Tokio gibt sich die Ehre und lädt die Welt des Automobils ein. Ähnlich wie bei der IAA sind in geraden Jahren die Nutzfahrzeuge und in ungeraden Jahren die Pkws an der Reihe.Bild 1 von 77 | Foto: ASSOCIATED PRESSSchillernder und exotischer ist kaum eine Automesse. Die Motor Show im Hibiya-Park musste allerdings zahlreiche Absagen hinnehmen. Gerade die europäischen Hersteller haben reihenweise ihren Auftritt auf Eis gelegt. Es wurde sogar eine Absage der kompletten Messe erwogen.Bild 2 von 77 | Foto: picture-alliance/ dpaIn Krisenzeiten wird eben auch in der Autobranche der Gürtel enger geschnallt. Die deutschen Marken fehlen fast komplett. Dabei hat Tokio einen besonderen Stellenwert, weil hier avantgardistisches Design gezeigt wird. In diesem Jahr sind die japanischen Hersteller dennoch fast alleine auf der Messe.Bild 3 von 77 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Show 2009 steht ganz im Zeichen der Elektromobilität. Hybrid oder gleich ganz elektrisch? Das ist die Frage.Bild 4 von 77 Der Suzuki Swift ist ein so genannter Plugin Hybrid. Das heißt, er kann per Stecker ans Stromnetz angeschlossen und aufgeladen werden.Bild 5 von 77 Neben dem Elektroantrieb hat der Swift noch einen 660 Kubikzentimeter großen Verbrennungsmotor an Bord.Bild 6 von 77 Damit wird der Akku nachgeladen, wenn gerade keine Steckdose zur Hand ist. Auf langen Strecken wird der Akku durch Bremsrekuperation wieder gefüllt oder der Verbrennungsmotor muss eben alleine ran.Bild 7 von 77 Große Pläne hat Suzuki mit dem Kizashi. Der Hersteller will zeigen, dass man nicht nur Kleinwagen bauen kann.Bild 8 von 77 Das 4,65 Meter lange Auto hat einen 185-PS-Motor mit 2,4 Liter Hubraum an Bord.Bild 9 von 77 Wahlweise werden von der sechsstufigen Automatik nur die vorderen oder alle Räder angetrieben. Der Kizashi soll noch in diesem Jahr in den USA und Japan auf den Markt kommen. Der Verkauf in Europa ist hingegen fraglich.Bild 10 von 77 30 Jahre gibt es nun schon den Alto. In Tokio zeigt Suzuki ein Konzept-Fahrzeug, das den Ausblick auf die nächste Generation des günstigen Kleinwagens gibt.Bild 11 von 77 Außerdem hat Suzuki dem Alto ein CVT-Getriebe geschenkt. Ob das stufenlose Schalten allerdings auch in Serie kommt, ist fraglich.Bild 12 von 77 Ansonsten bleibt es bei 3,50 Metern Länge und Platz für vier Personen.Bild 13 von 77 "Style and Fun" verspricht Honda für den CR-Z. Dynamisch sieht es schon mal aus, das Konzeptfahrzeug.Bild 14 von 77 Angetrieben wird er, wer hätte das gedacht, von einem Hybrid-Motor.Bild 15 von 77 Die Elektro-Technik kommt aus dem Serienfahrzeug Insight. Die Studie soll zeigen, dass ein kompakter Sportwagen auch Hybrid kann.Bild 16 von 77 Damit es auch flott nach vorne geht, ist ein Vierzylinder-Benziner an Bord.Bild 17 von 77 Der CR-Z läuft in Tokio unter der Studie, gilt aber als ausgesprochen seriennah. "Da ändern sich allenfalls noch Spiegel und Felgen", heißt es unter vorgehaltener Hand.Bild 18 von 77 Ähnliches Aussehen, aber ein gänzlich anderes Konzept.Bild 19 von 77 Der Honda Skydeck will Lifestyle bieten und alle Generationen ansprechen.Bild 20 von 77 Natürlich hat auch er einen Hybrid-Motor an Bord.Bild 21 von 77 Die B-Säule fehlt bei dem Auto komplett. Die beiden vorderen Türen öffnen nach oben, die hinteren sind Schiebetüren.Bild 22 von 77 Die Frontscheibe ist weit ins Dach hinein gezogen und mündet in ein Panorama-Glasdach. Mehr Licht geht wohl kaum.Bild 23 von 77 Das ist praktisch bei engen Parkplätzen und erleichtert den Einstieg.Bild 24 von 77 Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich unter die der ersten schieben. Das soll den Einstieg nach hinten einfacher machen.Bild 25 von 77 Das Design hat etwas Ikea-Charme, das Cockpit hingegen ist sehr futuristisch. Eine typisch japanische Studie eben: