Panorama

Liveticker zum Notre-Dame-Brand +++ 17:55 So sieht es im Inneren von Notre-Dame aus +++

Gut 14 Stunden dauert der Löscheinsatz, an dem rund 400 Feuerwehrleute beteiligt sind. Nun veröffentlicht das französische Fernsehen erste Bilder aus dem Inneren der Kathedrale Notre-Dame und macht das verheerende Ausmaß des Brandes deutlich.

 

+++ 17:44 Merkel bietet Hilfe beim Wiederaufbau der Notre-Dame an +++
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bietet Frankreich Hilfe beim Wiederaufbau von Notre-Dame an. Es habe sie tief berührt, die Kirche in Flammen zu sehen, sagt die CDU-Politikerin in Berlin. Bei der Kathedrale handele es sich um ein gemeinsames europäisches Erbe. Deutschland sei daher "auch gerne bereit, (...) dass wir gemeinsam an dem Wiederaufbau mitwirken, auch mit deutscher Expertise, mit deutscher Erfahrung". Dies habe sie mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters vereinbart. Die Kulturminister würden sich darüber austauschen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe sie am Vormittag telefonisch ihre Anteilnahme übermittelt.

+++ 17:23 Staatsanwaltschaft schließt Brandstiftung aus +++
"Nichts deutet auf eine vorsätzliche Tat hin", sagt Staatsanwalt Rémy Heitz über den Brand in Notre-Dame. Das Feuer könnte mit Arbeiten am Dach der Kathedrale im Zusammenhang stehen, wo Baugerüste installiert waren. Die Staatsanwaltschaft leitete demnach Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung ein und befragte noch in der Nacht Bauarbeiter.

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Feuerwehrleute begutachten die Schäden an der Fassade der Kathedrale.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fünf Unternehmen seien an den Arbeiten beteiligt gewesen, sagt Heitz. Etwa 15 Mitarbeiter seien am Montag mit Arbeiten betraut gewesen. Rund 50 Ermittler waren demnach im Einsatz. Das bei der Restaurierung von Notre-Dame federführende Unternehmen weist Anschuldigungen zurück, für den Ausbruch des Feuers verantwortlich zu sein. Alle Sicherheitsvorschriften seien eingehalten worden, sagt Julien Le Bras, Chef des Gerüstbauers Le Bras Frères.

+++ 16:55 Milliardärsfamilie Bettencourt und L'Oreal spenden auch +++
Die Milliardärsfamilie Bettencourt-Meyers und der Kosmetikriese L'Oreal wollen insgesamt 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau der stark beschädigten Kathedrale Notre-Dame spenden. Dabei kommen 100 Millionen Euro von der gemeinnützigen Stiftung Bettencourt Schueller, wie L'Oreal mitteilt. Die anderen 100 Millionen Euro kommen von dem Kosmetikriesen und der Erbenfamilie Bettencourt-Meyers. Die gemeinnützige Stiftung wurde in den 1980er von der Familie gegründet.

+++ 16:34 Innenminister: "Die Glocken von Notre-Dame werden wieder läuten" +++
Frankreichs Innenminister Christophe Castaner macht sich ein Bild von der Lage und ist sich sicher: "Notre-Dame wird wieder aufgebaut werden." Sie sei nicht eine einfache Kathedrale, sondern ein gemeinsamer Bezugspunkt, "die Stärke, die uns allen gehört" und "unser Erbe", sagt er vor Reportern in Paris.

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Wie in den 850 Jahren zuvor, werden "die Glocken von Notre-Dame wieder läuten", so Castaner. Das Wesentliche sei gerettet, die Kirche liege nicht darnieder. "Die Zeit des Wiederaufbaus" und die "Zeit der Solidarität" seien gekommen. Man werde noch 48 Stunden abwarten müssen, ob die Statik in Gefahr ist und es noch Bewegung gibt. Erst dann könnten Spezialkräfte die Kathedrale sichern.

