Unterhaltung

"Ach, es ist so entwürdigend" Jauch zwischen Schnaps und Scherben

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Günther Jauch und seine Kandidatin verkosteten bei "Wer wird Millionär?" Spirituosen.

(Foto: RTL/Gregorowius)

Ein minimal beschwipster Moderator tut "Wer wird Millionär?" gut. Günther Jauch spricht dem selbstgebrannten Alkohol zu und verschmäht selbst "Omma-Likör" nicht. Es folgen Scherben und ein blaues Wunder für einen ahnungslosen Zuschauer.

Das ging ja flott. "Ich bin leider nicht mehr in der Lage, die Sendung ordnungsgemäß fortzusetzen", meinte Günther Jauch schon nach dem zweiten Glas Hochprozentigem. Gut, Kandidatin Sandra Schläfle hatte zugegebenermaßen äußerst großzügig eingeschenkt. Die Doktorandin der Biowissenschaften braut von Berufs wegen an der Universität Hohenheim in Stuttgart Alkohol – und zwar nicht nur Bioethanol, sondern auch feinste Spirituosen. Begonnen wurde mit dem jungen Whisky. "Ich finde den mild", urteilte Jauch. Es folgte der Apfelbrand mit 40 Prozent Alkohol. "Sehr schöne Nase", hob der Moderator zu einer fachmännischen Beurteilung an. Dann tat der Alkohol seine Wirkung. "Der geht mir fast ein bisschen mehr in die Birne", stellte Jauch fest. "Wie lang läuft die Sendung?. Datt war 'Wer wird Millionär?'" Dann ging alles zu Bruch.

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"Alles muss man selber machen", klagte Günther Jauch beim Aufräumen.

(Foto: RTL/Gregorowius)

Nein, zum Glück nicht alles. Zwar gerieten auf der improvisierten Minibar vier Gläser ins Rutschen und zerschellten auf dem Studioboden. Da befand sich aber das letzte Getränk bereits sicher in der Hand des Moderators. Leider zuckte er unwillkürlich zusammen, als der Rosenlikör die Geschmacksknospen überspülte: "Das ist aber echt für die Omma." Als wäre das nicht schlimm genug, musste Jauch dann höchstpersönlich mit einem Handfeger die Scherben beseitigen. "Alles muss man selber machen", klagte der Gastgeber. "Ach, es ist so entwürdigend."

Ein Gläschen in Ehren

Jauch war nach dem kurzen Trinkgelage zur Halbzeit der Doppelfolge richtig gut drauf und teilte sein Glück gern. "Wer aufsteht, der kriegt noch ein Gläschen", versprach er, als sich zunächst kein Zusatzjoker für Schläfle finden wollte. Eine ältere Dame erhob sich schließlich und bekam wie versprochen von Jauch persönlich ein Glas Rosenlikör kredenzt, was ihre Treffsicherheit aber leider nicht erhöhte. Für 64.000 Euro wurde gefragt, für welchen Kauf am 27. August 1835 eine Rechnung über rund 1140 Pfund Sterling ausgestellt wurde. Die Kandidatin, die Zuschauerin und auch der Telefonjoker tendierten allesamt zu Helgoland. Schläfle hörte aber lieber auf. Ein Glück, mit dem Geld wurde nämlich eine Dampflokomotive gekauft.

Die zwei übrigen Kandidaten des Abends gingen ebenfalls mit jeweils 32.000 Euro nach Hause und freuten sich. Gymnasiallehrer Hermann Waltsgott aus Hannover verdankte seinen Gewinn einem Justizvollzugsbeamten im Publikum. Der tippte stark darauf, dass Japan, Moskau und Tennessee unlängst Namensgeber für drei chemische Elemente und nicht etwa für Mars-Monde waren. Handballprofi Dennis Doden aus Hamm hatte sich bei dem vorgeglühten Moderator zu bedanken. Er war sich sicher, dass das Wegschnappen eines Parkplatzes gemäß StVO nicht geahndet wird. "Echt?", fragte Jauch demonstrativ bei der 2000-Euro-Frage. Der Torwart nahm den 50/50-Joker, seine Antwort fiel weg und er schwenkte zur "Ordnungswidrigkeit" um. "Dann bedanke ich mich recht herzlich bei Ihnen, Herr Jauch", meinte Doden. "So ist brav", erwiderte ein milder Moderator.

"Wenn Blicke töten könnten", stellte Jauch kurz darauf fest. Er war am Schluss der Sendung scheinbar spontan zu einem Herrn im Publikum geschlendert und hatte unschuldig gefragt: "Hätten Sie denn die eine oder andere Frage beantworten können?" Eine Fangfrage, denn Dirk Haunschild ist nach Ansicht seiner Ehefrau ein derartiger Besserwisser, dass sie ihn zur Rache bei der RTL-Quizsshow angemeldet hat. "Sie werden am nächsten Montag bei unserem großen Überraschungs-Special als Kandidat hier vorne sein", eröffnete Jauch dem Zuschauer. Es folgte dessen besagter Blick zur neben ihm sitzenden Gattin. Mal gucken, ob sich der Überrumpelte bis nächsten Montag gefangen hat. Wir würden ihm raten, eine Flasche Alkohol mitzubringen.

Quelle: ntv.de

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