen Raum für mich, wieder diese Frau zu sein, die nicht nur eine Mutter ist".

Angelina Jolie: Hatte seit zehn Jahren kein Date mehr
13:09 Uhr

Zug erfasst feststeckenden Lieferwagen mit voller Wucht

Im polnischen Witanów bleibt ein Lieferwagen auf einem Bahnübergang stehen und steckt fest. Passanten versuchen noch, das Fahrzeug zu schieben, doch die Warnanlage läuft bereits. Sekunden später kommt es zur Kollision mit einem Regionalzug. Verletzt wird niemand. 

Zug erfasst feststeckenden Lieferwagen mit voller Wucht
12:33 Uhr

Letzter Appell vor Exkommunikation? Papst warnt abtrünnige Bruderschaft

Unmittelbar vor den von der erzkonservativen Piusbruderschaft angekündigten Bischofsweihen hat Papst Leo XIV. in einem eindringlichen Brief die Gemeinschaft vor einem Bruch mit der katholischen Kirche gewarnt. An den Generaloberen der traditionalistischen Bruderschaft, Davide Pagliarani, gerichtet schrieb der Pontifex: "In diesem Geist und erfüllt von christlicher Liebe bitte ich euch und ersuche euch von ganzem Herzen: Kehrt um!"

Die Priesterbruderschaft St. Pius X., so der offizielle Name der Gemeinschaft, will am Mittwoch im schweizerischen Écône vier neue Bischöfe weihen - gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes. Der Vatikan hatte die Bruderschaft bereits vor Wochen eindringlich vor diesem Schritt gewarnt und klargemacht, dass eine solche Weihe ohne Zustimmung des Pontifexes die automatische Exkommunikation, also den Ausschluss aus der Kirche, nach sich zieht. In seinem Schreiben bekräftigte Leo nun, die unerlaubte Weihe wäre ein "schismatischer Akt", also eine Abspaltung von der katholischen Kirche. Dieser könnte die Gläubigen der Gemeinschaft des "rechtmäßigen und in manchen Fällen sogar des gültigen Empfangs der Sakramente berauben". Er betonte, eine solche Abspaltung stelle eine "Sünde von äußerster Schwere" dar.

Letzter Appell vor Exkommunikation? Papst warnt abtrünnige Bruderschaft
12:02 Uhr

Schiff stößt in Köln gegen Kaimauer - und steckt fest

Die "Viking Einar" läuft bei einem Wendemanöver mitten auf dem Rhein in Köln auf Grund. Das 135 Meter lange Fahrgastschiff touchiert die Kaimauer und bleibt stundenlang stecken. Die Stimmung der Passagiere bleibt trotzdem erstaunlich gelassen. 

Schiff stößt in Köln gegen Kaimauer - und steckt fest
11:30 Uhr

Weidel: Kanzleramt ist für AfD nicht mehr fern - "Deutschland im Grunde bankrott"

AfD-Chefin Alice Weidel sieht ihre Partei nach möglichen Wahlsiegen in Ostdeutschland nach eigenen Worten auf dem Weg ins Kanzleramt. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September seien "entscheidende Wegmarken", sagte Weidel der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn wir in Sachsen-Anhalt gewinnen, wird Mecklenburg-Vorpommern wahrscheinlich folgen. Wir können in beiden Ländern das Amt des Ministerpräsidenten erringen", sagte sie. "Ich kann die AfD im Kanzleramt sehen, entweder bei der nächsten Wahl oder bei der darauf folgenden."

In Umfragen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt um die 40 Prozent. Eine Alleinregierung könnte demnach nur durch ein Bündnis aller übrigen Parteien verhindert werden, was eine Verständigung von CDU und Linken voraussetzen würde. In Mecklenburg-Vorpommern könnte die Partei nach derzeitigen Erhebungen um die 35 Prozent erreichen. Weidel zeigte sich überrascht, wie schnell ihre Partei in den Umfragen auch an der CDU vorbeigezogen sei: "Das liegt zu einem großen Teil an Friedrich Merz und seinen gebrochenen Versprechen. Wir sehen eine Ausgabenexplosion in Deutschland. Bei den Haushaltsdefiziten überholen wir Frankreich. Deutschland ist im Grunde bankrott", sagte sie. Zudem sei das Vertrauen in die innere Sicherheit und die Justiz erodiert.

