Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:06 Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Feuerwerk +++

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigt: Es bleibt bei dem bundesweiten Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk. Zur Begründung hieß es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvester-Feuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte von Pyrotechnikherstellern und -händlern gestellte Anträge, das Verbot vorläufig außer Vollzug zu setzen, zurückgewiesen. Die Richter in zweiter Instanz argumentierten, das Verbot greife zwar gravierend in deren Berufsausübungsfreiheit ein. Doch es überwiege das Ziel, einer weiteren Belastung der angespannten medizinischen Versorgungssituation insbesondere in den Krankenhäusern entgegenzuwirken.

+++ 22:18 Intensivmediziner Janssens rät zu Geduld bei Impfungen +++

Der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung DIVI, Uwe Janssens, hat mehr Geduld gefordert bei der Umsetzung der Impfungen. "Wir müssen jetzt ein bisschen Geduld haben. Wir können jetzt nichts vom Zaun brechen. Wir haben jetzt wirklich in Windeseile einen Impfstoff auf dem Markt, der sogar wirkt. Das ist sensationell", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem RTL-"Nachtjournal". "Lassen wir uns das jetzt doch nicht kaputtreden von der Politik, die meint, es müsste jetzt noch schneller gehen. Ich bin wirklich super zufrieden, dass es jetzt so ist. Wir freuen uns auf 2021, aber es wird halt dauern bis die Wirkung voll durchschlägt." Er wies darauf hin, dass noch ungeklärt ist, ob nach einer Impfung das Virus noch übertragen werden kann. "Das ist noch nicht letztendlich geklärt. Deshalb gilt für die nächsten Monate weiter: Abstand halten, Mund-Nasen-Bedeckung tragen ... auch, wenn man geimpft ist."

+++ 21:56 Alkoholverbot und Maskenpflicht: Südafrika verschärft Maßnahmen +++
Angesichts steigender Fallzahlen erlässt Südafrika strengere Vorschriften wie ein Verkaufsverbot für Alkohol, eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und eine längere Ausgangssperre. In dem Land ist eine neue, ansteckendere Variante des Virus mit der Bezeichnung 501.V2 nachgewiesen worden. Seit Ende November steigen die Fallzahlen rapide an, zuletzt wurden mehr als eine Millionen Infektionen und fast 27.000 Todesfälle gezählt.

+++ 21:31 Flugzeuge aus Südafrika dürfen in Österreich nicht mehr landen +++
In Österreich dürfen wegen des mutierten Coronavirus von Mittwoch an keine Flugzeuge aus Südafrika mehr landen. Die Maßnahme gilt vorerst bis zum 10. Januar, wie aus einer eröffentlichten Verordnungsnovelle hervorgeht. Zudem werde das vor wenigen Tagen verhängte Landeverbot für Flieger aus Großbritannien bis 10. Januar verlängert. Der Stopp der Flüge aus Südafrika, wo sich die neue Corona-Variante verbreitet hat, stopft ein Schlupfloch für deutsche Reisende. Wie "Spiegel Online" berichtet hatte, sollen Fluggäste aus Südafrika wegen des früheren Landeverbots in Deutschland in den vergangenen Tagen via Wien in ihre Heimat zurückgekehrt sein.

+++ 21:05 Neue Variante des Virus: WHO rechnet demnächst mit Klarheit +++
Die Untersuchungen über die neue Variante des Coronavirus dauern noch an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechne in den nächsten Tagen oder Wochen mit Ergebnissen entsprechender Studien aus Großbritannien und Südafrika, sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Solche Untersuchungen bräuchten ihre Zeit. "Veränderungen sind normal, Veränderungen wurden erwartet und je mehr das Virus im Umlauf ist, desto mehr Gelegenheit zur Veränderung hat es", sagte Van Kerkhove. Eine der wichtigen Fragen ist, ob Impfungen auch bei der neuen Variante wirksam sind. Ein Jahr nach den ersten Hinweisen auf das neue Virus aus China appellierte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, die Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Zwar sei das Bewusstsein für eine solche Herausforderung gestiegen. Aber es sei noch Zeit nötig, sich wirklich auf ähnliche weitere Krisen vorzubereiten. "Das Virus hat die Probleme, die wir haben, klargemacht." Dazu gehöre das Ausmaß der Ungleichheit, der Armut und der Ausgeschlossenheit.

