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Donnerstag, 30. September 2010

Die beliebtesten US-Arbeitgeber: Top 10 in Deutschland

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US-Amerikanische Arbeitgeber sind in Deutschland keine Seltenheit. (Foto: picture-alliance/ dpa)

US-Amerikanische Arbeitgeber sind in Deutschland keine Seltenheit.

US-Amerikanische Arbeitgeber sind in Deutschland keine Seltenheit.

Alleine die fünf umsatzstärksten US-Unternehmen in Deutschland beschäftigen jeweils mehr als 20.000 Mitarbeiter, …

… das macht zusammen fast 150.000 Arbeitnehmer.

Die amerikanisch-deutsche Handelskammer AmCham Germany schaut sich einmal jährlich die Rangfolge der 50 wichtigsten US-Unternehmen am Standort Deutschland am. Als Maßstab für die Bedeutung dienen Mitarbeiterzahl und Umsatz.

Der mit Abstand größte Arbeitgeber unter den US-Firmen in Deutschland ist weiterhin der Fast-Food-Riese McDonald's.

60.000 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Burger heiß und die Fritten knusprig bleiben.

Allerdings gehören nicht alle Filialen dem Unternehmen McDonald's Inc.

Nein, sie gehören auch nicht Heidi Klum.

Ein paar gehören aber tatsächlich einer anderen prominenten Gestalt aus der deutschen Medienlandschaft: dem Gentleman unter den Boxern, Henry Maske.

Er gehört zu den Franchise-Nehmern des US-Konzerns und hat die Lizenz für neun Filialen.

Auf Platz zwei der Arbeitgeber liegen Ford mit 23.862 Mitarbeitern.

Der US-Autobauer hat mit 16,995 Mrd. Euro Umsatz gleichzeitig den größten Jahresumsatz unter den US-Firmen erzielt.

Auf Platz 3 liegt die Burger King GmbH, die schätzungsweise 23.000 Menschen beschäftigt - inklusive der Franchisenehmer.

Nummer vier ist die IBM Gruppe mit etwa 21.100 Mitarbeitern

Auf Platz fünf: Adam Opel. Der Autobauer hat 2009 mit 20.000 Mitarbeitern den zweitstärksten Umsatz von etwa 12 Mrd. Euro erzielt.

Procter & Gamble beschäftigt hierzulande 15.000 Mitarbeiter und erzielte damit einen Jahresumsatz von 4,7 Mrd. Euro. Macht Platz 6 auf der Arbeitgeber- und Platz 8 auf der Umsatzliste.

Auf Platz 7 liefert United Parcel Service, UPS, mit 14.000 Mitarbeitern.

Coca-Cola Deutschland lässt seine süße Brause von rund 12.000 Mitarbeitern in Deutschland herstellen.

Der Motorenhersteller TRW Automotive liegt mit 10.550 Mitarbeitern wie im Vorjahr auf Platz neun. Allerdings waren es damals 11.400 Angestellte.

Auf Platz 10 schließlich Hewlett Packard mit 8.525 Mitarbeitern. Damit hat der weltgrößte Computerkonzern bei konstanter Mitarbeiterzahl im Vorjahresvergleich zwei Plätze gut gemacht.

Trotz relativ konstanten Mitarbeiterzahlen hat die Finanzkrise ihre Spuren auch bei den in Deutschland ansässigen US-Unternehmen hinterlassen.

53 Prozent der von der AmCham befragten Top50-Unternehmen klagten über Umsatzrückgänge im Geschäftsjahr 2009.

Insgesamt sank der Gesamtumsatz der Top50 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 147 Mrd. Euro.

Sorgen bereitet den Unternehmen auch der Mangel an Fachkräften.

58 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass sie in Zukunft ihren Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern nicht mehr decken können.

AmCham fordert daher ein transparentes, gezielt am wirtschaftlichen Bedarf orientiertes Zuwanderungsangebot.

"Qualifizierte Zuwanderer sind wirtschaftlich erfolgreich, steigern unseren Wohlstand und schaffen direkt und indirekt neue Arbeitsplätze – auch für Einheimische", so die Handelskammer.

Ob der derzeitige Aufschwung in Deutschland anhält, wird bei den US-Firmen noch angezweifelt.

Auf die Frage "Glauben Sie, dass der momentane Wirtschaftsboom nachhaltig sein wird?" …

… antwortete je gut die Hälfte ja (48 Prozent) und nein (51 Prozent). Das zeige, wie verunsichert die Firmen nach wie vor seien, heißt es bei AmCham.

Dennoch hat der Aufschwung das Bild Deutschlands im Ausland zum Positiven gewendet.

62 Prozent der Befragten bestätigten, dass sich das Ansehen des Standorts auch aus der Sicht der US-Mutter verbessert hat.

Bei der Frage nach den Gründen für die jetzige Stärke Deutschlands sind sich die Unternehmen einig:

75 Prozent nannten das Kurzarbeitergeld, ...

... 57 Prozent den starken Export, ...

... 53 Prozent die Weitsicht und Flexibilität der Unternehmen ...

... und 48 Prozent waren der Meinung, dass das Krisenmanagement der Bundesregierung den Unterschied gemacht hat.

Die Firmen haben auch gleich Ideen parat, damit der Aufschwung nachhaltig bleibt. 62 Prozent sind für eine Konsolidierung des Haushalts.

55 Prozent stimmten für eine Steuervereinfachung – keine Steuerentlastung …

... und 49 Prozent wünschen sich eine schnelle Reaktion auf Engpässe wie den Fachkräftemangel.

Aber unsere US-amerikanischen Freunde wollen auch das ihrige tun, damit die Erfolgsgeschichte des Standorts D weitergeht:

"Wir müssen weiterarbeiten und dürfen uns nicht auf ersten Erfolgen ausruhen", erklärten 60 Prozent der Firmen.

Tausende von deutschen Mitarbeitern werden dabei sicher gerne helfen.

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