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Freitag, 06. August 2010

Kampf gegen die Feuerwalze: Waldbrände in Russland wüten weiter

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Im seit Tagen andauernden Kampf gegen die Jahrhundert-Brände in Russland gibt es bisher kaum Erfolgsmeldungen. Die russische Führung schätzt die Lage weiter als "katastrophal" ein. (Foto: dpa)

Im seit Tagen andauernden Kampf gegen die Jahrhundert-Brände in Russland gibt es bisher kaum Erfolgsmeldungen. Die russische Führung schätzt die Lage weiter als "katastrophal" ein.

Im seit Tagen andauernden Kampf gegen die Jahrhundert-Brände in Russland gibt es bisher kaum Erfolgsmeldungen. Die russische Führung schätzt die Lage weiter als "katastrophal" ein.

Hunderttausende Rettungskräfte kämpfen weiter gegen die gewaltige Feuersbrunst.

Am 5. August 2010 waren laut Zivilschutzministerium fast 1000 Wald- und Torfbrände registriert. Bei der anhaltenden schweren Dürre und Temperaturen von oft um die 40 Grad Celsius gibt es immer wieder neue Brandherde.

Knapp 200.000 Hektar stehen zurzeit in Flammen.

Die Zahl der Toten steigt nach offiziellen Angaben auf mehr als 50.

Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass es weit mehr Opfer gibt.

Hunderte wurden verletzt, ...

... Tausende sind obdachlos.

Und ein Ende der Brände ist noch nicht abzusehen. Es gibt weiterhin keinen Regen.

Im Auftrag des Katastrophenschutzministeriums kämpfen landesweit derzeit 170.000 Feuerwehrleute gegen die Brandherde.

Im Kampf gegen die Feuerwalze setzt die Regierung nun auch 10.000 Soldaten ein.

Das atomare Forschungszentrum in Sarow rund 400 Kilometer östlich von Moskau ist weiterhin vom Feuer bedroht.

In der Nacht zum 5. August hätten zahlreiche Helfer ein Vordringen der Flammen verhindert, so ein Experte des Zivilschutzministeriums. Aus Sicherheitsgründen wurden alle radioaktiven Materialien abtransportiert.

In Moskau verzog sich der beißende Rauch von den Torfbränden rund um die Stadt, ...

… der an den Vortagen in die Hauptstadt geweht worden war, am 5. August kurzzeitig.

Der Verkehr an den Flughäfen lief wie sonst und die Autofahrer hatten weitgehend normale Sicht.

Da jedoch die Feuer in der Umgebung noch immer schwelen, ...

... versank Moskau am 6. August erneut unter einer Qualmglocke.

Der Rauch der Waldbrände rings um Moskau war 4. August sogar bis in die U-Bahn gezogen. Fahrgäste versuchten, sich mit feuchten Tüchern vor Nase und Mund zu schützen.

Wie schon in den vergangenen Wochen erreichte das Thermometer in Moskau bereits am Vormittag die 30-Grad-Marke.

Dem Wetterbericht zufolge deutet für die kommenden Tage nichts auf eine Verschnaufpause hin: …

Die seit mehr als einem Monat im Westen Russlands anhaltende Hitze und Trockenheit …

… mit Temperaturen um 40 Grad …

… soll Meteorologen zufolge mindestens noch bis zum Wochenende andauern.

Die schweren Brände in Russland könnten ...

... neben den menschlichen Katastrophen und wirtschaftlichen Auswirkungen ...

... auch extrem negative Effekte auf das Weltklima haben.

Je mehr Torf verbrannt wird, desto intensiver ist der Ausstoß an Treibhausgasen.

Zudem besteht nach Angaben des Zivilschutzes die Gefahr, dass der Boden, der 1986 durch die Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine besonders verseucht wurde, mit den Flammen und der Asche in die Luft gewirbelt werden könnte.

Zivilschutzminister Sergej Schoigu sagte, es werde alles getan, um dies zu verhindern. Vor allem die Region Brjansk in der Nähe der Ukraine und Weißrusslands werde mit zusätzlichen Schadstoffmessungen kontrolliert.

Die Brände seien "eine große Tragödie", hatte Kremlchef Dmitri Medwedew vor wenigen Tagen gesagt. Russland werde alles daran setzen, "der Naturgewalt zu trotzen". Dazu nimmt das Riesenreich nun auch Hilfe aus dem Ausland an.

Italien etwa stellte bereits zwei spezielle Löschflugzeuge zur Verfügung. Die Ukraine schickt zwei Flugzeuge vom Typ Antonow An-32, außerdem sollen zwei Hubschrauber aus Aserbaidschan helfen. Auch ein Hilfsangebot aus Deutschland liegt vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Medwedew (2.v.l., bei einem Treffen mit Feuerwehrmännern) Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände angeboten.

Medwedew habe sich für "dieses Zeichen der Solidarität" bedankt und die Prüfung des deutschen Hilfsangebots zugesagt, so die Bundesregierung.

Um die schwerste Brandkatastrophe seit Jahrzehnten in den Griff zu bekommen, sollte jede Hilfe willkommen sein. (abe/dpa/AFP)

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