Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:41 NBA-Commissioner: Werden bei vielen Coronafällen stoppen +++

Commissioner Adam Silver will die Saison in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA angesichts der sich in der USA dramatisch entwickelnden Corona-Pandemie nicht um jeden Preis durchziehen. "Wir haben eine Reihe an Wissenschaftlern, Ärzten und Experten, die mit uns arbeiten. Wir werden sehen, wohin es uns führt", sagt Silver dem "Time Magazine": "Aber sicher, wenn wir viele Fälle haben, werden wir stoppen." Die Liga will alle Beteiligten ab dem 7. Juli in Florida in Quarantäne schicken, ehe ab dem 31. Juli in Disney World unter strengen Vorkehrungen der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Allerdings vermeldete vor allem Florida zuletzt stark gestiegene Infektionszahlen. Unter den NBA-Profis gibt es derzeit rund zwei Dutzend bekannte Infektionsfälle.

+++ 22:59 Trotz Lockdown in der Stadt: Leicester setzt Spielbetrieb fort +++
Der englische Ex-Meister Leicester City wird trotz des neuen Corona-Lockdowns in der Stadt weiter seine Premier-League-Spiele bestreiten. Das teilt der Fußball-Club nach Gesprächen mit den lokalen Behörden und der Liga mit. Leicester verzeichnet derzeit zehn Prozent der aktuell am Virus infizierten Personen in Großbritannien. Aus diesem Grund müssen nicht-systemrelevante Geschäfte wieder schließen und Pubs dürfen nicht - wie zunächst geplant - ab dem 4. Juli wieder öffnen. "Alle Seiten sind nach wie vor davon überzeugt, dass durch die Umsetzung unseres Covid-19-Konzepts der Fußballbetrieb des Vereins nach den geltenden Protokollen weiterhin sicher funktionieren kann und auf diese Weise kein größeres Risiko für das Clubpersonal, den anreisenden Teams oder den umliegenden Gemeinden besteht", teilt der Champions-League-Aspirant mit.

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+++ 21:51 Mnuchin will Milliardenhilfen für US-Hotels +++
US-Finanzminister Steven Mnuchin will zusammen mit dem Kongress Milliardenhilfen für besonders hart von der Coronavirus-Krise getroffene Branchen bereitstellen. Mnuchin sagte bei einer Parlamentsanhörung, dabei habe er vor allem Restaurants, Hotels und andere von Kontaktbeschränkungen betroffenen Betriebe im Blick. Im Senat zeichne sich über Parteigrenzen hinweg die Absicht ab, auslaufende Mittel aus dem sogenannten Paycheck Protection Program (PPP) in Höhe von bis zu 140 Milliarden Dollar zu diesem Zweck umzuwidmen. Er hoffe, dass durch eine Zusammenarbeit mit dem Senat und dem Repräsentantenhaus die Gesetzgebung bis Ende Juli verabschiedet werden könne. Das PPP hatte ursprünglich ein Volumen von 660 Milliarden Dollar und wurde anfangs stark nachgefragt. Es soll kleinere und mittlere Firmen in der Krise unterstützen, so dass die Unternehmen ihr Personal halten können.

+++ 21:06 Zahl der Neuinfektionen bleibt in NRW dreistellig +++
In Deutschland haben die Behörden bis heute Abend insgesamt 194.335 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Wie den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Bundesländer hervorgeht, stieg die Gesamtzahl damit gegenüber dem Vortag um 441 Ansteckungen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion starben, erhöhte sich seit dem Vorabend um 15. Gestützt auf die von den Ländern und dem Robert-Koch-Institut veröffentlichten Schätzungen zur Genesenenzahl ergibt sich eine Summe von 7664 aktuell Infizierten. Brandenburg und das Saarland meldeten - genauso wie gestern - heute keine neuen Fälle. In sieben Bundesländern lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen unter zehn. Das vom Tönnies-Ausbruch gebeutelte Nordrhein-Westfalen meldet erneut eine dreistellige Anzahl neuer Ansteckungen.

+++ 20:32 Biden verzichtet wegen Corona auf Wahlkampfauftritte +++
Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will wegen der Corona-Pandemie auf Wahlkampfauftritte vor großem Publikum verzichteten. Er werde dem Rat der Ärzte folgen und keine solchen Veranstaltungen abhalten, sagte der US-Demokrat. Der frühere Vizepräsident grenzt sich damit von Amtsinhaber Donald Trump ab, der nach dreimonatiger Coronavirus-Pause kürzlich trotz aller Warnungen seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufgenommen hatte. "Dies ist wohl der ungewöhnlichste Wahlkampf in der jüngeren US-Geschichte", sagte Biden. Er selbst habe sich noch nicht auf das Coronavirus testen lassen, fügte der 77-Jährige hinzu.