+++ 16:18 Bayern bietet Expertise von Steinmetzen an +++
Anstatt finanzieller Zuwendungen bietet Bayern Frankreich praktische Hilfe beim Wiederaufbau an. In einem Brief an die französische Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Descôtes, stellt Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder die Expertise der drei staatlichen Dombauhütten in Regensburg, Passau und Bamberg zur Verfügung. "Dort wird die mittelalterliche Steinmetz-Tradition bis heute gepflegt und kommt bei der Restaurierung der Sakralgebäude nach wie vor zum Einsatz", sagt Söder am Rande seiner Äthiopienreise in Addis Abeba.

+++ 16:01 Löschflugzeug "wäre wie Bowling spielen" mit Kathedrale +++
"Vielleicht könnten fliegende Wassertanks eingesetzt werden, um ihn zu löschen." Mit diesem Ratschlag via Twitter löste US-Präsident Donald Trump Irritationen aus. Der Sprecher des französischen Katastrophenschutzes, Michaël Bernier, drückt seine "Begeisterung" für diesen Brand-Lösch-Tipp wie folgt aus: "Das wäre, wie mit der Kathedrale Bowling zu spielen, alles würde in sich zusammenfallen."

Ein Löschflugzeug kann bis zu 6300 Liter fassen, mindestens 3000 Liter pro Tank. Das entspreche einem "Betonblock von drei Tonnen, geworfen mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern", erklärt Bernier. Diese Wassermassen würden zwei Türme treffen, die vom Einsturz bedroht sind. Löschflugzeuge werden ausschließlich in unbewohnten Gegenden eingesetzt, weil sonst die Gefahr bestünde, Menschen zu verletzen, so Bernier weiter. In Städten dagegen sei ihr Einsatz "technisch unmöglich, unrealisierbar - und vor allem total nutzlos".

+++ 15:45 Zwei serbische Zeitungen nennen Brand göttliche Strafe +++
Zwei serbische Boulevardblätter bezeichnen den Brand in Notre-Dame als göttliche Strafe für das Hissen der kosovarischen Flagge vor einem Jahr. "Der Zorn Gottes hat sie eingeholt", war nach Beginn des Feuers auf den Webseiten von "Alo" und "Informer" zu lesen. Die beiden regierungsnahen Zeitungen nahmen die Artikel noch am Montagabend wieder von ihren Seiten.

Während einer Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs waren im vergangenen November in der Pariser Kathedrale die Flaggen der Heimatländer aller geladenen Gäste gehisst worden, darunter auch die des Kosovo. Serbien, das die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz nicht anerkennt, hatte sich bereits damals über den "Skandal" beschwert. Belastend für die serbisch-französischen Beziehungen war zudem, dass Kosovos Präsident Hashim Thaci auf der Ehrentribüne saß, während sein serbischer Kollege Aleksandar Vucic einen weniger prestigeträchtigen Platz zugewiesen bekommen hatte.

+++ 15:20 Deutsche Kirchen läuten für Notre-Dame +++
Kirchen in Deutschland drücken nach dem Großbrand ihre Solidarität aus. Zur Mittagszeit läuten in zahlreichen großen Kirchen die Glocken, darunter in den Domen von Köln und Mainz, im Freiburger Münster und im Hamburger Michel. In vielen Gotteshäusern kommen Menschen zu gemeinsamen Gebeten zusammen.

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Am Mittwochabend sollen übrigens auch die Kirchenglocken in ganz Frankreich läuten. "Der Brand in der Kathedrale Notre-Dame de Paris ist ein Schock weit über die Katholiken unseres Landes hinaus", teilt die französische Bischofskonferenz mit. Die Glocken aller Kathedralen sollen um Punkt 18.50 Uhr läuten - zu diesem Zeitpunkt wurde der Brand in dem weltberühmten Wahrzeichen am Montagabend entdeckt.

