Unterhaltung

Falschgeldverdacht bei Jauch Kopfstand-Rentner verschenkt Geldbündel

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Kandidat Reinhard Feldmann sorgte bei "Wer wird Millionär?" für ordentlich Wirbel.

Sogar die Polizei war misstrauisch: Bringt Reinhard Feldmann etwa Falschgeld unters Volk? Auch Günther Jauch beschleicht ein Verdacht, als der Kandidat plötzlich ein Scheinbündel zückt und verschenkt.

Dieser 67-Jährige war für mehrere Überraschungen gut. Erst beantwortete Reinhard Feldmann die erste Frage bei "Wer wird Millionär?" auf dem eigens mitgebrachten Kissen im Kopfstand. Haltungsnote: 1, Verständigung: gestört. "Und die Antwort?", fragte der Moderator den Versicherungskaufmann. "Zäh!", sagte Feldmann auf die Frage nach einem möglichen Urteil über ein Steak. "C oder zäh?" Jauch bevorzugte die Antwort dann doch lieber in der Aufrechten. Bei der Frage zum Münchner Hofbräuhaus für 8000 Euro griff sich Feldmann unvermittelt in die hintere Hosentasche und zückte ein dickes Bündel Geldscheine. Ein extra Bonus für den Zusatzjoker, falls der richtig antworten sollte. Jauch war misstrauisch und damit nicht der Erste. Sogar die Polizei hatte diesen Kandidaten unter Falschgeldverdacht.

"Privatbank Opa Feldmann: 500 Euro in 5-Euro-Scheinen", stand auf dem Deckblatt des Scheinstapels in Form eines Abreißblocks. "Das geben Sie dann noch mal drauf?!", fragte Jauch erstaunt. Für die großzügige Geste gab es Applaus, besonders enthusiastisch fiel der natürlich bei den aufgestandenen Zusatzjoker-Kandidaten aus. Ein Herr namens Harald Schmidt verhalf zur richtigen Antwort. Jauch riss versuchshalber einen Schein ab und roch dran: "Das ist echt, glaube ich." Zu diesem Urteil kamen wohl auch zwei Polizisten, die kürzlich im Zugrestaurant von Feldmanns Vorliebe für die ungewöhnliche Geldsammlung auf den Plan gerufen wurden.

Man trifft sich immer zweimal

Ein letzter Rest Misstrauen blieb jedoch und der Versicherungskaufmann wurde aufgefordert, doch lieber den Inhalt seiner Geldbörse zum Bezahlen zu verwenden. Das Scheinbuch hatte Feldmann übrigens ein Kegelbruder mithilfe von Buchleim gebastelt. Bei der 32.000-Euro-Frage geriet der Kandidat aus Aschebergin in Versuchung. "Meine Frau hat mir verboten zu zocken", meinte er, allerdings war seine Gattin nicht mit nach Köln gekommen. Könnte man dann es nicht dennoch wagen? Jauch gab den pragmatischen Spielverderber: "Sie begegnet Ihnen ja wieder." Feldmann hörte auf und ist nun um 16.000 Euro reicher.

Doppelt so viel konnte sich Vorgänger Luis Mallee erspielen, der offenbar allergisch gegen Hausstaubmilben ist. Mehr können wir wegen Login-Problemen beim RTL-Streaming-Portal TV Now leider nicht über den Kandidaten berichten. Unser Kampf mit dem neuerdings eingeforderten Digital Rights Management (DRM) System verblasste aber schnell angesichts des Pechs des dritten Kandidaten Christian Schadt. Der derzeit arbeitssuchende Erzieher aus Friedrichsthal war sich gemeinsam mit dem Publikum und seinem Telefonjoker sicher, dass die aus Polen stammenden Brüder Itzhak, Hirsz, Aaron und Szmul als Marx Brothers Weltruhm erlangten. Leider waren die Geschwister aber keine Komiker, sondern wirkten hinter den Kulissen als Bosse des Filmstudios Warner Bros. Schadt fiel bei der 16.000-Euro-Frage auf 500 Euro zurück. Als kleinen Trost startete Jauch eine Jobbörse und versprach, an RTL gerichtete Stellenangebote für den Kandidaten an diesen weiterzuleiten.

Ein richtiges Happy End bescherte Fabian Schüler der Sendung. Der Chemiker aus Hamburg hatte die Sicherheitsvariante mit drei Jokern gewählt. Er machte das Beste daraus. Bis zur Schwelle von 16.000 Euro setzte der werdende Vater auf Sicherheit, danach war Zocken angesagt. Schüler vertraute seinem Instinkt, dass rund zwei Drittel der weltweiten Olivenöl-Produktion aus Spanien und Italien stammen. Sein Mut brachte ihm 64.000 Euro ein. Wie viele Scheinblöcke würde die Privatbank Opa Feldmann daraus machen?

Quelle: ntv.de

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