Unterhaltung

Alternative Energiegewinnung Yoko Ono plädiert für Erdwärme

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Erdwärme könne zwar nicht Japans gesamten Energiebedarf decken, dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden.

John Lennons Witwe, die japanische Künstlerin Yoko Ono, empfiehlt ihrem Heimatland, sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima bei der Energiegewinnung das kleine Island zum Vorbild zu nehmen. Wie Island verfüge Japan über zahlreiche heiße Quellen und könne also aus Erdwärme Energie erzeugen, sagte Ono. "Geothermie - das kann man einfach machen, es ist da", fügte die 78-Jährige während ihres ersten Japan-Besuchs seit der im März ausgelösten Atomkatastrophe hinzu. Erdwärme könne zwar nicht Japans gesamten Energiebedarf decken - als sichere, saubere und einfache Möglichkeit der Energiegewinnung dürfe sie aber nicht außer Acht gelassen werden.

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Der Imagine Peace Tower, der in Reykjavik an John Lennon erinnert, sendet einen mit Strom aus Erdwärme betriebenen Lichtstrahl aus.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Sie habe diese Form der Energiegewinnung in Island kennengelernt, sagte Ono. "Als ich da hingegangen bin, habe ich gemerkt, dass dieser Ort nicht nur schön, sondern sehr unabhängig von den Öl-Leuten ist", sagte Ono über den Inselstaat, der mehr als 80 Prozent seines Energiebedarfs mit Erdwärme und Wasserkraft deckt.

Erdwärme für den Frieden

In der Nähe der Hauptstadt Reykjavik befindet sich der Imagine Peace Tower zur Erinnerung an ihren 1980 erschossenen Mann, den Ex-Beatle John Lennon. Das Steinmonument, auf dem in 24 Sprachen "Imagine Peace" ("Stell Dir Frieden vor") eingraviert ist, sendet einen mit Strom aus Erdwärme betriebenen Lichtstrahl aus.

Zu der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima, die am 11. März durch ein Erdbeben und einen anschließenden Tsunami ausgelöst worden war, sagte Ono: "Das ist nicht nur etwas, das Japan widerfahren ist, das ist der ganzen Welt widerfahren." Es sei klar, dass Japan die Atomkraftnutzung aufgeben müsse.

Quelle: ntv.de, AFP

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