+++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Rund 11.500 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.663.535 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.615 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 540 auf 30.625. Als aktuell infiziert gelten rund 366.060 Personen. Im Wochenvergleich wird deutlich, wie sehr die Zahlen noch unter dem Eindruck der Wochenend- und Feiertagseffekt stehen: Am Montag vor einer Woche waren es 21.803 Neuinfektionen (also 10.208 mehr als heute).

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,71 angegeben (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 71 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,74 (Vortag: 0,83). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5597 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3017 davon werden beatmet. Rund 5033 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:01 Neue Virus-Variante auch in Niedersachsen nachgewiesen +++
Die neue Coronavirus-Variante aus England ist erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt. Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend. Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.

+++ 19:35 Großbritannien meldet Tageshöchstwert an Infektionen +++
In Großbritannien sind an einem Tag so viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Es habe mit Stand Montagmorgen 41.385 bestätigte Fälle gegeben, teilte die Regierung mit. Vermutlich liegt die Zahl noch höher, denn in der Provinz Nordirland wurde über die Feiertage kein neuer Stand gemeldet. Insgesamt gab es damit bisher mehr als 2,3 Millionen positive Corona-Tests im Vereinigten Königreich. "Dieses sehr hohe Infektionsniveau ist in einer Zeit, in der unsere Krankenhäuser am anfälligsten sind und es in vielen Regionen immer mehr Aufnahmen gibt, zunehmend besorgniserregend", sagte Yvonne Doyle von der Gesundheitsbehörde Public Health England.

+++ 18:54 Spanien will Liste mit Impf-Verweigerern führen +++
Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die das Angebot einer Impfung gegen das Coronavirus abgelehnt haben. Das Register sei nicht-öffentlich zugänglich, aber werde an andere europäische Länder weitergegeben, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa am Montag in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta. Die Behörden würden "mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz" vorgehen, versicherte Illa. Er betonte erneut, dass keine Impfpflicht in dem südeuropäischen Land eingeführt werde. Laut einer am vergangenen Montag veröffentlichten Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstituts Zentrum für Soziologische Studien ist der Anteil der Impf-Verweigerer in Spanien dramatisch gesunken: 28 Prozent der im Dezember Befragten würden eine angebotene Impfung ablehnen. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 47 Prozent. Gleichzeitig stieg die Impfbereitschaft der Spanier von knapp 37 auf mehr als 40 Prozent.

+++ 18:23 Impfpanne in Stralsund: Drei Mitarbeiter verlassen Krankenhaus wieder +++
Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung des Impfstoffes ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Nach dem Vorfall seien die sieben Frauen und ein Mann nach Hause geschickt worden. Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth, Montag sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen lassen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome. Nach Landkreis-Angaben wurden am Montagnachmittag bereits drei Mitarbeiter wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Einer werde mit leichten Symptomen weiterhin stationär behandelt.

+++ 17:57 In Halle wird Krankenhauspersonal knapp: OB bittet um Hilfe +++
In und um Halle spitzt sich die Lage in den Kliniken angesichts der Corona-Pandemie zu. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte, in vier von insgesamt sechs Krankenhäusern stehe die Ampel auf Rot, in zwei auf Dunkelgelb. "Das bedeutet, dass das Personal fehlt und mittlerweile dann auch ausgeht, weil immer mehr Patienten dazukommen". Den Angaben nach werden in Halle derzeit 194 Menschen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, davon 42 Menschen auf einer Intensivstation. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug in Halle 245,32 und lag damit weit über dem Bundesdurchschnitt. Der deutschlandweite Inzidenzwert betrug dem Robert Koch-Institut zufolge am Montagmorgen 157,8. Der Oberbürgermeister der Stadt appellierte zugleich eindringlich an medizinisches Personal im Ruhestand, an Medizinstudenten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die Kliniken zu unterstützen. Dies betreffe alle fünf Krankenhäuser in Halle und ein Krankenhaus in Merseburg. Die Stadt stehe mit dem Saalekreis in Verbindung. Der Landkreis hatte zuletzt die höchste Zahl der registrieren Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche in Sachsen-Anhalt.

