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Panorama abseits der Dudelsäcke Schottlands herbe Schönheit

Bei Schottland denken viele an Nessie, Röcke tragende Männer und Dudelsäcke. Aber Schottland hat mehr zu bieten als den Touristennepp. Das spürt man, sobald man den Boden betritt. Das weiß man, sobald man sich aufmacht, das Land zu bereisen. Das sieht man - in "Scotland Panorama“.

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Schottlands herbe Schönheit im Panoramaformat

Es gibt Bücher, da freut man sich auf eine Rezension. "Scotland Panorama“ ist solch ein Werk. Also schnell noch Amy MacDonald in den CD-Spieler gelegt, den letzten Rest Glenmorangie Lasanta in ein Glas gekippt und los geht’s - nach Schottland. Wieder einmal.

Und immer wieder gern. 2000 war ich das erste Mal dort. Für ein Wochenende. Und nur in Edinburgh und Umgebung. 2009 waren es dann schon zehn Tage. Zuerst in Glasgow, dann in Edinburgh und zuletzt im traumhaften Inverness. Schottland ist für mich wie eine zweite Heimat. Aus gutem Grund, denn ich bin Thüringer und die verbindet mit den Schotten so einiges: Ihr Dialekt und Humor wird häufig miss- oder gar nicht verstanden. Dennoch ist er liebenswert, wie Amy MacDonald und Kati Wilhelm beweisen. Thüringer und Schotten sind zudem echte Naturburschen und fühlen sich erst in ihr so richtig wohl. Und mit der Obrigkeit haben beide Völkchen auch so ihre Probleme.

Geschichte und Geschichten

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"Scotland Panorama" ist erschienen im Verlag Edition Panorama.

Schotten leben zudem, wie Thüringer übrigens auch, gern in der Vergangenheit. Sie lieben das Historische, die großen Schlachten - daneben aber auch die schönen Künste, das gutbürgerliche Essen und den Sport. Beweise gefällig? Die Eisenacher Wartburg, Goethe, Bach, Klöße, Bratwurst, Biathlon auf der einen sowie hunderte Castles, Sir William Scott, das Edinburgh Military Tattoo, der Dudelsack an sich und Haggis auf der anderen Seite. Aber das wichtigste, was Thüringer und Schotten gemeinsam haben: Man muss sie und ihr Land einfach mögen.

Das Buch "Scotland Panorama“ ist das beste Beispiel dafür. Auf 120 Seiten finden sich 50 Panoramafotografien, farbenfroh und facettenreich, und damit auch 50 Gründe, Schottland nicht nur zu mögen, sondern es zu lieben - oder, lieben zu lernen.

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Axel M. Mosler

Das Buch des Fotografen Axel M. Mosler ist so vielschichtig wie das kleine Land und dessen rund fünf Millionen Einwohner. Es ist eine Hommage - unaufdringlich und bescheiden. Es lässt den Ansichtskarten-Charme so manches anderen Bildbandes verblassen.

Das etwas andere Schottland

Zwar finden sich unter den 50 Panoramabildern auch das ein oder andere Postkartenmotiv, die Mehrzahl der Bilder versucht aber, einen tieferen Einblick des etwas anderen Schottlands zu zeigen, des natürlichen Schottlands: tiefschwarze Seen konkurrieren mit türkisblauem Meer und weißen Sandstränden. Restaurierte Schlösser wetteifern mit jahrhundertealten Burgruinen und kleinen, aber farbenfrohen Einfamilienhäusern; grüne Wiesen wiederum mit grauen Felslandschaften und bunt leuchtenden Heidemooren. Das Edinburgh Castle mit der umgebenden Altstadt konkurriert mit der neuen Skyline von Glasgow; von Menschenhand geschaffene architektonische Meisterleistungen wie die Forth Bridges mit den von der Natur geschliffenen Bens, Glens und Lochs.

Abgerundet und perfekt ergänzt werden die Panoramafotografien durch den einleitenden Text des Schottland-Kenners Ralf Gantzhorn, der sich Land, Leuten und Geschichte gekonnt widmet. Der in fünf Sprachen im Buch enthaltene Text macht deutlich, dass Schottland nicht nur in Thüringen seine Fans hat, sondern weltweit.

"Scotland Panorama“ macht Lust auf mehr Schottland. Noch mehr. Und immer wieder.

 

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Quelle: ntv.de

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