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Mittwoch, 20. August 2014

Prinzessin, Nonne, Gangsterbraut: Amy Adams verzaubert in jeder Rolle

Von Markus Lippold

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Vielleicht war es die Sonne Italiens, die Amy Adams bei ihrer Geburt viel Glück mit auf den Weg gab.

Vielleicht war es die Sonne Italiens, die Amy Adams bei ihrer Geburt viel Glück mit auf den Weg gab.

Vielleicht war es die Sonne Italiens, die Amy Adams bei ihrer Geburt viel Glück mit auf den Weg gab.

Die US-amerikanische Schauspielerin kam vor 40 Jahren, am 20. August 1974, in Vicenza zur Welt, weil ihr Vater dort als Soldat stationiert war.

Doch daneben war der Vater der mormonischen Familie auch Schauspieler und schrieb Theaterstücke - was Adams, die sechs Geschwister hat, den Weg auf Bühne und Leinwand ebnete.

Dort sorgt sie seitdem für viel Aufsehen.

Nur der Oscar fehlt ihr noch. Sie war zwar bereits fünf Mal für den Academy Award nominiert. Doch am Ende musste sie stets einer Kollegin den Vortritt lassen. Zuletzt kam sie für ihre Hauptrolle in "American Hustle" in die Endauswahl - den Preis gewann dann aber Cate Blanchett.

Immerhin den Golden Globe bekam Amy Adams für ihre Leistung.

Schließlich verdreht sie in dem Film als Trickbetrügerin Sydney Prosser erst Christian Bale und ...

... dann Bradley Cooper den Kopf.

Für Aufsehen sorgt sie aber vor allem mit ihren Kostümen, die nicht viele Fragen offen lassen (was auch für Kollegin Jennifer Lawrence gilt).

Damit konnte Adams eine Leidenschaft ausleben, …

… die sie ansonsten auf den roten Teppichen der Welt zelebriert: …

… Dort zeigt sich Adams gern in ungewöhnlichen Kleidern, ...

... die die Fantasie anregen, aber auch ...

... mal für Kopfschütteln sorgen.

Doch nicht nur wegen der Kleider schien die Rolle in "American Hustle" maßgeschneidert für Adams.

Sie arbeitete schließlich nicht zum ersten Mal mit Regisseur David O. Russell (r.) zusammen. Für dessen Streifen "The Fighter" war sie bereits als beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert.

Auch dieser Film bewies, dass Adams viel mehr ist als die hübsche Dreingabe für den Filmhelden. Adams bevorzugt starke Rollen und lässt sich in ihrer Auswahl nicht auf einen Typ oder ein Genre festlegen.

Sie begann ihre Karriere in sogenannten Dinner-Theatern, die Restaurantbesuch und Aufführung miteinander verbinden. 1999 bekam sie ihre erste Filmrolle in "Gnadenlos schön" und zog nach Los Angeles.

Doch der Weg zur Schauspielkarriere war steinig. Sie spielte zunächst kleine Nebenrollen in Fortsetzungen von Erfolgsfilmen, in Streifen, die direkt auf DVD erschienen oder in Komödien wie "Mann umständehalber abzugeben" mit Matthew Perry.

Erst "Catch Me If You Can" von Regisseur Steven Spielberg brachte ihr den Durchbruch. Hier spielt sie die Krankenschwester Brenda, …

… die mit dem Trickbetrüger Frank W. Abagnale Junior (Leonardo DiCaprio) im Bett landet.

Der Film sorgte für etliche weitere Rollen, bei denen sich Adams als vielseitiges Talent erwies. Sie spielte nicht nur in Fernsehserien mit, sondern bekam auch eine größere Rolle in der romantischen Komödie "Wedding Date".

Doch es war der Independent-Hit "Junikäfer" ("Junebug"), der Adams erneut große Aufmerksamkeit bescherte.

Ihre Rolle als einfältige hochschwangere Ashley brachte ihr die erste Oscar-Nominierung und viele Auszeichnungen ein.

Doch trotz des Erfolges wollte sich Adams nicht auf Independent-Filme festlegen lassen, als deren neuer Star sie bereits gehandelt wurde.

Stattdessen spielte sie in der Sportkomödie "Ricky Bobby - König der Rennfahrer" an der Seite von Komiker Will Ferrell, …

… in der Fantasy-Musical-Komödie "Verwünscht" …

… mit Patrick Dempsey und …

… in der Tragikomödie "Sunshine Cleaning" eine Tatortreinigerin.

Für die Komödie "Miss Pettigrews großer Tag" wurde sie zur Blondine, …

… in der Politsatire "Der Krieg des Charlie Wilson" die Assistentin von Tom Hanks und …

… in "Nachts im Museum 2" trat sie an die Seite von Ben Stiller.

Dass viele dieser Filme Komödien sind, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Adams dabei ungemein vielseitig zeigt.

Das gilt nicht nur für ihr Aussehen - Adams macht sowohl im großen Ballkleid als auch als arme, alleinerziehende Mutter eine gute Figur und …

… schafft es immer wieder, sich so zu verändern, dass man sie erst beim zweiten Hinschauen erkennt.

Darüber hinaus kann sie aber genauso eine gutgläubige Prinzessin mit strahlenden Augen spielen wie auch das Dummchen vom Lande (hier in "Junebug").

Diese Vielseitigkeit (zu der auch Gesang gehört) blieb auch Hollywood nicht lange verborgen. Nach all den Komödien und Romanzen sorgte Adams in den letzten Jahren vor allem als ernst zu nehmende Charakterdarstellerin für Aufsehen.

Für "Glaubensfrage" stand sie etwa neben Meryl Streep und Philip Seymour Hoffman vor der Kamera - und erhielt ihre jeweils zweite Nominierung für Oscar und Golden Globe.

In dem Film spielt Adams eine Nonne, die an einer katholischen Privatschule unterrichtet - eine zurückhaltende, aber umso intensivere Rolle.

Es folgte "Julie & Julia" über die Fernsehköchin Julia Child, wiederum an der Seite von Streep.

2010 spielte Adams dann die Freundin von Mark Wahlberg in "The Fighter" von David O. Russell.

In dem Film mischte auch Christian Bale mit und kassierte einen Oscar. Adams wurde zwar zum dritten Mal nominiert, ging aber leer aus.

Eine Glanzleistung, die ebenfalls mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurde, lieferte sie in "The Master" von Paul Thomas Anderson ab - erneut an der Seite von Hoffman sowie Joaquin Phoenix.

Als Frau eines charismatischen Sektengründers brilliert Adams in ihrer Wandelbarkeit: Ihre Rolle ist einerseits freundlich, andererseits offenbart sie sich nach und nach als unerbittlich strenge und kalte Frau.

Künstlerisch war "The Master" vermutlich der bisherige Höhepunkt in Adams' Karriere. Daneben gab es aber noch Rollen in "The Muppets", in "Back in the Game" an der Seite von Clint Eastwood und im Superman-Streifen "Man of Steel" (als Supermans Schwarm Lois Lane).

Zudem spielte sie in "Her" an der Seite von Phoenix, Scarlett Johansson und Rooney Mara mit.

Der Science-Fiction-Streifen bewies erneut: Adams kann alles - Drama und Action, Independentfilm und Blockbuster, Historienstreifen und Zukunftsvision.

Dazu passt dann auch "American Hustle", denn die Farce liegt an der Schnittstelle verschiedener Genres und Stile.

Mit dem Oscar hat es zwar erneut nicht geklappt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Schließlich dürfte Adams noch eine großartige Karriere vor sich haben. Der Sonne Italiens sei Dank.

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