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Montag, 30. Mai 2016

Erster Rundgang auf Luftfahrtmesse: ILA zeigt Drohnen, Jets und Jumbos

Von Benjamin Konietzny

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Die größte Luftfahrtmesse in Deutschland, die Internationale Luftausstellung, eröffnet am 1. Juni 2016 in Schönefeld bei Berlin.

Die größte Luftfahrtmesse in Deutschland, die Internationale Luftausstellung, eröffnet am 1. Juni 2016 in Schönefeld bei Berlin.

Die größte Luftfahrtmesse in Deutschland, die Internationale Luftausstellung, eröffnet am 1. Juni 2016 in Schönefeld bei Berlin.

Einen Blick auf das Messegelände konnte die Presse schon vorher werfen. Hier im Bild der erste flugfähige Nachbau des Gleiters von Otto Lilienthal.

Über 1000 Aussteller wollen in diesem Jahr ihre Produkte und Fähigkeiten zur Schau stellen - vom Mittelstandsbetrieb bis zur schlagkräftigsten Armee der Welt.

Die ILA gilt als Publikumsmagnet für Technikbegeisterte und wird ihr Stammpublikum nicht enttäuschen.

Gleich mehrere Triebwerkshersteller (hier im Bild die Verdichterschaufeln einer Eurofighter-Turbine) zeigen etwa aufgeschnittene Modelle ihrer Produkte.

Ein Fokus der Ausstellung liegt auf unbemannten Fluggeräten. Während des Presse-Rundganges sind die Vorbereitungen in vollem Gange und viele Exponate, wie diese Drohne am Stand von Boeing, noch nicht komplett.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zeigt diesen unbemannten Hubschrauber namens Artis.

An dem Gerät soll das autonome Fliegen erprobt werden. Artis hat viele Sensoren und Kameras an Bord, die seine Umgebung im Flug erfassen und selbstständig verarbeiten.

Artis kann anhand des Aussehens der Umgebung navigieren und selbstständig Kollisionen vermeiden.

Dass all diese System nicht bloß zivile Anwendungen haben, erklärt sich von selbst. Traditionell stark vertreten ist die Rüstungsbranche.

Auf diesen Bildern ist etwa der Stand des Herstellers Diehl aus Baden-Württemberg zu sehen, der unter anderem seine Lenkraketen präsentiert.

Einer der Höhepunkte ist die Raumfahrthalle, in der unter anderem die Europäische Raumfahrtagentur Modelle von Satelliten und Rovern und Raketenmotoren zeigt.

Darunter das beeindruckende, zwei Tonnen schwere Vulcain-2-Triebwerk, das die Ariane-5-Raketen antreibt.

Eines dieser Triebwerke kann über 1300 Kilonewton Schub erzeugen, also fast so viel wie alle vier Triebwerke eines Airbus A380.

Die Bundeswehr ist einer der größten Aussteller der Messe, mit mehreren Ständen und 500 bis 600 Mann angereist.

Im großen Zelt der Truppe lässt sich unter anderem ein Kampfhubschrauber vom Typ Eurocopter Tiger besichtigen. Wer jedoch schon einmal die ILA besucht hat, dürfte wenig überrascht sein: der Eurocopter ist ein gern gesehener Gast.

Eine große Premiere steht bei der diesjährigen ILA an: Die Bundeswehr will erstmals den neuen Kampfhubschrauber H145M präsentieren. Der neue Helikopter, den die Soldaten des KSK nutzen, kam allerdings verspätet. Die Unwetter im Süden der Republik machten Starts an vielen Standorten der Bundeswehr unmöglich.

Insgesamt präsentiert die Messe rund 200 Luftfahrzeuge aus 37 Nationen. Die Ausstellung gilt zusammen mit der Luftfahrtausstellung in Le Bourget nahe Paris als wichtigste Industrieschau ihrer Art.

Neben Kriegsgerät werden auch viele Exponate der zivilen Luftfahrt gezeigt, die zum Pressetermin jedoch noch nicht angekommen waren. Als Höhepunkte gelten in diesem Jahr der Airbus A350XWB, ein Airbus A320neo, ein Airbus A380 und das Krisenmodell A400M.

Auf dem riesigen Außengelände zeigt die Bundeswehr weitere Kampfflugzeuge - neben einer Tornado-Staffel gleich mehrere Eurofighter.

Wenn die Messe am 1.6. startet, zeigen etwa die Streitkräfte Deutschlands, Polens und der USA ihr Material im Einsatz.

Weiteres Ausstellungsstück der Bundeswehr: ein CH-53-Hubschrauber. Die Soldaten auf dem Bild sind noch mit dem Zusammenbau der Maschine beschäftigt.

Ebenfalls zu den Highlights der Ausstellung gehört der Stand der US-Armee. Die US-Streitkräfte haben unter anderem einen B1-Bomber auf dem Gelände in Schönefeld ausgestellt.

Das überschallschnelle Flugzeug kann über 60 Tonnen Waffen zuladen, mehr als doppelt so viel wie die riesigen B-52-Bomber.

Im Einsatz war der B1-Bomber zuletzt etwa in Syrien und im Irak, wo die US-Armee Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat bombardierte.

Das größte militärische Ausstellungsstück kommt ebenfalls aus den Vereinigten Staaten. Die US-Luftwaffe zeigt mit der C-17 Globemaster immerhin ihr zweitgrößtes Transportflugzeug.

Und auch am US-amerikanischen Stand spielen unbemannte Fluggeräte eine Rolle: Die General Atomics MQ-9 steht sinnbildlich für den Drohnenkrieg der USA im Mittleren Osten und kann ebenfalls in Berlin-Schönefeld begutachtet werden.

Russische Aussteller sind in diesem Jahr nicht zu Gast. Sowjetische Technologie kann dennoch in Form eines Mil Mi-8 an einem ukrainischen Stand besucht werden. An einem weiteren ukrainischen Stand zeigt der Hersteller Antonow sein 2015 erstmals geflogenes Transportflugzeug An-178.

Hier und da können Besucher auch historische Flugzeuge sehen, etwa eine F-86, eines der ersten Kampfflugzeuge, die bei der Bundeswehr eingesetzt wurden.

Aus der Zeit davor stammt etwa die Messerschmitt M262, von der ein Nachbau in Schönefeld steht und die auch an den Flugvorführungen teilnehmen soll.

Unter den historischen Exponaten ist auch eine restaurierte Consolidated PBY Catalina. Das Wasserflugzeug hob erstmals im Jahr 1935 ab.

Ein Rosinenbomber darf bei der Ausstellung in Berlin natürlich auch nicht fehlen. Die Maschinen versorgten West-Berlin während der Blockade von 1948 bis 1949 aus der Luft. Die Messe am Flughafen Berlin-Schönefeld eröffnet für Privatbesucher am 3. und 4. Juni. Tickets sind erhältlich ab 11 Euro pro Person.

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