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Mittwoch, 29. September 2010

Mercedes CL 63 AMG: Geschwindigkeitsrausch in Matt

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Eine Limousine auf Sport getrimmt. Keine leichte Aufgabe bei einem Fahrzeug mit einem Leergewicht jenseits der zwei Tonnen. Bei Mercedes ist AMG für solche Dinge zuständig. (Foto: Dieter Rebmann)

Eine Limousine auf Sport getrimmt. Keine leichte Aufgabe bei einem Fahrzeug mit einem Leergewicht jenseits der zwei Tonnen. Bei Mercedes ist AMG für solche Dinge zuständig.

Eine Limousine auf Sport getrimmt. Keine leichte Aufgabe bei einem Fahrzeug mit einem Leergewicht jenseits der zwei Tonnen. Bei Mercedes ist AMG für solche Dinge zuständig.

Herausgekommen ist der CL 63 AMG. Das Coupé der S-Klasse haben sich die Ingenieure aus Affalterbach gründlich vorgenommen.

Die Optik aber hat man nur ganz zart retuschiert. Die Haube wurde etwas zugespitzt, der untere Lufteinlass dreigeteilt und außen mit LED-Leuchten versehen.

Ansonsten hat man das Design des CL beim Facelift weitgehend unangetastet gelassen. AMG allerdings hat an seiner Version fast jedes Detail des Autos noch mal veredelt.

Kein Wunder, denn das AMG-Modell tritt gegen namhafte Konkurrenz an. Autos von Aston Martin, Jaguar oder Bentley beispielsweise.

Der CL 63 AMG muss also die Brücke schlagen zwischen Sportlichkeit und Komfort.

Ein Fahrzeug auf Basis der S-Klasse von Mercedes sollte keine Probleme mit Komfort haben. Auf 5,07 Metern findet sich jede Menge Platz für Luxuriöses.

Im Kofferraum bietet der CL 490 Liter für Gepäck an. Auch das ein ordentlicher Wert.

Weniger üppig ist das Platzangebot auf den Rücksitzen. Hier geht es schon etwas enger zu als auf dem vorderen Gestühl. Erwachsene können da schon mal mit der Decke in Berührung kommen.

Aber der Mercedes CL 63 AMG ist alles andere als eine Familienkutsche. Daher dürften solche Probleme für die Käuferschaft eher nebensächlich sein.

Wichtiger ist, dass ein Auto von AMG technisch Spitze ist. Dazu gibt es zahlreiche Assistenzsysteme. Der Assistent für den Toten Winkel und der Spurhalteassistent sind mit dem Facelift aktiv geworden.

Sprich: Sie greifen ein, wenn der Fahrer die Warnungen des Systems überhört. Entweder mittels eines zarten Lenkeingriffs oder über das ESP.

Im Innenraum hat der hauseigene Veredler von Mercedes überall noch eine Schippe drauf gepackt. Feines Nappa-Leder über dem Lenkrad und auf dem Armaturenbrett, Karbon in den Türen und auf der Mittelkonsole - die Ingenieure aus Affalterbach lassen keine Wünsche offen. Gegen entsprechenden Aufpreis, versteht sich.

Auch die Instrumente sind modifiziert worden. Trotz all der Assistenten ist die Bedienung nicht allzu schwierig und die Anzeigen im Cockpit sind übersichtlich geblieben.

Unter der Haube arbeitet ein neu konstruierter V8-Motor mit doppelter Turboaufladung. Der Hubraum ist allerdings deutlich geschrumpft. Von 6,3 auf 5,5 Liter.

Die brachiale Kraft von 544 PS, mit dem Performance Package von AMG (9401 Euro) werden es sogar 571 PS, überträgt ein Siebengang-Getriebe auf die Hinterachse. Vor allem die 800 Newtonmeter (optional 900) Drehmoment dürften die Konstrukteure vor eine knifflige Aufgabe gestellt haben.

Ein dynamisches Fahrwerk soll die Brücke schlagen zwischen den sportlichen Ansprüchen dieses Kraftpakets und dem Komfort, den ein Mercedes nun mal haben muss.

Dank Luftfederung und Anpassung der Dämpfer innerhalb von Millisekunden schluckt der CL 63 nahezu alles weg, was ihm unter die Räder kommt.

Oberhalb der 60 Stundenkilometer bringt er allerdings ausreichend Stabilität auf die Achsen. Selbst in schnellen Kurven lässt sich das mehr als zwei Tonnen schwere Auto nicht aus der Ruhe bringen.

Die Ausfahrt mit dem CL 63 AMG gleicht einem Höllenritt mit Geschwindigkeitsrausch. Das brachiale Drehmoment schiebt die Limousine vehement nach vorne. Die Beschleunigung, in 4,4 Sekunden schafft er es auf 100 Stundenkilometer, gleicht der eines Supersportlers.

Spätestens bei 300 Stundenkilometer schreitet der Geschwindigkeitsbegrenzer ein und lässt Vernunft einkehren.

Mit reichlich Adrenalin im Blut und Gänsehaut auf dem ganzen Körper stellen wir den Mercedes CL 63 AMG ab. Bei unserer Ausfahrt zeigte er uns sein ganzes Können. Dieser Benz muss sich wohl vor keinem Supersportler verstecken.

Dieses Kraftpaket spielt aber nicht nur leistungsmäßig in der Oberliga. Mindestens 160.769 Euro kostet die AMG-Version des CL. Mit reichlich Sonderausstattung dürften die meisten Autos wohl für einen Preis von rund 200.000 Euro vom Hof fahren. Kein billiges Vergnügen also, aber ein beeindruckendes. (Text: Markus Mechnich)

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