Unterhaltung

Zwei Damen für Jauch "Hier ist noch niemand nackt erschienen"

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Können gut miteinander: Kandidatin Julia Hartwig und Günther Jauch

Günther Jauch ist etwas verzaubert. Nein, nicht von der ehemaligen Miss Germany. Eine junge Anwältin aus Magdeburg ist sichtlich nach dem Gusto des "Wer wird Millionär?"-Moderators. Forsch und klug, da lässt sich Jauch zu einer etwas uncharmanten Aussage hinreißen.

Das war Wer wird Millionär

Man hört sich immer zweimal:

Der Telefonjoker-Schönheitschirurg kennt Jauch sehr gut – er war vor vielen Jahren mal bei dessen Sendung "Stern TV" als Experte dabei. Danach hätten sie gemeinsam Grünen Tee getrunken. "Das muss sehr lange her sein", meinte der Moderator. Grüner Tee firmiere bei ihm unter Jugendsünde.

Prager Schinken für 100 Euro, dieses Mal ohne Heikos Maas-Anzüge:

Diese Frage gab es für Alexandra Philips: "Wie überqueren zahlreiche Touristen in Prag die Moldau?" A) hanelore Krafte, B) siegmar Gabriele, C) frans Münteferinge, D) per Steinbrücke. (bitte sehr ohne Hilfe lösen)

Und weiter im Takt:

Schon bei der ersten Frage brauchte Sascha Pendo am 4. März 2002 einen Joker. Die lautete: "Warum ist die...?" A) Blondine dumm, B) Forelle stumm, C) Banane krumm, D) Show schon rum. C war richtig, D wurde aber bald Wirklichkeit und Pendo ging mit 500 Euro nach Hause.

Manchmal, nur manchmal, macht es "Klick" bei "Wer wird Millionär?". Kaum hatte Anwältin Julia Hartwig auf dem heißen Stuhl Platz genommen, da war klar: Die junge Strafverteidigerin mit eigener Kanzlei in Magdeburg und Günther Jauch liegen auf einer Wellenlänge. Es wurde sofort über das kriminelle Potenzial von Frauen und Astrid Lindgren gefachsimpelt, das Publikum und die Kameraleute hätten ruhig gehen können. Nachdem die ehemalige Miss Germany Alexandra Philips einen Großteil der Sendezeit belegt hatte, war schnell klar, dass Hartwig wiederkommt. "Wissen Sie, was ich jetzt die ganze Zeit denke? Was ziehe ich als nächstes an?", vertraute sie Jauch an. Der erwiderte: "Hier sind schon viele zweimal erschienen – aber noch keiner nackt, so viel kann ich Ihnen sagen." Günther!

Bei "Wer wird Millionär?" geht es gerecht zu. Nachdem in der vergangenen Woche zwei Herren um den Reichtum raten durften, waren an diesem Montag zwei Damen an der Reihe. Und was für welche. Als erstes setzte sich die ehemalige Schönheitskönigin gegen ihre vier Mitstreiter durch. Die laut Wikipedia-Eintrag 40-Jährige aus Heddesheim bei Mannheim (bei Frauen verschweigt die Sendung das Alter) arbeitet als Moderatorin bei einem Shoppingsender. Wortreich kommentierte Philips denn auch ihre Gedankengänge, die nicht immer ganz sattelfest waren.

Patt im Publikum

Selbiges muss leider auch über die Leistung des Publikums an diesem Abend gesagt werden. Das sollte bei 16.000 Euro der Kandidatin helfen, welche Eigenschaft die Bands Bilderbuch und Wanda auszeichnet. 42 Prozent entschieden sich für "kommen aus Österreich", 45 Prozent sagten "singen immer a capella". "Das ist ja blöd", merkte Jauch angesichts des Patts an. Ein Zusatzjoker half dann glücklicherweise weiter. Bei der Frage für 32.000 Euro tippte dann Philips Telefonjoker, der Schönheitschirurg Günter Germann, dass sich die Bezeichnung "Notlaufeigenschaften" nicht auf Smartphones oder Heizungen, sondern auf Autoreifen bezieht. 

Die einst schönste Frau Deutschlands, die den Wiener Opernball vor allem als "sehr eng" in Erinnerung hat, stimmte eigentlich zu, stieg dann aber doch lieber mit 16.000 Euro aus. Schade, denn die Antwort wäre natürlich korrekt gewesen. Und, was machen Sie mit dem Geld?, fragte Jauch zum Abschied. "Ich brauch ein neues Auto", meinte Philips. Passt ja.

Viel Zeit blieb dann wie gesagt für Hartwig nicht mehr. Die Anwältin kam sehr souverän durch, bei der 8.000-Euro-Frage ertönte die Sirene. Nicht nur in puncto Outfit muss sich Jauch am nächsten Montag warm anziehen, was diese Kandidatin betrifft. Nur in einer Sache waren sich der Moderator aus dem Westen und die ostdeutsche Endzwanzigerin dann nicht einig. "Was ist ein Jägerschnitzel? In Ostdeutschland würde natürlich jeder sagen: panierte Jagdwurst", erläuterte Hartwig. Für Jauch hingegen ist damit eindeutig gebratenes Schweinefleisch mit Champignons gemeint. In der anschließenden Ausgabe von "Rach sucht: Deutschlands Lieblingsrestaurant" ist eben dieses Gericht ein Sonderwunsch von Christian Rach. Zufall? Fügung?

Quelle: ntv.de