Die Deutsche Bischofskonferenz spricht dem Erzbischof von Paris, Michel Aupteit, ihre "tief empfundene Anteilnahme" aus. "In Notre-Dame haben sich über Jahrhunderte Baustile, Kunstgeschichte und bedeutende historische Ereignisse vereint, die den europäischen Kontinent mit prägten", schreibt der Vorsitzende Reinhard Marx. Mit dem Feuer sei das Herzstück des katholischen Glaubens in Paris ebenso getroffen worden wie eines der Wahrzeichen ganz Frankreichs und Europas.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland äußert sich entsetzt. Die Kathedrale Notre-Dame sei "die Seele von Paris", erklärt der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm.

+++ 14:59 Britische Abgeordnete fürchten ähnliche Katastrophe +++
Der Brand von Notre-Dame lässt britische Abgeordnete aufhorchen. Sie fürchten eine ähnliche Katastrophe im Londoner Parlament: "Teile von Westminster Palace sind so alt wie Notre-Dame. Wir müssen den Brandschutz sicherstellen ... Gott weiß, dass wir genug Warnungen hatten", schreibt der Labour-Abgeordnete Chris Bryant bei Twitter. Die Labour-Abgeordnete Anna Turley erinnert daran, wie ihr ein Ingenieur das erste Mal die elektrischen Leitungen im Parlament gezeigt habe. Das habe in Sachen Sicherheit und Feuerschutz wie eine drohende Katastrophe ausgesehen, twittert sie.

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Das marode Gebäude an der Themse mit mehr als 1100 Räumen hat eine Rundumerneuerung dringend nötig. Seit über 60 Jahren wird innen und außen nur das Nötigste geflickt. Der Putz bröckelt von den Decken, die Fenster schließen nicht richtig, Mäuse rennen durch die Gänge. Experten sorgen sich vor allem um die Versorgungssysteme.

+++ 14:40 "Der Glöckner von Notre-Dame" wird wieder zum Bestseller +++
Ein Buch wird eng mit der Pariser Kathedrale verbunden: Victor Hugos "Der Glöckner von Notre-Dame". Das verheerende Feuer katapultiert den Klassiker nun auf die Bestsellerlisten. Während die Löscharbeiten in Paris noch laufen, wird die französische Originalfassung des Werks zum meistverkauften Buch in Frankreich. Dort steht das Werk an der Spitze der Verkaufscharts von Amazon.

Auch in Deutschland ist das Interesse groß. Weltweit landet die englische Übersetzung bei Amazon an der Spitze von Bestsellerlisten für historische Literatur. Profitieren kann aber auch die Disney-Verfilmung des Stoffs: Sie schafft es unter die Top Ten in den Verkaufscharts der beliebtesten Familienfilme.

+++ 14:24 Queen Elizabeth bewundert Einsatzkräfte von Notre-Dame +++
Die britische Königin Elizabeth II. zeigt sich erschüttert vom Großfeuer in Notre-Dame. "Ich bewundere aufrichtig die Einsatzkräfte, die ihr Leben riskiert haben, um dieses bedeutende nationale Denkmal zu retten", teilte die 92 Jahre alte Queen in London mit. Ihr ältester Sohn, Thronfolger Prinz Charles, schrieb in einer gesonderten Mitteilung an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dass man mit dem Volk in Frankreich leide.

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Charles verwies auch auf einen Großbrand auf Schloss Windsor bei London vor 27 Jahren. Im November 1992 hatte ein Feuer einen erheblichen Teil des Schlosses zerstört. Der Brand, der in der Kapelle ausgebrochen war, vernichtete neun Staatsräume und beschädigte etwa 100 Räume schwer. Der Wiederaufbau dauerte Jahre. Der Brandschutz wurde nach der Katastrophe verbessert.

+++ 14:04 Experten entdecken am Gewölbe "einige Schwachstellen" +++
Fachleute entdecken am Bau der Kathedrale "einige Schwachstellen". Diese betreffen vor allem das Gewölbe, also die Gebäude-Decke, sagt Innen-Staatssekretär Laurent Nuñez. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügt er hinzu. Die Absicherungsarbeiten im Inneren der schwer beschädigten Kathedrale dürften seinen Worten nach rund 48 Stunden dauern.