Weidel: Kanzleramt ist für AfD nicht mehr fern - "Deutschland im Grunde bankrott"
11:01 Uhr

Drohnenaufnahmen zeigen Ausmaß der Venezuela-Katastrophe - Retter finden weiter Überlebende

Knapp eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela werden immer noch Menschen lebend gefunden. Salvadorianische Einsatzkräfte erreichten in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) einen 44-Jährigen unter den Trümmern eines Einkaufszentrums in der Küstenstadt Maiquetía, wie El Salvadors Präsident Nayib Bukele auf der Plattform X schrieb. Der Mann sei über einen Schlauch mit Wasser versorgt worden, während die Rettungsarbeiten andauerten.

Die Feuerwehr der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, die ebenfalls im Katastrophengebiet im Einsatz war, meldete am Montag die Rettung eines 12-jährigen Jungen. "Fünf Tage nach dem Erdbeben sind Lebenszeichen der größte Ansporn, weiterzumachen", hieß es in einem Post auf der Plattform X. "Solange es noch eine Chance gibt, werden wir weiter suchen." Neue Luftaufnahmen zeigen die massive Zerstörung nach den schweren Erdbeben in der Küstenregion La Guaira. Während ganze Straßenzüge in Trümmern liegen, erschüttern immer wieder Nachbeben das Gebiet und erschweren die Rettungsaktionen.

Drohnenaufnahmen zeigen Ausmaß der Venezuela-Katastrophe - Retter finden weiter Überlebende
10:25 Uhr

Milliardär setzt Mega-Spende an Gates-Stiftung wegen Untersuchung zu Epstein aus

Der Starinvestor Warren Buffett setzt einem Medienbericht zufolge seine übliche milliardenschwere Spende an die Gates-Stiftung vorerst aus. Er wolle die Ergebnisse einer Untersuchung der Stiftung zu ihren Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein abwarten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Buffett verschiebe seine Entscheidung über die Spende auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr.

Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates ist wegen seiner Kontakte zu Epstein in die Kritik geraten. Der Chef der Stiftung, Mark Suzman, hatte eine externe Untersuchung in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse im Sommer erwartet werden. Der 95-jährige Buffett, langjähriger Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, hat der Gates-Stiftung in den vergangenen zwei Jahrzehnten Aktien im Wert von mehr als 47 Milliarden Dollar gespendet. Gates selbst, gegen den nicht ermittelt wird, hat die Kontakte zu Epstein wiederholt bedauert.

Milliardär setzt Mega-Spende an Gates-Stiftung wegen Untersuchung zu Epstein aus
10:03 Uhr

Konzerte und Stadion: Preisobergrenze auf dem Zweitmarkt für Tickets geplant

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat Maßnahmen genannt, um gegen erhöhte Preise auf dem Zweitmarkt für Veranstaltungstickets vorzugehen. Sie wolle an zwei Stellen ansetzen, sagte Hubig dem Portal Web.de: Eine Preisobergrenze soll den Aufschlag auf weiterverkaufte Tickets begrenzen, Veranstalter sollen die Möglichkeit bekommen, den Zweitmarkt besser zu regeln. "Dafür wollen wir ein neues 'geschütztes' Ticket einführen", kündigte sie an.

Sie setze "nicht auf Freiwilligkeit", betonte Hubig. "Wir werden auch die Wiederverkaufsplattformen in die Verantwortung nehmen." Rechtsdurchsetzung gegen Plattformen mit Sitz außerhalb der EU sei "anspruchsvoll - aber sie ist nicht unmöglich". Gewerbliche Wiederverkäufer kaufen Tickets in Massen auf, nicht selten mithilfe automatisierter Software, sogenannten Bots. Anschließend verkaufen sie die Tickets zu hohen Preisen weiter. "Es ist ärgerlich für Fans, Sportlerinnen, Künstler und Veranstalter, wenn völlig überteuerte Tickets auf dem Zweitmarkt verkauft werden. Teilweise werden 14-Euro-Tickets für 250 Euro weiterverkauft. Das ist Geschäftemacherei auf dem Rücken der Fans", kritisierte die Ministerin.

