Unterhaltung

Jauch: "Sie regen mich auf" Kandidatin marschiert zu 500.000-Euro-Frage

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Ein Joker mit 600-Quadratmeter-Garten und Lateinkenntnissen hilft aus.

Diese Kandidatin ist Günther Jauch nicht geheuer. "Sie regen mich auf", meint er schon zu Beginn der Sendung. Recht souverän schafft es die Mitgründerin einer Finanz-App bis zur 500.000-Euro-Frage. Und Jauch könnte bald als Hellseher auftreten.

"Ich langweile Sie, oder?", fragte Jennifer Fizia nach der Frage für 16.000 Euro. Die hatte die Münchnerin bei "Wer wird Millionär?" souverän korrekt beantwortet, was Günther Jauch mit einem matten "Hach. Richtig" kommentierte. Von Langeweile aber war der RTL-Moderator wirklich weit entfernt. "Nein, im Gegenteil, Sie regen mich auf. Zunehmend", stellte er die Sache richtig. "Sie sehe ich mittlerweile als extrem gefährliche Kandidatin." Das war nur die erste von erschreckend vielen korrekten Vorahnungen Jauchs an diesem Montagabend. Plötzlich war Fizia nur noch drei Fragen von der Million entfernt und hatte noch zwei Joker.

Einer davon war der Zusatzjoker und der war dieses Mal ausgezeichnet mit Sternchen. Für 125.000 Euro wurde gefragt, was sich hinter dem botanischen Namen Camellia sinensis verbirgt: Colabaum, Teepflanze, Kaffeestrauch oder Weinrebe. Nur ein älterer Herr mit Schnauzer und Karohemd erhob sich. "Der hat einen 400 Quadratmeter Garten", gab Jauch seine erste Ferndiagnose ab. Die weiteren folgten sogleich: Eine grüne Tonne für Regenwasser und Vorruhestand. Fast alles Volltreffer. "Mein Garten ist 600 Quadratmeter groß", korrigierte der Zusatzjoker leicht nach oben. "Die Tonne ist nicht grün, sondern blau. Und der Vorruhestand: Fast. Ende des Jahres ist Schluss mit dem Arbeitsleben."

"Wenn das falsch ist, hat er das super erklärt"

Der Herr verortete dann souverän den Colabaum in Südamerika, den Kaffeestrauch am Horn von Afrika und die Weinrebe im Mittelmeerraum. Da sich "sinensis" wie Sinologie oder Apfelsine auf China beziehe, sei also die Teepflanze korrekt, meinte der zu "99,9 Prozent" sichere Gartenexperte. "Wenn das falsch ist, hat er das super erklärt", meinte Jauch beeindruckt. War natürlich korrekt und eigentlich hätte der Joker dafür einen extra Bonus verdient, aber den machte Fizia nicht locker.

"Eine Eigentumswohnung in München kann ich mir davon trotzdem noch nicht kaufen", meinte die zweifache Mutter in einer leichten Glas-halb-leer-Stimmung auf Jauchs Frage, wofür sie den Gewinn wohl verwenden würde. Nach kurzem Geplänkel über Fizias aktuelle Nachbarschaft meinte Jauch "Da bewohnen Sie ein Reihenmittelhaus" und lag wieder goldrichtig. "Heute habe ich's drauf. Wahnsinn", freute sich der Moderator. Bei der Frage für eine halbe Million wussten dann weder die Kandidatin, noch ihr Chef als Telefonjoker, dass die Angleittechnik beim Kugelstoßen zur Anwendung kommt. Fizia stieg mit 125.000 "zu wenig für eine Eigentumswohnung in München" Euro aus.

Weniger zum Aufregen war Nachfolger Marc Stuwe. Der Lehramtsstudent aus Gross Rheide in Schleswig-Holstein startete etwas unbeholfen. Für 2000 Euro sollte der 23-Jährige wissen, worin sich ein Andenkamel buchstäblich befindet: in einem Dilemma, im Schlamassel, in der Zwickmühle, in der Bredouille. Er kam einfach nicht drauf. "Echt lahm, was Sie hier machen", half Jauch. Stuwe verbriet seinen schon zweiten Joker und wählte endlich den korrekten Sch-Lama-ssel. Warum, das verstand er aber immer noch nicht so recht und brauchte eine Erklärung. "Das hat einfach einen Moment gedauert", meinte Stuwe, nachdem der Groschen gefallen war. Das wäre eine super Ausrede für seine künftigen Schüler. Der Norddeutsche kam bis zur 8000-Euro-Frage und kehrt nächsten Montag zurück.

Quelle: ntv.de

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