Außerdem sagt der Staatssekretär, dass im Zuge der Absicherung der historischen Kirche fünf Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft geräumt worden seien. Die Häuser liegen demnach in einer schmalen Straße nördlich des Gotteshauses.

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+++ 13:40 Ölgigant Total spendet 100 Millionen für den Wiederaufbau +++
Der französische Energiekonzern Total wird einen Beitrag von 100 Millionen Euro zum Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame leisten, sagte der Unternehmenschef Patrick Pouyanne. Das Versprechen von Total schließt an die der Familien Arnault und Pinauld an.

Mehr zu den angelaufenen Spendenaktionen lesen Sie hier.

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(Foto: imago/robertharding)

+++ 13:07 Auch Rosenfenster bleiben nach Brandkatastrophe unversehrt +++
Das Trio der repräsentativen Buntglasfenster über den drei Hauptportalen der Kathedrale hat den Brand ohne Schäden überstanden, wie der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, dem Sender BFM TV sagte. Die riesigen kreisrunden Rosenfenster haben einen Durchmesser von 13 Metern und entstanden Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Fenster zeigen biblische Erzählungen, unter anderem die Auferstehung Christi.

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Premierminister Édouard Philippe richtet den Blick nach vorne: Der Wiederaufbau von Notre-Dame ist bereits in Planung.

(Foto: REUTERS)

+++ 12:40 Frankreichs Minister beraten bereits Wiederaufbauplan +++
Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hat eine Ministerrunde zusammengerufen, um über einen Wiederaufbauplan für Notre-Dame zu beraten. Noch während des Brandes hatte Präsident Emmanuel Macron angekündigt: "Wir werden Notre-Dame wieder aufbauen." Das erwarteten die Franzosen. Zu dem Treffen bei Philippe kamen Kulturminister Franck Riester und der Minister für öffentliche Finanzen, Gérald Darmanin. Das Innenministerium war durch Staatssekretär Laurent Nuñez vertreten.

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Zuletzt wurde die Orgel 2012 restauriert, nun soll sie erst einmal abgebaut werden.

(Foto: imago/UIG)

+++ 12:02 Dacheinsturz verschont Hauptorgel von Notre-Dame +++
"Es ist ein Wunder", sagte Organist Vincent Dubois dem Sender franceinfo, nachdem er erfahren hatte, dass die Hauptorgel in der Notre-Dame-Kathedrale unversehrt geblieben ist. Dubois habe "die ganze Nacht die Daumen gedrückt, damit die Schlusssteine ​​nicht auf die große Orgel fallen". Das Instrument soll nun demontiert werden und so lange aufbewahrt werden, bis Dach und Gewölbe wieder konsolidiert sind, sagte der Musiker. Die große Orgel ist fast sechs Jahrhunderte alt und mit ihren fünf Manuale, 109 Spielen und ihren fast 8000 Orgelpfeifen die bemerkenswerteste der drei vorhandenen.

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Die Sicht des Organisten an der Hauptorgel von Notre-Dame.

(Foto: imago/UIG)

 

+++ 11:14 Deutschland sagt Unterstützung für Wiederaufbau zu +++
Deutschland will Frankreich beim Wiederaufbau der Kathedrale unterstützen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe zur Hilfe für den Wiederaufbau weit über Frankreich hinaus aufgerufen, twitterte Außenminister Heiko Maas. "Deutschland steht dazu in engster Freundschaft bereit", schrieb der SPD-Politiker. "Wir sind in Trauer vereint. Notre Dame ist kulturelles Erbe der Menschheit und Symbol für Europa."

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+++ 10:58 Putin will Spezialisten nach Paris schicken +++
Kremlchef Wladimir Putin hat nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame Frankreich Hilfe von russischen Spezialisten beim Wiederaufbau angeboten. "Er schlug vor, die besten Experten nach Frankreich zu schicken. Sie haben große Erfahrung in der Restaurierung von Weltkulturerbe", teilte der Kreml in Moskau mit.

Die Kathedrale sei ein unschätzbarer kultureller Wert für Europa und die ganze Welt, sagte der russische Präsident in einem Schreiben an seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron. "Das Unglück, das in dieser Nacht geschehen ist, schmerzt auch in den Herzen der Russen."