Konzerte und Stadion: Preisobergrenze auf dem Zweitmarkt für Tickets geplant
09:35 Uhr

Für Hitzewellen nicht gewappnet? Nur rund jeder 20. Wohnungsneubau hat eine Klimaanlage

Trotz wiederkehrender Hitzewellen wird nur rund jedes 20. neue Wohngebäude in Deutschland mit einer Anlage zur Kühlung ausgestattet. Im Jahr 2025 verfügten 4,3 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude über eine solche Technik, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Der Anteil hat sich damit binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt: 2015 lag er noch bei 1,9 Prozent. Unter Anlagen zur Kühlung verstehen die Statistiker neben klassischen Klimaanlagen auch Deckenkühlungen oder Fußbodenheizungen mit Kühlfunktion.

Deutlich häufiger sind Büro- und Verwaltungsgebäude klimatisiert. Hier wurde mehr als jedes dritte im vergangenen Jahr fertiggestellte Gebäude (37,8 Prozent) mit einer Kühlanlage versehen. Die Statistiker führen dies auch auf gesetzliche Vorgaben zum Arbeitsschutz und die Fürsorgepflicht von Arbeitgebern gegenüber Beschäftigten zurück. Annähernd so hoch ist der Anteil in neuen Gebäuden für Bildung und Forschung (33,9 Prozent) sowie im Gesundheitswesen (34,4 Prozent). Deutlich seltener werden dagegen Gebäude des Sozialwesens wie Kitas oder Pflegeeinrichtungen mit Kühlanlagen ausgestattet. Hier lag die Quote im vergangenen Jahr bei 14,5 Prozent.

Für Hitzewellen nicht gewappnet? Nur rund jeder 20. Wohnungsneubau hat eine Klimaanlage
09:15 Uhr

Kurz vor Erdbeben aus USA abgeschoben: Mehr als 100 Venezolaner vermisst

Mehr als 100 Menschen aus Venezuela, die kurz vor dem Ausbruch zwei verheerender Erdbeben aus den Vereinigten Staaten in das südamerikanische Land abgeschoben wurden, werden vermisst. Sie seien in einem Hotel untergebracht gewesen, als die Erdbeben Venezuela erschütterten, berichtete die Nachrichtenagentur AP. Dies löste laut Angaben von Überlebenden eine verzweifelte Suche nach weiteren Überlebenden und unter den Trümmern verschütteten Leichen aus.

Ein Abschiebeflug aus Miami sei wenige Stunden vor den Erdbeben am Mittwoch in Venezuela gelandet. An Bord befanden sich demnach 146 Venezolaner, darunter 19 Frauen und sieben Kinder, wie aus dem "ICE Flight Monitor" hervorgeht, einer Initiative von "Human Rights First", die Abschiebeflüge erfasst. Sie wurden in ein Hotel in La Guaira gebracht. Die 58-jährige Lisbeth Portillo berichtete, sie sei zusammen mit etwa 20 anderen Abgeschobenen aus den Trümmern des Hotels entkommen und mit ihnen gemeinsam auf der Suche nach Hilfe durch die Straßen gelaufen. Sie sahen Menschen rennen, einige nackt und andere barfuß, als diese aus den Trümmern des Gebäudes in La Guaira kamen - einem der am stärksten betroffenen Gebiete bei den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch. Nach Angaben der venezolanischen Regierung sind mindestens 1700 Menschen gestorben.

