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"Ich liebe auch Hillary" Kanye besingt seinen "Bro" Trump

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Rapper Kanye West ist bekannt für seine ausufernden Twitter-Tiraden - ein Hobby, das ihn mit Donald Trump eint. Auch darüber hinaus scheint er Sympathien für den US-Präsidenten zu hegen. Und hält damit in seinem neuen Song nicht hinter dem Berg.

Rapper Kanye West verteidigt in seinem neusten Song die Politik von US-Präsident Donald Trump. In "Ye vs. The People" kritisiert West die seiner Meinung nach in den USA weit verbreitete Idee, Schwarze müssten die Demokratische Partei wählen. Zudem feiert er den Wahlspruch des Präsidenten - "Make America Great Again" - als neue Idee für das Land. Der Song wurde Freitagnacht erstmals im US-Radio gespielt.

West ist einer der wenigen US-amerikanischen Prominenten, die Trump immer wieder öffentlich ihre Unterstützung zugesagt haben. Vor wenigen Tagen verschickte der Musiker so über Twitter ein Bild, das ihn mit einer signierten "Make America Great Again"-Baseballkappe zeigt. In gewohnt selbstbewusster Manier nahm er auf den Wahlkampf-Slogan des US-Präsidenten auch in seinem Song Stellung: "Make America Great Again war negativ besetzt. Ich habe den Spruch angenommen, getragen, gerockt und ihm eine neue Richtung gegeben/ Empathie, Fürsorge, Liebe und Zuneigung hinzugefügt (…)."

Kurz zuvor nannte er den Präsidenten "My Bro" ("meinen Bruder"). Die Leute, schrieb er, könnten ihn nicht davon abbringen, Trump zu lieben. "Ich liebe jeden. Ich stimme nicht allem zu, was jemand macht. Das ist es, was uns zu Individuen macht." Später fügte er an: "Ich liebe auch Hillary".

Andere Künstler kritisierten West und forderten ihn auf, sich von Trump zu distanzieren. Unter anderem teilte West den Screenshot eines Nachrichtenverlaufs, in dem er ein Streitgespräch mit seinem Freund und Sänger John Legend über ihre gegensätzlichen politischen Ansichten führt.

Auch "Ye vs. The People" ist als Streitgespräch angelegt. Darin führt West eine Unterhaltung mit dem US-Rapper und Trump-Kritiker T.I., in der er seine Unterstützung für den Präsidenten rechtfertigt. T.I. wirft ihm dabei vor "krude und kaltherzig" erscheinende Menschen zu repräsentieren und White Supremacy zu fördern. West erwiderte daraufhin, er kämpfe für "die Menschen". Trump hatte sich bereits zuvor für Wests Unterstützung bedankt: "Danke Kanye", twitterte er, "sehr cool!"

Quelle: ntv.de, lou/dpa