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(Foto: REUTERS)

+++ 10:15 Experte: So lange dauert der Wiederaufbau von Notre-Dame +++
Der Brand an der Kathedrale von Notre-Dame ist gelöscht, doch noch ist ungewiss, was als Nächstes geschieht. "Aber allein wenn man die Fernsehbilder gesehen hat, weiß man, dass es nicht nur Jahre sein werden, bis der letzte Schaden beseitigt ist, sondern dass es da um Jahrzehnte geht", erklärte der Kölner Dombaumeister Peter Füssenich. Auch Füssenich sieht noch die Gefahr eines Gebäudeeinsturzes, da sich das steinerne Deckengewölbe unterhalb des verbrannten Dachstuhls mit Löschwasser vollgesogen hat. "Das hat dazu geführt, dass es zu einer Gewichtszunahme der überwölbten Decken um ein Vielfaches gekommen ist. Man wird die nächsten Tage abwarten müssen, ob die Gewölbe standhalten trotz dieses Gewichts."

+++ 09:49 Direktor von Notre-Dame: Keine Mängel beim Brandschutz +++
Nach dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame sieht der Direktor des Gotteshauses keine Sicherheitsmängel beim Brandschutz. Es gebe etwa Brandaufseher, die drei Mal täglich den Dachstuhl prüfen, sagte Patrick Chauvet dem Sender France Inter. "Ich denke, dass man nicht mehr machen kann." Aber es gebe natürlich immer Vorfälle, die man so nicht habe vorhersagen könne. Man müsse nun prüfen was passiert sei - er wisse noch nicht.

+++ 09:29 Luxusgüter-Konzern spendet 200 Millionen Euro +++
Nach der Spende der Familie Pinault zieht nun die Familie Arnault nach. Die Milliardärsfamilie und das dazugehörige Unternehmen LVMH werden gleich den doppelten Betrag stiften. "Die Familie Arnault und die LVMH-Gruppe solidarisieren sich mit dieser nationalen Tragödie für Notre-Dame. Sie spenden 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau dieses architektonischen Werks, das Teil der französischen Geschichte ist", heißt es in einem Tweet des Unternehmens. LVMH bündelt unter anderem die Luxusmarken wie Moet, Louis Vuitton oder Hennessy.

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(Foto: Reuters)

+++ 09:05 Bürgermeisterin Hidalgo: "Dornenkrone und Tunika gerettet" +++
Zahlreiche Reliquien in der Kathedrale waren durch das Feuer bedroht. Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat nun bestätigt, dass die zwei wichtigsten in Sicherheit sind: "Werke wie die Dornenkrone und die Tunika Saint-Louis konnten geschützt werden", schrieb sie auf Twitter. Die heilige Dornenkrone steht symbolisch für die Passion Jesu Christi.

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+++ 08:44 Wiener und Kölner Dom weniger anfällig für Brände +++
Der Brand von Notre-Dame ist für andere Städte mit ähnlichen Wahrzeichen eine Warnung, obgleich in Wien oder Köln weniger Gefahren bestehen. Der Wiener Stephansdom besitzt nach Aussage von Kardinal Christoph Schönborn seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eine Dachkonstruktion aus Stahl und nicht aus Holz. Zuvor hatte bereits der Kölner Dompropst die Brandgefahr am Kölner Dom als wesentlich geringer als an der Kathedrale Notre-Dame eingestuft. Auch in Köln ist die Dachkonstruktion aus Stahl. Das ist auch der Grund, warum der Dom die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs überstanden habe.

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Notre-Dame am Morgen nach dem Großbrand.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 08:24 Behörden sehen noch Einsturzgefahr bei Notre-Dame +++
Nach dem Großbrand besteht nach Angaben des französischen Innenministeriums immer noch Einsturzgefahr. Da die "Brandgefahr" mittlerweile gebannt sei, müsse nun geklärt werden, wie die "Bausubstanz" der Kirche dem Feuer standhalten werde, sagte Innenstaatsekretär Laurent Nuñez vor Journalisten. Experten und Architekten sollen seinen Angaben zufolge in Kürze darüber beraten, ob die Kathedrale "stabil" sei und die Feuerwehr ihre Arbeit im Innern fortsetzen könne.

