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Freitag, 02. Februar 2018

75 Jahre Stalingrad: Russland erinnert an grausame Schlacht

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Zum 75. Mal jährt sich das Ende der Schlacht um Stalingrad. (Foto: imago/ITAR-TASS)

Zum 75. Mal jährt sich das Ende der Schlacht um Stalingrad.

Zum 75. Mal jährt sich das Ende der Schlacht um Stalingrad.

An diesen Tag erinnert Russland mit Gedenkfeiern und einer Militärparade.

Die Stille an dem Hügel im einstigen Stalingrad wird nur ...

... durch den zügigen Stechschritt der russischen Soldaten unterbrochen, die zur Wachablöse am Ewigen Feuer herbeimarschieren.

Das riesige Monument Mutter Heimat ist kaum zu übersehen. Es erinnert an eines der schlimmsten Kapitel im Zweiten Weltkrieg.

In der Schlacht fallen 700.000 Menschen. Sie leitet 1942/43 aber auch die Wende im Weltkrieg ein.

Zunächst belagert die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten die Rote Armee in der Wolgastadt, dann kesseln sowjetische Truppen die Deutschen ein.

Die letzten Wehrmachtssoldaten kapitulieren am 2. Februar 1943.

Zehntausende geraten in Gefangenschaft, nur wenige kehren in die Heimat zurück.

Die Industriestadt, die bis 1961 den Namen des Sowjetdiktators Josef Stalin trägt, ist komplett zerstört und wird nach und nach fast vollständig neu errichtet.

Heute heißt Stalingrad Wolgograd. 75 Jahre nach der Schlacht ruft Präsident Wladimir Putin in seiner Rede seine Landsleute auf, "sich an den Taten der Väter und Großväter ein Beispiel zu nehmen".

Das Land habe sich damals als "unbezwingbare Festung" erwiesen und die Faschisten abgewehrt, so Putin.

Den Gedenktag nimmt Russland auch zum Anlass, um seine militärischen Muskeln spielen zu lassen.

Etwa 30.000 Menschen sehen den Vorbeimarsch von 1400 Soldaten.

Unter den Zuschauern sind auch Kriegsveteranen.

Frauen in historischen Uniformen ...

..Und hochmoderne Waffen: Etwa die Luftabwehrsysteme S-400 und Iskander, die Mehrfachraketenwerfer Smertsch und Tornado.

Neben Feuerwerk und einer Lasershow sind auch 75 Panzer zu sehen, die bei einer Parade die Hauptstraße entlang rollen.

Weithaus stiller geht es da an den Orten des Gedenkens zu.

Wie zum Beispiel auf dem Soldatenfriedhof Rossoschka, rund 40 Kilometer von Wolgograd entfernt.

Es ist einer der Soldatenfriedhöfe, den Russen und Deutsche nach dem Krieg als Zeichen der Versöhnung angelegt haben.

Hier sind nicht nur Soldaten der deutschen Wehrmacht begraben, sondern auch Angehörige der Roten Armee. Hunderte Helme auf Grabsteinen reihen sich aneinander, sie erinnern an die toten sowjetischen Soldaten.

Auf "deutscher Seite" stehen meterhohe Granitblöcke, in denen die Namen und Sterbedaten der gefallenen Soldaten eingemeißelt sind.

Auch heute werden noch sterbliche Überreste von Soldaten beider Seiten gefunden und beigesetzt.

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