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Freitag, 16. Oktober 2015

Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

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Wenn tatsächlich irgendwann Menschen auf dem Roten Planeten leben sollen, wird es langsam Zeit für erste Planungen, dachte sich die Nasa. Sie beauftragte Architekten damit, ... (Foto: NASA)

Wenn tatsächlich irgendwann Menschen auf dem Roten Planeten leben sollen, wird es langsam Zeit für erste Planungen, dachte sich die Nasa. Sie beauftragte Architekten damit, ...

Wenn tatsächlich irgendwann Menschen auf dem Roten Planeten leben sollen, wird es langsam Zeit für erste Planungen, dachte sich die Nasa. Sie beauftragte Architekten damit, ...

... Behausungen für die erste Raumschiffbesatzung zu entwerfen. Es gab allerdings einige Vorgaben: Die Unterkunft soll vier Menschen beherbergen können, 90 Quadratmeter groß sein und neben Wohn- und Schlafbereichen auch Platz für Küche und Bad bieten. Am wichtigsten aber ist, ...

... dass es möglich sein muss, das Haus größtenteils mit einem 3D-Drucker zu errichten. Schließlich sollen die ersten Marsbewohner direkt bei ihrer Ankunft einziehen können. 165 Teams nahmen an dem Wettbewerb teil; die Nasa prämierte die 30 besten Entwürfe. Dazu gehört ...

... zum Beispiel diese Behausung, die den Titel "Keimwurzel" trägt. Vorgefertigte, faltbare Hüllen klappen sich hier aus der Landekapsel, die später Arbeits- und Wohnbereich miteinander verbindet. Darum herum entsteht eine zementartige Schale aus dem 3D-Drucker, der dafür Marsmaterialien verwendet. Das Haus ist modular aufgebaut und kann stetig erweitert werden.

Ein völlig anderes Design: die "Kegel des Mars". Sie beherbergen neben Wohnräumen und Esszimmer auch ein Gesundheitszentrum und einen Sportbereich. Und natürlich kommen sie aus dem 3D-Drucker. Die Kegelform soll verhindern, dass sich Schnee auf Dächern und Wänden sammelt.

Dieses Haus macht sich das Eis auf dem Mars zunutze und bohrt sich dort tief hinein. Der Vorteil: Die ersten Marsbewohner kämen leicht an Wasser.

Die Entwürfe fallen höchst unterschiedlich aus. Haben die einen Mars-Häuser Ecken und Kanten, setzen andere ...

... auf runde Formen, die sich in den Untergrund graben oder ...

... vorhandene Krater als Standort nutzen. Auch die ...

... Materialien sind verschieden. In diesem Entwurf ist Regolith der Baustoff, mit dem der 3D-Drucker arbeitet. Regolith ist das auf der Mars-Oberfläche vorherrschende Lockermaterial.

Dieses Haus hingegen setzt sich unter anderem aus Metallpuder und Aluminiumoxynitrid zusammen, einem glasartigen Stoff.

Ganz ähnlich sieht diese Unterkunft aus. Sie allerdings soll aus dem eisenreichen Mars-Sand gedruckt werden.

Während manche Entwürfe auf einzelne, aber durchaus reproduzierbare Gebäude setzen, ...

... arbeiten andere von vornherein modular.

Diese Behausung wird - so ist es gedacht - von mehreren Robotern noch vor der Ankunft der ersten Menschen zusammengebaut. Die Materialien dafür müssen zum Teil von der Erde auf den Roten Planeten gebracht werden.

Manche Entwürfe sind eingeschossig, andere ...

... anderthalbgeschossig, wieder andere ...

... nutzen mehrere Etagen - sei es in die Höhe oder ...

... in die Tiefe.

Kuppelartige Gebäude sind unter den Entwürfen ...

... recht häufig. Hier scheint ...

... die Form des Planeten selbst ...

... Pate zu stehen.

Auch als Grundriss ist das Kreisrunde ...

... beliebt bei den Teams, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Manchmal aber ...

... ist es nur die äußere Hülle, die auf Ecken verzichtet. Dieser Entwurf wurde für die beste Platznutzung ausgezeichnet. Er orientiert sich - sagen die Macher - an römischen Vorbildern.

Hier fühlte sich das Architektenteam wohl eher von Mayatempeln oder Pyramiden inspiriert. Das Gebäude heißt "The Martian Vault", was man sowohl mit Mars-Gewölbe als auch mit -Gruft übersetzen kann. Es soll nach und nach modular wachsen - ganz wie die Internationale Raumstation, sagen die Designer.

Doch auch Wohnstrukturen in außergewöhnlicher, unregelmäßiger Form sind unter den 30 besten Vorschlägen.

Für dieses Haus kommt der 3D-Drucker ausschließlich mit auf dem Mars vorhandenen Materialien aus. Das Design fügt sich - so ist es beabsichtigt - in die unterschiedlichsten Umgebungen ein. Die Jury hob diesen Entwurf lobend hervor. Damit kommen wir zu den drei Finalisten des Wettbewerbs, zu denen also, die mit einer höheren Prämie belohnt wurden.

Nah dran war diese Konstruktion; ein Gebäude, das aus Polymeren und hoch belastbaren Verbundstoffen errichtet werden soll. Auch das auf dem Mars vorkommende Vulkangestein Basalt ist integriert. Schließlich war es aber doch ...

... der Entwurf vom Team LavaHive , das von der Nasa mit dem dritten Platz belohnt wurde. Lava bzw. Basalt und Regolith stehen hier als Baustoffe im Vordergrund. Es sind Mars-Rover, die das Gebäude erstellen und zusammensetzen.

Platz 2 ging an das Team Gamma. Dieses Haus, ebenfalls aus Rigolith, erinnert in seiner Form an eine Krake. Die Ausgestaltung im Innern ist flexibel, ebenso wie die modulare Zusammensetzung. Und nun zum Gewinner des Wettbewerbs: Es ist ...

... das "Ice House". Das Team SEArch/Clouds Architecture Office wollte eine Umgebung schaffen, in der der Mensch nicht nur überleben, sondern gedeihen kann. Das Haus hat eine fünf Zentimeter dicke Eis-Hülle, durch die Licht ins Innere fällt. Fenster sorgen für ...

... eine gute Aussicht, Pflanzen in Gewächshäusern begrünen den Lebensraum. Platz 1, entschied die Nasa. Doch ob so tatsächlich die ersten Marsmenschen wohnen werden, ist noch lange nicht entschieden. (asc)

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