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"Dschungelcamp" - Tag 2 Der Mann mit der roten Hose

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Großes Kino - Mangiapane und Jenny

MG RTL D

Erst "im Drecksloch am liebsten einen Orgasmus kriegen", dann freidrehen. Der Dschungel macht sie alle fertig. Frauen bestätigen, dumm zu sein, Männer weinen, überall Leiden. Doch mittendrin ein Glücksfunke und yippie! - "zeeeehn Sterne".

Tag zwei: der Tag der Tränen, der Tag der Verzweiflung, der schieren Wut und der klammen Bettdecken, der Tag, an dem Sydney Youngblood fast in sich zusammenfällt, weil er seiner lieben Frau, "seiner Seele" im Versace-Hotel "nicht tschüss sagen konnte". Dieser fiese Drill Instructor, einer dieser eiskalten Tankstellenraucher mit leerem Blick, ist schuld, dass Sydneys Herzensdame immer noch auf der Terrasse sitzt und auf ihn wartet. Kein Winken, kein Kuss - einfach Tür zu. Ein Abschied ist okay, aber doch gefälligst nicht tschüssilos!

Während der Morgentau noch wie schlaffe Gaze auf den müden Ästen und Baumkronen liegt und Tina York mit wachem Auge dem Ende entgegensieht, bereitet sich "early bird" Mangiapane schon auf seine Dschungelprüfung mit dem originellen Titel: "Termi(e)ten, kaufen, wohnen" vor. War ja klar, dass die da draußen sehen wollen, "wie 'ne Schwuppe leidet".

"Ich bestätige hiermit, dass ich dumm bin"

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Die Sterne - alle weg, alles umsonst.

(Foto: MG RTL D)

Gemeinsam mit Jenny, dem "Opfer" muss die Drama-Queen in ein mörderisch stinkendes Höhlenloch krauchen, um nach den Sternen zu greifen. Überall, nicht nur im "Wohnzimmer der Immobilie" lauern natürlich garstige, gemeingefährliche Tiere, die Matthias Mangiapane (kurz: MaMa) mit einem Happs sofort mundtot machen könnten. Während Jenny, artig auf dem Rücken liegend, sich von allerlei blutsaugendem Krabbelgetier besteigen lassen muss, sucht der Kampfzwerg nach den Sternen, damit die beiden so schnell wie möglich dieser Horrorbude entfliehen können. Na, wo sind 'se denn, die Sterne, wo hamse sich denn nur versteckt? Vielleicht bei den Teppichpythons? Oder bei den Krokodilen?

Der Gargamel des Unterholzes findet - bitte merken Sie sich das unbedingt! - zehn Sterne. Problem: Die Zeit, zehn (!) Minuten, läuft den Prüflingen davon und ist zu kurz "um Jenny zu retten". Sie schaffen es nicht rechtzeitig aus dem Termiten-Bau, weil - die Jenny so bummelt! Und "nicht richtig zugehört hat". Heißt: Alle von MaMa gefundenen Sterne sind VERLOREN. Alles umsonst. Man kann sich jetzt eigentlich auch zum Sterben hinlegen.

MaMa ist mächtig stinkig auf Jenny: "Ich hab alle Sterne gesammelt, es war eng, es war ein Drecksloch. Ich hätte da unten am liebsten einen Orgasmus gekriegt!" Die zurechtgestutzte Jenny fühlt sich schon richtig schlecht wegen der vergeigten Prüfung: "Ich bestätige hiermit quasi, dass ich dumm bin."

Zehn Sterne sind zehn Sterne sind …

Darauf MaMa: "Ich erzähle es den anderen nicht, ich möchte dich da auch nicht vorführen" - um sie kurz darauf ... na? Vor allen vorzuführen! "Ich hab alle Sterne, ich bin dort durch, … eng, Würmer, Kakerlaken, aber ich hatte alle zehn Sterne - bis Jenny draußen war. Ich bin so stolz auf mich, meine Knie, sie hat nicht zugehört, ich hatte zehn Sterne - zeeeehhhhhn Sterne! Ich! Alle zehn."

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Es kann so hart sein, dieses Leben.

(Foto: MG RTL D)

Während der Krakeeler auf der Sympathieleiter nach unten direkt zehn Stufen auslässt, kann Jenny den ganzen Druck und "den Hass da draußen" nicht mehr ertragen. Sie wollte keine "Niete" sein, sie wollte zeigen, dass sie ein "liebenswerter Mensch ist". Deswegen ist sie in den Dschungel und deswegen gibt’s auch "keinen Kommentar" mehr über ihre Schwester. Jenny ist noch ein bisschen "naiv", sagt Natascha, doch selig die, die reinen Herzens sind. (Achtung: "Matthäus 5,8", nicht Matthias halb 8)

Wer glaubt, die Stern-Chose ebbt im Verlauf des Tages ab, irrt. Wann, liebe Leserinnen und Leser werden Sie sich endlich merken, dass der Matthias in der Dschungelprüfung zehn Sterne ergattert hat? Hier, für Sie, damit Sie das auch bitte nie wieder vergessen:

"Du Guiliana, ich sage dir, ich hatte zehn Sterne. Dazu dieser üble Geruch!"

"Ich hatte fast einen Orgasmus, aber ich hatte auch zehn Sterne!"

Guiliana: "Zehn Sterne? Wow!"

"Ja, zehn!"

Männer sind sehr dumm

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Ich hatte zehn Sterne, zehn Sterne.

(Foto: MG RTL D)

Auch die anderen Camper teilen an Tag zwei ihre Nöte und Sorgen. Die kolumbianische Katholikin Kattia beispielsweise hat noch immer hart daran zu knabbern, dass sich die Leute über ihre "Sprache lustig machen. Dabei ist das harte Arbeit!" Wahrlich, so viel Hass da draußen. Tatti, die sich noch immer für ihre Vergangenheit rechtfertigen muss, kann ein Lied davon singen: Mann tot, U-Haft, schlechte Presse, alles 17 Jahre her und noch immer Leiden. Und mittendrin Ansgars "Lieblingsschwuchtel" Mangiapane, der Gsell von der Seite anmacht, von wegen, "die vielschichtige Frau" würde sich definitiv "zu viel schminken" und hätte schon "eine dritte Haut".

Die letzten Klageworte dieses hochemotionalen Tages entschlüpfen David Friedrichs durstender Kehle. Ja, er hat sich von seiner Rosen-Uschi getrennt, aber er ist weder "Belüger" noch "Betrüger" und schon gar kein "Arschloch": "Mir muss keiner erzählen, dass Frauen lieb sind. Männer sind sehr dumm, wenn sie Fehler machen." Darauf der sehr weise, yorksche Aphorismus seiner Zuhörerin Tina: "28 bist du!?! Wenn man mit 35 heiratet, das geht auch noch."

In die nächste Dschungelprüfung muss übrigens kein geringerer als das Wutmännchen mit den kaputten Knien, der Mann mit der roten Hose, der Sternenjäger mit dem sicheren Gespür für Fettnäpfchen. Matthias, du edelmütiger Stimmungszapfen, wie viele Sterne hast du nochmal gefunden?

Quelle: n-tv.de

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