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Sender im Clinch mit Regierung Finanzstreit gefährdet ESC 2019 in Israel

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Netta Barzilai hatte den ESC 2018 in Lissabon gewonnen.

(Foto: imago/APP-Photo)

Findet der weltgrößte Musikwettbewerb, der Eurovision Song Contests, nicht in Israel statt? Der zuständige TV-Sender und die Regierung streiten sich ums Geld. Von der Europäischen Rundfunkunion gibt es bislang keine Stellungnahme.

Die Austragung des Eurovision Song Contests (ESC) im nächsten Jahr in Israel ist nach Angaben des für die Übertragung zuständigen Fernsehsenders Kan wegen eines Finanzstreits gefährdet. Kan und die rechte Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sind sich uneins darüber, wer für die Kosten des ESC 2019 aufkommen soll. "Wir warten jetzt auf die endgültige Antwort der Regierung", sagte eine Sprecherin von Kan. "Unsere Deadline ist morgen."

Dann müssten zwölf Millionen Euro als Absicherung beim Veranstalter, der Europäischen Rundfunkunion (EBU), hinterlegt werden. Anderenfalls werde es keinen ESC 2019 in Israel geben. "Kein Geld, keine Veranstaltung", sei die klare Aussage eines Schreibens von Kan an Netanjahu gewesen, sagte die Sprecherin. Insgesamt gehe es um Kosten für die Veranstaltung von rund 24 Millionen Euro.

Die Regierung wiederum argumentiert Medienberichten zufolge, Kan müsse den Betrag aus seinem Budget bezahlen oder einen Kredit aufnehmen. Dies lehnt Kan jedoch ab. Das Budget sei ausgeschöpft, sagte die Sprecherin. Ein Sprecher Netanjahus äußerte sich zunächst nicht. Die EBU äußerte sich ebenfalls zunächst nicht zu dem Thema.

Die israelische Sängerin Netta Barzilai hatte im Mai mit ihrem Song "Toy" den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa