Unterhaltung

Gute Chancen für Ukraine Kalush Orchestra ist klarer ESC-Favorit in Wettbüros

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Das Kalush Orchestra tritt mit dem Song "Stefania" an.

(Foto: AP)

Der diesjährige ESC ist so politisch wie noch nie. Kurz vor dem Finale liegt das ukrainische Kalush Orchestra in den Wettbüros weiterhin ganz vorne. Deutschland verbleibt hingegen auf dem letzten Platz. Aber das scheint Kandidaten Malik Harris kaum zu stören.

Kurz vor dem Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Turin hat die Ukraine ihre Favoritenrolle gefestigt. Das Kalush Orchestra mit dem Lied "Stefania" lag in den Wettbüros auch nach den abschließenden Proben mit einem sehr großen Vorsprung vorne. In den vergangenen Jahren waren die Buchmacher bei der Prognose des Gewinners des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs treffsicher. Der Brite Sam Ryder mit seinem Song "Spaceman" liegt bei den Buchmachern auf dem zweiten Platz, gefolgt von Schwedens Cornelia Jakobs mit "Hold me closer".

Für Deutschland zeichnet sich ein neues Debakel ab. Der deutsche Starter Malik Harris mit "Rockstars" wird in den Wettbüros am schlechtesten von allen 25 Startern eingeschätzt. Sollte sich das bewahrheiten, würde sich eine Serie von Pleiten fortsetzen: In den vergangenen sechs ESC-Finals landete Deutschland fünf Mal auf einem der letzten Plätze. Allerdings hat Malik Harris in den Online-Netzwerken besonders beim jungen Publikum viele Fans, weshalb sich womöglich durch die Publikumsabstimmung ein anderes Bild zeigt.

Harris selbst wünscht der Ukraine einen Sieg im Finale. "Ich hoffe es sehr!", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es wäre doch ein sehr starkes Zeichen, wenn Europa die Ukraine zum Sieger erklären würde." Er fügte hinzu: "Und darüber hinaus finde ich den Titel 'Stefania' auch echt mega."

Die schlechte Einschätzung seines Songs "Rockstars" stört den 24-Jährigen kaum. "Das ist für mich wirklich vollkommen irrelevant. Im Licht der Politik rückt alles andere in den Hintergrund", sagte er. "Ich habe hier zwei Ziele: Ich will mein Bestes geben, und ich will es genießen. Und wenn mir diese beiden Dinge gelingen, bin ich glücklich."

Das 66. ESC-Finale findet in Turin statt, weil im vergangenen Jahr die italienische Band Måneskin den Wettbewerb gewann. Weltweit werden bei der Samstagabend um 21 Uhr beginnenden Show wieder um die 200 Millionen Fernsehzuschauer erwartet.

Quelle: ntv.de, mbu/AFP

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