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Sonntag, 13. September 2015

Angeschossen, abgestochen, attackiert: Tattoos, die von Gewalt erzählen

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Es ist etwa zwei Jahre her: Eine Frau bittet die brasilianische Tätowiererin Flavia Carvalho (Foto), ihr ein Bild über ihre Narbe am Bauch zu stechen. (Foto: Facebook/fla.tattoo)

Es ist etwa zwei Jahre her: Eine Frau bittet die brasilianische Tätowiererin Flavia Carvalho (Foto), ihr ein Bild über ihre Narbe am Bauch zu stechen.

Es ist etwa zwei Jahre her: Eine Frau bittet die brasilianische Tätowiererin Flavia Carvalho (Foto), ihr ein Bild über ihre Narbe am Bauch zu stechen.

Ihr Anliegen hat keinesfalls ästhetische Gründe. Die Narbe war das Ergebnis eines Angriffs auf die Kundin.

Die Frau war in einem Klub gewesen, gab Carvalho die Geschichte im Interview mit "Huffington Post" wieder. Als sie einen Mann, der sie bedrängte, zurückwies, habe er sie mit einem Messer verletzt.

Das fertige Tattoo habe ihre Kundin sehr bewegt, erzählt Carvalho. "Ich hatte plötzlich die Idee, Frauen kostenlos zu tätowieren, die durch häusliche Gewalt oder Brust-Amputationen Narben davongetragen haben."

Mit ihren Tattoos will sie das Selbstbewusstsein der Frauen stärken - dafür kann manchmal schon das Abdecken von Krampfadern (Foto) genügen. Das aber ist nicht, worum es Carvalho hauptsächlich geht.

Carvalho begann, Bilder der Narben vor und nach der Tätowierung auf ihrer Facebook-Seite zu teilen. Zu den Fotos erzählt sie die Geschichten der abgelichteten Kundinnen und lenkt so die Aufmerksamkeit auf das Thema Gewalt gegen Frauen.

Der Rotschopf und ihr Wolf überdecken die Narben der Wunde, die eine Frau erlitt, als ihr Ex-Freund sie niederstach.

Wo heute Catwoman mit einem Kätzchen spielt, waren vorher noch die Spuren eines Angriffs mit Glasscherben zu sehen. Carvalho schreibt von versuchtem Mord.

Und diese rosafarbenen Blüten überdecken die Stelle, an der diese Frau von ihrem Ex-Freund angeschossen wurde. (ame)

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