+++ 17:31 NRW erteilt Modefirma van Laack eine Absage +++
Die Vergabe eines Auftrags über die Fertigung von Alltagsmasken für die nordrhein-westfälische Polizei an die Modefirma van Laack wird rückabgewickelt und neu ausgeschrieben. Ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums sagte, es gehe um einen Auftrag von 1,25 Millionen Masken zum Preis von 1,9 Millionen Euro. Nach der EU-weiten Neuausschreibung könne es bis März 2021 dauern, bis die Vergabe abgeschlossen sei. Das Land hatte bereits im Frühjahr bei van Laack in Mönchengladbach 1,25 Millionen Masken für die Polizei geordert. Gegen den im Herbst erteilten zweiten Auftrag an das Unternehmen war eine Kanzlei im Namen einer Wuppertaler Unternehmerin vor die Vergabekammer Rheinland gezogen. Die Kanzlei erklärte, die Rückabwicklung und EU-weite neue Ausschreibung entspreche im Ergebnis ihrem Antrag "mit welchem die Rechtswidrigkeit der Vergabe geltend gemacht wurde". Das Mönchengladbacher Unternehmen van Laack hatte im Zuge der Corona-Pandemie mehrere Aufträge für Schutzausrüstung erhalten. Vor allem die Bestellung von zehn Millionen Schutzkitteln sorgte für Debatten, weil bekannt wurde, dass Johannes "Joe" Laschet, der Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet , den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte.

+++ 16:55 Russland korrigiert Opferzahlen drastisch +++
Russland hat seine Corona-Opferbilanz drastisch nach oben korrigiert. Im November seien fast 26.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben, teilte die russische Statistikbehörde Rosstat mit. Seit Jahresbeginn habe es mehr als 186.000 Corona-Tote im Land gegeben. Zwischen Januar und November lag die Übersterblichkeit in Russland der Statistikbehörde zufolge bei 229.700 Todesfällen. Davon seien 81 Prozent auf Covid-19 zurückzuführen. Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet. An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. Die korrigierte Opferbilanz ist nun also rund dreieinhalb Mal so hoch.

+++ 16:28 Biontech: "Komplexes Netzwerk" an Produktionskapazitäten +++
Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech verfügt nach eigenen Angaben über ein "komplexes Netzwerk an Produktionskapazitäten in Europa". Neben der Herstellung des Ausgangsstoffs im eigenen Werk in Mainz liefen Teile der Produktion beispielsweise auch bei Partnerunternehmen wie Dermapharm in der Nähe von Halle in Sachsen-Anhalt und Polymun bei Wien, sagte eine Unternehmenssprecherin. Außerdem wird der Impfstoff mit dem Namen Comirnaty teilweise auch im Werk des US-Partners Pfizer im belgischen Puurs produziert und schließlich abgefüllt. Hinzu komme das Pfizer-Netzwerk in den USA. Biontech-Chef Ugur Sahin hatte in der vergangenen Woche erklärt, sein Unternehmen suche nach weiteren Partnern für die Produktion. In dem Werk im hessischen Marburg, das Biontech vor wenigen Wochen vom Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen hat, soll die Produktion im Februar anlaufen.

+++ 15:50 RKI: Bereits mehr als 18.000 Menschen geimpft +++
Einen Tag nach dem offiziellen Start der Impfungen gegen das Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut (RKI) erste Zahlen zum Fortschritt veröffentlicht. Demnach sind bereits mehr als 18.000 Menschen geimpft. Laut Zahlen von heute Morgen beträgt die Gesamtzahl 18.354. Die Zahlen aus Hessen sind laut RKI nicht mitgerechnet. Höchste Priorität bei der Impfung haben Menschen ab 80 sowie all jene, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen betreut werden oder tätig sind. Zuerst wird außerdem geimpft, wer auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten oder den Impfzentren arbeitet.

+++ 15:28 Pannen-Impfstoff kommt in Oberfranken doch nicht zum Einsatz +++
Entgegen anderslautender Ankündigungen wird der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken in Bayern doch nicht verwendet. 1000 Dosen bleiben somit im Depot, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen, eine entsprechende Erklärung werde vorbereitet. Einzig in Bayreuth habe es keine entsprechenden Probleme gegeben. Zum Start der bundesweiten Impfaktion am Sonntag hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. Wie die Regierung von Oberfranken in der Nacht zu Montag mitteilte, habe die herstellende Firma Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen dennoch bestätigt und die Dosen freigegeben. Den Angaben zufolge sollten die Einheiten noch im Laufe des Montags vor allem in Alten- und Pflegeheimen verwendet werden.

+++ 14:55 Bayerischer Schnelltest eines Startups erhält Sonderzulassung +++
Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger als einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren. Probeweise eingesetzt wurde das Verfahren in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen. Aiwanger und Unternehmenschef Federico Bürsgens wollen die Einzelheiten an diesem Dienstag vorstellen.

+++ 14:26 Pflegekräfte bekamen versehentlich fünffache Impfstoff-Dosis +++
Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung des Impfstoffes ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Nach dem Vorfall am Sonntag seien die sieben Frauen und ein Mann nach Hause geschickt worden. Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth, sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen lassen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome. Der Landkreis berichtete in seiner Mitteilung, dass nach Informationen des Herstellers Biontech größere Dosen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden seien. Es seien keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet worden. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und grippeähnliche Symptome träten dosisabhängig auf und seien im Allgemeinen leicht bis mittelmäßig und vorübergehend. Eine Sprecherin von Biontech bestätigte diese Informationen. In den Versuchen seien Mengen bis zu 100 Mikrogramm ohne schwerwiegende Folgen verabreicht worden. Die übliche Impfdosis liege bei 30 Mikrogramm. Sie verwies auf die ausführliche Produktinformation ihres Unternehmens. Der erste Satz laute: "Dies ist eine Mehrdosendurchstechflasche, deren Inhalt vor der Verwendung verdünnt werden muss."

+++ 14:05 Demmer: Menschen sollen auch an Silvester Kontakte reduzieren +++
Die Bundesregierung hat die Menschen in Deutschland davor gewarnt, angesichts des Impfstarts und einem Rückgang bei den registrierten Corona-Infektionen unvorsichtig zu werden. Die aktuellen Zahlen seien "mit großer Vorsicht zu genießen", sagte Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer. Sie verwies darauf, dass es wegen der Feiertage weniger Meldungen der Behörden gebe. Die Situation in den Krankenhäusern zeige eindringlich, wie schwierig die Lage nach wie vor sei. Deshalb müssten die Menschen weiterhin ihre Kontakte reduzieren. "Das gilt natürlich auch für Silvester." Zudem solle weiterhin auf Reisen verzichtet werden, die nicht notwendig sind.

+++ 13:46 Bahn verzeichnet zu Weihnachten 50 Prozent weniger Reisende +++
Über die Feiertage sind in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise nur halb so viele Menschen mit der Bahn gereist wie im Jahr zuvor. "Zwischen dem 23.12. und dem 27.12. haben wir rund 700.000 Reisende verzeichnet", teilte die Deutsche Bahn mit. Die Auslastung in den Fernverkehrszügen lag im Durchschnitt in dieser Zeit bei lediglich rund 25 Prozent. In den Tagen vor Weihnachten hatte der bundeseigene Konzern noch mit einer Auslastung über die Feiertage von durchschnittlich 35 bis 40 Prozent gerechnet. In den vergangenen Jahren lag die Auslastung zu Weihnachten demnach im Schnitt bei 70 Prozent und in der Spitze bei bis zu 100 Prozent.

+++ 13:19 Sonderweg vor Aus - Schweden bereitet Lockdown vor +++
Schweden rückt im Kampf gegen die Corona-Pandemie zunehmend von seinem lockereren Sonderweg ab und macht den Weg für Lockdown-Maßnahmen frei. Angesichts stark gestiegener Infektionszahlen zieht die Regierung ein Gesetz dazu um zwei Monate vor. Nun solle es dem Staat schon ab dem 10. Januar möglich sein, öffentliche Verkehrsmittel, Geschäfte, Einkaufszentren und andere Unternehmen zu schließen, um eine Überlastung der Klinken zu verhindern, kündigt Gesundheitsministerin Lena Hallengren an. Auch eine Geldstrafe bei Regelverstößen sei dann möglich. Die Regierung wollte das Gesetz ursprünglich im März einführen. Sie setzte bisher vor allem auf freiwillige Distanzmaßnahmen, ihr fehlte aber auch eine rechtliche Grundlage für einen verschärften Kurs.