+++ 08:17 Söder hofft auf schnellen Wiederaufbau von Notre-Dame +++
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich bestürzt über den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame geäußert. Auf Twitter schrieb der CSU-Politiker, die Bilder seien "schockierend und traurig". In seinem Tweet nennt Söder die Kirche ein "Wahrzeichen französischer und europäischer Geschichte und Kultur". Er hoffe, dass es gelinge, die Kirche schnell wiederaufzubauen.

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Neun der zehn Glocken in Notre Dame wurden 2013 ausgetauscht.

(Foto: Reuters)

+++ 07:46 Pariser Feuerwehr befürchtete Glockenabsturz +++
Bei den Löscharbeiten der Einsatzkräfte in Paris ging es vor allem darum, die Struktur der beiden Türme zu schützen, sagte der Sprecher der Pariser Feuerwehr, Gabriel Plus. Die Befürchtung sei gewesen, dass die Konstruktion der Türme geschwächt würde und die tonnenschweren Glocken von Notre-Dame abstürzen könnten.

Eine große Herausforderung für die Arbeiten sei die Sicherung der Kunstschätze gewesen. Nach dem Einsturz des Spitzturms, der sich im Zentrum des Mittelschiffs befand, wurden Leute aus dem Inneren der Kirche zurückgezogen. Dort wurde dann ein Roboter eingesetzt.

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"Der Wald" war das tragende Element im Dach von Notre Dame.

(Foto: www.notredamedeparis.fr)

+++ 07:21 Warum das Dach von Notre-Dame leicht entflammbar war +++
Das Dach der Kathedrale Notre-Dame galt als architektonische Meisterleistung, gleichzeitig war es auch leicht entflammbar. "Alles brennt, nichts bleibt vom Rahmen", sagte Andre Finot, Sprecher der Notre Dame, gegenüber der französischen Presse.

Der Grund dafür ist einleuchtend: Der gesamte Rahmen des 850 Jahre alten Gebäudes besteht aus Holz, wobei geschätzt 1300 Bäume für den Bau der Balken verwendet wurden. Der Dachstuhl des Gebäudes hatte den Spitznamen "Der Wald" - wegen seiner undurchsichtigen Holzkonstruktion.

+++ 06:49 Frankreichs Zeitungen titeln: "Das Herz in Asche" +++
Frankreichs Medien haben mit großem Entsetzen auf den schweren Brand in der Pariser Kathedrale von Notre-Dame reagiert. "Das Herz in Asche", titelte die katholische Tageszeitung "La Croix". Die Zeitung "Le Parisien" sah "Unsere Dame der Tränen", "Le Figaro" überschrieb seine Eins mit "Die Katastrophe". "Les Echos" schrieb von "Der Tragödie von Paris", "Libération" fügte Notre-Dame einen Buchstaben hinzu: "Unser Drama".

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 05:59 Altarkreuz in Notre-Dame übersteht Brand +++
Über das Ausmaß der Zerstörung in der Kathedrale gibt es noch keine genauen Angaben. Erste Bilder aus dem Inneren des Bauwerks machen nun Hoffnung, dass viele spirituelle und kulturelle Schätze des Wahrzeichens den Brand doch überstanden haben. Das Kreuz am Altar von Notre Dame blieb von den Flammen verschont.

+++ 03:47 Feuerwehr: Brand "unter Kontrolle" +++
Der Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist nach Angaben der Feuerwehr "vollkommen unter Kontrolle" und "teilweise gelöscht". Es gebe aber noch einige Brandherde, die gelöscht werden müssten, sagt ein Feuerwehrsprecher.