Kurz vor Erdbeben aus USA abgeschoben: Mehr als 100 Venezolaner vermisst
08:15 Uhr

Johnny Depp "von Eifersucht zerfressen"? Cara Delevingne bestätigt Romanze mit Amber Heard

Über zehn Jahre hielt sich die Spekulation, nun räumt Cara Delevingne selbst damit auf: Das britische Model war einst tatsächlich mit US-Schauspielerin Amber Heard liiert. Im "The Louis Theroux Podcast" sprach Delevingne offen über die gemeinsame Geschichte. 2016 hatten die beiden für Schlagzeilen gesorgt, als sie kurz nach Heards Scheidung von Johnny Depp gemeinsam in London gesichtet wurden. "Wir standen uns lange Zeit nah, und als sie sich dann scheiden ließen, ja, da waren wir miteinander verbandelt", sagte Delevingne. Die Verbindung reichte demnach bis 2013 zurück. Damals standen Delevingne, Heard und Depp gemeinsam für den Krimi "London Fields" mit Billy Bob Thornton vor der Kamera. Hinter den Kulissen ging es laut Delevingne um andere Spannungen.

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Fand nach ihrer Trennung von Johnny Depp offenbar Trost bei mehreren Menschen: Amber Heard (Foto: picture alliance / IPA)

Theroux brachte die "Sache mit Johnny Depp" zur Sprache und mutmaßte, dieser sei "von der Vorstellung, dass Amber vielleicht mit dir schläft, in den Wahnsinn getrieben" worden. Delevingne wich nicht aus: Depp sei während der Dreharbeiten "ziemlich von Eifersucht zerfressen" gewesen. Der Dreh lag zwei Jahre vor der Hochzeit des Paares. "Zu diesem Zeitpunkt ist nichts passiert", stellte das Model allerdings klar. "Später, nach ihrer Scheidung, schon, schätze ich. Nein, ich schätze nicht. Ich weiß es. Ja." Exklusiv war die Verbindung aber nicht: Die frisch geschiedene Heard sei "auch mit anderen Menschen zusammen" gewesen, so Delevingne, ohne Namen zu nennen. Theroux half nach: "Na ja, mit Elon [Musk]." Delevingnes Antwort: "Na bitte."

Johnny Depp "von Eifersucht zerfressen"? Cara Delevingne bestätigt Romanze mit Amber Heard
07:45 Uhr

Sechs Tote bei Schüssen in Stade - Opfer werden identifiziert

Nach dem gewaltsamen Tod von sechs Menschen in Stade steht die Identität der Opfer noch nicht fest. Die Identifizierung dauere an, sagte eine Polizeisprecherin. Unter den Opfern seien vier Frauen und zwei Männer. Ein 45 Jahre alter Mann soll am Montag in der Stadt westlich von Hamburg auf die Menschen geschossen haben. Weitere Verletzte gebe es aber - anders als bisher berichtet - nicht: Die Einsatzkräfte fanden demnach vier Tote in der Einrichtung, einer Mutter-Kind-Wohngruppe, eine weitere Person sei reanimiert worden - allerdings vergeblich. Das sechste Opfer starb im Krankenhaus. Mit den Verletzten seien diese beiden Personen gemeint gewesen, erklärte die Sprecherin.

Hintergrund der Tat ist nach Angaben der Polizei vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige hatte demnach in der Einrichtung einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter - zusammen mit vielen seiner Opfer. Laut Polizei waren die getöteten Frauen und Männer alle in der Jugendhilfeeinrichtung beschäftigt. Die Mutter des Kindes, eine 34 Jahre alte Frau, sowie das drei Monate alte Kind zählen nicht zu den Todesopfern.

Sechs Tote bei Schüssen in Stade - Opfer werden identifiziert
07:13 Uhr

"Da häng ich dann eben": Merkel-Porträt für Kanzlergalerie wird enthüllt

Der Blazer ist blau, die Raute fehlt und die frühere Kanzlerin soll ein wenig mitgenommen aussehen: Viel mehr ist über das Porträt von Ex-Kanzlerin Angela Merkel, das heute Abend (18.00 Uhr) im Berliner Bode-Museum feierlich enthüllt werden soll, noch nicht bekannt. Gemalt hat es der bisher weitgehend unbekannte Künstler Jérémie Queyras, ein erst 28 Jahre alter Deutsch-Franzose aus einer Freiburger Musikerfamilie.

