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Vorwurf der sexuellen Belästigung 22-Jährige zeigt Harvey Weinstein an

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Harvey Weinstein soll eine Frau sexuell belästigt haben.

(Foto: REUTERS)

Harvey Weinstein gilt als der große Strippenzieher in Hollywood. Er hat Erfolge wie "Pulp Fiction" produziert und Filme wie "The King's Speech" zu Oscargewinnern gemacht. Nun wirft ihm eine Frau sexuelle Belästigung vor.

Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist in New York von der Polizei verhört worden. Zuvor hatte ihm eine Frau vorgeworfen, ihn sexuell belästigt zu haben. Der 63-Jährige soll am Freitagabend ihren Busen und ihre Hüfte begrapscht sowie versucht haben, sie zu küssen, berichten US-Medien.

Nach Darstellung der 22-jährigen Italienerin lud Weinstein sie nach der Premiere seines Stücks "New York Spring Spectacular" in sein Büro in Manhattan ein, um über Geschäftliches zu sprechen. Dort habe er ihr an Brüste und Hüfte gefasst, schreibt die "New York Daily News". Zuvor habe er gefragt, ob die Brüste echt seien. Sie bat ihn, aufzuhören und verließ schließlich das Büro. Später meldete sie den Vorfall bei der Polizei.

Kein Kommentar

Am Samstag wurde Weinstein dann von der Polizei befragt. Ob es zu einer Anklage kommt, ist noch unklar. Bisher hat sich der Produzent nicht zu den Vorwürfen geäußert. Allerdings verzichtete er auf ein Erscheinen bei der Premiere eines von seiner Firma produzierten Films am Montag.

Weinstein ist seit 2007 in zweiter Ehe verheiratet. Er hat drei Töchter aus erster Ehe sowie eine Tochter und einen Sohn mit seiner Frau Georgina Chapman. Vergangenen Dienstag wurde Weinstein vom Simon-Wiesenthal-Zentrum für sein soziales Engagement ausgezeichnet. Er setzt sich etwa für den Kampf gegen Aids und Multiple Sklerose ein.

Er schrieb zunächst mit dem Filmstudio Miramax Filmgeschichte. So produzierte er etwa "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino sowie Erfolge wie "Der englische Patient" und "Good Will Hunting". Später gründete er, ebenfalls zusammen mit seinem Bruder, "The Weinstein Company", die hinter Filmen wie "Silver Linings" und "Django Unchained" steht.

Bekannt ist Weinstein dafür, hinter den Kulissen aggressiv für seine Filme zu werben. So gelang es ihm immer wieder, kleine Filme zu Oscar-Ehren kommen zu lassen, darunter "The Artist" und "The King's Speech".

Quelle: ntv.de, mli