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"Let's Dance" - Das große Finale Pascal Hens ist Dancing Star 2019

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Pascal Hens zusammen mit Tanzpartnerin Ekaterina Leonova.

(Foto: dpa)

Die Schinderei hat ein Ende: "Pommes" holt den Pokal und beschert Ekat ein Triple. Aber was war mit Piwkos Gesamtwertung los? Hatte er schon vor dem Zuschauer-Voting keine Chance mehr auf den Sieg? So emotional war das Finale.

"Ich stehe hier seit zehn Minuten, ich könnte eigentlich mal 'nen Stuhl brauchen", so "Pommes" in den letzten Sekunden vor der Entscheidung ein bisschen schnappatmig. Er sei "kein Mann der großen Worte", ein großes Dankeschön gehe an "seinen Coach", General Ekat und seine Familie.

Da stand er nun in einem Zebra-Kostüm, der Zwei-Meter-Drei-Mann und hatte alles gegeben; neben ihm Ella Endlich, die Frau, die wie keine(r) in dieser Staffel die Zehnerkellen kassierte und schon haushoch als Siegerin gehandelt wurde. Doch der Pokal gebührt allein ihm: Pascal Hens, der authentische Typ, der immer ein bisschen so wirkt, als könne man ihn ruhig nachts um halb drei aus dem Bett klingeln, weil man aus Liebeskummer "einen saufen" muss. Endlich hat die "Schinderei ein Ende", die "Schweinearbeit" hat sich gelohnt. Und das Wunderbare: Profi-Tänzerin Ekat gewinnt mit ihrem Schützling "Pommes" zum dritten Mal in Folge.

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So sieht ein Sieger aus: Pascal Hens hält die Trophäe hoch.

(Foto: dpa)

Drei Monate "Let's Dance" sind vorüber und dieses Finale, man kann unser RTL hier ruhig mal loben, hatte es durchaus in sich. Hartwich glänzte in einem feinen Smoking, in den er kein bisschen reingeprügelt aussah und Victoria trug ein Traum von einem Kleid, das frau ihr nur zu gern unterm Hintern weggeklaut hätte.

"Zum Abschluss nochmal einen rausgehauen"

Die drei Finalisten Benjamin, Ella und "Pommes" mussten gleich drei Mal beweisen, was sie in dieser Staffel gelernt haben. Es gab einen Jurytanz, einen Lieblingstanz und einen Freestyle. Piwkos Lieblingstanz, eine Rumba zu "Shallow" von Lady Gaga & Bradley Cooper war nur eine von etlichen "Wahnsinnsleistungen" an diesem Abend, sein Freestyle zu "Game of Thrones" aber sei einfach nur "mega" gewesen. "Du hast absolut, absolut, absolut alles gegeben! Drama, Leidenschaft, (…) es war großartig", kommentierte Motsi den letzten Tanz des gehörlosen Kampfkunst-Meisters, der, wie Llambi anmerkte, "zum Abschluss nochmal richtig einen rausgehauen hat".

Es tut nicht Not, groß zu erwähnen, wie fabelhaft Ben und Isabel in ihren Kostümen aussahen, sondern viel mehr, was diese beiden geleistet haben sowie die sensible Art und Weise und das feine Gespür, mit dem Edvardsson ihrem Schüler das Tanzen beibrachte.

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Auch Ella Endlich und Valentin Lusin performten stark.

(Foto: dpa)

Merkwürdig war am Ende die Zusammensetzung der Punkte. So stand Piwko in der Gesamtrechnung mit einem Punkt hinter den zwei Erstplatzierten Endlich und Hens, die jeweils drei Punkte hatten. Somit war Piwko, rein rechnerisch gesehen, schon vor dem Zuschauer-Voting aus dem Rennen um den Pokal.

"Arrogant, berechnend, mimimi"

Auch im Finale schieden sich an Ella Endlich die Geister: "Arrogant, berechnend, mimimi, lässt mich eiskalt", sind nur einige von hunderten Kommentaren, die sich über die Sängerin ergossen, die sich kurz vor dem Finale noch den Fuß verletzte, aber "bis zum Schluss gekämpft" hat. Dann war auch noch ihr Lebensgefährte im Publikum und erwähnte ihre Verletzung ein weiteres Mal, was ebenfalls wieder nicht richtig war. Im Grunde, so scheint es zumindest, ist es egal, was Ella sagt oder eben nicht sagt, es wird immer Menschen geben, die sie "furchtbar unsympathisch finden".

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Gaben absolut, absolut, absolut nochmal alles: Benjamin Piwko und Tanzpartnerin Isabel Edvardsson.

(Foto: dpa)

Dabei hatte sie als Diva des alten, glamourösen Hollywood für ihren Quickstep, "The Lady Is A Tramp", wenn auch nur symbolisch, einen Oscar gewonnen. "Kein einziger Schritt war daneben", Ella war permanent "auf Duracell-Temperatur" oder wie Llambi lobte: "Wir drei Flitzpiepen müssen den Tanz gar nicht kommentieren, (…) ohne klassische Tanzausbildung hast du den perfekt getanzt".

Das Publikum peitschte bei Ellas Lieblingstanz, einer Samba, die auch die Jury lobte, sodass Hartwich anmerkte: "Der Jury gehen langsam die Superlative aus." Ja, sie tanzte wie eine Tanzverliebte und lieferte eine tolle Show, aber ihr Bitten, "doch bitte für Valentin (ihren Tanzpartner) anzurufen", er sei "noch ganz neu in der Show", kam bei den Zuschauern ebenfalls nicht gut an, obschon Ella schlussendlich allen bewies, dass sie alles kann: "sexy sein, stark sein und eine Kriegerin sein."

"Die geilsten drei Minuten"

Gekämpft haben die Promis im Grunde alle, der eine mehr, der andere weniger. Es gab ein Wiedersehen mit allen Rausgeflogenen, die noch einmal ihre "schönsten Momente von Let's Dance 2019" vertanzten. Ach, kieke an, Lukas Rieger war ja auch dabei, genauso wie Schauspieler Jan Hartmann und Comedian Özcan Coşar. Wer aber auf jeden Fall in die Annalen dieser Tanzshow eingehen wird, ist Oliver Pocher, der auch als "Baby" eine passable Dirty-Dancing-Figur machte. "Tanzen sei sein Leben", so der TV-Kasper, der schon vor seinem Einsatz prognostizierte: "Das werden die geilsten drei Minuten von RTL - neben 'Schwiegertochter gesucht' und 'Bauer sucht Frau'".

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Im Finale drehte auch der bereits ausgeschiedene Oliver Pocher noch mal auf.

(Foto: dpa)

Der verdiente Sieg gebührt nun erst einmal "Pommes" - dem sensiblen Kumpeltyp, der jetzt mal wieder ein bisschen mehr essen muss, weil er ob der ganzen Schufterei der letzten drei Monate "zehn Kilo abgenommen" hat. Selbst seine Freunde, die zur Unterstützung im Publikum saßen, waren platt, als der Mann mit dem Iro so einen verdammt "komplizierten Tango" tanzte, der bei Motsi für "Gänsehaut sorgte an Stellen, wo man normalerweise keine Gänsehaut hat." Bei seinem Freestyle zu "Madagascar" zeigte er als Zebra nicht nur einen "glücklichen Popo", sondern auch wie viel Energie in ihm steckt. "Du bist wahnsinnig authentisch, man spürt einfach, dass du ein geiler Typ bist", so Motsi.

Das war's für dieses Jahr, die Kellen werden eingepackt und Llambi "auf Eis gelegt". Ihnen, liebe Leser, herzlichen Dank für die Begleitung der letzten drei Monate, hier auf n-tv.de. Jetzt darf wieder geschlemmt werden, unter einer Bedingung: "Safe the last Pommes!"

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Quelle: n-tv.de

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