Es ist eine weltweite Katastrophe: Pflanzen und Wasser verschwinden, die Böden werden fortgespült oder fortgeweht, versalzen oder versanden. Das Land wird unfruchtbar.Bild 1 von 19 Fachleute sprechen von Desertifikation - Wüstenbildung.Bild 2 von 19 Die Vereinten Nationen definieren Desertifikation als "Landverödung in ariden, semiariden und trockenen subhumiden Gebieten infolge verschiedener Faktoren, einschließlich Klimaschwankungen und menschlicher Tätigkeiten".Bild 3 von 19 "Arid" heißt schlicht trocken - das Gegenteil von humid.Bild 4 von 19 Die zentrale Ursache ist der Mensch. Wind und Wasser besorgen den Rest.Bild 5 von 19 Wüstenbildung betrifft vor allem Gebiete, die ohnehin relativ trocken sind. Im Gegensatz zur Desertifikation sind Dürren kein dauerhaftes Phänomen; auf eine Dürre kann eine fruchtbare Zeit folgen. Dürren verstärken jedoch die Wüstenbildung.Bild 6 von 19 Umgekehrt erhöht die Wüstenbildung die Wahrscheinlichkeit von Dürren. Rund 40 Prozent der Landoberfläche der Erde gelten als Trockengebiete. 70 Prozent davon haben mit Desertifikation zu kämpfen - eine Fläche, die drei Mal so groß ist wie Europa.Bild 7 von 19 Mit falscher landwirtschaftlicher Nutzung geht es los. Zu viele Tiere auf ohnehin trockenen Weiden, zu intensive Nutzung ohnehin ausgelaugter Böden oder zu starke Abholzung lassen den Boden erodieren.Bild 8 von 19 Betroffen sind vor allem Afrika, Asien und Südamerika. Die rötlichen Regionen auf dieser Karte sind bedroht, die grauen sind ausgetrocknet.Bild 9 von 19 Je nach Schätzung leiden ein bis über zwei Milliarden Menschen unter den Folgen der Wüstenbildung.Bild 10 von 19 In Ländern wie Tschad oder Mali in der Sahelzone sind die Folgen naturgemäß weitaus dramatischer ...Bild 11 von 19 ... als im Süden den USA, in Australien oder in den Ländern des Mittelmeerraums, die ebenfalls von Wüstenbildung betroffen sind.Bild 12 von 19 Auch in Deutschland ist Bodenerosion und Trockenheit ein zunehmendes Problem. Hier ist meist von Versteppung die Rede. Auch bei uns sind vor allem Regionen betroffen, die ohnehin relativ trocken sind - etwa Brandenburg.Bild 13 von 19 Weltweit berüchtigt ist das Beispiel des Aralsees in Usbekistan und Kasachstan. Um 1960 war er das viertgrößte Binnengewässer der Welt.Bild 14 von 19 Von damals 68.000 Quadratkilometern blieben weniger als 18.000 Quadratkilometer Wasseroberfläche übrig.Bild 15 von 19 Die UN nennen die Wüstenbildung die größte ökologische Herausforderung unserer Zeit. Denn Wüstenbildung ist kaum rückgängig zu machen.Bild 16 von 19 "Verschmutztes Wasser kann man reinigen", sagt der frühere Chef des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, "erodierter Boden ist für immer verloren."Bild 17 von 19 Die beste Möglichkeit im Kampf gegen Wüstenbildung ist Aufforstung. Doch die ist äußerst mühselig.Bild 18 von 19 1994 erklärte die Vollversammlung der Vereinten Nationen den 17. Juni zum Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. (Bilder: AP, rts, dpa, Wikipedia)Bild 19 von 19