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Mittwoch, 12. Januar 2011

Detroit Auto Show 2011: Die Neuen aus Motor City

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Wir sind wieder wer! In Detroit feiert sich die Autoindustrie. Vor allem die US-amerikanische, die vor Jahresfrist noch kurz vor dem Aus stand. Produktvorstand Thomas Stephens beispielsweise hatte bei General Motors in den vergangenen Monaten wenig zu jubeln. In Detroit lässt er sich und den Chevrolet Volt feiern, der den Preis als Auto des Jahres einheimste. (Foto: REUTERS)

Wir sind wieder wer! In Detroit feiert sich die Autoindustrie. Vor allem die US-amerikanische, die vor Jahresfrist noch kurz vor dem Aus stand. Produktvorstand Thomas Stephens beispielsweise hatte bei General Motors in den vergangenen Monaten wenig zu jubeln. In Detroit lässt er sich und den Chevrolet Volt feiern, der den Preis als Auto des Jahres einheimste.

Wir sind wieder wer! In Detroit feiert sich die Autoindustrie. Vor allem die US-amerikanische, die vor Jahresfrist noch kurz vor dem Aus stand. Produktvorstand Thomas Stephens beispielsweise hatte bei General Motors in den vergangenen Monaten wenig zu jubeln. In Detroit lässt er sich und den Chevrolet Volt feiern, der den Preis als Auto des Jahres einheimste.

Auch Fords Vize-Präsident Mark Fields freut sich über die Auszeichnung "North American Truck of the Year" für seinen Ford Explorer. Die US-Autobauer haben wieder Oberwasser.

Ganz so enthusiastisch geht es bei den Deutschen nicht zu. Zwar kann auch Mercedes auf ein Jahr 2010 mit Redkordverkaufszahlen zurück blicken. Daimler-Vorstand Dieter Zetsche (m.), hier mit Vetriebsvorstand Joachim Schmidt (l.) und Aufsichtsrat-Mitglied Thomas Weber, gab sich zwar ebenfalls sehr zufrieden - insgesamt aber doch mit etwas mehr Understatement.

Es steht aber außer Frage: Nach dem schwarzen Jahr 2009 geht es der Branche so gut wie nie zuvor. Nahezu alle Hersteller freuen sich über den boomenden Absatz, vor allem in aufstrebenden Märkten wie China. Aber auch der US-Markt läuft wieder auf Hochtouren.

Das ist auch an den Ständen der einzelnen Marken in Detroit abzulesen. Hier wird wieder geklotzt und nicht mehr gekleckert.

Besonders die Deutschen schöpfen aus dem Vollen. Kein Wunder, denn sie profitieren besonders stark vom weltweiten Absatzboom.

Da ist kein Vorhaben zu aufwendig ...

... und keine Installation zu teuer. Wir zeigen Ihnen die Highlights der Detroit Motor Show.

Den Auftakt machte Porsche zu nachtschlafender Zeit. Schon um 6.30 Uhr morgens zeigten die Zuffenhausener einen Hybrid-Sportwagen namens 918 RSR. Der Hybridsportler bringt es auf eine Systemleistung von 767 PS, 150 davon werden durch zwei Elektromotoren beigesteuert. Wer da nicht wach wird ...

Ist das noch ein Astra? Die Plattform teilt sich der Buick Verano mit dem Kompakten aus Rüsselsheim. Ansonsten ist aber nicht mehr viel Opel erkennbar. Aus gutem Grunde, denn der Buick will in den USA Mercedes, BMW und Lexus Konkurrenz machen.

Buick darf sich dank der Plattformen von Opel über einen sprunghaften Anstieg der Verkaufszahlen freuen. Das ist auch GM-Chefingenieur Jim Federico bewusst.

Deshalb wurde das neue Modell in Detroit auch mit großem Bahnhof präsentiert. Daneben zeigt Buick noch den Regal, der auf Basis des Opel insgnia gebaut wird.