+++ 19:30 Fauci warnt: Den USA drohen täglich 100.000 Neuinfektionen +++
Einer der führenden Corona-Experten der US-Regierung hat angesichts der rapiden Zunahme der Neuinfektionen im Süden des Landes vor einer dramatischen Zuspitzung der Pandemie gewarnt. Falls der Anstieg in den betroffenen Bundesstaaten nicht unter Kontrolle gebracht werden könne, seien landesweit bald bis zu 100.000 Neuinfektionen pro Tag vorstellbar, warnte der Immunologe Anthony Fauci bei einer Anhörung im Senat. "Ich bin sehr besorgt", sagte er. "Wir bewegen uns in die falsche Richtung." Zuletzt gab es in den USA rund 40.000 Neuinfektionen pro Tag - mehr als an den meisten Tagen der Hochphase der Pandemie im April. Die Pandemie könne derzeit nur eingedämmt werden, wenn die Menschen in der Öffentlichkeit konsequent Masken trügen und auf ihren Sicherheitsabstand achteten, sagte Fauci, der Direktor des nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten ist. Wenn sich die Menschen nicht daran halten würden, "werden wir weiter große Probleme haben", warnte er.

+++ 19:05 Lettland: Kein Mundschutz im Nahverkehr mehr +++
In Lettland hat die Regierung die bislang geltende Mundschutzpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben. Im Zuge von weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen müssen Fahrgäste in Bussen, Straßenbahnen und Zügen ab 1. Juli nicht mehr Mund und Nase bedecken. Das Tragen von Gesichtsmasken bleibt jedoch weiter empfohlen. Die Mundschutzpflicht war Mitte Mai eingeführt worden - es hielten sich jedoch nur wenige Passagiere an die in der Öffentlichkeit umstrittene Vorgabe. Auf Beschluss der Regierung in Riga dürfen sich zum 1. August wieder bis zu 3000 Personen gemeinsam im Freien für private und öffentliche Veranstaltungen versammeln - sie müssen dabei aber die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einhalten.

+++ 18:12 Die 7-Tage-Ansteckungsrate steigt wieder +++
Nach dem Anstieg bei der einfachen Ansteckungsrate (4-Tage-R) zieht nun auch das 7-Tage-R wieder leicht an. Das 4-Tage-R liegt aktuell bei 0,83 nach 0,74 am Vortag. Bei dem Wochentrend lag R gestern noch bei 0,58 und setze damit einen Abfall der Kennzahl fort. Heute liegt der Wert aber bei 0,61 und steigt damit wieder relativ leicht.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil rechnet angesichts der Corona-Krise mit einem "ziemlich harten Herbst". "Es wird ja leider Gottes auch steigende Arbeitslosenzahlen und Insolvenzen in Deutschland geben", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Minister äußerte jedoch die Hoffnung, dass "wir nächstes Jahr wieder nach oben gehen", wenn die an den Start gebrachten Maßnahmen wirken. Es sei traurig, dass man manchmal erst eine Katastrophe brauche, um entscheidende Dinge zu verändern - etwa in der Fleischindustrie. Dort müsse grundlegend aufgeräumt werden, sagte der SPD-Politiker. "Weil die Verhältnisse da nicht nur gesundheitlich, sondern auch im Sinne von Ausbeutung von Menschen aus Mittel- und Osteuropa nicht in Ordnung sind." Menschen dürften sich am Arbeitsplatz nicht infizieren, mahnte Heil.

+++ 16:47 Alle Mitarbeiter in weiterem Tönnies-Betrieb sollen getestet werden +++
Nach Gütersloh jetzt auch Weißenfels? In dem Schlachtbetrieb von Tönnies in Sachsen-Anhalt sollen alle Mitarbeiter auf Corona getestet werden. Das hat der Burgenlandkreis angeordnet, wie die Verwaltung mitteilte. "Ein Infektionsgeschehen innerhalb des Schlachtbetriebes kann nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden", teilte Landrat Götz Ulrich mit. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Eigenen Angaben zufolge sind am Standort in Weißenfels rund 2200 Mitarbeiter beschäftigt. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen.

