Bilderserie
Samstag, 05. Mai 2018

Hello, it's Adele: "Ich bin die verdammte Künstlerin!"

Bild 1 von 26
Sie mag ein Weltstar und die reichste Sängerin Großbritanniens sein, aber Anzugträger aus der Musikindustrie übergehen sie bei Geschäftstreffen immer noch. Das erzählte Adele jedenfalls dem Musikmagazin "Rolling Stone". (Foto: Joel Ryan/Invision/AP)

Sie mag ein Weltstar und die reichste Sängerin Großbritanniens sein, aber Anzugträger aus der Musikindustrie übergehen sie bei Geschäftstreffen immer noch. Das erzählte Adele jedenfalls dem Musikmagazin "Rolling Stone".

Sie mag ein Weltstar und die reichste Sängerin Großbritanniens sein, aber Anzugträger aus der Musikindustrie übergehen sie bei Geschäftstreffen immer noch. Das erzählte Adele jedenfalls dem Musikmagazin "Rolling Stone".

"Ich bin die verdammte Künstlerin", regte sich die Feministin und Labour-Anhängerin auf. "Ich weiß also verdammt noch mal alles! Behandelt mich verdammt noch mal nicht von oben herab!"

Nun feiert Adele ihren 30. Geburtstag - angeblich ist nur eine kleine Party mit Familie und Freunden geplant.

Derzeit lebt die Sängerin in Los Angeles. Sie wuchs als Adele Adkins im heruntergekommenen Londoner Stadtviertel Tottenham bei ihrer Mutter Penny auf, die bei der Geburt selbst noch ein Teenager war.

Später besuchte sie die renommierte Musical- und Schauspielakademie BRIT School, bewunderte die Spice Girls und Stevie Nicks. Schon bevor sie ihr erstes Album veröffentlichte, wurde die junge Adele hoch gelobt.

Ihr jazziges, überwiegend akustisches Debütalbum "19" (2008) schrieb sie daheim und benannte es nach ihrem damaligen Alter. Das Indie-Label XL nahm sie unter Vertrag.

Manchmal sehnt sie sich heute nach dieser Zeit zurück: Die Unbeschwertheit, nur für sich selbst zu schreiben, ohne Druck der Plattenindustrie.

Den internationalen Durchbruch schaffte Adele 2009 mit der Single-Auskopplung "Chasing Pavements", für die sie den ersten von insgesamt 15 Grammys erhielt.

2011 folgte entsprechend das Hitalbum "21", das sich über 30 Millionen Mal verkaufte. Doch ihre Stimme litt - sie musste Konzerte absagen und wurde operiert.

Ein großer Schock für sie, denn ihre Stimme veränderte sich - klang klarer, größer, weniger heiser und ihr dramatischer Mezzosopran gewann an Höhe.

2012 machte sie ihr Comeback bei den Grammys - da war sie schon schwanger mit Sohn Angelo. Der Vater ist Simon Konecki, ein Investment-Banker und Philanthrop; ...

... sie widmete ihm "Water Under the Bridge" auf dem Album "25". Doch erst als sie den Song "Someone Like You" auf ihrer "Adele Live 2017"-Welttournee ankündigt, erwähnt sie, dass sie verheiratet seien - Gerüchte gab es schon lange.

Zwei Jahre lang schrieb Adele an ihrem melancholisch angehauchten Album "25" - die erste Fassung überarbeitete sie komplett, weil sie ihr zu oberflächlich schien.

Der Songwriter Tobias Jesso Jr., mit dem sie im Studio zusammenarbeitete, sagte dem "Rolling Stone": ...

... "Zum ersten Mal traf ich jemanden, der auf der Stelle Worte singen konnte, die tatsächlich wirklich großartig waren."

Der Song "Hello" wurde in den ersten 48 Stunden 50 Millionen Mal auf Youtube aufgerufen.

Damit räumte sie 2017 wieder bei den Grammys ab und gewann drei Preise, darunter "Album des Jahres", gegen Justin Bieber, Sturgill Simpson, Drake und sogar Beyoncés "Lemonade".

In ihrer Dankesrede widmete sie die Auszeichnungen der Pop-Ikone: "Ich kann diesen Preis nicht annehmen", sagte Adele laut "Vogue". "Beyoncé ist die Künstlerin meines Lebens, und dieses Album 'Lemonade' ist für mich monumental."

Ihre Privatsphäre ist Adele wichtig: Sie gibt nur wenige Interviews, ...

... auch trotz des Oscar-Erfolgs zusammen mit Paul Epworth für den James-Bond-Titelsong "Skyfall" (2012). Bei ihrer jüngsten Tournee ließ sie keine Pressefotografen zu.

Und sie verklagte erfolgreich Massenblätter, die Bilder ihres fünfjährigen Sohns veröffentlichen wollten. Hasst sie es, berühmt zu sein? Adele bestreitet das. Aber: ...

... "Ich habe wirklich Angst davor", gestand sie dem "Rolling Stone" - der öffentlich dokumentierte Verfall von Amy Winehouse war ihr ein warnendes Beispiel.

"Es ist wirklich schädlich und ich denke, man wird sehr leicht hineingezogen", so Adele. Am liebsten würde sie ihre Songs veröffentlichen, ...

... eine Weile in der Öffentlichkeit leben und sich dann für mehrere Jahre ins Privatleben zurückziehen, bis sie genug Stoff für das nächste Album hat.

Falls sie doch einmal den Beruf wechseln möchte: Ihre Promi-Freunde empfehlen ihre Künste als Hochzeitsplanerin. Zuletzt verheiratete sie den Komiker Alan Carr und dessen Freund.

Für die Zeremonie ließ sie sich sogar zur Priesterin weihen - ihr Kommentar auf Instagram: "Ihr kennt mich doch. Ich nutze jede Ausrede, um mich schick zu machen." (Uli Hesse, dpa)

weitere Bilderserien