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Hier hängt bald auch ein Porträt der ersten deutschen Kanzlerin. (Foto: picture alliance / IPON)

Bestimmt ist es für die Kanzlergalerie im ersten Stock der Berliner Regierungszentrale, wo bereits Porträts der sieben Vorgänger Merkels hängen. Dort ist ein Platz neben Jörg Immendorffs Porträts von Gerhard Schröder reserviert. Vorher wird das Queyras Werk aber drei Monate im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel zu sehen sein - nur einen Steinwurf von Merkels Wohnung entfernt. Dass sie nun zu einem Kunstwerk erstarrt, behagt der einst mächtigsten Frau der Welt offenbar nicht so ganz. "Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird", sagte sie einem Journalisten der "Zeit", der die Entstehung des Gemäldes begleitete. "Da häng ich dann eben."

"Da häng ich dann eben": Merkel-Porträt für Kanzlergalerie wird enthüllt
07:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

nach dem frühen Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft stehen sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen bei der DFB-Elf in der Kritik. Schon in den Stunden nach der bitteren Niederlage gegen Paraguay stand die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Fokus, der Druck auf ihn dürfte in den nächsten Tagen wachsen. Wir behalten die Entwicklungen rund um den Deutschen Fußballbund nach dem dritten frühen WM-Aus in Folge für Sie im Blick.

Und auch diese Themen haben wir heute auf dem Zettel:

  • Merkel-Porträt wird enthüllt: Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat sich viel Zeit gelassen, um sich für die Porträtgalerie im Kanzleramt malen zu lassen. Knapp fünf Jahre nach ihrem Auszug aus der Regierungszentrale wird das Gemälde des bisher weitgehend jungen unbekannten Künstlers Jérémie Queyras im Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel enthüllt. Dort soll es drei Monate zu besichtigen sein, bevor es im Herbst in die Regierungszentrale wechselt.

  • Verfassungsschutzbericht: Das Bundesamt für Verfassungsschutz stellt heute in Berlin seinen Jahresbericht für 2025 vor. Die jüngst veröffentlichten Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität, mehrere mutmaßlich links motivierte Brandanschläge auf die Stromversorgung und die Berichte aus den Bundesländern lassen vermuten, dass der Präsident des Inlandsnachrichtendienstes, Sinan Selen, gleich über mehrere besorgniserregende Entwicklungen berichten wird.

  • Arbeitsmarktzahlen: Die Bundesagentur für Arbeit legt ihre Statistik für den deutschen Arbeitsmarkt im Monat Juni vor.

  • Außenminister Johann Wadephul nimmt zum Auftakt einer mehrtägigen Südamerikareise in Paraguay (ausgerechnet) an einem Gipfel der Mercosur-Staaten teil.

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius nimmt in Estland an einer Zeremonie teil, mit der das I. Deutsch-Niederländische Korps (1GNC) die Verantwortung für Teile der Nato-Verteidigung an der Ostflanke vom Multinationalen Korps Nordost (MNC NE) übernehmen wird.

  • Fußball-WM: Am dritten Tag der K.o.-Runde trifft Frankreich um 23 Uhr deutscher Zeit als klarer Favorit auf Schweden. Vorher (19 Uhr) spielen bereits Norwegen und die Elfenbeinküste um einen Platz im Achtelfinale.

  • Nach seinem lange ersehnten Grand-Slam-Sieg in Paris kann Alexander Zverev in Wimbledon frei aufspielen. Der beste deutsche Tennisspieler greift am Nachmittag in das Geschehen bei dem prestigeträchtigen Rasen-Turnier in London ein. Zverev trifft auf dem Centre Court auf den Belgier Alexander Blockx (zweites Spiel nach 14.30 Uhr). International steht das Comeback von US-Topstar Serena Williams im Fokus. Die 44-Jährige bestreitet ihr erstes Einzel seit vier Jahren. Über das Sportgeschehen halten Sie meine Kollegen beim Sport-Tag jederzeit auf dem Laufenden.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist David Schäfer. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an david.schaefer[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:25 Uhr