+++ 12:58 200 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff sollen bis Ende September in EU verteilt sein +++
Die Verteilung von zunächst 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer soll in der Europäischen Union bis September abgeschlossen sein. Dies teilt ein Sprecher der EU-Kommission mit. Zudem seien Gespräche über die Lieferung von 100 Millionen zusätzlicher Dosen im Gange, für die es in dem Vertrag zwischen der EU und den beiden Unternehmen eine Option gebe.

+++ 12:36 Kanzleramtsminister Braun impft eigenhändig Klinik-Mitarbeiter in Gießen +++
Kanzleramtsminister Helge Braun, der auch Arzt ist, hat Mitarbeiter des Gießener Universitätsklinikums eigenhändig gegen das Coronavirus geimpft. Er habe dies gern getan, "damit ihr persönlicher Schutz verbessert wird und sie ihre Arbeit fortsetzen können", sagte Braun danach in der Klinik. Er hoffe, dass der Impfstart die Krankenhäuser entlasten werde und auch die Todeszahlen bald zurückgingen.

+++ 12:13 Impfungen von Älteren starten in Moskau +++
In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Impfungen von älteren Menschen gegen das Coronavirus begonnen. Personen über 60 Jahre könnten sich von heute an dafür anmelden, teilte die Stadtverwaltung mit. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium den russischen Impfstoff Sputnik V für diese Altersgruppe zugelassen. Zuvor war noch getestet worden, wie dieses Mittel bei Älteren wirkt und ob es Nebenwirkungen gibt. Damit kann sich nun der 68 Jahre alte Kremlchef Wladimir Putin gegen Corona impfen lassen. In der vergangenen Woche hatte der Präsident noch gesagt, dass er sich noch nicht impfen lassen könne, weil Sputnik V nur für Menschen bis 60 zugelassen sei. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte im Staatsfernsehen, Putin werde sich impfen lassen. Einen Zeitpunkt nannte Peskow nicht.

+++ 12:01 Ramelow geht von Verlängerung des Lockdowns aus ++
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geht davon aus, dass der Corona-Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. Ähnlich haben sich bereits weitere Länderchefs geäußert. "Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss", sagt der Linken-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich richte mich darauf ein, dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen."

+++ 11:49 Spanien meldet Lieferverzögerungen bei Pfizer-Corona-Impfstoff +++
In Spanien kommt es zu Verzögerungen bei der Belieferung mit dem Corona-Impfstoff. Der US-Hersteller Pfizer habe Logistik-Probleme, sagt Gesundheitsminister Salvador Illa dem Radiosender Cadena SER. Deswegen werde die nächste Charge erst einen Tag später, am Dienstag, geliefert. Spanien hat wie Deutschland und zahlreiche andere EU-Länder am Sonntag mit der Impfung begonnen. Gesundheitsminister Illa sagt, er rechne damit, dass bis zum Ende des Sommers etwa 70 Prozent der Bevölkerung des Landes geimpft sein werden.

+++ 11:30 Mehr als 19 Millionen Corona-Infektionen in den USA +++
In den USA haben sich seit Beginn der Pandemie über 19 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Sonntag wurden binnen eines Tages 151.824 neue Fälle und 1230 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der "New York Times" hervorgeht. In der vergangenen Woche gab es durchschnittlich 184.911 Fälle pro Tag, ein Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem Durchschnitt zwei Wochen zuvor. Die deutlich niedrigeren Werte sind wahrscheinlich auf reduzierte Testkapazitäten über die Weihnachtsfeiertage zurückzuführen.

+++ 11:11 Experte: Aktuelle Infektionszahlen nicht verlässlich +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatoren Daniel Schüler und Jörg Böcker zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland ein.

