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Die "Ninja Warriors" sind zurück "Quäl dich, du Sau!"

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Brachte Frauenpower in die Show: Silke Sollfrank.

(Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius)

Blasen, Blut, Schweiß und eine klitschnasse Kletter-Garderobe: Auch in der dritten "Ninja Warrior Germany"-Staffel erwartet die Kandidaten wieder eine Mixtur aus Schmerz und Leid.

300.000 Euro für den "Mount Midoriyama"-Bezwinger, 25.000 Euro für den "Last Man Standing" und obendrauf noch eine gläserne Trophäe für den heimischen Wohnzimmerschrank: Die "Ninja Warrior Germany"-Verantwortlichen hauen in diesem Jahr in puncto Verlockung und Anreiz aber mal so richtig auf den Putz.

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Sie gucken bei den "Ninja Warriors" genau hin: die Moderatoren Jan Köppen (l.), Laura Wontorra und Frank Buschmann.

(Foto: MG RTL D / Robert Grischek)

Kein Wunder also, dass die Backstage-Garderoben in Karlsruhe aus allen Nähten platzen und sich der Geruch von Schweiß bereits vor dem Einmarsch des ersten Möchtegern-Ninjas über die Köpfe der drei Show-Moderatoren legt. Aber Frank Buschmann, Jan Köppen und Laura Wontorra lassen sich von miefigen Eau-de-Schwitz-Wolken natürlich nicht aus der Fassung bringen, genauso wenig wie Alexander Kukla, seines Zeichens Gesundheitsberater und Eröffnungs-Gladiator der diesjährigen Staffel.

"Leck mich fett"

Nach gut sechzig Sekunden ist Alexanders Traum von einem prall gefüllten Sparkonto aber auch schon wieder ausgeträumt. An den Schwing-Rädern baumelnd verabschiedet sich der 24-jährige Mucki-Boy ins Kurzzeit-Kandidaten-Archiv. Er soll nicht der letzte bleiben, der hier und heute seine Ninja-Grenzen aufgezeigt bekommt.

Egal ob Sixpack-Beaus aus dem Mc-Fit-Studio, Powerfrauen ohne Körperfett oder Rentner mit furchteinflößenden Tiger-Tattoos: Sie alle enden irgendwann im kühlen Nass. "Quäl dich, du Sau!", steht auf einem Pappschild im Publikum geschrieben. Klar, was denn sonst! Bringt aber alles nichts. Der Parcours zeigt kein Erbarmen - auch nicht für ehrgeizige Kämpfer mit Unterschenkel-Prothese.

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Gehört schon fast zum Inventar der Sendung: Andreas Wöhle.

(Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius)

"Ja, leck mich fett", raunt Buschi in sein Mikrofon. Sind die neuen Hindernisse wirklich so anspruchsvoll? Für die meisten Kandidaten scheinbar schon. Es gibt aber natürlich auch Ausnahmen: Männer und eine Frau, die sich förmlich in einen wahren Rausch klettern. Darunter befinden sich natürlich auch so Format-affine Super-Tarzans wie Sladjan Djulabic und Andreas Wöhle. Die beiden "Wolf-Pack"-Aushängeschilder gehören mittlerweile zum Ninja Warrior-Inventar wie die Meisterschale zum FC Bayern München.

"Yeah, wie geil"

Schon seit Beginn der Format-Erfolgsstory sind die beiden Hangel-Experten mit dabei - und das mit großem Erfolg. Auch in diesem Jahr ziehen Sladdi und sein Kumpel Andreas wieder ungefährdet in die Halbfinal-Runde ein, auch wenn der Erstgenannte im Kampf gegen "fliegende Untertassen" überraschend den Kürzeren zieht.

Neben Sladdi, Andi und manch anderem neuen Gesicht in der Runde der nicht Unterzukriegenden bleibt am Ende aber vor allem eine Erscheinung im Gedächtnis aller Augenzeugen, die man unter normalen Umständen wahrscheinlich "übersehen" würde. Hier und heute ist die Kleinste aber die Größte.

Zwar reicht es für "Kampf-Floh" (O-Ton Buschi) Silke Sollfrank am Ende nicht ganz für den Einzug ins Staffel-Halbfinale. Aber das stört den quirligen Mini-Flummi aus München nur am Rande. Silke ist zwischen all den männlichen Model-Athleten mittendrin statt nur dabei. Nur das zählt. Da kann man dann auch mal klatschnass aus dem Wasserbecken krabbeln und ein lautes "Yeah, wie geil!" in die Welt schreien.

Quelle: n-tv.de