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Mittwoch, 21. Juni 2017

Öl, Geld, Gier, Macht: Das ist die saudische Herrscherfamilie

Von Diana Dittmer

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Der Kronprinz von Saudi-Arabien und damit Thronfolger ist erst 31 Jahre alt und heißt Mohammed bin Salman. (Foto: REUTERS)

Der Kronprinz von Saudi-Arabien und damit Thronfolger ist erst 31 Jahre alt und heißt Mohammed bin Salman.

Der Kronprinz von Saudi-Arabien und damit Thronfolger ist erst 31 Jahre alt und heißt Mohammed bin Salman.

Als Verteidigungsminister des Landes ist Mohammed bin Salman unter anderem für den verheerenden Krieg im Nachbarland Jemen verantwortlich, in dem Saudi-Arabien seit mehr als zwei Jahren Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen fliegt.

Bin Salman ist aber auch federführend bei dem wohl ambitioniertesten Wirtschaftsumbau der Gegenwart: Durch das Billionen-Projekt "Vision 2030" soll die Wirtschaft des Landes unabhängig vom Öl werden. Im Zuge dessen steht er auch für eine vorsichtige Öffnung der ultrakonservativen saudi-arabischen Gesellschaft.

Per Erlass hat König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud seinen Sohn zum Thronfolger gemacht. Er steht seit dem 23. Januar 2015 an der Spitze der Monarchie. Der 79-jährige Salman ist der Halbbruder des 2015 verstorbenen Königs Abdullah. Wie alle Herrscher vor ihm ist der König ein Sohn ...

... des Staatsgründers und ersten Königs von Saudi-Arabien, Abd al-Aziz ibn Abd ar-Rahman ibn Faisal Al Saud, der 1953 starb. Er war es, der die Stämme der Arabischen Halbinsel einte und unterwarf. 1932 gründete er das moderne Königreich Saudi-Arabien.

Heute zählt das Haus Saud rund 7000 Prinzen. Da alle direkten Nachfahren des Staatsgründers inzwischen hochbetagt sind, muss sich der Clan Gedanken über die Thronfolge in der dritten Generation machen. (Bild: Konterfei des 2015 verstorbenen Königs Abdullah auf einem Geldschein)

Die Familie schwimmt im Geld, seit Ende der 1930er-Jahre Öl in ihrem Reich gefunden wurde. (Im Bild der Palast in Riad)

Saudi-Arabien ist die größte Volkswirtschaft im arabischen Raum, einer der größten Erdölproduzenten und der größte Erdölexporteur der Welt.

Die Wirtschaft Saudi-Arabiens hängt allerdings zu 90 Prozent am Öl. Dies erweist sich heute als Segen und Fluch zugleich. In den vergangenen Jahren erwirtschaftete das Königreich mit den Öleinnahmen regelmäßig Überschüsse. Der Königsfamilie ermöglichte es ein Leben in Überfluss.

Wegen des Ölpreisverfalls rutschte Saudi-Arabien 2015 aber tief in die roten Zahlen. Mit 128 Milliarden Dollar gab der Ölstaat fast die Hälfte seines Haushalts für Gehälter aus und verzeichnete ein Defizit von 98 Milliarden Dollar. Das sind gut 15 Prozent der Wirtschaftsleistung.

2016 sank das Defizit auf 79 Milliarden Dollar, 2017 soll es voraussichtlich auf 52 Milliarden zurückgehen.

Geringe Einnahmen aus dem Ölgeschäft brauchen die Ersparnisse Saudi-Arabiens zunehmend auf. Riads Währungsreserven sind 2016 auf ein Volumen von 555 Milliarden Dollar gefallen.

Prasst das Königreich weiter in dem Stil wie bisher, könnte es sein Finanzvermögen innerhalb von fünf Jahren aufgebraucht haben, schätzte der Fonds 2015.

