Unterhaltung

"Let's Dance" - Viertelfinale "Wie 350 km/h auf der Autobahn"

Im Viertelfinale zeigt sich: So starke Tänzer hat es noch in keiner Staffel gegeben. Lili Paul-Roncalli, Luca Hänni, Moritz Hans und Tijan Njie fahren Punktwertungen ein - höher als so mancher Kontostand. Für eine aber ist nach Show 10 wirklich Schluss.

"Das war nix!", sagt Joachim Llambi zu Ilka Bessin nach ihrem Slowfox. Es scheint, als würde auch er bereits das Ende dieses Abends voraussehen. Denn nach Show Nummer zehn hat Ilka ausgetanzt. Dreißig Sekunden musste sie zuvor noch einen großen, schwarzen Fächer für ihren "Challenge Dance" - eine Samba - halten, die tatsächlich eine ihrer stärksten Tänze war, wohl auch, weil dieses Mal Haare, Make-up und Outfit wunderbar miteinander harmonierten. Die Komikerin spricht auf ihr Weiterkommen von Show zu Show selbst an: "Ich weiß, die anderen sind erste Liga und ich bin nur Kreisklasse."

Tatsächlich sind die vier verbliebenen Tänzer allesamt sehr stark. Das ist schon "Champions League", betont der Chefjuror. Es dürfte also mit Ilkas Ausscheiden ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Wenn man ehrlich ist, kann man so manchen Promi kaum noch von einem Profitänzer unterscheiden. Luca Hänni zum Beispiel macht mit seinem zackigen Flirt-Tanz den anderen nicht nur eine amtliche Kampfansage, sondern liefert gleichzeitig auch den besten Cha-Cha-Cha dieser Staffel ab. Das zumindest findet Motsi, die an diesem Abend so schön gülden funkelt, dass sie Hartwich an ein leckeres Ferrero Rocher erinnert. Auch mit seinem zweiten Tanz, einem Charleston, beweist der sympathische Schweizer, "technisch wie rhythmisch der stärkste männliche Tänzer zu sein".

"Die Kirsche auf der Sahnetorte"

So viel geballtes Talent, das gab es tatsächlich noch nie bei "Let's Dance". Und obschon Moritz Hans von Llambi wegen winziger Fehler immer ein bisschen angepflaumt wird, als habe er das Gehackte von dessen Fiffi aus dem Trog geklaut, gehört auch er zu den großen Favoriten; genauso wie - und das ist ja das Verrückte - alle anderen Viertelfinalisten. In jeden "Challenge Dance" soll eine Requisite eingebaut werden. Moritz und Renata trifft es richtig hart. Die beiden müssen mit verbundenen Augen tanzen und meistern den Wiener Walzer mit einer solchen Bravur, dass Motsi glatt Gänsehaut überkommt.

Zu Tijan Njie kann auch fast nichts mehr gesagt werden, so sehr gibt der 28-Jährige Vollgas: "Wie 350 km/h auf der Autobahn", kommentiert die Jury seinen und Kathrins Charleston. Es ist ein unglaublich "brutales Tempo", das die beiden tanzen, was ihnen jedoch nicht das Geringste auszumachen scheint. "Traditionalist" Llambi findet die Nummer zwar ein bisschen zu "progressiv", aber spätestens beim Contemporary bleibt auch ihm nichts anderes übrig als anerkennend beizupflichten: "Das war die Kirsche auf der Sahnetorte!" Die beiden vertanzen die Trennung eines Liebespaares. All der Schmerz, all die Gefühle - das ist einfach "ganz großes Kino!" Und als der schöne halbnackte Tijan, der aktuell Single ist, schließlich anmerkt, sehr gern neben einer Frau aufzuwachen, gibt es kein Halten mehr. Jorge startet direkt einen Aufruf an alle einsamen Ladys der Republik. Und bitte nicht vergessen: Ilka hätte von Tijan sehr gern "einen Kalender".

"Wow, dieser mörderische Blick!"

Dem schrillsten aller Juroren des Universums wird an diesem Abend übrigens selbst so manches Mal ziemlich heiß beim Anblick der sexy Körper, die sich so rhythmisch im Takt bewegen. Man hat ein bisschen das Gefühl, Jorge führt stets seinen halben Hausstand mit, um direkt beim Objekt seiner Begierde einzuziehen. Diese Woche hat er sich den guten alten Kehrbesen direkt ins Haupthaar gesteckt. Bananen hat er auch reichlich in petto. Und was braucht ein Liebespaar mehr, als Vitamine und einen Besen, der die Daunenfedern der ausufernden Liebesnacht rasch zusammenkehrt?

Es wird also alles andere als leicht sein zu entscheiden, wer das Finale in zwei Wochen rocken wird. Verdient hätten es alle übrig gebliebenen vier Paare. Das Niveau nach oben schraubt auch wieder "Diamond-Girl" Lili Paul-Roncalli. Immer "on point", muss man bei der 22-Jährigen die Fehler wirklich suchen. Bei ihrem Einzeltanz, auch einem Charleston, fehlt der Jury zwar ein My "das Verspielte", aber schon kurz darauf präsentiert sie mit einer eleganten Rumba, dass sie das Zeug hat, diese Show zu gewinnen. Diese feminine Eleganz, "dieser mörderische Blick", lobt Jorge, das ist etwas ganz Besonderes, das man entweder hat oder aber nicht. "Tanzschritte kann man lernen, Talent ist einem gegeben" oder wie Motsi sagen würde: Die "kokette" Lili ist einfach das "Chili in der Soße".

Quelle: ntv.de

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