Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:43 460 Neuinfektionen: Nur ein Bundesland meldet keine neue Ansteckung +++

In Deutschland sind heute 460 Neuinfektionen gemeldet worden, die Zahl der Gesamtinfektionen steigt damit 194.795. Akut infiziert sind den Behörden zufolge derzeit 7597 Personen. Als einziges Bundesland meldete Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch keine neue Ansteckung, in sieben weiteren Bundesländern bewegt sich die Zahl zudem im einstelligen Bereich. Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es seit Beginn der Pandemie bislang 8990 und damit fünf mehr als noch am Vortag.

*Datenschutz

+++ 20:25 Pandemie bereitet acht von zehn US-Amerikanern Kopfzerbrechen +++
In den USA ist die Sorge der Bürger wegen der Pandemie einer Umfrage zufolge wieder gestiegen. Bei einer Reuters/Ipsos-Befragung am Montag und Dienstag gaben 81 Prozent an, sie seien sehr oder etwas besorgt. Am Dienstag waren in den USA fast 48.000 Neu-Infektionen registriert worden - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag.

 

+++ 19:58 Ansteckungsrate in Deutschland steigt leicht +++
Die vom Robert-Koch-Institut ermittelten Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland nähern sich wieder kritischen Marke an. Die Reproduktionszahl R, die im Prinzip widerspiegelt, wie viele Menschen ein Infizierter derzeit im Schnitt ansteckt, klettert von 0,83 am Vortag auf aktuell 0,86. Die robustere Variante dieses Schätzwerts, das sogenannte Sieben-Tage-R, bewegt sich laut RKI von 0,67 auf 0,79 nach oben.

+++ 19:33 160.000 Neuinfektionen täglich: WHO-Chef warnt davor, "nicht alle Instrumente" zu nutzen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer beschleunigten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gewarnt. Mehr als die Hälfte aller weltweit registrierten Infektionsfälle seien im vergangenen Monat gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Krise sei "nicht annähernd vorbei", betonte Tedros mit Blick auf mehr als eine halbe Million Todesfälle und mehr als 10,5 Millionen Infektionen weltweit. In den vergangenen acht Tagen habe es im Schnitt täglich 160.000 Neuinfektionen gegeben. In den vergangenen Monaten habe sich gezeigt, dass die Ansteckungsrate in jenen Ländern drastisch reduziert worden sei, in denen es strenge Maßnahmen wie Abstandsregeln, Maskenpflicht und Mechanismen zur Kontaktverfolgung gegeben habe. Es sei besorgniserregend, dass einige Länder "nicht alle Instrumente" genutzt hätten, "die ihnen zur Verfügung stehen", sagte Tedros: "Diese Länder haben einen langen, harten Weg vor sich."

+++ 19:14 Niederländische Freudenhäuser öffnen nach dreimonatiger Schließung +++
Nach dreimonatiger Schließung haben in den Niederlanden die Bordelle seit heute wieder geöffnet. Das Amsterdamer Informationszentrum für Prostitution erklärte, alle "Kontaktberufe" dürften wieder ausgeübt werden, was besonders Sexarbeiter betrifft. "Wir sind sehr erleichtert, wieder zur Arbeit gehen zu können, weil viele Sexarbeiter keine Hilfen von der Regierung bekommen haben", sagte die Prostituierte Foxxy. Die Regierung hatte zunächst eine Öffnung zum 1. September geplant, die Sexarbeiter wollten ihre Arbeit jedoch früher wieder aufnehmen. Die Prostituierten müssen vorher fragen, ob der Kunde oder eine Person in seinem Haushalt Symptome zeigten, eine Maske soll aber nicht notwendig sein.

+++ 18:25 Auch Ex-Präsident infiziert: Kasachstan verhängt landesweite Quarantäne +++
Entgegen dem weltweiten Trend zieht das zentralasiatische Land Kasachstan die Zügel wieder fester an. Von Sonntag an werde landesweit eine zweiwöchige Quarantäne gelten, kündigte Präsident Kassym-Schomart Tokajew an. Er schloss eine Verlängerung der Maßnahmen nicht aus. Kasachstan kämpfte zuletzt mit einem raschen Anstieg der Infektionszahlen und ist im Vergleich zu anderen Ländern in der Region besonders stark betroffen. Zuletzt registrierten die Behörden kasachischen Medien zufolge rund 1600 neue Fälle binnen eines Tages. Die Gesamtzahl der Infektionen im Land stieg demnach auf über 41.000. Mehr als 180 Menschen sind bislang gestorben. Auch Ex-Präsident Nursultan Nasarbajew, der weiter viele Ämter hat und großen Einfluss ausübt, hat sich mit dem Virus infiziert.