+++ 16:06 Steigende Fallzahlen: Bulgarien rüstet Kliniken auf +++
Bulgarien will die Kapazitäten seiner Krankenhäuser wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen umgehend erhöhen. Die Covid-19-Intensivabteilungen sollen nun mit mehr Betten, Schutzkleidung, -masken und -brillen ausgestattet werden. Das entschied der Krisenstab in Sofia bei einer Sitzung mit Regierungschef Boiko Borissow. Borissow ordnete zudem an, dass Gesundheitsminister Kiril Ananiew die ausreichende Finanzierung der Behandlung von Covid-19 sicherstelle. In Bulgarien mit seinen knapp sieben Millionen Menschen stiegen die nachgewiesenen Corona-Fälle in den vergangenen zwei Wochen schneller als je zuvor auf nun 4831 an. Mitte Juni waren es noch 3290 gewesen. Die negative Entwicklung wurde auch auf die Vernachlässigung der Schutzmaßnahmen seitens der Bevölkerung zurückgeführt.

+++ 15:43 EU-Staaten wollen Einreisesperren für USA beibehalten +++
Ein Großteil der EU-Staaten hat sich für die Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote für 15 Drittstaaten ausgesprochen. Damit wurde die notwendige qualifizierte Mehrheit noch vor Ablauf eines schriftlichen Zustimmungsverfahrens erreicht. Bestehen blieben demnach die Einreiseverbote für Staaten mit weiter hohen Infektionszahlen wie die USA, Brasilien und Russland.

+++ 14:47 Sachsen-Anhalt schafft Kontaktverbot ab +++
Das Kontaktverbot in Sachsen-Anhalt läuft zum Donnerstag nach mehr als drei Monaten aus und wird durch eine Empfehlung ersetzt. In der siebten Landesverordnung zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus, die das Landeskabinett beschloss, wird empfohlen, sich mit nicht mehr als zehn Personen aufzuhalten, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte. Außerdem empfiehlt die Landesregierung, den Personenkreis, zu dem ein physisch-sozialer Kontakt besteht, möglichst konstant zu halten. Ministerpräsident Reiner Haseloff betonte allerdings, dass es sich um eine dringende Empfehlung handele. Vom 1. zum 2. Juli, wenn die neue Verordnung in Kraft tritt, ändere sich ja nichts an der Ansteckungsgefahr. Der Wechsel vom Verbot zur Empfehlung sei auch ein Vertrauensvorschuss an die Bevölkerung.

+++ 14:20 Auch Österreich senkt die Mehrwertsteuer +++
Österreichs Parlament hat in der Corona-Krise die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf fünf Prozent für Gastronomie, Kultur und weitere Bereiche beschlossen. Das Votum in Wien war einstimmig. Die ursprüngliche Hilfe für Unternehmen wurde nochmals deutlich ausgeweitet. Neben der Medienbranche sollen auch Beherbergungsbetriebe und Zoos profitieren. Mit der Novelle wird der Mehrwertsteuersatz auch für Speisen und Getränke in der Gastronomie verringert. Die Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und gelten bis Jahresende. Ebenfalls erfasst von der Senkung sind Metzger, Bäcker und Konditoren, sofern sie Speisen und Getränke verkaufen. "Das soll dabei helfen, die Schmerzen dieser Krise zu lindern", sagte Finanzminister Gernot Blümel. In der Gastronomie bedeute das konkret, dass der Steuersatz für Speisen von zehn und bei Getränken von 20 auf 5 Prozent gesenkt werde. Die EU-Kommission muss den Beschluss offiziell noch absegnen.

+++ 13:45 Bayern beschließt Corona-Tests für jedermann +++
Ungeachtet vieler kritischer Stimmen hat die bayerische Staatsregierung kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen. Das Testkonzept laute "schneller, kostenlos und für jedermann", sagte Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Er kündigte an, dazu die Kapazitäten von aktuell 20.000 auf 30.000 Tests pro Tag zu erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in all den Fällen, in denen nicht ohnehin Krankenkassen in der Pflicht sind. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte Söder. Kritik an der bayerischen Strategie wies Söder erneut zurück. Die Kosten könnten kein Argument sein. Man dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürger sparen. "Testen ist auch Vorbeugung", betonte er.

+++ 13:20 Laschet rät von Karneval am 11.11. ab +++
Köln, Düsseldorf, Aachen - geht es nach Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, sollten die Straßenfeiern zum traditionellen Start in die Karnevalssession am 11.11. in diesem Jahr ausfallen. "Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passt nicht in diese Zeit", sagte Laschet. Was dann im Frühjahr mit dem eigentlichen Karneval sei, könne man jetzt noch nicht sagen. Dafür sei es zu früh. Man müsse das Infektionsgeschehen im Herbst noch abwarten. Das sei für die Aktiven, die langfristig planen wollen, "nicht schön", so Laschet. "Aber es müssen sich zurzeit andere mit größeren Problemen umstellen in ihren Lebensplanungen."