Chevrolet feiert 100. Geburtstag. Auch wenn die Marke, die im GM-Konzern als Billigheimer fungiert, schon bessere Zeiten gesehen hat, ist das ein Grund zum Feiern. Der Sonic wird Nachfolger des Aveo und kommt auch nach Europa. Auf der Motorenseite gibt es nur zwei Benziner mit 140 PS zur Auswahl.

Der Continental GT von Bentley ist nicht wirklich neu. Er feierte seine Weltpremiere schon im letzten Jahr in Paris.

Neu ist der der Chef von Bentley, Wolfgang Dürheimer (l.), der das Zepter von seinem Vorgänger Franz-Josef Paefgen übernimmt. In Detroit hat er auch endgültig "Ja" gesagt zu seinem Job. Na dann, Prost.

Auch bei Chrysler gibt es viel Neues. Nach der Übernahme durch Fiat ist der 300 das erste neue Modell unter italienischer Ägide. Und ein wichtiges dazu, soll er doch den Absatz in den USA ankurbeln und nebenbei den klinisch toten Patienten Lancia wiederbeleben.

Der schönste Teil der Chrysler-Mitgift ist sicherlich die Marke Jeep. Mit dem Compass steuert die Marke weiter auf Kurs Runderneuerung der Modellpalette. Auch wenn das Modell dem großen Bruder, dem Grand Cherokee, sehr ähnlich sieht.

Jeep-Chef Mike Manley darf sich jedenfalls gewiss sein, dass seine Marke das Kronjuwel bei Chrysler ist. Relativ neu ist übrigens auch der Wrangler rechts. Auch er feierte bereits in Paris seine Weltpremiere.

Chrysler- und Fiat-Chef Sergio Marchionne überzeugt sich höchstpersönlich vom gelungenen Auftritt seiner neuen Kinder. Nach den eher tristen Auftritten von Chrysler auf den letzten Messen hat die Marke bei ihrem Heimspiel richtig was zu zeigen.

Bei Mercedes lugt der Star kanariengelb aus der Menschenmenge: Der Mercedes SLS AMG fährt jetzt auch elektrisch. Und bald auch in Serie, wie Daimler-Vorstand Dieter Zetsche bekannt gab. Für Sportwagen-Fans dürfte das ein elektrisierendes Erlebnis werden.

Der heimliche Star von Detroit und eine echte Weltneuheit ist die neue C-Klasse, die erstmals live zu sehen ist.

Mit flotterem Auftritt und sparsameren Motoren will die Mittelklasse aus Stuttgart in ihrem zweiten Lebenszyklus verstärkt bei den Kunden punkten. Das ist auch notwendig, denn BMW wird dieses Jahr noch einen neuen 3er zeigen und Audi wird im kommenden Jahr wohl den A4 renovieren.

Zunächst gibt es nur Skizzen vom Highlight bei Saab. Mit dem 9-4X zeigen die Schweden in niederländischen Händen ihr erstes SUV.

Bei Ford wird es ganz schön europäisch in Motor City. Der Ford Focus ST gehorcht aber noch ganz den klassischen Gesetzen der Branche: Mehr Leistung. Ford-Chef Alan Mulally präsentiert das Auto und kündigt für Europa gleich 20 neue Modelle in den nächsten drei Jahren an.

Dazu gehören auch einige Elektrofahrzeuge. Der C-Max, der Transit, der Focus und noch einen C-Max Hybrid wird es geben. Außerdem wird für Europa ein Ein-Liter-Dreizylinder-Motor als Zukunftsaggregat angekündigt.

Das Highlight bei Ford ist aber der Vertrek. In Europa wird er den Kuga ablösen und in den USA den Escape ersetzen. Im Vergleich zum Kuga ist der Neue größer geworden und bekommt einen 180 PS starken 1,6-Liter-Motor mit auf den Weg.

Bei Audi steht alles im Zeichen des neuen A6. Die Business-Limousine feiert ihre Messepremiere in Detroit und zeigt sich dynamischer gezeichnet.