Plötzliche Verarmung der Herrscher ist nicht zu befürchten, aber es ist eine neue Situation für das Haus Saud. (Im Bild die Ehrengarde)

Die Macht der Dynastie Saud ist mit Petrodollars zementiert.

Auch wer nicht zum engsten Führungskreis der Al Saud gehört, ...

... lebt in Saus und Braus und ...

... gibt das Geld mit vollen Händen aus. Hier die jüngsten Mitglieder der Saud.

Für den Wüsten-Clan brechen neue Zeiten an. Wegen der finanziellen Schieflage ...

... werden die hohen Subventionen für Wasser, Strom und Kraftstoff geprüft.

Auch öffentliche Dienstleistungen werden in der "geschlossenen Gesellschaft" Saudi-Arabiens möglicherweise teurer. Der Königs-Clan muss sparen und neue Einkommensquellen finden.

Sogar eine Mehrwertsteuer und andere neue Steuern erwägt das Königshaus.

Die Einnahmequellen sind begrenzt. Tourismus ist keine Option. Es gelten strenge Regeln.

Obwohl Jahr für Jahr Millionen Menschen nach Mekka pilgern, dürfen nicht einmal sie im Land herumreisen. Tourismus westlicher Prägung gibt es kaum.

Trotz seines Ölreichtums leidet das Land unter sozialen Konflikten.

Vor allem junge Akademiker sind unzufrieden. Viele besitzen Hochschulabschlüsse, finden aber keine Jobs, weil es für saudische Firmen günstiger ist, Ausländer anzustellen.

Bei rund 30 Prozent soll die Jugendarbeitslosigkeit in Saudi-Arabien liegen, schätzen Analysten.

International gibt es viel Kritik an der Politik des Hauses Saud. Hier ein Schriftzug an einer Wand in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Übersetzt bedeutet er: "Tod den Al Sauds".

Wer sind die Herrscher über diese islamisch-konservative Erdöl-Monarchie? Hier einige der bedeutendsten Repräsentanten der saudischen Königsfamilie.

Die dominante politische Kraft sind die älteren Prinzen und Söhne von Staatsgründer Abd al-Aziz ibn Saud, der von 1932 bis zu seinem Tod 1953 regierte.

Ibn Saud galt als charismatischer Anführer, aber auch durchtrieben - für Geld tat er alles. Er war halbblind, sein Körper mit 60 Narben bedeckt, heißt es. Sein Harem hatte angeblich 88 Gemächer. Der Staatsgründer soll an die 300 Mal verheiratet gewesen sein - ...

... allerdings nicht gleichzeitig, denn ein gläubiger Moslem darf nur vier rechtmäßige Frauen haben. Aus seinen Verbindungen stammen 46 eheliche Söhne. Töchter wurden damals nicht gezählt. Mit dem Beginn der Erdölförderung 1938 stieg Ibn Saud zu einem der reichsten Herrscher der islamischen Welt auf. Durch die Erdölvorkommen erlangte das Königreich Wohlstand und eine große Bedeutung für die Wirtschaft der westlichen Industriestaaten.

Ibn Saud und US-Präsident Franklin D. Roosevelt an Bord der USS Quincy am 14. Februar 1945. Sie schließen die historische Quincy-Vereinbarung. Der Vertrag garantierte die Versorgung der USA mit Erdöl durch die Familie Al Saud. Im Gegenzug sicherte Roosevelt den Al Saud die militärische Unterstützung und somit den Machterhalt der königlichen Familie zu.

Der Anfang 2015 verstorbene König Abdullah war der 15. Sohn des Staatsgründers und der fünfte Sohn, der den Thron bestieg. Er gehörte zu den beliebtesten Monarchen. Er galt als frommer Muslim und vorsichtiger Modernisierer seines Landes.

Abdullah ibn Abd al-Aziz, hier in jungen Jahren, regierte ab 2005. Geboren wurde er 1935 in Riad als Sohn von Ibn Sauds achter Frau, Prinzessin Fahda bint al-Asi Al Schuraim.