Unwetter mit Starkregen und Hagel in Teilen Deutschlands erwartet

Blitze, Regen und Hagel: Lokale Unwettergefahr dürfte heute das Wetter in Deutschland prägen. Schon für die Nacht sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Bayern bis nach Sachsen starke Gewitter mit Unwettergefahr voraus. In München setzte das Unwetter am Montag gegen 20.00 Uhr ein - mit Blitz, Donner, Starkregen und Hagel. Auch im Tagesverlauf drohen vom Süden und Westen bis in die Landesmitte teils starke Gewitter. Der DWD warnt dabei vor lokal erhöhtem Unwetterpotenzial mit Starkregen und Hagel.

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Über dem Alpenvorland krachte es gestern Abend schon gewaltig. (Foto: picture alliance/dpa)

Vor allem am Nachmittag erwarten die Fachleute im Westen und Südwesten sowie an den Alpen dann neue starke Gewitter. Im Norden und Osten sollen die Menschen hingegen nur vereinzelt Schauer oder Gewitter abbekommen. Im äußersten Norden sollen die Temperaturen dabei 21 bis 25 Grad, im Westen und Südwesten 24 bis 28 Grad erreichen. Dazu weht schwacher Wind. Bei Gewittern im Nordwesten kann es nach DWD-Angaben auch zu stürmischen Böen kommen. Regen mit Mengen um 15 Liter pro Quadratmeter sowie Hagel bis 2 Zentimeter sei möglich. Am Abend und in der Nacht auf Mittwoch rechnet der DWD dann mit einer "Intensivierung" des Gewittergeschehens. Dann sollen sich die möglichen Unwetter ost- bis nordostwärts über Deutschland verbreiten. Wahrscheinlich seien Sturmböen, Hagel und lokal Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter.

Unwetter mit Starkregen und Hagel in Teilen Deutschlands erwartet
05:39 Uhr

Berlin streitet über Bunker von Hitlers Reichskanzlei

Unter einer unscheinbaren Brache in Berlin-Mitte liegen die letzten baulichen Spuren von Hitlers einstiger Machtzentrale verborgen: Auf dem Gelände der früheren Neuen Reichskanzlei existiert noch ein Bunker. Nun soll auch dieses Relikt verschwinden, denn auf dem Areal sind Wohnungen und Büros geplant. Nicht nur Denkmalschützer sehen die Pläne kritisch. "Eine der letzten Spuren der NS-Machtzentrale abzureißen, das ist heutzutage totaler Wahnsinn", sagt Dietmar Arnold, Vorstandsvorsitzender des Vereins Berliner Unterwelten, der sich mit dem Verein für den Erhalt des Bunkers einsetzt.

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Das abgezäunte Gelände in Berlin-Mitte, unter dem sich die Bunkeranlage befindet. (Foto: picture alliance/dpa)

Berlins Bausenator Christian Gaebler spricht sich gegen einen Erhalt aus. Der "B.Z." sagte er: "Wir stehen dem Neubau von Wohnungen nicht im Wege, um einen Bunker zu erhalten, der dann womöglich noch zum Wallfahrtsort wird." Der Verein findet diese Position nicht nachvollziehbar. "Das ist nur ein vorgeschobenes Argument. Der Verein Berliner Unterwelten zeigt seit Jahren erfolgreich, wie man sich mit solchen Gebäuden auseinandersetzen kann, ohne sie gleich abzureißen", erklärt Arnold. Der Landesdenkmalrat, ein Expertengremium, sprach sich im vergangenen Jahr dafür aus, den Erhaltungszustand und eine Eintragung des Bunkers in die Denkmalliste zu prüfen. "Die Neue Reichskanzlei war Planungs- und Ausgangsort des Zweiten Weltkrieges und steht symbolhaft auch für das katastrophale Ende des NS-Regimes", heißt es in einer Empfehlung des Gremiums vom März 2025.

Berlin streitet über Bunker von Hitlers Reichskanzlei