+++ 17:51 Spanisch-portugiesische Grenze kehrt zur Normalität zurück +++
Spanien und Portugal erklären ihre bilateralen Grenzen nach dreimonatiger Schließung für wieder eröffnet. "Unser aller Wohlstand und gemeinsames Schicksal in diesem europäischen Projekt hängt davon ab, dass diese Grenze geöffnet ist", twittert Portugals Ministerpräsident Antonio Costa. "Die Pandemie hat uns eine neue Vision der Vergangenheit gezeigt, zu der wir nicht zurückkehren wollen: ein Kontinent mit geschlossenen Grenzen."

+++ 17:05 Peking lockert Ausgangssperren +++
Peking hat Ausgangssperren in einigen Wohnvierteln wieder aufgehoben. In fünf Wohnanlagen der chinesischen Hauptstadt sei die Sperre beendet worden, berichtete das staatliche Medienportal "China News". Heute seien nur drei neue Corona-Infektionen in Peking registriert worden. Um einen neuen Ausbruch des Coronavirus einzudämmen, hatte die Pekinger Stadtverwaltung Mitte Juni Ausgangssperren über dutzende Wohnviertel verhängt. Nachdem in fünf Wohnanlagen des stark betroffenen Bezirks Fengtai keine Neuinfektionen verzeichnet wurden, lockerte die Stadt die Maßnahmen für diese Gebiete nun.

+++ 16:22 Türkei fordert Aufhebung von EU-Einreiseverbot +++
Die Regierung in Ankara hat die EU zur Aufhebung des verhängten Einreiseverbots aufgerufen. Es sei "enttäuschend", dass die Türkei nicht auf der Liste der 15 Drittstaaten stehe, für welche eine Aufhebung der Beschränkungen empfohlen wurde, sagte Außenamtssprecher Hami Aksoy. Er verwies auf den "Erfolg" der türkischen Behörden im Kampf gegen die Pandemie. Die EU-Länder hatten gestern grünes Licht gegeben für ein Ende der Einreisebeschränkung für Bürger aus 15 Drittstaaten. Staaten mit hohen Infektionszahlen wie die USA, Brasilien, Russland und auch die Türkei stehen nicht auf der Liste. In der Türkei wurden bislang rund 200.000 Corona-Infektionen verzeichnet, mehr als 5100 Menschen starben. Die Reisewarnung der Bundesregierung für die Türkei gilt aktuell bis Ende August.

+++ 16:04 Biontech testet Corona-Impfstoff: Alle Probanden entwickeln Antikörper +++
Die Biotechfirma Biontech aus Mainz will ihr Corona-Impfstoffprojekt nach positiven ersten Studiendaten in die nächste größere Phase der Entwicklung bringen. Das Unternehmen und sein Partner Pfizer planen, mit dem vielversprechendsten ihrer Impfstoffkandidaten eine klinische Wirksamkeitsstudie mit bis zu 30.000 Teilnehmern zu starten. Erste Ergebnisse mit dem Mittel ergaben, dass bei allen 24 Probanden, denen bei jeweils zwei Injektionen der Wirkstoffkandidat verabreicht worden war, nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoV-2 festgestellt worden seien, teilte das Unternehmen mit. Biontech hatte im April als erstes Unternehmen in Deutschland die Genehmigung für eine klinische Studie mit einem möglichen Covid-19-Impfstoff erhalten.

+++ 15:20 Bundesregierung reagiert auf Remdesivir-Großeinkauf der USA +++
Die USA wollen sämtliche Remdesivir-Bestände aufkaufen, die Bundesregierung bleibt gelassen. Sie rechnet auch nach dem Groß-Einkauf der USA nicht mit einem Engpass beim Corona-Mittel. Man habe sich das Medikament frühzeitig für die Therapie von Corona-Patienten gesichert, so das Gesundheitsministeriums. Derzeit gebe es zudem genügend Reserven. Mit der erwarteten Zulassung des Mittels für den europäischen Markt sei im übrigen die Verpflichtung für den Hersteller verbunden, "in angemessenem Umfang zu liefern". Man gehe davon aus, dass die Firma dieser Verpflichtung nachkommen werde. Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert.