hoch innovativ, mit futuristischem Design.Bild 26 von 77 Das kann man gut finden, muss man aber nicht. Der Honda EV-N hat starke Ähnlichkeit mit dem Ur-Mini oder dem Fiat 500.Bild 27 von 77 Unter der Haube steckt aber modernste Technik. Solarzellen auf dem Dach laden die Lithium-Ionen-Batterie für den Eco-Elektro-Motor. Wenn es mal nicht voran geht, kann das bordeigene Einrad UX-3 ausgepackt werden.Bild 28 von 77 Der Acty ist ein Dauerbrenner in Asien. Seit zehn Jahren ist der kleine Transporter beliebt wegen seiner kompakten Abmessungen und seiner hohen Wendigkeit. Eine Schönheit ist er zwar nicht, aber das ist ja auch nicht seine Stärke. Zum ersten Mal wurde das Lastentier komplett überarbeitet.Bild 29 von 77 Mazda zeigt einen echten Hingucker auf der Tokio Motor Show. Der Kiyora bündelt alle möglichen Maßnahmen zur Einsparung von Benzin in einem Konzeptfahrzeug.Bild 30 von 77 Das Auto basiert auf dem aktuellen Mazda 2. Die Kraft des 1,3-Liter-Benziners wird durch ein Sechstsufen-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht.Bild 31 von 77 "Ein Fahrvergnügen der nächsten Generation", verspricht Mazda. Die Japaner wollen mit der Studie spezielle die Bedürfnisse der kommenden Käufer-Generation erfülllen. Lifestyle und Umweltfreundlichkeit seien für diese wichtig.Bild 32 von 77 Deshalb wurde das Auto gegenüber dem Mazda 2 um 100 Kilo abgespeckt. Die Abgase werden mit Nano-Technik gereinigt und die Handhabung soll besonders einfach sein. Das Cockpit sieht jedenfalls alles andere als simpel aus.Bild 33 von 77 Auf Allrad versteht man sich bei Subaru. Daher sind auch bei der Studie einer luxuriösen Reiselimousine alle vier Räder angetrieben.Bild 34 von 77 Zwei Flügeltüren machen den Weg zu den vier Einzelsitzen frei.Bild 35 von 77 Innen gibt es atmungsaktives Leder der neusten Generation, das Armaturenbrett lässt sich in der Höhe verstellen.Bild 36 von 77 Und der Antrieb ist - natürlich Hybrid. Ein Zwei-Liter-Turbobenziner ist kombiniert mit je einem Elektromotor an jeder Achse.Bild 37 von 77 Auch bei Toyota gibt man sich sportlich. Der kompakte FT-86 wurde in Frankreich gezeichnet.Bild 38 von 77 Schwarze Säulen lassen das Dach leichter wirken. Dabei ist er nur 1,26 Meter hoch und 4,16 Meter lang.Bild 39 von 77 Unter der Haube werkelt ein Zweiliter-Boxermotor, der aufgrund seiner flachen Bauweise gerade so reinpasst.Bild 40 von 77 Vorlage für das Auto war das Corolla Coupé aus den frühen Achtzigern. Der Preis soll unter 23.000 Euro liegen.Bild 41 von 77 Der Prius ist ein wichtiger Imageträger für Toyota geworden. Der Prius Plugin-Hybrid feierte schon auf der IAA Weltpremiere und ist in Tokio zum ersten Mal in Japan zu sehen.Bild 42 von 77 Durch das Aufladen an der Steckdose erweitert sich die Reichweite für den rein elektrischen Betrieb um 20 Kilometer. Unter 60 Gramm CO2 pro Kilometer sollen möglich sein.Bild 43 von 77 Mehr zukunftsgerichtet ist der FT-EV II.Bild 44 von 77 Bis zu 100 km/h sollen mit der Studie möglich sein. Das Einsatzgebiet des Konzeptautos von Toyota ist der Stadtverkehr.Bild 45 von 77 Bis zu 90 Kilometer beträgt die Reichweite.Bild 46 von 77 Die Edel-Marke von Toyota, Lexus, setzt in diesem Jahr mehr auf schiere PS-Gewalt. Der LFA will sich als Supersportler zwischen den Ferraris und Porsches dieser Welt positionieren: ...Bild 47 von 77 ... mit 560 PS und einer Beschleunigung in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Dank Carbon und Aluminium ist das Gewicht auf unter 1500 Kilogramm gesunken. Ein 4,8 Liter V8-Motor treibt den Boliden an.Bild 48 von 77 Um das Ganze auch noch auf umweltfreundliche Beine zu stellen, hat Lexus in Tokio noch den LF-Ch mitgebracht.Bild 49 von 77 Der soll High-Performance mit Umweltbewusstsein verbinden.Bild 50 von 77 Daihatsu hat den Basket in Tokio am