+++ 12:48 Hamburg erlaubt Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern +++
In Hamburg sind ab Mittwoch unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Personen in geschlossenen Räumen zulässig. Das sieht eine vom Senat beschlossene neue Corona-Eindämmungsverordnung vor.

+++ 12:42 Hessen beschließt gemeinsamen Schulunterricht nach den Sommerferien +++
Die Schulen in Hessen kehren nach Ende der Sommerferien Mitte August zum gemeinsamen Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendlichen zurück. Das Abstandsgebot wegen der Corona-Pandemie gelte dann nicht mehr im Unterricht, kündigte Kultusminister Alexander Lorz an. "Wir gehen diesen Schritt aus Überzeugung - wohlwissend, dass es ein Nullrisiko nicht geben kann und dass im Bedarfsfall lokal oder auch flächendeckend erneut Einschränkungen erforderlich werden können", erklärte der Minister. Die Kultusminister der Bundesländer hatten sich Mitte Juni darauf verständigt, die Rückkehr zum Regelbetrieb ohne Abstandsregel nach den Ferien anzustreben - mit der Einschränkung: "sofern es das Infektionsgeschehen zulässt." Seit Wiederaufnahme des Unterrichts in Hessen nach der Corona-bedingten Zwangspause sind die Schüler abwechselnd in kleineren Gruppen unterrichtet worden.

+++ 11:57 Forscher erwarten drastischen Rückgang der Wirtschaftsleistung +++
Angesichts der andauernden Corona-Krise haben Wirtschaftsforscher der Hans-Böckler-Stiftung ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr noch einmal gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2020 voraussichtlich um 6,2 Prozent sinken, schreiben die Konjunkturexperten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Stiftung in einer Prognose. Im April waren die Forscher noch von vier Prozent Rückgang ausgegangen. Dafür hoben sie die Prognose für das Jahr 2021 leicht an und rechnen für das kommende Jahr nun mit einem BIP-Wachstum von 3,8 Prozent.

+++ 11:42 Alle Mitarbeiter des zweitgrößten Tönnies-Schlachthofs werden getestet +++
Im zweitgrößten Tönnies-Schlachthof in Weißenfels in Sachsen-Anhalt werden alle rund 2200 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Der Burgenlandkreis ordnete mit einer Allgemeinverfügung die Massentestung an. Grund dafür sei, dass die Infektionskette bei einem positiv getesteten Werkvertragsarbeitnehmer nicht zweifelsfrei habe geklärt werden können. "Ein Infektionsgeschehen innerhalb des Schlachtbetriebes kann somit nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden", erklärte Landrat Götz Ulrich in Naumburg. "Ein mögliches Infektionsgeschehen innerhalb des Schlachtbetriebes hängt wie ein Damoklesschwert über dem Burgenlandkreis." Die Testungen sollten Klarheit sowie "Sicherheit für das Unternehmen, die Belegschaft und die Bürger" bringen.

+++ 11:02 Covid-19-Fälle in Teilen Englands steigen wieder an +++
In weiten Teilen Englands könnte Medienberichten zufolge wieder eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise drohen. In insgesamt 36 Städten und Regionen stiegen die Covid-19-Fälle wieder an, berichtete der "Telegraph". In Leicester sind - als erste Stadt in England - bereits Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen wieder zurückgenommen worden. Die Neuinfektionen in Leicester mit etwa 350.000 Einwohnern machten in der vergangenen Woche zehn Prozent aller Fälle in England aus. Großbritannien ist mit mehr als 43.500 Todesfällen bei nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Jeder Landesteil in Großbritannien bestimmt über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

+++ 10:26 Söder stichelt gegen Länderchefs: Tests nur eine Kostenfrage +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet bald Nachahmer in anderen Bundesländern bei den freiwilligen Corona-Tests für alle Bürger. "Ich glaube schon, dass das eine Wirkung hat weit über Bayern hinaus", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". Medizinisch gebe es keinen Grund, der dagegen spreche. "Das Hauptargument war von dem ein oder anderen Kollegen, das kostet uns zu viel, wer soll denn das alles bezahlen", sagte Söder in Bezug auf die vergangene Ministerpräsidenten-Konferenz.