König Abdullah gründete eine Universität, an der Frauen und Männer gemeinsam studieren.

Unter seiner Regentschaft fanden erstmals Kommunalwahlen statt, die ersten Wahlen in Saudi-Arabien überhaupt. 2013 berief er auch zum ersten Mal ...

... Frauen in den Schura-Rat - eine Art Parlament mit 150 Mitgliedern. Seitdem sind 30 Frauen Vollmitglieder.

Abdullah war deshalb aber kein Verfechter von Frauenrechten. Angeblich hielt er vier seiner Töchter, die sich für die Rechte der Frauen einsetzten, über zehn Jahre in einer Residenz nahe der Hafenstadt Dschidda unter Hausarrest.

Ansonsten ist wenig über das Privatleben des Monarchen bekannt. Er war neun Mal verheiratet und hatte 14 Söhne und 20 Töchter. Hier bei einem Staatsbesuch 2007 in Großbritannien mit der britischen Königin Elizabeth II.

Seine größte Leidenschaft war die Zucht von edlen Araberpferden. Seine Hengste gewannen viele Preise. Neben der Pferdezucht soll der König keine ausschweifenden Hobbys gehabt haben. Als sparsam kann man seinen Lebensstil aber auch nicht bezeichnen. Sein teuerstes Spielzeug war eine 147 Meter lange Jacht - die "Prince of Abdulaziz".

Am 23. Januar 2015 starb Abdullah im Alter von 90 Jahren und nach zehn Jahren Regentschaft. Er hatte aber bereits seit November 1995 die Staatsgeschäfte geführt, nachdem sein Halbbruder, der damalige König Fahd ibn Abd al-Aziz, einen Schlaganfall erlitten hatte. (Abdullahs Hauptfrau, Prinzessin Hussah ist übrigens die Tante des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.)

Begraben wurde König Abdullah gemäß der Tradition in einem einfachen Grab ohne Namen. Die saudische Monarchie hat eine totalitäre Auslegung des Islam zur Staatsreligion erhoben.

Das Herrscherhaus beruft sich auf den sogenannten Wahhabismus - eine puritanische Interpretation des sunnitischen Islams. Sie kooperiert eng mit dem Klerus. Da sich mit Mekka und Medina die beiden heiligsten Stätten des Islam in Saudi-Arabien befinden, genießt das Land bei anderen islamischen Staaten einen Sonderstatus.

Seit Staatsgründung trägt der König den Titel "Hüter der beiden heiligen Stätten" (Mekka und Medina). Andere Sichtweisen gelten als abweichlerisch, Schiiten sogar als Ungläubige. Mit seinen Öl-Dollars fördert Riad die Missionierung sunnitischer Muslime. Auf diesen extremen Islam berufen sich auch der Islamische Staat (IS) und al- Kaida.

Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud: Auch König Abdullahs Nachfolger ist ein Sohn von Ibn Saud, dem Staatsgründer.

In der Geburtsfolge ist er zwar nur der 32. Sohn seines Vaters, aber seine Mutter, Prinzessin Hasa bint Ahmed bin Mohammed al-Sudairi (1900–1969) war eine der Lieblingsfrauen seines Vaters.

In der mütterlichen Linie gehört Salman der mächtigen Familie der Sudairi an.

Nach dem Tod seines Halbbruders wurde er am 23. Januar 2015, mit 79 Jahren zum König ernannt.

Salman gilt als Vermittler innerhalb des Königshauses. Er wird dem gemäßigt-konservativen Flügel zugerechnet und ...

... unterhält enge Beziehungen zum Klerus. Hier die Porträts von Abdullah (r) und Salman (M) mit dem inzwischen abgesetzten Kronprinz Muqrin (l).

Demokratie lehnt Salman ab. Trotzdem werden von ihm Reformen erwartet.

König Salman, hier das Zeremoniell zur Inthronisierung, hat aus drei Ehen insgesamt eine Tochter und zwölf Söhne.

