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Montag, 15. Februar 2016

Bombensicher in Nordirland wohnen: Atombunker zu verkaufen

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Die Immobilie, die in Nordirland derzeit zu haben ist, ist wirklich etwas ganz Besonderes. (Foto: REUTERS)

Die Immobilie, die in Nordirland derzeit zu haben ist, ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Die Immobilie, die in Nordirland derzeit zu haben ist, ist wirklich etwas ganz Besonderes.

Unweit der Stadt Ballymena wurden in den 1980er-Jahren Millionen ausgegeben, um einen atomsicheren Bunker zu bauen.

Er galt als einer der letzten und modernsten seiner Art, als die Mauer fiel und damit auch der Kalte Krieg endete.

Nach außen ist der Bunker mit doppelt verstärkten Panzertüren gesichert, die Stahlbetonwände sind einen Meter dick.

In den langen Gängen verbergen sich über zwei Stockwerke verteilt mindestens 60 Zimmer.

Die Zimmer versprühen noch immer den Charme einer Jugendherberge oder einer Kaserne.

Das ursprüngliche Belegungskonzept sah eine getrenntgeschlechtliche Unterbringung der Schlafgäste vor.

235 Menschen sollten hier nach einem Angriff mit Atomwaffen Unterschlupf finden.

Durch die eigene Wasser- und Stromversorgung hätten sie hier monatelang überleben können.

Bis heute ist das natürlich alles tipptopp in Ordnung. Angeblich ist der Bunker immer noch voll funktionsfähig.

Sogar die Vorratsschränke sind noch bestens gefüllt, mit Bohnen, Würstchen und Eipulver.

Auch Tee und die entsprechende Ausrüstung dafür ist noch in ausreichender Menge vorhanden.

Umgerechnet mindestens 750.000 Euro soll der Super-Bunker kosten.

Mit dabei ist ein Grundstück von etwa 1,5 Hektar Größe.

Dem Maklerbüro zufolge, das den Verkauf abwickelt, könnte das Gebäude etwa für Tourismus, Medien oder als Lagerstätte interessant sein.

Der bisherige Besitzer ist die Regierung.

Nahezu die gesamte Innenausstattung ist noch im Originalzustand erhalten.

Ein bisschen wirkt es, als sei hier unter der Erde die Zeit stehen geblieben.

Die BBC hatte die Existenz des Bunkers bereits 2007 aufgedeckt.

Damals taten Politiker aller Parteien so, als hätten sie noch nie etwas davon gehört.

Womöglich wollten sie einfach nicht mit dieser Wandfarbe in Verbindung gebracht werden.

Inzwischen ist die Existenz des Atombunkers kein Geheimnis mehr.

Um den Verkauf zu beschleunigen, gab es nun sogar eine Führung für Journalisten.

Rein theoretisch hätte man von hier aus auch gleich senden können.

Verbindungen zur Außenwelt gab es jedenfalls.

Noch hat sich kein Käufer für die einzigartige Immobilie gefunden. Andere Bunker sind jedoch in den vergangenen Jahren erfolgreich veräußert worden.

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