+++ 14:41 Österreich startet Massen-Tests in Tourismusbranche +++
In Österreich können sich ab sofort alle Tourismusmitarbeiter, die Gästekontakt haben, fast fortlaufend auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten übernehme der Bund, bis Jahresende stünden dafür 150 Millionen Euro bereit, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in Wien. "Wir hoffen, dass so viele Betriebe wie möglich mitmachen, wir haben das Programm so breit wie möglich aufgestellt", meinte Köstinger. Maximal werde ein Test pro Woche pro Mitarbeiter bezahlt. Ziel sei, dass in der Hauptsaison rund 70 bis 80 Prozent der Betriebe teilnehmen. Damit wolle das Tourismusland Österreich versuchen, maximale Sicherheit für Gäste und ein möglichst unbeschwertes Urlaubserlebnis sicherzustellen, sagte die Ministerin. Sie bezeichnete das Programm als "einzigartig weltweit".

+++ 13:59 Ägypten und Libanon nehmen Flugverkehr wieder auf +++
Nach mehr als drei Monaten haben Ägypten und der Libanon ihre Flughäfen wieder für den regulären internationalen Flugverkehr geöffnet. Nach dem heutigen Start der ersten regulären Maschine in Kairo soll der Flugverkehr stufenweise wieder aufgenommen werden, wie die staatliche ägyptische Fluglinie Egypt Air mitteilt. Demnach stehen auch Frankfurt, München und Berlin auf der Liste. Der internationale Flughafen in der libanesischen Hauptstadt Beirut operiert zunächst nur mit zehn Prozent seiner Kapazität. Allerdings gelten sowohl für Ägypten als auch für den Libanon die EU-Einreisebeschränkungen.

+++ 13:31 Peking hält Schweinegrippe-Studie für "nicht repräsentativ" +++
Die chinesische Regierung in Peking zweifelt die Aussagekraft einer Studie über ein neues Schweinegrippe-Virus mit Pandemie-Potenzial an. "Experten sind zu dem Schluss gekommen, dass der Umfang der Proben in dem Bericht klein und nicht repräsentativ ist", sagt Außenamtssprecher Zhao Lijian in Peking. Demnach behielten die zuständigen Behörden und Experten den neuen Erreger G4 aber weiter im Blick und verschickten Warnungen.

+++ 12:42 Österreich ordnet lokale Einschränkungen an +++
Als Reaktion auf lokal deutliche Anstiege der Coronainfektionen kommt es in Österreich fast zeitgleich mit neuen Lockerungsschritten zu regionalen Einschränkungen. Im Raum Linz in Oberösterreich werden von Freitag an für eine Woche die Schulen, Kindergärten und Horte wieder für eine Woche geschlossen, teilt Ministerpräsident Thomas Stelzer mit. Der Corona-Cluster sei nach bisherigen Erkenntnissen auf das Umfeld einer Freikirche zurückzuführen, so Stelzer. Insgesamt wurden in Österreich binnen 24 Stunden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) 107 neue Coronafälle gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mitte April. Die meisten gingen auf das Konto des Clusters in Oberösterreich.

+++ 11:41 Deutschland erlaubt Einreise aus elf Drittstaaten +++
Bürgerinnen und Bürger aus elf Drittstaaten dürfen nach einem Beschluss der Bundesregierung künftig wieder leichter nach Deutschland einreisen. Einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums zufolge soll ab Mitternacht die Einreise für Menschen aus Australien, Georgien, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Thailand und Uruguay möglich sein. Auch Reisende aus China, Japan und Südkorea erhalten grundsätzlich grünes Licht. Allerdings werden sie laut Mitteilung erst auf die Liste genommen, wenn sie selbst deutsche Bürger nach denselben Regeln ins Land lassen. Für die USA, die Türkei, Russland und Brasilien gibt es vorerst keine Freigabe.

+++ 11:21 Österreich verhängt Reisewarnung für Westbalkan +++
Aufgrund deutlich steigender Infektionszahlen in den Ländern des Westbalkans spricht die österreichische Regierung für alle sechs Staaten eine Reisewarnung aus. Ab sofort gelte wieder die höchste Stufe der Reisewarnung, sagt Außenminister Alexander Schallenberg in Wien. Urlaubsreisen nach Serbien, in den Kosovo, nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Montenegro seien unbedingt zu unterlassen, sagt Integrationsministerin Susanne Raab mit Blick auf die etwa 530.000 Menschen in Österreich, die familiäre Wurzeln im ehemaligen Jugoslawien haben.

