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Fischer trifft Silbereisen Tränen, Küsse und ein Tattoo für die Ewigkeit

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Das einstige Powercouple des deutschen Schlagers geht jetzt getrennte Wege.

imago/Jan Huebner

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Und so blickt so manch Fischersilbereisen-Fan im Berliner Velodrom mit gefalteten Händen gen Hallendecke. Aber alles Beten hilft nichts.

Gut drei Wochen nach der via Social-Media in alle deutschen Schlagerwohnzimmer gestreuten Helene-hat-nen-Neuen-News sitzt die komplette Foxtrott-Gemeinde gespannt vor den heimischen Fernsehgeräten und wartet auf das erste Live-Zusammentreffen der beiden Schlussstrich-Protagonisten Helene Fischer und Florian Silbereisen.

Bevor es aber soweit ist, feiern die 10.000 frenetischen Schlagerfans im ausverkauften Berliner Velodrom erst einmal das Leben, die Liebe und all die anderen Branchenspeerspitzen, die sich im Rahmen der "Schlagerchampions"-Sause in der Hauptstadt eingefunden haben.

Alle geben Vollgas

Mit Pauken und Trompeten, Feuer, Rauch und Konfetti, und einem auf einer Raketen-KTM-Maschine auf die Bühne brausenden Florian Silbereisen setzt das Friede-Freude-Liebe-Happening gleich zu Beginn ein dickes Entertainment-Ausrufezeichen. Zwischen meterhohen Rauchsäulen und Funken sprühendem Deckenfeuerwerk spannen sie einen dicken, roten Playback-Faden. Die Bumtschak-"Draufgänger" und ihre grüne "Cordula", die vom "längsten One Night Stand der Welt" träumende Maite Kelly und die schon seit einem halben Jahr – tagein tagaus - auf einem Regenbogen tanzende Kerstin Ott: Sie alle geben Vollgas und kämpfen mit Herzblut und Leidenschaft um jeden einzelnen Jubelschrei in der vollbesetzten Tollhaus-Arena.

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Fischers neuer Partner tanzte diesmal nicht mit.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Heino, Roland Kaiser und ein bärtiger Mittsechziger aus der Kelly Family sind auch mit am Start. Ob die alten Haudegen je so viel Konfetti von einem Hallendach haben regnen sehen? Who knows… Ist aber auch egal. Fakt ist: Alle sind happy, glücklich und mit sich und dem Hier und Jetzt im Reinen. Sogar Matthias Reim und Michelle erinnern sich mit einer wummernden Bassdrum und hibbeligen Großraumdisko-Vibes im Rücken an die "wahre Liebe".

Geht da vielleicht noch mehr?

Geht da vielleicht noch mehr? Könnte im Rausch der Gefühle und inmitten zigtausender Herzchenformer vielleicht sogar das ultimative Wunder geschehen? Man kann es den vielen kreischenden Fans in den ersten Reihen förmlich ansehen, wie sie mit verweinten Augen und bebenden Lippen um die Erfüllung ihres größten Traumes betteln – dem spontanen Liebes-Comeback von Helene Fischer und Florian Silbereisen.

Nach einer knapp dreistündigen Tralala-Beschallung hat das Warten dann endlich ein Ende. "Sie ist und bleibt für immer meine Lieblingssängerin", schallt es aus dem Munde von Florian Silbereisen durch die Halle. Und dann tritt sie ins Licht. In schniekem Silber-Fummel und mit glitzernden High Heels an den Fersen stöckelt Helene Fischer auf die Bühne. Sie singt und tanzt, umgarnt von sportlicher Begleitung – allerdings ohne einen gewissen Thomas Seitel im Schlepptau. Ein Zeichen ist es aber nicht, denn knapp drei Minuten später begreift auch der letzte schluchzende Fan in der Halle, dass das zehnjährige Zweisamkeitskapitel von Helene Fischer und Florian Silbereisen tatsächlich Geschichte ist.

Helene Fischer lässt ihren Gefühlen freien Lauf

Im Arm ihres zwischen "Puhhh…" und "Naja…" pendelnden Ex-Mannes lässt die Königin des Schlagers ihren Gefühlen freien Lauf. Unter Tränen lauscht sie den emotionalen Worten des Mannes, der vor Gott und Welt verspricht, dass er sein auf dem Oberarm prangendes Liebestattoo auf ewig behalten werde.

"Es ist wie immer, aber doch ein bisschen anders", sind die finalen Worte von Florian Silbereisen. Danach liegen sich die beiden schniefenden Hauptprotagonisten des Abends noch ein letztes Mal wangenküssend in den Armen. Andrea Bocelli darf mit Helene noch ein paar musikalische Taschentücher verteilen. Dann wird nochmal die Konfettimaschine angeschmissen. "Wir brechen das Schweigen" fegt als letzter Song über die schwitzenden Köpfe der Fans hinweg. Ja, jetzt weiß auch der Allerletzte Bescheid. Der Drops ist tatsächlich gelutscht.

Quelle: n-tv.de

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