+++ 03:16 CDU-Politiker Merz ruft zu Spenden für Notre-Dame auf +++
Der CDU-Politiker Friedrich Merz schlägt nach der Feuersbrunst von Notre-Dame vor, auch in Deutschland Geld für den Wiederaufbau der Kathedrale zu sammeln. "Wir sollten eine Bürgerinitiative ins Leben rufen, die im ganzen Land Spenden sammelt für den Wiederaufbau dieses überragenden europäischen Kulturguts", schreibt er auf Twitter. "Unsere Freundschaft mit Frankreich wird sich damit in ganz besonderer Weise zum Ausdruck bringen und vertiefen."

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+++ 02:32 Stiftung will Spenden für Wiederaufbau sammeln +++
Nach dem verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame startet die französische Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine eine Spendensammlung für den Wiederaufbau. Diese "nationale Sammelaktion" ist bereits auf der Internetseite der Stiftung zugänglich. "Damit Notre-Dame aus der Asche wiedergeboren werden kann, starten wir einen internationalen Aufruf", so die Stiftung.

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+++ 1:41 Staatsanwaltschaft ermittelt wegen "unbewusster Zerstörung" +++
Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt angesichts des verheerenden Feuers. Dabei wird die Spur eines Unfalls verfolgt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, drehen sich die Ermittlungen um eine "unbewusste Zerstörung" durch Feuer. Von möglicher Brandstiftung ist keine Rede.

+++ 01:12 Milliardärsfamilie verspricht 100 Millionen Euro für Notre-Dame +++
Die französische Milliardärsfamilie Pinault verspricht 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der von Flammen verwüsteten Kathedrale Notre-Dame. Das teilt François-Henri Pinault mit, der Chef des Luxusmodekonzerns Kering mit Marken wie Gucci, Saint Laurent oder Balenciaga. Er und sein Vater François Pinault hätten beschlossen, 100 Millionen Euro aus der Familien-Finanzholding Artemis für den Wiederaufbau der weltberühmten Kathedrale bereitzustellen.

+++ 00:29 Mutmaßliche Dornenkrone Christi gerettet +++
Eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche ist aus der brennenden Kathedrale Notre-Dame gerettet. Es handele sich dabei um die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll, sagt Patrick Chauvet, Direktor der Kathedrale. Sie gilt als eine der wertvollsten Reliquien, die in der Kathedrale aufbewahrt werden. Die Flammen hätten den Kirchenschatz nicht erreicht, heißt es.

+++ 23:41 Macron: Ab morgen bauen wir sie wieder auf +++
Frankreichs Präsident Macron hat an der Kathedrale Notre-Dame von einem "schrecklichen Drama" gesprochen, das sich dort abgespielt habe. Er dankte den Feuerwehrleuten, die den Zusammenbruch des Gebäudes verhindert hätten. Die ganze Nation sei ihnen dankbar. Er betonte die Bedeutung der Kirche für die Franzosen. "Notre-Dame ist unsere Geschichte, unsere Literatur, das Epizentrum unseres Lebens", sagte er sichtlich bewegt. Ab morgen werde er sich um den Wiederaufbau kümmern und sei sicher, dass viele Franzosen mit anpacken.

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+++ 23:18 Regierung: Intensität des Feuers lässt nach +++
"Die Intensität des Feuers hat nachgelassen", sagt der französische Innenstaatsekretär Laurent Nuñez. Die Gefahr eines Einsturzes des nördlichen Glockenturms ist nach seinen Angaben vorerst gebannt. Angesichts des Ausmaßes der Flammen rief er aber dazu auf, "extrem vorsichtig" zu bleiben. Es werde aber noch drei bis vier Stunden dauern, bis der Brand eingedämmt sei.

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+++ 23:12 Luftbild zeigt Ausmaß der Zerstörung +++

Dieses Luftbild entstand mit Hilfe einer Drohne der Polizei. Es zeigt, wie die Flammen das Dach der Kathedrale zerstört haben.

+++ 23:05 Struktur von Notre-Dame "gerettet" +++
Die Struktur der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist nach Angaben der Feuerwehr "gerettet". Die gotische Kirche könne "in ihrer Gesamtheit erhalten" werden, sagte der Leiter der Einsatzkräfte, Jean-Claude Gallet, am Abend in Paris.