+++ 11:03 Zahl täglicher Todesfälle in Russland zieht deutlich an +++
In Russland steigt die Zahl der Todesfälle wieder stärker. In den vergangenen 24 Stunden meldeten die Behörde 216 neue Tote. Das bedeutet den offiziell zweithöchsten Tageszuwachs seit dem 29. Mai, als 232 neue Todesfälle vermeldet worden sind. Am 10. Juni hatte der Wert ebenfalls 216 betragen. Insgesamt sind in Russland nun 9.536 infizierte Menschen gestorben. Die Gesamtzahl der Infizierten ist um 6556 auf 654.405 gestiegen.

+++ 10:40 Ifo erwartet kräftigen Aufschwung +++
Die deutsche Wirtschaft steht nach Ansicht des Ifo-Instituts vor einer deutlichen Erholung. Nach einem erwarteten Rekordrückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zwischen April und Juni um 11,9 Prozent zum Vorquartal, dürfte es im dritten Quartal um 6,9 Prozent und Ende 2020 um 3,8 Prozent nach oben gehen, erklärten die Münchner Forscher und Regierungsberater. "Von nun an geht es schrittweise wieder aufwärts", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Im Gesamtjahr dürfte die Wirtschaft um 6,7 Prozent einbrechen - und damit so stark wie nie in der Nachkriegszeit. 2021 soll das BIP laut Ifo wieder um 6,4 Prozent wachsen, "so dass die Wirtschaftsleistung von Ende 2019 dann Ende 2021 wieder erreicht wird".

Keine Zeit zu lesen? Dann hören Sie den Coronavirus-Liveticker doch einfach auf der Alexa. Aktivieren Sie den Skill, indem Sie fragen: "Alexa, was sind die Nachrichten von Coronavirus-Liveticker?" oder aktivieren Sie ihn über diesen Link.

+++ 10:00 Mehr als 30 Vororte von Melbourne müssen in Lockdown +++
Im Norden der australischen Metropole Melbourne müssen mehr als 30 Vororte in den Lockdown zurückkehren. Nach Behördenangaben gelten die Maßnahmen für einen Monat, rund 300.000 Menschen sind davon betroffen. Hintergrund sei ein prozentual zweistelliger Anstieg von Neuinfektionen in den vergangenen zwei Wochen.

+++ 09:41 New York ordnet Quarantäne für Besucher aus 16 Bundesstaaten an +++
Angesichts des Anstiegs der Infektionszahlen verdoppelt New York die Zahl der Bundesstaaten, deren Bewohner sich bei einem Besuch in Quarantäne begeben müssen. Wie New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo mitteilt, gilt die zweiwöchige Quarantäne fortan für Besucher aus insgesamt 16 Bundesstaaten. Dies betrifft diese derzeitigen Hotspots: Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, Georgia, Iowa, Idaho, Kalifornien, Louisiana, Mississippi, Nevada, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Texas und Utah. Im Bundesstaat New York selbst hat sich die Lage vergleichsweise entspannt, jüngsten Erhebungen der "New York Times" zufolge gab es am Dienstag 458 Neuinfektionen.

+++ 09:10 Landkreis Starnberg kämpft gegen Ausbruch bei Caterer +++
Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im oberbayerischen Gilching hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Starnberg binnen 24 Stunden knapp verdoppelt. Mit einem Wert von 21,3 liegt sie allerdings noch deutlich unterhalb der zwischen Bund und Ländern vereinbarten Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Eine Reihentestung in dem Betrieb des Caterers hat bis gestern Abend 45 Fälle ergeben. Trotz des neuen Hotspots schloss Landrat Stefan Frey einen Lockdown in der Region zunächst aus. "Davon sind wir derzeit weit entfernt", sagte er und verwies darauf, dass ein Lockdown ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen voraussetze.

+++ 08:47 Kreis Gütersloh weiter im roten Bereich +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist weiterhin einen roten Fleck auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreitet der Kreis Gütersloh die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Grund hierfür bleiben überwiegend die Fälle in der Causa Tönnies.