Start.Bild 51 von 77 Mit dem Überrollbügel ist der Name auch Programm. Geschlossen wird das Auto mit einem Hardtop.Bild 52 von 77 Parallel dazu zeigt Daihatsu den Deca Deca. Der ist ähnlich kastenförmig geraten, ...Bild 53 von 77 ... bietet aber im Innenraum deutlich mehr.Bild 54 von 77 Irgendwie scheint Daihatsu die Kastenform zu liegen. Auch der Tanto kommt reichlich eckig daher.Bild 55 von 77 Der Hersteller hat vor allem an der Effizienz gearbeitet.Bild 56 von 77 In Japan ist der Tanto sehr erfolgreich. Der Tanto Exe Custom bietet mehr Individualisierungsmöglichkeiten.Bild 57 von 77 Das Konzept ist sicher praktisch, aber nicht sehr schön. Geschmackssache eben.Bild 58 von 77 Auch ein neues Eco-Auto hat Daihatsu am Start.Bild 59 von 77 Der e:S (steht für Eco Smart) ist 700 Kilogramm leicht, hat einen Radstand von nur 2,17 Metern und verbraucht 3,3 Liter auf 100 Kilometer.Bild 60 von 77 Eine echte Innovation bietet Nissan auf der Tokio Motor Show: Das City-Mobil Land Glider bietet zwei hintereinander angeordnete Sitze auf vier Rädern. Die Karosserie neigt sich in die Kurven.Bild 61 von 77 Angetrieben wird er von einem Elektromotor, der an der Hinterachse arbeitet. Auch ein Kollisionvermeidungssystem ist an Bord.Bild 62 von 77 Der Fuga von Nissan ist ein Serienfahrzeug, mit dem die Japaner die Oberklasse aufmischen wollen. In Europa wird er bei Infiniti unter dem Namen "M" laufen.Bild 63 von 77 Die Limousine wird mit zwei Sechszylindern angeboten, die 3,5 oder 3,7 Liter Hubraum haben. Im kommenden Jahr wird es einen Hybridantrieb geben.Bild 64 von 77 So könnte ein SUV von morgen aussehen: ein bisschen Buggy und ein bisschen Coupé.Bild 65 von 77 Den Qazana war schon auf anderen Messen zu sehen, aber er ist immer noch ein interessantes Auto. Stilelemente sind schon im Nissan Murano zu sehen, wie beispielsweise der Kühlergrill.Bild 66 von 77 Die Designlinie im Innern wird außen konsequent weitergeführt. Beim Interieur spielen die Designer mit transparenten Oberflächen. Die B-Säule fällt weg und dafür öffnen sich die Türen gegenseitig.Bild 67 von 77 Mitsubishi hat den Outlander kräftig aufgerüstet. Ein elektronisch geregelter Allradantrieb soll den Geländewagen durch unwegsames Geläuft führen.Bild 68 von 77 Der 2,2-Liter-Diesel stammt aus dem französischen PSA-Regal und leistet 156 PS sowie 380 Newtonmeter Drehmoment. Er wird im Block mit einem manuellen Sechsganggetriebe gebaut.Bild 69 von 77 Daneben gibt es noch einen 2,4-Liter Benziner mit 170 PS. Dazu ist ein manuelles Fünfganggetriebe oder ein sechsstufiges CVT-Getriebe wählbar.Bild 70 von 77 Auch ein reines Elektroauto ist auf dem Stand von Mitsubishi zu finden. Den i-MiEV kennt man schon, aber nicht in der Cargo-Version.Bild 71 von 77 Technisch ist er aber mit seinem Bruder identisch, soll aber Handwerker und Gewerbetreibende begeistern.Bild 72 von 77 Der einzige Beitrag aus Deutschland kommt von Alpina. Die bajuwarischen Edel-Tuner zeigen das Flaggschiff, den 7er als Langversion.Bild 73 von 77 Vor genau 30 Jahren hat Alpina die ersten Autos in Japan verkauft. Da war man den Kunden ein Messeauftritt schuldig.Bild 74 von 77 Der doppelt aufgeladene V8-Motor leistet 507 PS und beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h.Bild 75 von 77 Der andere europäische Beitrag kommt von Lotus. Allerdings befinden die sich unter der Haube des malyischen Unternehmens Proton. Der Exige Stealth soll nur 35 mal gebaut werden. Carbon außen und innen ist das besondere Merkmal.Bild 76 von 77 Die Elise von Lotus ist bekannt, aber immer wieder schön anzusehen. Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Tokio Motor Show auch ohne die Europäer so einiges zu bieten hat. Dennoch wirkt die Messe arg beschnitten. Die Wirtschaftskrise findet eben auch in Tokio statt.Bild 77 von 77