+++ 10:48 Hohe Corona-Zahlen: Krankenhäuser in Südengland unter Druck +++
Wegen stark gestiegener Zahlen von Corona-Neuinfektionen wird der Platz in britischen Krankenhäusern knapp. Die Kliniken seien "von Wand zu Wand" mit Covid-19-Patienten gefüllt, sagte die Chefin der Notärztevereinigung RCEM, Katherine Henderson, der BBC. Es gebe Patienten mit Corona-Symptomen und Patienten mit anderen Krankheiten, die dann auch positiv auf Corona getestet würden, sagte sie. Nach jüngsten Zahlen der Regierung werden mehr als 22.000 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt. Die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, vor allem in Südengland, wo sich zuletzt eine neue, möglicherweise hoch ansteckende Variante des Virus ausgebreitet hatte, sei der Druck auf die Kliniken hoch.

+++ 10:25 Britischer Minister: Lockerungen nach Astrazeneca-Impfstoff möglich +++
Eine Zulassung des Covid-19-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca könnte nach Ansicht eines Regierungsvertreters die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Großbritannien beschleunigen. "Wenn wir die Genehmigung für diesen Impfstoff erhalten und die Einführung nach Plan verläuft, dann werden wir in der Lage sein, schrittweise einige der Einschränkungen aufzuheben, die das Leben für so viele Menschen so schwierig gemacht haben", sagt Kabinettsminister Michael Gove dem Sender Sky News. Denn dann gebe es eine "signifikante Erhöhung" des verfügbaren Impfstoffs. Einem Bericht des "Sunday Telegraph" zufolge wird in den kommenden Tagen grünes Licht von den Behörden für den Impfstoff erwartet.

+++ 09:53 Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation +++
In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt. "Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte", sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert-Koch-Institut (RKI), im ZDF-"Morgenmagazin". Es seien aber noch Untersuchungen nötig, die derzeit unter anderem Biontech durchführe, der Hersteller des Impfstoffs. "Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, sodass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt", sagte Mertens weiter.

+++ 09:31 Mehr Impfdosen in Biontech-Fläschchen als gedacht +++
Nach den ersten Corona-Impfungen in Hamburg zeichnet sich ab, dass die Fläschchen von Biontech sechs statt fünf Impfdosen enthalten. Warum trotzdem nicht automatisch mehr geimpft wird, erklärt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann, im Gespräch mit RTL/ntv.

+++ 09:05 Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion in Deutschland +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann. "Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann", sagte Spahn im ZDF-"Morgenmagazin". "Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen." Biontech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des Covid-19-Impfstoffs losgehen kann.

+++ 08:51 Neuer Infektionsherd in Sydney - Silvesterfeier abgesagt +++
Wegen eines neuen Corona-Infektionsherds haben die australischen Behörden eine geplante Silvesterfeier mit Tausenden Teilnehmern am Hafen von Sydney abgesagt. Pläne für eine Ausnahmegenehmigung für einige Tausend Menschen, das berühmte Feuerwerk im historischen Zentrum von Sydney anzusehen, seien verworfen worden, sagte die Premierministerin des Bundesstaats New South Wales, Gladys Berejiklian. Die Infektionszahlen im Zusammenhang mit dem jüngst entdeckten Ansteckungsherd in Sydney waren zuletzt auf 126 gestiegen. Wegen des Ansteckungsherds hatten die Behörden den Lockdown für mehrere Stadtteile von Sydney bis 9. Januar verlängert. Zwischenzeitlich hatte es in Australien kaum nachgewiesene Corona-Infektionen gegeben. Insgesamt wurden in dem Land seit Beginn der Pandemie rund 28.300 Infektionsfälle festgestellt, 909 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 08:28 Haft für chinesische Journalisten nach Berichten über Corona-Ausbruch in Wuhan +++
China hat eine Bürgerjournalistin wegen ihrer kritischen Berichte über den Corona-Ausbruch in Wuhan zu vier Jahren Haft verurteilt. Ein Gericht in Shanghai begründete die Strafe für die Chinesin Zhang Zhan damit, dass sie "Streit angezettelt und Ärger provoziert" habe. Die 37-Jährige hatte im Frühjahr, zum Höhepunkt der Pandemie in China, in Videos unter anderem auf Youtube über die Lage in der zentralchinesischen Stadt Wuhan berichtet, wo das Virus erstmals ausgebrochen war. Neben Zhang Zhan waren damals auch eine Reihe weiterer Bürgerjournalisten festgenommen worden, die in sozialen Medien über die frühen Erfahrungen der Menschen in Wuhan berichtet hatten.

