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Montag, 02. Juni 2014

Von Beatrix gelernt?: Spanien freut sich auf König Felipe

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Es wurde aber auch Zeit! (Foto: REUTERS)

Es wurde aber auch Zeit!

Es wurde aber auch Zeit!

Spanien darf aufatmen.

Nach dem politischen Linksruck bei der Europawahl scheint sich in unserem Lieblingsurlaubsland noch einiges mehr zu bewegen.

Bald werden die Spanier König Felipe und seiner Königin Letizia inklusive süßer Kinderschar zujubeln dürfen.

So jung wird Monarchie in Spanien bald aussehen.

Juan Carlos kann nicht mehr, will nicht mehr, soll auch nicht mehr.

Ja - in europäischen Adelshäusern ist nicht alles Gold, was glänzt.

In den Niederlanden übergab bereits Königin Beatrix das Zepter an ihren Sohn Willem-Alexander.

Und das sieht sehr gut aus.

Und auch in Belgien durften die Jungen ran: Königin Mathilde und König Philippe in Brüssel mit ihren vier Kindern.

Und schon 1992 sprach Queen Elizabeth II. von ihrem "Annus horribilis". Der Tod Lady Dianas hinterließ tiefe Schatten auf dem Königreich.

Doch auch dort: Alles wieder in Butter. Zwar ohne Thronwechsel, aber die Jugend trat auch hier in den Vordergrund.

Zwei Jahrzehnte nach Elizabeth durchlebte die spanische Königsfamilie ihr eigenes Schreckensjahr: ...

... Skandale und Negativschlagzeilen ließen sie 2013 in den Umfragen abstürzen, …

… darüber hinaus setzen zahlreiche Operationen dem alternden König Juan Carlos zu.

Einer aber scheint die Turbulenzen unbeschadet überstanden zu haben: ...

... Thronfolger Prinz Felipe erfreute sich stets zunehmender Loyalität der Spanier, …

… während der Stern seines Vaters sank.

Zunehmend wurde der hochgewachsene, sportliche 46-Jährige ...

... zum Hoffnungsträger der spanischen Monarchie.

"Er gilt als sehr gut vorbereitet ...

... und strahlt bei seinen öffentlichen Auftritten Professionalität aus, …

… er ist in keinen Konflikt verwickelt und gibt keinen Anlass zu Kontroversen", erklärt José Miguel de Elias vom Meinungsforschungsinstitut Sigma Dos.

Nach jüngsten Umfragen stieg die Zahl der Spanier, die eine hohe bis sehr hohe Meinung von ihrem Thronfolger haben, ...

... in den vergangenen zwei Jahren um vier Prozentpunkte auf 66 Prozent.

Dagegen fand die Monarchie erstmals seit vielen Jahren bei weniger als der Hälfte der Spanier Rückhalt.

Im Januar 2014 lag die Zustimmung laut der Zeitung "El Mundo" bei nur noch 49,9 Prozent.

Eine gute Meinung von König Juan Carlos hatten nur noch 41 Prozent der Befragten.

Dabei erwarb sich der inzwischen 76-jährige Monarch nach dem Tod von Diktator Francisco Franco 1975 Respekt für seine Führungsrolle auf dem Weg in die Demokratie.

Doch während der vergangenen drei Jahre sank seine Popularität zusehends.

Vor allem der Korruptionsskandal um seinen Schwiegersohn Iñaki Urdangarin, …

… den Ehemann von Felipes älterer Schwester Cristina, erwies sich als Sündenfall.

Auch Gerüchte um eine Liebesaffäre sowie eine Luxussafari brachten Juan Carlos keine Sympathien ein.

Dass er 2012 mitten in der Wirtschaftskrise an einer teuren Elefantenjagd in Botswana teilnahm, erregte allgemeine Empörung.

Am 6. Januar 2014 nahm er abgemagert und auf Krücken schwankend in Madrid eine Militärparade ab.

All dies entfachte eine Debatte über die Zukunft seiner Regentschaft.

Seinem Sohn Felipe aber ...

... schadete die Debatte nicht.

Die Leute verbinden die Monarchie in Spanien klar mit König Juan Carlos.

Denn letztlich ist der König und nicht der Prinz verantwortlich dafür, wie mit dem Fall Urdangarin umgegangen wurde, ...

... ergo blieb davon nichts an ihm hängen.

Felipe vermied es, sich mit Cristina und ihrem Mann zu zeigen, seit der Korruptionsskandal 2010 öffentlich wurde.

Wegen des Verdachts des Steuerbetrugs und der Geldwäsche musste die Infantin im Februar vor Gericht erscheinen.

Das war ein Novum für die spanische Monarchie.

Felipe übernahm unterdessen die meisten Aufgaben von seinem Vater, der ...

... in knapp vier Jahren neun Mal operiert wurde.

Der Prinz warb als ehemaliges Mitglied im olympischen Seglerteam ...

... mit einer Präsentation in einwandfreiem Englisch um die Vergabe der Olympischen Spiele 2020 in Madrid.

Zwar vergeblich, aber man nimmt ihm ab, dass er hinter dem steht, was er tut.

Am 12. Oktober 2013 präsidierte er zum ersten Mal bei den Feiern zum Nationalfeiertag.

Felipe führt mit seiner Frau Letizia, ...

... einer ehemaligen Nachrichtenmoderatorin, …

… und seinen Töchtern Leonor und Sofia ein relativ normales und bescheidenes Leben.

Häufig ist das Paar zu sehen, ...

... wie es gemeinsam die Kinder in die Schule bringt oder einkaufen geht.

"Im Vergleich zu anderen politischen Führern ...

... ist der Prinz der einzige, der alle eint", schwärmt der Journalist Fermin J. Urbiola.

"Wir haben dies während der Olympia-Bewerbung Madrids erlebt, wie stolz alle auf ihn waren. ...

... Anderen gelingt das nicht."

Viel Erfolg, Felipe! (ame/soe/AFP)

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