*Datenschutz

+++ 07:15 China meldet nur drei Neuinfektionen +++
In China ist die Zahl der Neuinfektionen neuesten Angaben zufolge deutlich zurückgegangen. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet binnen 24 Stunden lediglich drei neue Coronavirus-Fälle, nachdem es tags zuvor noch 19 gegeben hatte. Alle drei Neuinfektionen wurden in Peking registriert, erklärt die nationale Gesundheitskommission. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.534 Fälle bestätigt.

*Datenschutz

+++ 06:29 USA kaufen weltweiten Remdesivir-Bestand auf +++
Die USA haben einem Medienbericht zufolge den nahezu kompletten Bestand des Medikaments Remdesivir für die kommenden Monate aufgekauft, das als mögliches Mittel gegen die Lungenkrankheit Covid-19 gilt. Laut dem britischen "Guardian" hat die Trump Administration mehr als eine halbe Million Dosen des Hoffnungsträgers erworben. Das entspreche dem kompletten Produktionsvolumen des US-Pharmakonzerns Gilead für den Monat Juli sowie etwa 90 Prozent der Kapazität in den Monaten August und September. In den USA ist Remdesivir bereits in Notfällen zur Behandlung von Covid-19-Patienten zugelassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:24 Tönnies-Schlachthof dicht: Kein Platz für 100.000 Schlachtschweine +++
Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) verlangt Klarheit darüber, wann der Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück wieder den Betrieb aufnehmen kann. ISN-Geschäftsführer Torsten Staack appelliert in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" an den Konzern, die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen sowie die lokalen Behörden: "Die Schweinehalter müssen das dringend wissen, wir brauchen schnell ein klares Signal, sonst droht auf Sicht ein großes Tierschutzproblem in den Ställen." Laut Staack werden am Standort in Rheda-Wiedenbrück zwischen 12 und 14 Prozent der deutschen Schweine geschlachtet. Weil der Betrieb nach dem Corona-Massenausbruch unter Arbeitern aber derzeit stillgelegt ist und auch andere Schlachthöfe nur reduziert arbeiten, gebe es derzeit deutschlandweit Verarbeitungsengpässe. "In der Woche stauen sich derzeit insgesamt etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden können", so Staack.

+++ 04:53 USA melden so viele Neuinfektionen wie noch nie +++
In den USA ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Innerhalb eines Tages gab es Berechnungen der "New York Times" zufolge 46.698 neue Fälle. Kalifornien, Texas und Arizona haben sich zu neuen Epizentren entwickelt. Es sei eindeutig, dass es momentan keine wirkliche Kontrolle gebe, sagt US-Seuchenexperte Anthony Fauci vor einem Senatsausschuss. Er befürchtet, dass die tägliche Zahl an Neuinfektionen bis zu 100.000 betragen könnte, sollte nicht gegengesteuert werden.

+++ 04:19 Stimmung in Japans Industrie tief im Keller +++
In der japanischen Großindustrie hat sich die Stimmung wegen der globalen Corona-Pandemie noch deutlicher verschlechtert als erwartet. Wie aus einer Quartalsumfrage ("Tankan") der Notenbank unter rund 10.000 Unternehmen des Landes hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen zum März von minus 8 auf minus 34. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Mehrheit sind. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2009, doch viele Ökonomen hatten mit einer noch stärkeren Verschlechterung der Stimmung gerechnet. Im Vorquartal war der Index erstmals seit Jahren ins Negative gerutscht.

+++ 03:30 Südkorea beginnt mit dem Einsatz von Remdesivir +++
Südkorea beginnt mit der Verabreichung des Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Patienten. Die erste Versorgung im Juli werde vom Hersteller Gilead zur Verfügung gestellt, teilt das Kontrollzentrum für Krankheiten und Prävention mit. Die Gesundheitsbehörden würden mit Gilead über den Preis verhandeln, um den Einsatz ab August sicherzustellen. Remdesivir gilt als Hoffnungsträger in der Behandlung von Covid-19-Patienten und ist bereits in einigen Ländern, darunter den USA, in Notfällen zur Behandlung zugelassen.

+++ 02:43 Infektionszahlen verdoppeln sich im Juni in 14 Bundesstaaten +++
In den USA haben sich die Coronavirus-Infektionen in 14 Bundesstaaten im Juni mehr als verdoppelt, wie aus Reuters-Berechnungen hervorgeht. Dazu gehörten das bevölkerungsreiche Kalifornien sowie Florida und Texas. Landesweit hätten die Infektionen um mindestens 46 Prozent zugelegt, von einigen Bundesstaaten stehen die Daten für den letzten Tag des Monats noch aus. In nur vier Bundesstaaten lag der Anstieg unter zehn Prozent - Massachusetts, Connecticut, New Jersey und New York. New York war einst das Epizentrum der Pandemie in den USA. Der Staat verhängte einen strengen Lockdown und Abstandsregeln, um gegen das Virus vorzugehen.

