Unterhaltung

"Let's Dance" Tanzpantoffel Potofski ist nicht zu stoppen

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Schoss den Vogel ab: Ulli Potofski, hier mit seiner Kathrin.

Vicky tanzt mit gebrochener Rippe, Jana trägt Bürsten aus der Autowaschanlage auf nackter Haut und Julius traut sich nicht an Ekats Po. Doch am Ende tobt TV-Deutschland wegen ihm - dem Ullinator.

"Das ist meine Jediyess-Bemalung", sagt Eso-Maus Jana Pallaske, malt sich mit einem Kohlestift zwei Striche auf den Oberarm und zusätzlich, schön Indianer-mäßig zwei weitere auf ihre Wange. Die körperliche Kriegsbemalung gibt der spirituellen Schauspielerin, die garantiert auch ihre Bude aus Angst vor bösen Geistern und schlechter Energie ausräuchert, positive Vibes. Dass an dem Firlefanz etwas Wahres dran ist, beweist die dankbare "Menschin" dann auch prompt mit ihrer Samba, die sie mit ihrem Massimo so elektrisch magnetisch und schwungvoll darbietet, dass fast die Fransen von ihrer Samba-Buxe abfliegen, die sie möglicherweise kurz zuvor aus einer Autowaschanlage geklaut hat.

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Mit "Hossa" oder "Olé" ließ sich Sarahs Auftritt nur näherungsweise beschreiben.

Dass man aber nicht unbedingt esoterisch angehaucht sein muss, um auf der Tanzfläche wie ein Feuerwerk zu zünden, beweist erneut La Lombardi, die heiße Blutleckerin. In der letzten Woche hat sie mit ihrem erotischen Contemporary die Croud so kirre gemacht, dass vor allem Hartwich "drei Tage lang gebraucht hat, um die Hormone aus dem Körper rauszukriegen". Mit ihrem Robert tanzt die kleine Femme fatale den Paso Doble so feurig, dass Motsi abermals total elektrisiert ist: "Das ist mein Lieblingstanz der gesamten Staffel", lobt sie die Torero-Bezwingerin. Auch Llambi schnappatmet vor lauter Olé: "Du hast den besten Look, das beste Outfit, das hatte was Ursprüngliches!" Und weil Sarah nicht nur stolz gucken kann, sondern tanzt, als würde sie "innerlich explodieren", kassiert sie von der Jury, wie schon in der vergangenen Woche, die volle Punktzahl.

Drehmomente wie ein Baukran

Stichwort Stolz: Den lässt sich auch der musikalische Spaziergänger Ulli Potofski nicht nehmen, und dass, obwohl er bewegungslegasthenisch wie immer den Vogel abschießt. Mit seiner Kathrin stapft er eine heitere Samba zu "Night Fever" von den Bee Gees zurecht und erinnert in seinen angedeuteten Drehmomenten an einen Baukran.

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Natassja Kinski versprühte Feuer - und doch wurde es nichts.

Zu steif und mit zu viel "Beton-Oberkörper" cha-chat auch Julius Brink mit seiner Ekat zu "Summer Nights" von John Travolta & Olivia Newton John über den Dancefloor. Zusätzliches Problemchen. "Julio" soll zwar wie ein Macho agieren, traut sich aber nicht, Ekats Körper "richtig anzufassen". "Soll ich jetzt hier rangehen?", fragt er seine Partnerin schüchtern und schaut sie an wie Michel aus Lönneberga: "Ich kann dir doch nicht an den Arsch packen!"

Keinerlei Berührungsängste dagegen hat Erich Klann bei seiner Vicky, und dass, obwohl sich das Glitzer-Girl eine Rippe gebrochen hat. Frau Swarovski pfeift sich schnell ein schmerzlinderndes Medikament ein und tanzt den Tango "El Antifaz" von Liberacion so "exqusit", dass Motsi freudig quiekt: "Brich dir noch mehr Rippen! Das war Kunst!" Dem armen Haserl ist vor Schwindelgefühl gar nicht klar, dass es für seine Leistung gerade 30 Punkte eingeheimst hat.

"Ullinators" vs. "Heart-Core"

Ordentlich abgeliefert haben, wie bereist in den Shows zuvor, auch Eric - "is back" - Stehfest und Sandy. Und obwohl Frau Meyer-Wöldens Barfußtanz im Nebel wirklich sehr schön anmutet und sie sehr superb in die Luft hopst, muss sie am Ende zittern.

Zum Showdown gibt es in Show Sieben wieder ein Battle, bei dem zwei Teams gegeneinander antanzen. Blöd nur, dass die Teamkapitäne (Sarah Lombardi und Julius Brink) jeweils entscheiden, wer in ihr Team kommt. Das ganze Rumwählen erinnert an den Völkerball im Sportunterricht, wo am Ende immer der kleine dicke Moppi, allein und mitleidserregend auf der Bank sitzend, übrigbleibt, weil ihn keiner in der Mannschaft haben will. Echt zum Heulen dieser Blick der verhuschten Nastassja, als sie dieses Los ereilt.

Sarahs Team, in dem Puppenspieler Ulli die Fäden im Hintergrund zieht, nennt sich bescheiden "Ullinators", Julius' Team hört auf den putzigen Namen "Heart-Core". Welcher der Kandidaten in welcher Gruppe freestylt, ist wirklich wumpe, am Ende gibt die Jury beiden Teams gleich viel Punkte. "Ihr hattet beide gute Aktionen, die Stimmung war ähnlich", kommentiert Llambi die Darbietungen der Tanz-Gegner, die teilweise an den Haka, den rituellen Tanz der Maoris, erinnern.

Ausgehakat hat es sich am Ende kurioserweise nicht für den Spaziertänzer Ulli, sondern für die Traumelfe Nastassja Kinski. Dabei hat sie mit ihrer Salsa zu "Matilda" von Harry Belafonte in einem niedlichem Papagei-Fummel so viel "Feuer versprüht". Wenigstens kann sie sich jetzt von der Welt wieder weitestgehend unbeobachtet in aller Seelenruhe ihr Haupthaar zwirbeln, wohingegen die Community tobt, dass Tanzpantoffel Potofski eine Runde weiter ist, obwohl seine Knochen gegen rhythmische Vibrationen immun sind.

Quelle: ntv.de