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Wenn er "zu frech" ist Karl Lauterbach bekommt Tipps von Mutti

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Auch bei seinem Styling hat seine Mutter ein Wörtchen mitzureden: Karl Lauterbach.

(Foto: picture alliance / Eventpress)

In der Corona-Krise muss Karl Lauterbach mitunter scharfe Kritik einstecken. Das jedoch nicht nur von politischen Gegnern, sondern auch von seiner Mutter. Das ist nicht der einzige private Einblick, den der Gesundheitsminister in einer neuen Dokumentation über ihn gewährt.

Karl Lauterbach hat in einer Dokumentation des Westdeutschen Rundfunks (WDR) auch private Einblicke in sein Leben und Denken gegeben. Die Sendung unter dem Titel "Konfrontation" begleitet den Gesundheitsminister unter anderem auf dem Weg zu seiner Mutter, beim Essen im Restaurant oder bei dem Besuch seiner alten Grundschule.

Über seinen eigenen Lebensstil spricht der Politiker bei einem Restaurantbesuch - als er den Kellner bei seiner Bestellung bittet, kein Salz zu verwenden. Seit einer Studie Ende der 1980er-Jahre verzichtet Lauterbach komplett auf Salz: "Es ist schwer durchzuhalten, und ich kenne nicht viele, die das machen."

Allerdings stellt der 59-Jährige auch klar, dass sein Leben nicht aus der Optimierung seiner Gesundheit bestehe. "Ich mache sehr viele Dinge, die nicht gesund sind." Zum Beispiel habe er jahrelang Kampfsport betrieben, wobei er sich häufig verletzt habe. Er gehe zu spät ins Bett und schlafe zu wenig. Und auf Wein verzichte er auch nicht völlig. "Ich will mit meinem Leben etwas erreichen, aber auch Freude am Leben haben", so Lauterbach

"Leidenschaftlich" und "abenteuerlich"

Zudem schwelgt der Minister in Erinnerungen - besonders, als die Macher der Dokumentation sein altes Parfüm auf den Tisch stellen: "Aramis Tuscany Pere Uomo", das ihn in seiner College-Zeit begleitet hat. "Unglaublich. So gut wie damals. Ich wusste nicht, dass es noch im Handel ist", so Lauterbach nach dem ersten Spritzer. Die offizielle Beschreibung des Duftes lautet: "Sinnlich, aromatischer Duft für den leidenschaftlichen Mann. Charakter: Abenteuerlich." Lauterbach scherzt: "Das beschreibt mich von damals." Tatsächlich verbindet er den Duft mit guten Erinnerungen von Aachen bis Arizona: "Ich bin durch die Welt gekommen, habe auch einigermaßen viel erreicht. Es war eine sehr gute Zeit."

Von seinem mittlerweile verstorbenen Vater habe er gelernt, "dass die Grundlage, das Fundament, eines jeden Erfolgs harte Arbeit ist", erklärt Lauterbach. Über seine 87-jährige Mutter berichtet er, dass sie sich auch heute noch seine Talkshow-Auftritte ansehe und ihm anschließend "Empfehlungen" gebe, was er falsch gemacht habe. "Meistens sind das Aspekte, die das Aussehen betreffen. Aber auch wenn ich dann hart gekontert habe, dann sei ich angeblich zu frech gewesen." Und er fügt leicht ironisch hinzu: "Solche Vorhaltungen muss man sich da noch heute bieten lassen."

"Habe Angst um meine Kinder"

Mit Blick auf die Situation in der Ukraine erklärt Lauterbach, seine Mutter erinnere sich noch genau an den Zweiten Weltkrieg. "Weil sie zu dem Zeitpunkt als Kind vieles erlebt hat, was sie ein Leben lang nicht vergessen konnte." Vor dem Krieg habe sie Angst, aber nicht um sich selbst. Ihm gehe es genauso: "Sie hat Angst um ihre Enkel, ich habe Angst um meine Kinder."

In der Dokumentation äußert sich Lauterbach natürlich auch zu anderen politischen Themen. Unter anderem geht er mit seinem SPD-Parteikollegen Gerhard Schröder hart ins Gericht. Durch seine Reise nach Moskau Anfang März, um dort mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen, sei der Altkanzler "an der Grenze zur Witzfigur" angelangt, so Lauterbach.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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