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Dienstag, 30. Oktober 2018

Rätselhaft und kaum erforscht: Faszination Tiefsee

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Die Erde wird auch als Blauer Planet bezeichnet, denn rund zwei Drittel ihrer Oberfläche sind vom Wasser der Ozeane und Meere bedeckt. (Foto: imago/blickwinkel)

Die Erde wird auch als Blauer Planet bezeichnet, denn rund zwei Drittel ihrer Oberfläche sind vom Wasser der Ozeane und Meere bedeckt.

Die Erde wird auch als Blauer Planet bezeichnet, denn rund zwei Drittel ihrer Oberfläche sind vom Wasser der Ozeane und Meere bedeckt.

Menschen, die in die Tiefe der Ozeane vordringen wollen, sind ohne besondere technische Hilfsmittel schnell Grenzen gesetzt.

Sporttauchern mit Sauerstoffflaschen wird eine Maximaltiefe von 40 Metern empfohlen.

Kaiserpinguine kommen schon bis zu 500 Meter tief, ...

... Robben schaffen es bis zu 700 Meter und Wale sogar 3000 Meter in die Tiefe.

Das Wrack der "Titanic" liegt 3657 Meter tief.

Die Weltmeere sind durchschnittlich rund 4000 Meter tief.

Was sich so weit unten abspielt, ist noch immer ein Mysterium. Bilder wie die der sogenannten Seescheide in 4006 Metern Tiefe verblüffen selbst Forscher.

Der Mond ist mittlerweile besser erforscht als die Tiefen der Ozeane.

Grund dafür sind die extremen Bedingungen, die dort vorherrschen.

Schon 300 Meter unter der Wasseroberfläche endet die Lichtzone. Die Tiefsee beginnt.

Überleben kann hier nur, wer sich den unwirtlichen Bedingungen mit Kälte, Dunkelheit und enormem Druck angepasst hat.

In 1000 Metern Tiefe lastet auf jedem Quadratzentimeter ein Gewicht von 100 Kilogramm.

Um dem standhalten zu können, ...

... bestehen die Lebewesen der Tiefsee zu 99 Prozent aus Wasser.

Auch wenn in den letzten Jahren viele bisher unbekannte Arten in der Tiefsee entdeckt und beschrieben worden sind, ...

... sind die Tiefen der Meere relativ unerforschtes Gebiet, das von einer jungen Wissenschaft erkundet wird.

Mit dem Reisestart des britischen Segelschiffs H.M.S. Challenger im Dezember 1872 ...

... beginnt auch die Geschichte der Erforschung der Tiefsee, ...

... die bis heute mit aufwendig konstruierten Tauchrobotern und ausgefeilter Kameratechnik ...

... weitergeführt wird. Denn das, was die Forscher in der Tiefsee zu sehen bekommen, ist faszinierend.

Auch wenn hierher kein Sonnenstrahl mehr reicht, ...

... ist das Leben an manchen Orten in der Tiefsee unglaublich bunt.

Neben einer unerwarteten Artenvielfalt und ...

... äußerst ungewöhnlichen Formen und Gesichtern ...

... gibt es auch Tiere, die stark an Fabelwesen erinnern oder ...

... ganz besondere Fähigkeiten haben, wie zum Beispiel ...

... das Leuchten aus eigener Kraft.

Die sogenannte Bioluminiszenz wird von verschiedenen Tieren aus verschiedenen Gründen angewendet.

Der Vipernfisch beispielsweise leuchtet aus dem Maul, um Beute anzulocken.

Architeuthis, besser bekannt als Riesenkalmar, nutzt seine körpereigene Leuchtkraft nicht zur Beutejagd, sondern auch, ...

... um potenzielle Partner auf sich aufmerksam zu machen.

Diese Würmer beispielsweise werfen hellgrün leuchtende Blasen wie Bomben ab, möglicherweise um Angreifer zu verwirren, mutmaßen Wissenschaftler.

Neben skurril aussehenden Laternenfischen, ...

... furchteinflößenden Schwarzen Drachenfischen ...

... und Tiefsee-Korallen finden die Forscher jedoch auch ...

... den Müll von Menschen, wie hier in der arktischen Tiefsee.

Große Stücke sammeln sich genauso auf dem Meeresboden an wie Mikroteilchen.

Wenn sich die Tiere der Tiefsee im menschlichen Müll nicht verfangen, dann fressen sie ihn oft versehentlich.

Der Meeresboden in der Tiefsee ist nicht die unberührte und unentdeckte Region, für die man sie lange hielt.

Im Gegenteil: Er scheint viel mehr ein riesiges Sammellager für menschlichen Müll und Chemikalien zu sein, ...

... die in den Tiefen der Ozeane noch viel mehr Zeit als an Land benötigen, um abgebaut zu werden, mutmaßen Forscher.

Was das für das Ökosystem Tiefsee, die Meere und deren Bewohner bedeutet, können Forscher bisher nicht mit Sicherheit sagen.

Klar ist allerdings, dass die Plastikteile in Form von Mikroplastik früher oder später auf dem Teller der Menschen landen.

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