+++ 22:51 Feuerwehrleute versuchen Schätze zu retten +++
Die Feuerwehr teilt mit, sie versuche gerade den hinteren Teil der Kathedrale zu retten, wo sich die wertvollsten Kunstschätze befänden. Man sei dabei, diese aus dem Gebäude in einen Schutzraum zu tragen.

+++ 22:35 Polizei geht nicht von Terrorakt aus +++
Bei dem Brand in Notre-Dame geht die Polizei bislang nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

+++ 22:20 Vatikan reagiert geschockt auf Brand +++
Der Vatikan reagiert mit Bestürzung auf das verheerende Feuer in der Kathedrale Notre-Dame in Paris reagiert. "Der Heilige Stuhl hat die Nachricht des entsetzlichen Brandes, der die Kathedrale von Notre-Dame, Symbol der Christenheit in Frankreich und der Welt, verwüstet hat, mit Schock und Trauer aufgenommen", sagte Papst-Sprecher Alessandro Gisotti. "Wir drücken die Nähe zu den französischen Katholiken und den Einwohnern von Paris aus und sichern den Feuerwehrleuten und denjenigen, die alles tun, um diese dramatische Situation zu bewältigen, unsere Gebete zu." Der Brand war am Montagabend in dem Wahrzeichen der französischen Hauptstadt ausgebrochen.

+++ 22:05 Flammen erreichen einen der Haupttürme +++
Notre-Dame in Paris steht in Flammen, das Dach der weltberühmten Kathedrale ist eingestürzt. Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpft verzweifelt gegen das Inferno. Doch die Flammen erreichten Augenzeugen zufolge auch einen der beiden viereckigen Türme, die das jahrhundertealte Wahrzeichen prägen.

+++ 22:02 Kampf gegen Brand in Notre-Dame: Feuerwehr skeptisch +++
Im Kampf gegen verheerenden Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame zeigt sich die Feuerwehr skeptisch. Man sei sich "nicht sicher", ob die Ausbreitung des Feuers aufgehalten werden könne. Das sagt ein Sprecher der Feuerwehr dem TV-Sender BFM und anderen Medien auf die Frage, ob die weltberühmte Kathedrale noch zu retten sei. Es seien rund 400 Feuerwehrleute im Einsatz. "Die nächsten eineinhalb Stunden sind entscheidend", so der Sprecher. Über dem historischen Bauwerk lodern immer noch hohe Flammen.

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+++ 21:26 Trump hat Tipp für die Löscharbeiten +++
Auch Donald Trump verfolgt im Fernsehen, wie die Kathedrale Notre-Dame in Paris brennt.Er reagiert mit einem Tweet, in dem er auch einen Tipp für die Löscharbeiten hat: "So schrecklich, das verheerende Feuer an der Notre-Dame-Kathedrale in Paris zu sehen. Vielleicht könnten fliegende Wassertanks eingesetzt werden, um es zu löschen. Es muss schnell gehandelt werden!"  Der französische Zivilschutz kommentierte: "Das könnte das gesamte Gebäude zum Einsturz bringen."

+++ 20:56 Seibert: Es tut weh, diese Bilder zu sehen +++
Die Bundesregierung und deutsche Politiker haben bestürzt auf den Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame reagiert. "Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Abend auf Twitter. "Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden."

+++ 20:32 "Vom Dachstuhl wird nichts übrig bleiben" +++
Der Brand des Daches der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist so schlimm wie er aussieht: Der Sprecher der Kathedrale trifft eine vernichtende Analyse: "Alles brennt", sagte André Finot. "Von dem Dachstuhl, der zu einem Teil aus dem 19. Jahrhundert und zum anderen Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, wird nichts übrig bleiben". Ob die Flammen auch das Gewölbe erreichen werden, das die Kathedrale schützt, sei noch unklar.

++++ 20:16 Video zeigt Einsturz des Spitzturms +++

 

Quelle: n-tv.de, mba/bad/vpe/AFP/rts/dpa