Ganz neu ist aber die Hybrid-Variante, die erstmals überhaupt gezeigt wird. Neben dem Elektroantrieb wird der Ingolstädter einen Zwei-Liter-Benziner an Bord haben. So entstehen insgesamt 245 PS, die aber nur über die Vorderachse für Vortrieb sorgen.

Da hat sich Hyundai aber einen Hingucker für Detroit gebaut: Das Crossover-Konzept Curb soll zeigen, wozu die Marke in Sachen Design in der Lage ist. Und natürlich einen Ausblick geben, wie SUVs aus Korea künftig aussehen könnten.

Ganz schön bullig kommt der Curb mit seinen 22-Zoll-Felgen und lackierten Bremssätteln daher. Gleichzeitig hat Hyundai 15 neue Modelle bis 2015 angekündigt. Die Koreaner wollen dem schönen Ausblick Taten folgen lassen.

Überraschendes bietet auch der Veloster von Hyundai. Das Coupé hat links nur eine, rechts aber zwei Türen. Das Coupé wird schon im Mai mit einem 1,6-Liter-Benziner und 208 PS zu den Händlern rollen.

Auch die Schwestermarke Kia hat Aufsehenerregendes zu bieten. Der KV7 ist ein Van der nächsten Generation mit Flügeltüren und Lounge im Innern. Außen gibt es viele LED-Leuchten, die sich wohl auch in den Serienmodellen von Kia bald wiederfinden werden.

Im Innenraum findet sich ein riesiges Touchpad als Tisch und ein Boden aus Teakholz. Das Armaturenbrett kommt nach dem Einstieg auf den Fahrer zu.

Schon in diesem Frühjahr soll die neue Generation des Civic auf den Markt kommen. In Detroit gibt es aber zunächst mal zwei Studien zu sehen. Besonders aggressiv wirkt das Civic Si Concept Coupé, den es aber in Deutschland leider nicht geben wird. Honda baut eine eigene Version für Europa in England.

Futuristisch wird es mit dem CR-Z, dessen Heck etwas an den verflossenen CRX erinnert. Angetrieben wird das Auto von einem Mild-Hybrid-System mit 1,5 Liter großem Benziner und einem 14 PS starken Elektromotor.

Wer die hübsche Dame mit dem Finger in der Hand ist, können wir leider nicht sagen. Sicher ist aber, dass der Paceman auf dem Stand von Mini der Star ist. Das Coupé, das sehr stark an den X6 von BMW erinnert, könnte Chancen haben, auch in Serie gebaut zu werden.

Die Mini-Mutter BMW zeigt hingegen mit dem neuen 6er-Cabrio eine echte Schönheit. Das Auto wird schon zur kommenden Cabrio-Saison zu haben sein. Wir dürfen uns freuen.

Toyota macht aus dem Prius eine Familie. Zwei Mitglieder gibt es in Detroit zu sehen. Zunächst der Van mit dem der äußerst kurzen Bezeichnung "v".

Und dann wird der Traditions-Hybride aus Fernost kompakt. Der "c" wird als Yaris Hybrid in Europa auf den Markt kommen.

Bei Volkswagen steht alles im Zeichen des US-Passat. Eine abgespeckte Version des Wolfsburger Mittelklassemodells soll den Marktanteil von VW in den USA signifikant erhöhen.

VW wirbt offensiv damit, dass der Passat auch in den USA gebaut wird. 12.000 Jobs sollen im neuen Werk in Chattanooga entstehen.

Für Aufsehen sorgt auch Volvo. Allerdings nicht mit neuen Modellen. Vielmehr lassen es die Schweden krachen und fahren einen elektrischen C30 gegen die Wand. Was beweisen soll, dass auch die elektrische Zukunft sicher Volvo-Autos bringt. Wir sind gespannt und freuen uns darauf, all diese Neuheiten bald auf der Straße sehen zu können.

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