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"Kann ja mal Urlaub machen" Physik-Student sahnt bei Jauch ab

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Physikstudent Niklas Pyrlik ist 125.000 Euro reicher.

Cool, clever, bodenständig. 125.000 Euro? "Ich bräuchte einen neuen Kühlschrank", meint der 18-Jährige. Gut, vielleicht doch Urlaub. Jauch ermutigt zu größeren Träumen: "Zwischen Harz und Fichtelgebirge ist da fast alles drin."

Das ist ja mal "ein unfassbarer Betrag für einen 18-Jährigen", befindet Günther Jauch. Was macht die Jugend von heute mit einem sechsstelligen Gewinn bei "Wer wird Millionär?"? YouTube-Ausrüstung kaufen, Bitcoins schürfen, Beine hochlegen? "Ich bräuchte einen neuen Kühlschrank", meint Physikstudent Niklas Pyrlik. Aber bitte ein schmales Modell. In der Hamburger Einzimmerwohnung ist nicht so viel Platz. "Neuer Kühlschrank, gebongt", meint der etwas enttäuschte Moderator. Der Kandidat lässt sich erweichen: "Wenn es wirklich 125.00 Euro werden, kann man ja doch vielleicht mal Urlaub machen." "Kann man", bestätigt der Moderator. "Man sollte nicht über die Stränge schlagen. Aber zwischen Harz und Fichtelgebirge ist da fast alles drin."

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Flugbegleiterin Bettina McFarland darf noch einmal wiederkommen.

Der 18-Jährige war bereits am vergangenen Montag mit seiner abgeklärten, allerdings überhaupt nicht überheblichen Art aufgefallen. Die hat er sich in der Woche des Wartens bewahrt. Für 125.000 Euro sollte er wissen, welches Phänomen die Betroffenen bei der Ausführung ihres entsprechenden Sports behindert: Dartitis, Schachelyse, Judotonie, Golferose? Der Kandidat hatte keinen blassen Schimmer, dafür war der Zusatzjoker im Publikum sicher: Dartitis ist es, das nervöse Nicht-Loslassen-Können des Werfers.

Kurzer Prozess

Tausendprozentig sicher schien der Joker nicht zu sein. Pyrlik aber fackelte nicht lang, redete nicht groß drum herum, sondern vertraute dem Zuschauer trotz des möglichen Absturzes auf 500 Euro und lag damit richtig. Von Ausflippen war immer noch keine Spur zu sehen. Auch der mitgereiste Kumpel blieb total ruhig. In diesem hanseatischen Freundeskreis scheint die geballte Siegesfaust nicht zum guten Ton zu gehören.

Kurzen Prozess machte der 18-Jährige, der beim "Wer wird Millionär?"-Debüt übrigens gerade mal vier Monate alt war, dann bei der 500.000-Euro-Frage. Er hatte keine Ahnung, dass der sogenannte Angebotsstreifen nicht etwa für Raucher oder Supermarktkunden, sondern für Radfahrer gedacht ist. "125.000 Euro - das ist ohne Worte. Ich hätte nicht mal gedacht, dass ich hier auf diesen Stuhl komme", meinte Pyrlik und stieg aus. Neben dem neuen Kühlschrank leistet er sich vielleicht doch eine Reise in die USA oder finanziert seinen Traum von einem Studium an der Elite-Universität Stanford.

Bitte nicht drängeln

Weniger zügig war Lufthansa-Flugbegleiterin Bettina McFarland am Start. Sehr zum Missfallen des Moderators. "Jetzt drängeln Sie mich doch nicht so", hielt die Berlinerin dagegen. Richtig so, schließlich hat sie sich den Platz auf dem heißen Stuhl redlich verdient. Zum geschlagenen sechsten Mal saß McFarland unter den Auswahlkandidaten. "Das riecht aber nach Rekord", meinte Jauch. "Ich sage immer, wer fünfmal da sitzt, den trage ich rein."

Nach dieser Erkenntnis und einer unappetitlichen Anekdote über rauchende Passagiere auf der Flugzeugtoilette war der Gastgeber etwas geduldiger gestimmt. "Ich verstehe, dass Sie ins Cockpit möchten", meinte er zu der 18-jährigen Tochter der Kandidatin im Publikum. Mit einem Namen wie Tara Sky McFarland kann man doch nur Pilotin werden, oder? "Ich würde nach Hollywood gehen", meinte hingegen Jauch. Den Nachnamen verdankt die Tochter ihrem australischen Vater. "Ich hieß mal Schulz", offenbarte die Kandidatin. Sie kehrt nächste Woche mit der 64.000-Euro-Frage zurück.

Quelle: n-tv.de

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