+++ 10:07 Hapag-Lloyd verzichtet auf Staatshilfe - trotz Sparprogramm +++
Die Container-Reederei Hapag-Lloyd will ohne Staatshilfe und Stellenabbau durch die Corona-Krise kommen. "Da wir absehbar keine deutliche Verschärfung der Pandemie und keinerlei existenzbedrohende Effekte für Hapag-Lloyd erwarten, gehen wir im Moment davon aus, dass wir keine Staatshilfen benötigen werden", sagte Finanzvorstand Mark Frese der "Börsen-Zeitung". Der Konzern hat zwar ein Sparprogramm beschlossen, "um für eine Situation, die sich vielleicht verschärft, gewappnet zu sein". Der Abbau von Jobs sei in diesem Zuge aber "nicht beabsichtigt". Ende März beschäftigte Hapag-Lloyd rund 13.100 Menschen.

+++ 09:28 DIW-Chef: "Konjunkturpaket bei vielen Aspekten blind" +++
Das Konjunkturpaket der Bundesregierung richtet sich nach Einschätzung des Ökonomen Marcel Fratzscher "fast exklusiv auf kurzfristige Stabilisierung". "Das Konjunkturpaket ist blind in Hinblick auf viele wichtige Aspekte", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der "Passauer Neuen Presse". Dies gelte etwa bei den Themen Generationengerechtigkeit, Gleichstellung von Mann und Frau und anderen Nachhaltigkeitsfragen. Ein besonderer Dorn im Auge ist dem DIW-Präsidenten die Absenkung der Mehrwertsteuer - mit Blick auf die Automobilbranche. "Ich bin sonst für die Mehrwertsteuersenkung, aber sie wird beispielsweise auch dazu führen, dass mehr Autos mit Verbrennungsmotoren in den Markt kommen, die in 10, 15 Jahren noch da sein werden", sagte Fratzscher.

+++ 09:03 Bayern will auf Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen verzichten +++
Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder in der "Augsburger Allgemeinen" an. Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. "Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen", sagte Söder. Der CSU-Chef argumentierte: "Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren." Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. Auf den Sitzen in den Veranstaltungsräumen werde sie gelockert, hieß es in der Zeitung. "Wir wollen eine Perspektive für die Kultur", sagte Söder.

+++ 08:24 44 Fälle - Ausbruch in bayerischer Catering-Firma +++
In der bayerischen Stadt Starnberg ist es zu einem Corona-Ausbruch bei einer Catering-Firma gekommen. Insgesamt sind bislang 44 Menschen mit dem Virus infiziert, teilte das Landratsamt mit. Der Caterer beliefert unter anderem Krankenhäuser. Unter den Infizierten sind den Angaben des Landratsamts zufolge auch zehn Asylbewerber, die in einer Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf untergebracht sind. Erst durch die Fälle in der Asylunterkunft konnte der Caterer ausgemacht werden.

+++ 07:52 Urlaubsinsel öffnet Grenzen - trotz hoher Dunkelziffer +++
Haiti öffnet mitten in der Corona-Krise seine Grenzen wieder. Das gelte bereits ab dem heutigen Dienstag für die Landgrenze zur Dominikanischen Republik wie auch für die Flughäfen, teilte Präsident Jovenel Moïse in einer Ansprache mit. Ab 6. Juli könnten außerdem Fabriken den vollen Betrieb wieder aufnehmen, sagte der Staatschef des Karibikstaates. Für andere Institutionen wie Schulen, Universitäten und Kirchen werde noch an einer Lösung gearbeitet. Diese sind seit dem 19. März geschlossen. Offiziell wurden in dem Land mit rund elf Millionen Einwohnern bisher 5847 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 104 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung registriert. Da nur zwei Labors im Land die Tests bearbeiten könnten, sei die wahre Zahl der Infektionen deutlich höher, hieß es von Ärzte ohne Grenzen. Hinzu komme, dass Infizierte stigmatisiert würden und sich daher oft nicht in einem Krankenhaus behandeln ließen. Ein Problem sei auch die Rückkehr Tausender haitianischer Migranten aus der Dominikanischen Republik, die die meisten registrierten Corona-Fälle aller Karibikstaaten hat.

+++ 07:04 Viele Branchen erreichen Vorkrisenniveau erst 2021 +++
Viele Wirtschaftsverbände erwarten nach dem Konjunkturabsturz in der Corona-Krise schon 2021 wieder kräftiges Wachstum. Allerdings werden nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) die Zuwächse nicht überall ausreichen, um auf Vorkrisenniveau zurückzukehren. "Das Produktionspotenzial dürfte in der Industrie und auch im Dienstleistungsbereich wohl auch in 2021 vielfach deutlich unterausgelastet bleiben", schreibt das IW auf Grundlage einer Umfrage unter Wirtschaftsverbänden. In einigen Bereichen werde die Wirtschaftsleistung erst im Jahr 2022 wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen. "Wir haben das Tal der Tränen erreicht, da wird langsam der Blick nach oben gerichtet", sagte IW-Direktor Michael Hüther. "Im dritten Quartal sollte es schon eine positive Entwicklung geben. Aber es bleibt im zweiten Halbjahr 2020 noch sehr mühsam."