+++ 08:10 Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken +++
Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken mit. "Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen." Beim eigentlichen Impfstart am Sonntag hatte es in Oberfranken und in Schwaben Probleme mit der Kühlkette gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. Während sich die Probleme in Schwaben bald darauf als marginal erwiesen und das Impfen begann, blieb es in Oberfranken zunächst unklar, wann die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik auch dort starten kann.

+++ 07:59 Gewerkschaften: Werbung neuer Mitglieder im Corona-Jahr schwierig +++
Viele Gewerkschaften in Deutschland haben in der Corona-Pandemie Schwierigkeiten, neue Mitglieder anzuwerben. "Wenn Menschen im Homeoffice arbeiten oder in Kurzarbeit sind, ist es schlicht und ergreifend viel schwieriger, sie anzusprechen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, der Deutschen Presse-Agentur. Der Beitritt in eine Gewerkschaft habe "ganz viel mit dem direkten Kontakt zwischen Betriebs- und Personalräten und den Beschäftigten zu tun". Insgesamt zeichne sich für das Jahr 2020 aber ein gemischtes Bild: Zwar gebe es Schwierigkeiten bei der Werbung neuer Mitglieder, gleichzeitig seien aber deutlich weniger Menschen aus ihrer Gewerkschaft ausgetreten.

+++ 07:32 Neue Variante treibt Infektionswelle in Südafrika - Marke von einer Million Fällen überschritten +++
Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer zweiten Infektionswelle 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. Das Tempo der Ausbreitung hat dadurch zugelegt.

+++ 07:06 Weil zur Bundestagswahl 2021: Im September "bessere Kontrolle über das Virus" +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht das kommende Wahljahr mit der Bundestagswahl und den Kommunalwahlen im September 2021 durch die Corona-Krise kaum beeinträchtigt. Er gehe davon aus, dass "wir tatsächlich im September des nächsten Jahres insgesamt eine deutlich bessere Kontrolle über das Virus haben als heute und auch wieder Wahlkampf führen können, nicht nur digital", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 06:41 Hubig: Kultusminister wollen vor 5. Januar über Schulen beraten +++
Die Kultusminister der Bundesländer wollen in den kommenden Tagen darüber sprechen, wann und wie es nach dem Lockdown an den Schulen weitergeht. "Am 5. Januar treffen sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin. Wir als Kultusministerkonferenz werden vorher noch mal beraten", sagte die scheidende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig, im Podcast "Die Schulstunde" des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Dabei müsse in den Blick genommen werden, wie sich die Infektionszahlen bis dahin entwickelt hätten. Die Ministerien, die Schulaufsicht und die Schulen hätten sich im Corona-Jahr "enorm angestrengt", so die SPD-Politikerin. "Aber klar ist auch: Eine Eins ist das nicht", räumte die rheinland-pfälzische Kultusministerin ein. "Das können Sie auch nicht schaffen in so einer Situation. Da können Sie die Dinge nicht perfekt regeln."

+++ 05:58 RKI meldet fast 11.000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet auf seiner Internetseite 10.976 Neuinfektionen und 348 weitere Todesfälle in Deutschland. Gestern waren es 13.755 Neuinfektionen und 356 Todesfälle. Laut den RKI-Daten haben sich hierzulande inzwischen mehr als 1,65 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 30.126 sind gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 157,8 nach 161,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden. Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit weniger Tests und Laboruntersuchungen sowie weniger Übermittlungen von Testergebnissen durch die Gesundheitsämter zu rechnen sei.

+++ 05:39 Brasilien verzeichnet über 18.000 Neuinfektionen +++
Das brasilianische Gesundheitsministerium hat 18.479 neue Corona-Infektionen und 344 weitere Todesfälle gemeldet. Damit sind im größten Land Lateinamerikas bisher insgesamt 191.139 Menschen gestorben, fast 7,5 Millionen haben sich mit dem Virus angesteckt.

+++ 04:36 Europol: Pandemie begünstigt Kindesmissbrauch im Netz +++
Die Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet haben nach Angaben der EU-Polizeibehörde Europol im Corona-Jahr deutlich zugenommen. Europol-Direktorin Catherine De Bolle sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, seit Beginn der Pandemie suchten Täter im Internet intensiver nach solchem Material. Die Verbreitung sei jetzt viel größer als vor der Pandemie. "Und die Täter versuchen, auch direkt Kinder zu kontaktieren, die zu Hause während des Lockdowns länger im Internet sind als sonst und dabei oft nicht beaufsichtigt werden. Es gebe "einen starken Anstieg von solchem Online-Missbrauch".