+++ 01:53 "Wirtschaftsweise" verteidigt "Green Deal" +++
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm wendet sich gegen den Vorstoß der europäischen Christdemokraten, das Klimaschutzprogramm "Green Deal" angesichts der Corona-Krise auf Eis zu legen. "Die Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft muss mit dem 'Green Deal' Hand in Hand gehen", sagt die Ökonomin der Universität Erlangen-Nürnberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie bergen Geschäftsfelder rund um klimaneutrale Technologien und Produkte besonders große Chancen." Auch die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Chemieindustrie könnten profitieren. "Wir sollten die Corona-Krise nutzen, um den Strukturwandel zu beschleunigen", fordert das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

+++ 01:01 Fast 60.000 Tote durch Covid-19 in Brasilien +++
In Brasilien sind fast 60.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Die Zahl stieg binnen eines Tages um 1280 auf 59.594, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Zahl der Infektionsfälle legte um 33.846 auf über 1,4 Millionen zu.

+++ 00:12 Webasto-Chef Engelmann kritisiert Fleischfabrikant Tönnies +++
Der Vorstandsvorsitzende des bayerischen Autozulieferers Webasto, Holger Engelmann, reagiert mit scharfer Kritik und Unverständnis auf den massenhaften Corona-Ausbruch in der ostwestfälischen Großschlachterei Tönnies. "Die explosionsartige Ausbreitung des Virus im Landkreis Gütersloh finde ich persönlich erschreckend", sagt er der "Süddeutschen Zeitung". Man wisse "schon seit Monaten, mit welchen Maßnahmen wir andere schützen können. Diese nicht zu beherzigen, ist fahrlässig und befeuert die schnelle Ausbreitung von Covid-19." Webasto, ein Hersteller von Autodächern, Heizungen und Batterien sowie Ladestationen für Elektroautos, war Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, nachdem sich ein Mitarbeiter in der Zentrale in Stockdorf bei München bei einer chinesischen Kollegin mit dem Coronavirus infiziert hatte. Die Corona-Fälle bei Webasto im Januar und Februar gelten als die ersten in Deutschland.

+++ 23:41 NBA-Commissioner: Werden bei vielen Coronafällen stoppen +++
Commissioner Adam Silver will die Saison in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA angesichts der sich in der USA dramatisch entwickelnden Corona-Pandemie nicht um jeden Preis durchziehen. "Wir haben eine Reihe an Wissenschaftlern, Ärzten und Experten, die mit uns arbeiten. Wir werden sehen, wohin es uns führt", sagt Silver dem "Time Magazine": "Aber sicher, wenn wir viele Fälle haben, werden wir stoppen." Die Liga will alle Beteiligten ab dem 7. Juli in Florida in Quarantäne schicken, ehe ab dem 31. Juli in Disney World unter strengen Vorkehrungen der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Allerdings vermeldete vor allem Florida zuletzt stark gestiegene Infektionszahlen. Unter den NBA-Profis gibt es derzeit rund zwei Dutzend bekannte Infektionsfälle.

+++ 22:59 Trotz Lockdown in der Stadt: Leicester setzt Spielbetrieb fort +++
Der englische Ex-Meister Leicester City wird trotz des neuen Corona-Lockdowns in der Stadt weiter seine Premier-League-Spiele bestreiten. Das teilt der Fußball-Club nach Gesprächen mit den lokalen Behörden und der Liga mit. Leicester verzeichnet derzeit zehn Prozent der aktuell am Virus infizierten Personen in Großbritannien. Aus diesem Grund müssen nicht-systemrelevante Geschäfte wieder schließen und Pubs dürfen nicht - wie zunächst geplant - ab dem 4. Juli wieder öffnen. "Alle Seiten sind nach wie vor davon überzeugt, dass durch die Umsetzung unseres Covid-19-Konzepts der Fußballbetrieb des Vereins nach den geltenden Protokollen weiterhin sicher funktionieren kann und auf diese Weise kein größeres Risiko für das Clubpersonal, den anreisenden Teams oder den umliegenden Gemeinden besteht", teilt der Champions-League-Aspirant mit.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP