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Nach dem Aus der Beatles Paul McCartney verfiel dem Alkohol

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Mit über 600 Mio verkauften Tonträgern sind die Beatles die kommerziell erfolgreichste Band der Geschichte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im April 1970 geben die Beatles nach internen Problemen ihre Auflösung bekannt. Paul McCartney weiß mit dem Aus nicht anders umzugehen, als sich in den Alkohol zu flüchten. Seine Rettung verdankt er seiner damaligen Frau.

Paul McCartney hat die Trennung der Beatles anscheinend schwerer verkraftet als bislang angenommen. Nach der Auflösung der Band sei er dem Alkohol verfallen und hätte die Musik beinahe ganz an den Nagel gehängt, gab der 73-Jährige in einem Interview mit der britischen BBC zu, das an diesem Dienstag in Auszügen veröffentlicht wurde. "Ich brach mit meinen lebenslangen Freunden und wusste nicht, ob ich weiter Musik machen würde", beschrieb er die Zeit nach der Trennung im April 1970.

"Ich habe zur Flasche gegriffen. Ich habe zum Whiskyglas gegriffen. Zuerst war es großartig, dann hatte ich plötzlich gar keine gute Zeit mehr", schilderte McCartney seine Flucht in den Alkohol. "Es funktionierte nicht." Seine damalige Frau Linda sei es gewesen, die ihm geholfen habe, das Tief zu überwinden mit dem Anstoß, die Band Wings zu gründen.

Die Band, in der McCartneys damalige Frau mitspielte, fing mit Überraschungsauftritten vor Studenten an. Mit der Zeit hatten sie Erfolg, der allerdings bei weitem nicht mit dem der Beatles vergleichbar war. "Um fair zu sein - wir waren nicht so gut. Wir waren schrecklich", sagte der Ex-Beatle. Seine Frau sei am Keyboard eine Anfängerin gewesen - "aber sie lernte es, und im Rückblick bin ich wirklich froh, dass wir das gemacht haben." Linda McCartney starb 1998 an Brustkrebs.

Angespornt von Lennons Genialität

In dem Interview spricht McCartney auch über seinen ehemaligen Bandkollegen John Lennon und ihre schwierige Beziehung. Zum Glück hätten sie ihren Streit begraben, bevor Lennon 1980 erschossen wurde. "Es wäre ziemlich schwierig gewesen, damit umzugehen, wenn... na ja, es war auch so sehr schwierig", sagte der Brite über Lennons Tod, für den er 1982 den Song "Here Today" schrieb.

Die Rivalität mit Lennon zu Beatles-Zeiten bewertet McCartney positiv, weil sie ihn zu Bestleistungen angespornt habe. "Wenn John einen genialen Song schrieb, sagte ich mir: Okay, dann schreibe ich einen noch genialeren."

Das BBC-Interview mit McCartney soll am Samstag in voller Länge ausgestrahlt werden. Ein Ausschnitt wurde bereits veröffentlicht.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa

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