+++ 03:34 Britische Virus-Variante in Südkorea bestätigt +++
In Südkorea sind nun ebenfalls Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich laut Angaben der Seuchenschutzbehörde um drei koreanische Staatsbürger, die letzte Woche aus Großbritannien zurück nach Südkorea geflogen waren. Die neue Variante ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin bereits vergangene Woche entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

+++ 02:22 Schwesig: Sorge, dass wir nicht immer genügend Impfstoff haben +++
In der Debatte über den knappen Corona-Impfstoff weist Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf die Verantwortung der Bundesregierung für die Beschaffung hin. "Ich habe die Sorge, dass wir nicht immer genügend Impfstoff rechtzeitig da haben", sagte die SPD-Politikerin am Sonntagabend in einer "Bild"-Sendung. Sie gehe aber davon aus, dass die Bundesregierung dafür sorgt, dass genügend Impfstoff bereitsteht. "Von Anfang an haben wir uns die Aufgaben so aufgeteilt: Der Bund organisiert den Impfstoff und wir vor Ort die Logistik mit unseren Impfzentren und vor allem mit unseren mobilen Teams."

+++ 01:14 Spahn gegen Sonderrechte für Geimpfte +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen Sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. "Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden", sagte Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten." Diese gegenseitige Rücksicht halte die Nation zusammen. "Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam - und wir werden sie nur gemeinsam überwinden."

+++ 23:41 Frankreich meldet zum Impfstart mehr als 8800 Neuinfektionen +++
Zum Start der Impfkampagne in Frankreich hat das Gesundheitsministerium einen starken Anstieg der Fallzahlen gemeldet. In den vergangenen 24 Stunden seien 8822 Neuinfektionen registriert worden nach 3039 am Samstag. Insgesamt verzeichnet das Land damit knapp 2,6 Millionen Fälle. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldeten Todesfälle stieg zuletzt um 173 auf 62.746.

+++ 22:43 Lindner: Lizenz-Produktion von Biontech-Impfstoff prüfen +++
FDP-Chef Christian Lindner dringt auf eine rasche Impfstoff-Produktion. In einer Talkshow der "Bild"-Zeitung hat Lindner ins Gespräch gebracht, Mittel wie das der Mainzer Firma Biontech gegebenenfalls von anderen Herstellern in Lizenz produzieren zu lassen. "Die Regierung sollte mit der pharmazeutischen Industrie insgesamt prüfen: Wo gibt es noch Kapazitäten, die genutzt werden können für die Produktion eines Impfstoffs", sagte Lindner laut Vorabbericht.

+++ 21:59 Corona-Fall bei chinesischem Zoll verzögert Impfstoff-Lieferung in Türkei +++
Ein Corona-Fall bei den Pekinger Zollbehörden verzögert die erste Impfstofflieferung der Firma Sinovac in die Türkei. Das Land hatte die ersten drei Millionen Impfeinheiten eigentlich am Montag erwartet, muss sich laut Gesundheitsminister Fahrettin Koca nun aber ein bis zwei Tage gedulden. Gründe dafür seien neben der Corona-Erkrankung unter den Zollbeamten die wieder verschärften Pandemie-Maßnahmen in der Hauptstadt, so der Minister. Diese schränkten die Bewegungsfreiheit der Zöllner ein. Die Türkei hat insgesamt 50 Millionen Impfdosen bei Sinovac bestellt. Von BioNTech und Pfizer will das Land zunächst 4,5 Millionen Einheiten beziehen, hat aber eine Option auf 30 Millionen weitere.

+++ 21:33 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Mehr als 30.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Infektion +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.651.920 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 12.889 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 379 auf 30.085. Als aktuell infiziert gelten rund 373.755 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,82 angegeben (Vortag: 0,86). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 82 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,83 (Vortag: 0.89). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5562 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2960 davon werden beatmet. Rund 5146 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, kst/jpe/rts/dpa/AFP

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