Salman ist gesundheitlich angeschlagen. Nach einem Schlaganfall Anfang 2014 kann er seinen linken Arm nicht mehr richtig bewegen.

Auch über eine beginnende Alzheimer-Erkrankung wurde spekuliert.

Prinz Sultan ibn Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud: König Salmans Sohn ist der "Astronautenprinz".

1985 flog er mit der US-Raumfähre "Discovery" als erster Araber und erster Muslim ins All.

Er war auch der bisher jüngste Teilnehmer einer Space-Shuttle-Mission. Sultan hat einen Bachelor in Kommunikationswissenschaften von der University of Denver in Colorado und einen Master von der Syracuse University an der US-Ostküste, wo er an der Maxwell School Sozial- und Politikwissenschaften studierte.

Nach seinem Weltall-Abenteuer war Sultan Pilot im Linienflugverkehr und Direktor des saudischen Amtes für kommerzielles Fernsehen. Über seinen Vater ist er verbunden mit einer der größten arabischen Tageszeitungen der Welt, Asharq al-Awsat, was übersetzt "Der Nahe Osten" heißt.

Muqrin ibn Abd al-Aziz Al Saud (r): Nach dem Tod König Abdullahs Anfang 2015 wurde er Erster Kronprinz, zweiter Kronprinz wurde Mohammed ibn Naif. Am 29. April 2015 wurde er von König Salman entgegen der Tradition jedoch abgesetzt und in die zweite Reihe zurückgestellt.

Muqrin ist ebenfalls ein Saud der ersten Generation. Er ist der 43. Sohn von Staatsgründer Ibn Saud und Halbbruder des verstorbenen Königs Abdullah sowie des aktuellen Königs Salman.

Muqrin studierte in den 1960er-Jahren am britischen "Royal Air Force College". 1975 wurde er Oberst der saudi-arabischen Luftwaffe und später Chef des Geheimdienstes. 2013 wurde er zum zweiten stellvertretenden Premierminister ernannt.

In seiner Freizeit ist Prinz Muqrin Landwirt. Er hat aus zwei Ehen acht Töchter und sechs Söhne.

Prinz Mohammed ibn Naif ibn Abd al-Aziz Al Saud: Mit ihm tritt erstmals die Enkelgeneration von Staatsgründer Ibn Saud in die erste Reihe. Seit Januar 2015 stand er in der Thronfolge des Königreichs noch an zweiter Stelle.

Am 29. April 2015 wurde der heute 56-jährige Neffe von König Salman zum neuen Ersten Kronprinzen ernannt.

Prinz Mohammed studierte in Riad und den USA, wo er 1981 den Bachelor of Arts in Politikwissenschaften erhielt.

Nachdem er in der Privatwirtschaft gearbeitet hatte, wurde er am 13. Mai 1999 zum Staatssekretär im Innenministerium ernannt, sechs Jahre später wurde er in den Rang eines Vize-Innenministers befördert. (Hier mit dem verstorbenen König Abdullah)

In beiden Funktionen war Prinz Mohammed für Fragen der inneren Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung verantwortlich.

Dabei erwarb er sich internationales Ansehen für seine Anti-Terrorprogramme.

Doch Prinz Mohammed soll den Thron nicht mehr besteigen. Der König hat den Titel des Kronprinzen weitergereicht - an Mohammed bin Salman.

Der 30-Jährige ist ambitioniert - vielleicht überamibitioniert. Als Verteidigungsminister (hier mit Francois Hollande) ist er maßgeblich für den Waffengang Saudi-Arabiens im Jemen verantwortlich. Er gilt als unberechenbar und will mit der außenpolitischen Zurückhaltung Schluss machen.

Dieser Vertreter der jungen Generation bereitet dem Ausland Sorge. Der BND warnte vor Mohammed bin Salman, dem seine Blitzkarriere womöglich zu Kopf gestiegen ist.

