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Schröder macht die Liz Taylor Doris, lass den Köpf nicht hängen

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Nach 19 Jahren Ehe ist Schluss: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf.

(Foto: picture-alliance / dpa / Collage: n-tv.de)

Nun ist es also wahr: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf lassen sich scheiden. Der Altkanzler hat in dieser Sachlage ja schon einige Erfahrung. Für seine Gattin ist es hingegen die erste Abwahl. Und was macht Schröder jetzt? Putindern?

Man hätte ja zu gern mal Mäuschen in der Villa des Ehepaars Schröder(-Köpf) gespielt, als dieses begann, sich auseinanderzuleben. Hatte Doris vielleicht einfach von Aufforderungen ihres Mannes der Marke "Hol mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier" die Nase voll? Musste er zum Schluss zu "Ich will da rein!"-Rufen an der Schlafzimmertür rütteln? Oder erklärte er ihr, dass er ja wohl nicht im Ernst bei dieser Sachlage auf ihre Gesprächsangebote eingehen werde, in dem sie sagt, sie möchte Ex-Altkanzlergattin werden?

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Wie dem auch sei: Nach 19 gemeinsamen Ehejahren war wohl am Ende nichts mehr zwischen dem 72-Jährigen und seiner just 19 Jahre jüngeren Frau zu kitten. Schon Anfang 2015 machte die Meldung von der Trennung der beiden die Runde. Jetzt ist auch die Scheidung auf dem Weg.

In bester Gesellschaft

Vielleicht begegnet man Schröder ja nun alsbald bei Tinder. In Sachen Selbstdarstellung kennt sich der einstige Medienkanzler ja schließlich bestens aus. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass er seine neu gewonnene Freiheit nutzen wird, um alte Männerfreundschaften wieder etwas zu pflegen - putindern sozusagen. Durch sein einstiges Ehebett mag ja nun ein eiskalter Wind wehen, aber in Russland gibt es bestimmt noch die eine oder andere Pipeline zu verlegen.

Und Doris? Die sollte sich jetzt am besten nicht zu sehr den Köpf zerbrechen. Schließlich befindet sie sich als baldige Ex-Gattin Nummer 4 des Altkanzlers in bester Gesellschaft. So endeten auch Schröders Ehe-Koalitionen mit Eva Schubach, Anne Taschenmacher und natürlich Hiltrud "Hillu" Schwetje wie seine Kanzlerschaft mit einem Misstrauensvotum und der Abwahl.

Die Haltbarkeit von Joghurt

"Ich bin zufrieden, wenn meine nächste Ehe die Haltbarkeit von Joghurt überdauert", soll Liz Taylor einmal mit Blick auf ihre Verflossenen gesagt haben. Doch auch wenn Schröder der Hollywood-Diva näher kommt - in einer Liga mit der insgesamt acht Mal verheirateten Taylor spielt er noch lange nicht. Dafür hat er nun gerade mal seinen Widersacher Oskar Lafontaine knapp überholt, der aktuell mit Sahra Wagenknecht seine vierte Ehefraktion bildet. Von Joschka Fischer mal ganz zu schweigen, der mit seinem fünften "Bund fürs Leben" mit Minu Barati die absolute Mehrheit auf dem Standesamt hält.

Was ist nur im Privatleben der einstigen rot-grünen Granden los? Das fragt sich an dieser Stelle sicher nicht nur Ursula von der Leyen im Kreise ihrer sieben Kinder und ihres ersten und einzigen Mannes, mit dem sie seit 1986 verheiratet ist. Apropos Kinder: Die hat Schröder in vier Ehen nicht bekommen. Jedenfalls keine leiblichen. Dafür ist er jedoch Stiefvater von einer Tochter Köpfs aus einer früheren Beziehung - nicht Ehe - und Vater zweier Kinder, die er mit ihr adoptiert hat. Anders als bei seinen früheren Trennungen stellt sich für Schröder also nun auch die Sorgerechtsfrage.

Uns hingegen bereitet nur eine Frage berechtigte Sorgen: Wird auch Rudolf Scharping noch in die rot-grüne Liz-Taylor-Gedächtnis-Damenwahlparty mit einsteigen? Auch er hat sich ja Anfang des Jahres von seiner Plansch-Partnerin Kristina Gräfin Pilati getrennt. Das war allerdings erst seine zweite Ehe, die ins Wasser gefallen ist. Damit kratzt der ehemalige Bundesverteidigungsminister ja gerade mal an der 5-Prozent-Hürde.

Quelle: ntv.de