+++ 06:34 Flixtrain fährt nach Corona-Pause ab Juli wieder +++
Der Deutsche-Bahn-Konkurrent Flixtrain will nach der Corona-Pause noch im Juli den Betrieb wieder aufnehmen. Am 23. Juli werde der erste Zug zwischen Berlin und Köln fahren, sagte Geschäftsführer André Schwämmlein. Flixtrain, Schwestergesellschaft von Flixbus, werde zunächst zehn Fahrten pro Woche zwischen den beiden Metropolen anbieten, die dann auf 20 ausgedehnt werden sollten. "Wir haben ein umfassendes Hygienekonzept, eine Sitzplatzgarantie und erneuerte Züge." Mit Preisen ab 4,99 Euro soll der Deutschen Bahn wieder Konkurrenz gemacht werden.

+++ 06:09 Flugangebot ab Deutschland wächst wieder +++
Das Flugreiseangebot von deutschen Flughäfen kommt aus dem Corona-Tief. Verglichen mit Juli 2019 bieten die Fluggesellschaften nach einer Flugplananalyse des Branchenverbands BDL im Laufe des kommenden Monats bis zu 27 Prozent der Sitzplatz-Menge an. Im Juni waren es erst 15 Prozent gewesen, so dass nunmehr auf niedrigem Niveau annähernd eine Verdoppelung geplant ist. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der vorher üblichen Zielorte werden im Juli bereits wieder bedient, aber nicht so häufig wie zuvor. Jahreszeitgemäß liegen vor allem touristische Destinationen an der Spitze der angeflogenen Ziele: Spanien, Türkei, Griechenland und Italien. Top-Ziel ist Palma de Mallorca mit 326 Abflügen aus Deutschland in der zweiten Juli-Woche, wie der BDL in Berlin berichtete. Die Passagiere können von den deutschen Flughäfen im Juli 239 Ziele in 69 Ländern erreichen. Noch nicht wieder in Schwung gekommen sind typische Ziele von Geschäftsreisenden wie London, Paris oder New York.

+++ 05:33 "Wirtschaftsweiser" sieht Mehrwertsteuersenkung skeptisch +++
Der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Lars P. Feld, äußert sich skeptisch über die Wirksamkeit der zum 1. Juli in Kraft tretenden Mehrwertsteuersenkung. "Im Sachverständigenrat gehen wir davon aus, dass die Mehrwertsteuersenkung zu etwas mehr als der Hälfte an die Konsumenten weitergegeben wird", sagt Feld den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "In diesem Maße findet ein Vorzieheffekt ins Jahr 2020 statt, so dass der Konsum im Jahr 2021 entsprechend geringer ausfallen dürfte." Werde die Mehrwertsteuersenkung nicht weitergegeben, erhöhe sie allerdings die Gewinnmargen und habe einen günstigen Effekt auf die Solvenz der jeweiligen Unternehmen. "Auch dies wirkt konjunkturstimulierend und ist dahingehend vielleicht sogar etwas besser angesichts der Konsumzurückhaltung der Kunden aufgrund der Angst vor Ansteckung", sagt Feld, der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

+++ 05:14 Japans Industrieproduktion schrumpft stärker als erwartet +++
Japans Industrieproduktion ist im Mai stärker geschrumpft als von Experten vorhergesagt. Sie fällt im Vergleich zum April um 8,4 Prozent, wie das Handelsministerium in Tokio mitteilt. Eine Reuters-Prognose hat im Mittel einen Rückgang um 5,6 Prozent vorhergesagt. Es ist der vierte monatliche Rückgang in Folge. Für Juni rechnen die Hersteller den Daten zufolge mit einem Plus von 5,7 Prozent, für Juli gehen sie von einem Anstieg um 9,2 Prozent aus.

+++ 04:56 313 registrierte Neuinfektionen in Deutschland +++
Die lokalen Behörden melden dem Robert Koch-Institut 313 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-Cov-2 angesteckt, wie das RKI mitteilt. 8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag.