Zurück zur Generation der Söhne: Talal bin Abd al-Aziz Al Saud ist der 21. Sohn des Staatsgründers Ibn Saud. Er wurde 1931 geboren. Er wird innerhalb der Königsfamilie häufig mit dem Attribut progressiv versehen. Jahrelang beriet er seinen Halbbruder König Abdullah.

Talals Mutter Munayer soll eine Tochter armenischer Christen gewesen sein, die dem König als Zwölfjährige "geschenkt" wurde, nachdem dieser den Stamm seiner letzten Widersacher, der Al-Raschid, besiegt hatte.

Talal wurde erst im Alter von etwa zehn Jahren legitimer Nachfahre seines Vaters, als dieser seine Mutter Munayer Anfang der 1940er-Jahre heiratete.

Es heißt, ibn Saud habe seinen Sohn Talal auf seine alten Tage besonders geschätzt. Er lernte als einer der ersten Prinzen Fremdsprachen und bekam die Finanzangelegenheiten des Palastes übertragen. Er selbst heiratete die Tochter des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Riad al-Solh, Mona. Sie war die Mutter seines Sohnes ...

... al-Walid ibn Talal Al Saud. Der 1955 Geborene brachte es zum Multimilliardär und ist laut "Forbes" einer der reichsten Menschen der Welt.

2015 wurde das Vermögen von al-Walid ibn Talal auf 25,7 Milliarden Dollar geschätzt - Platz 34 im "Forbes"-Ranking.

Damit ist er (hier mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah al-Sisi) der reichste Araber.

Al-Walid ibn Talal ist Chef der Kingdom Holding, der Investmentgesellschaft des Königshauses. Al-Walid hält 94 Prozent der Anteile der Holding.

Mit der Investmentgesellschaft hat sich der saudische Prinz in aller Welt Anteile an bedeutenden Unternehmen gesichert: So gehören ihr rund 35 Prozent des kanadischen Hotelkonzerns Fairmont, 47,5 Prozent der Four Seasons-Kette sowie ein Drittel der Mövenpick-Hotels.

Weitere Anteile besitzt Al-Walid ibn Talal von der US-amerikanischen Bank Citi Group, des Murdoch-Konzerns News Corporation sowie 4 Prozent von Twitter.

Sein Reichtum wurde Al-Walid allerdings nicht in die Wiege gelegt. Er studierte in den USA und erhielt vom Vater einen Grundstock von 15.000 US-Dollar sowie eine Villa. In den 1980er-Jahren spekulierte er erfolgreich mit Grundstücken und besaß wenige Jahre später bereits 450 Millionen Dollar.

Prinz Al-Walid bin Talal heiratete 2008 die 28 Jahre jüngere Amira al-Tawil. Die Ehe hielt nicht lange. Mit dieser Frau, die sich für humanitäre Hilfe einsetzt, holte sich die Königsfamilie aber vorübergehend eine den Klischees entgegenstehende moderne, gebildete und emanzipierte Frau ins Haus.

Sohn von Prinz Talal (zur Erinnerung: der mit der geschenkten Mutter) und damit einer der Brüder von Al-Walid ibn Talal ist der 1982 geborene Talal ibn Abd al-Aziz Al Saud. Für jeden Nachkommen gibt es irgendeinen Posten. So war Prinz Talal Präsident der saudischen Menschenrechtskommission. Verheiratet ist er mit einer Verwandten: Prinzessin Sora Saud ist selbst eine Enkelin von König Abd al-Aziz. Als jungen Vertretern der Enkelgeneration des Staatsgründers dürfte diesen Leuten die Zukunft des Königreiches gehören.

Vorausgesetzt, es hat Bestand in einem Nahen Osten, der immer heftiger bebt. Hier tragen zwei kleine saudische Jungs Gewänder mit der syrischen Nationalflagge. Nicht zuletzt der Ausgang des Krieges in Syrien und der neu entflammte Konflikt mit dem Iran werden über die Zukunft der Dynastie Al Saud mitentscheiden.

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