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Donnerstag, 16. Februar 2012

Die wichtigsten Großspender im US-Wahlkampf: Der Dollar-Pfad zum Weißen Haus

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Chicago ist für Obama nicht nur politische Heimat, die Stadt lieferte auch das finanzielle Fundament seines Aufstiegs. Hier sitzen zwar nicht unbedingt seine größten Spender, wohl aber einige seiner treuesten - wie der scheue Medien-Mogul Fred Eychaner, der 2011 rund 1,5 Millionen Dollar überwies. (Foto: REUTERS)

Chicago ist für Obama nicht nur politische Heimat, die Stadt lieferte auch das finanzielle Fundament seines Aufstiegs. Hier sitzen zwar nicht unbedingt seine größten Spender, wohl aber einige seiner treuesten - wie der scheue Medien-Mogul Fred Eychaner, der 2011 rund 1,5 Millionen Dollar überwies.

Chicago ist für Obama nicht nur politische Heimat, die Stadt lieferte auch das finanzielle Fundament seines Aufstiegs. Hier sitzen zwar nicht unbedingt seine größten Spender, wohl aber einige seiner treuesten - wie der scheue Medien-Mogul Fred Eychaner, der 2011 rund 1,5 Millionen Dollar überwies.

Aus politischer Sicht müssen Sie von diesen drei Herren nur den Mann ganz rechts kennen: Jeffrey Katzenberg, Chef von DreamWorks Animation ("Shrek", "Kung Fu Panda"). Er gehört zu Obamas wichtigsten Spendensammlern in Hollywood und hat in diesem Wahlkampf bereits über eine halbe Million Dollar für den Präsidenten gesammelt. Insgesamt hat Katzenberg schon über 2 Millionen Dollar für Obamas politische Karriere springen lassen. Die andere beiden Herren sind natürlich Toby Maguire (l.) und Leonardo DiCaprio.

Die Vogue-Chefin in den USA, Anna Wintour, ist Obamas Kontakt zur Modeindustrie. Wintour hat über eine halbe Million Dollar für den Wahlkampf gesammelt, unter anderem mit ihrem Projekt "Runway to Win", bei dem sich auch Stars wie Beyonce, Puff Daddy und Scarlett Johansson engagierten.

Ein weiteres Blockbuster-Schwergewicht sammelt Spenden für das Obama-Lager: Harvey Weinstein, Produzent und Mitbegründer des Filmstudios Miramax ("Pulp Fiction"). Weinstein, der in New York lebt, hat über 600.000 Dollar für die Obama-Kampagne gesammelt.

Marissa Mayer ist Obamas Frau bei Google: Als eine der Vizepräsidentinnen des Mega-Konzerns ist sie auch eine der mächtigsten Frauen im Silicon Valley. Über Mayer bekam die Kampagne rund 240.000 Euro, hauptsächlich eingesammelt von Kreativen aus Kalifornien.

Auch bei Microsoft hat Obama einen Fuß in der Tür: Mitarbeiter des IT-Konzerns spendeten bisher über 180.000 Dollar für die Wiederwahl des Präsidenten.

Als ehemaliger Gouverneur von New Jersey und Ex-CEO von Goldman Sachs hat Jon Corzine beste Verbindungen in die Politik und Wirtschaft zugleich. Für Obama und die Demokraten ist er einer der wichtigsten Spendensammler. Als Chef des 2001 pleite gegangenen Finanzunternehmens MF Global musste er sich wegen mutmaßlicher Veruntreuung verantworten.

Occupy-Demonstranten auf der K Street in Washington D.C., wo eine Vielzahl von Lobbyisten ihre Büros haben. Rund 16 von ihnen sind Mitt Romneys Top-Spendensammler. Sie haben 2011 rund 2 Millionen Dollar in die Kasse des Ex-Gouverneurs von Massachusetts eingezahlt.

Romneys Spendenaufkommen wird vor allem von einigen wenigen wohlhabenden US-Amerikanern gestemmt - allen voran Mitarbeiter seiner ehemaligen Firma Bain Capital, sowie Investmentbanker großer Finanzinstitute wie Goldman Sachs. Sie steuerten zusammen rund 30 Millionen zu Romneys Super PAC "Restore our Future", sowie 51 Millionen zu seiner Kampagne bei.

Sheldon Adelson ist vielleicht nicht der einzige Grund, warum Newt Gingrich noch im Rennen ist - doch er ist einer der wichtigsten. Mit rund 10 Millionen Dollar des Kasino-Unternehmers aus Las Vegas konnte eine pro-Gingrich-Organisation Anfang des Jahres zum Angriff auf Mitt Romney übergehen. Zusammen mit einigen Mitgliedern seiner Familie ist er damit mit Abstand der größte Finanzier von Gingrichs Wahlkampf, wenn auch indirekt.

Er ist einer der größten Spender für die Republikaner überhaupt: Milliardär Harold Simmons. Der Chef des Unternehmens Contran kennt Gingrich noch als Aufsteiger der Reagan-Jahre und hat in diesem Wahlkampf rund 500.000 Dollar an den Gingrich-Super-PAC "Winning our Future" überwiesen. Der erzkonservative Texaner ist als Finanzier von schmutziger Wahlwerbung berüchtigt.

John Templeton jr. (r.) ist Präsident der Templeton Stiftung, die sein Vater einst ins Leben rief. Er gilt als einer der einflussreichsten Evangelikalen bei den Republikanern. Templeton spendete rund 230.000 Dollar für den "Super PAC", der Rick Santorum unterstützt.

Investor mit religiöser Mission: Seine Inspiration hat Milliardär Foster Friess aus der Bibel, wie seine Internetseite erklärt. Wohl deswegen spendet auch der "Mann auf dem Pferd" für den Konservativen Santorum - bisher rund 300.000 Dollar für den Santorum-Super-PAC "Red, White and Blue".

Ron Paul ist der Kandidat der Einzelspenden - notgedrungen, denn auf Bundler verzichtet er (offiziell) und reiche Gönner hat er keine. Für seine Verhältnisse viele Spenden, mehr als 160.000 Dollar, kamen 2011 von Angehörigen des Militärs - obwohl Paul das Verteidigungsbudget verkleinern will und eine für Republikaner untypisch anti-interventionistische Einstellung hat.

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