+++ 04:27 Ärztepräsident rät von Corona-Tests für alle ab +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt rät von Corona-Tests für alle ab. "Wir sollten lieber einmal zu viel testen, als zu wenig. Trotzdem ist es wichtig, dass wir systematisch vorgehen", sagt Reinhardt der "Rheinischen Post". Reinhardt verweist auf die beschränkten Kapazitäten: "Wir brauchen die Testkapazitäten, damit für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten ausreichend Tests zur Verfügung stehen und vor allem eine schnelle Testauswertung möglich ist." Daneben seien Beschäftigte in der Patientenversorgung auf freiwilliger Basis in regelmäßigen und kurzen Intervallen zu testen. Der Ärztepräsident betont: "Massentests für alle würden sicherlich interessante wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, solange aber die Kapazitäten begrenzt sind, halte ich schnelle und gezielte Testungen von klar definierten Bevölkerungsgruppen für sinnvoller."

+++ 03:47 US-Staaten und -Firmen verlängern Beschränkungen +++
Angesichts steigender Infektionszahlen setzen weitere US-Bundesstaaten und -Unternehmen geplante Lockerungsmaßnahmen aus. In New Jersey werden ab Donnerstag doch keine Restaurantbesuche wieder erlaubt sein, erklärt Gouverneur Phil Murphy. Zwei weitere Landkreise in Florida kündigen an, ihre Strände doch über das kommende Wochenende - und damit zum Nationalfeiertag am 4. Juli - geschlossen zu lassen. Der größte US-Kinobetreiber AMC lässt seine Spielhäuser bis zum 30. Juli zu statt wie bislang geplant bis zum 15. Juli.

+++ 03:18 Auch Arizona zieht Lockerungen zurück +++
Nach Florida und Texas nimmt Arizona als ein weiterer US-Bundesstaat des "Sonnengürtels" Lockerungen zurück. Bars, Nachtclubs, Fitness-Studios, Kinos und Wasserparks müssen wieder schließen, gibt Gouverneur Doug Ducey bekannt. Die Schulen sollen erst am 17. August wieder öffnen. "Die Zeit für weitere Maßnahmen ist gekommen", sagt Ducey. "Wir werden so bald nicht zur Normalität zurückkehren." Arizona mit etwa 7,3 Millionen Einwohnern hatte am Sonntag einen Tagesrekord bei der Zahl neuer Infektionen gemeldet.

+++ 02:59 Bezirk Los Angeles meldet "alarmierenden Anstieg" von Neuinfektionen +++
Der Landkreis Los Angeles meldet einen "alarmierenden Anstieg neuer Fälle, positiver (Test-)Ergebnisse und Einlieferungen ins Krankenhaus", wie die für öffentliche Gesundheit zuständige Direktorin Barbara Ferrer mitteilt. Am Montag seien 2903 neue Infektionen - ein Rekord - und 22 Todesfälle verzeichnet worden. Benötigt würden sofortige Maßnahmen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

+++ 02:32 Johnson setzt auf Infrastruktur-Ausgaben gegen Krise +++
Der britische Premierminister Boris Johnson will mit Infrastruktur-Ausgaben in Höhe von fünf Milliarden Pfund sein Land aus der Coronavirus-Krise holen. "Wir werden bauen, bauen, bauen", heißt es in Ausschnitten seiner für heute erwarteten Rede. Die Regierung werde nicht nur die jetzige Krise überwinden, sondern "die großen ungelösten Herausforderungen der vergangenen drei Jahrzehnte" gleich mit. Das Geld für die "Infrastruktur-Revolution" soll demnach unter anderem in Krankhäuser, Schulen und Straßen fließen.

+++ 01:42 Kontaktbeschränkungen in Leicester werden verschärft +++
Die britische Regierung verschärft die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in der englischen Stadt Leicester erneut. Das teilt der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit. Geschäfte in der mittelenglischen Stadt sollten vom heutigen Dienstag an wieder zumachen, kündigt Hancock an. Auch Schulen müssen ihre Tore im Laufe der Woche wieder schließen. Die Regierung in London hatte die Ende März in England verhängten Beschränkungen in den vergangenen Wochen teilweise wieder aufgehoben. Seit Mitte Juni sind Läden in dem größten britischen Landesteil wieder offen. Auch der Schulunterricht wurde für bestimmte Jahrgangsstufen wieder aufgenommen. Vom 4. Juli an sollen auch Restaurants, Hotels, Museen, Kirchen und Büchereien wieder Besucher empfangen dürfen. Das gelte aber nicht für Leicester, sagt Hancock. "Wir empfehlen den Menschen in Leicester, zu Hause zu bleiben so viel sie können, und wir raten von allen nicht dringend notwendigen Reisen von und nach Leicester ab."

+++ 00:57 Mehr als 58.000 Tote in Brasilien +++
In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden 24.052 neue Infektionen und 692 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,37 Millionen bekannte Fälle und 58.314 Todesfälle.

+++ 00:11 DJ Fed-Chef Powell sieht neue Risiken für US-Wirtschaft +++
Die Wiedereröffnung der US-Wirtschaft und der Aufschwung bei Ausgaben und Einstellungen ist laut Fed-Präsident Jerome Powell früher erfolgt als sein Haus erwartet hat. Allerdings bringe dies Risiken mit sich, wie die jüngste Zunahme von Coronavirusinfektionen und Krankenhausaufenthalten in den Bundesstaaten im Süden und Südwesten der USA zeige. "Wir sind in eine wichtige neue Phase eingetreten und dies früher als erwartet", sagt Powell. "Dieser Aufschwung in der Wirtschaftstätigkeit ist zwar zu begrüßen, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich - insbesondere die Notwendigkeit, das Virus in Schach zu halten."

+++ 23:37 WHO sendet für Ermittlungen zu Virus-Herkunft Team nach China +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will nächste Woche ein Team nach China entsenden, um den Ursprung des Coronavirus festzustellen. "Wir können das Virus besser bekämpfen, wenn wir alles über es wissen, inklusive wie alles angefangen hat", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Organisation drängt China seit Anfang Mai dazu, seine Experten ins Land einzuladen, um bei der Erforschung des Ursprungs des Coronavirus mitzuhelfen. Mit der Entsendung eines Teams hoffe die WHO, die Entstehungsgeschichte des Virus besser nachvollziehen zu können. Wie das Team zusammengesetzt sein wird und was konkret seine Aufgabe vor Ort ist, sagte Tedros nicht.

+++ 23:03 NHL meldet 26 positive Corona-Tests +++
Insgesamt 26 Spieler aus der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL sind positiv auf das Coronavirus getestet, seit die Klubs vor gut drei Wochen das begrenzte Kleingruppentraining aufgenommen haben. Das teilt die NHL mit. Mehr als 250 Spieler hätten sich bei den Trainingseinrichtungen der Vereine für optionale Kleingruppen-Trainingseinheiten als Teil der zweiten Phase des Wiedereröffnungsplans der NHL gemeldet, mehr als 1450 Tests seien seit dem 8. Juni durchgeführt worden.

+++ 22:13 Genfer Autosalon fällt auch 2021 aus +++
Der Genfer Autosalon fällt auch 2021 dem Coronavirus zum Opfer. Das hätten das Komitee und der Stiftungsrat der Automesse beschlossen, hieß es in einer Mitteilung. Eine Umfrage habe ergeben, dass eine Mehrheit der Aussteller "wahrscheinlich" an einer Neuauflage der Messe 2021 nicht teilnehmen werde und einen Autosalon 2022 bevorzuge. "Der Automobilsektor befindet sich in einer schwierigen Phase und die Aussteller brauchen Zeit, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen", hieß es weiter. "Darüber hinaus ist nicht sicher, ob die gesundheitliche Situation die Organisation einer Veranstaltung mit mehr als 600.000 Besuchern und 10.000 Journalisten im kommenden Frühjahr erlaubt." Begründet wird die neuerliche Absage auch mit den finanziellen Folgen der diesjährigen Absage, die "schätzungsweise 11 Millionen Schweizer Franken" an Verlusten verursacht habe.

+++ 21:36 New York rudert bei Lockerungen womöglich zurück +++
Die nächste Phase der Corona-Lockerungen in der Millionenmetropole New York kann möglicherweise nur eingeschränkt in Kraft treten. Die Regelungen für die Innenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars müssten noch einmal geprüft werden, sagten Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo und kündigten eine Entscheidung bis Mittwoch an. Derzeit dürfen in New York nur die Außenbereiche von Restaurants öffnen, innen darf ausschließlich bestellt und abgeholt werden. Das sollte sich mit dem Beginn der dritten Phase der Lockerungen am kommenden Montag eigentlich ändern. Daten zum Infektionsgeschehen aus anderen US-Bundesstaaten bereiteten ihm aber Sorgen, sagte Gouverneur Cuomo. "Das ist ein echtes Problem." Zudem kritisierte Cuomo, dass sich viele New Yorker nicht an die Abstandsregeln hielten. "Man kann die Massen vor den Bars sehen, man kann die Massen an den Straßenecken sehen. Das lässt sich nicht leugnen." Auch die steigenden Infektionszahlen in vielen anderen Bundesstaaten und mögliche Übertragungen dadurch nach New York bereiteten ihm Sorgen, so Cuomo.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP