Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:11 Düsseldorfs Oberbürgermeister fordert neuerliche Maskenpflicht an Schulen +++

Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller fordert vom Land NRW und vom Bund schärfere Corona-Maßnahmen, darunter eine neuerliche Maskenpflicht an den Schulen und eine Impfpflicht für Pflegekräfte. "Ich blicke mit großer Sorge auf den Winter, weil wir ausgerechnet in einer sich zuspitzenden Situation auf einfache Schutzmaßnahmen verzichten. Wir müssen viel wachsamer sein", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. "Wir sind mit dem Impfen einfach noch nicht so weit, dass wir uns Sorglosigkeit erlauben könnten." Die Aufhebung der Maskenpflicht an nordrhein-westfälischen Schulen vor knapp einer Woche sei das falsche Signal gewesen, sagte Keller.

+++ 22:28 Länder melden zweitschlimmste Woche seit Pandemie-Beginn +++
Gemessen an den Neuinfektionen war die erste Novemberwoche die bisher zweitschlimmste Woche seit Pandemie-Beginn. Die Bundesländer meldeten insgesamt 172.089 laborbestätigte Ansteckungen. Nur kurz vor Weihnachten 2020 hatte es mit 175.314 neuen Fällen pro Woche mehr gegeben. In der ersten Novemberwoche wurden außerdem 798 Todesfallmeldungen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion registriert.

+++ 21:49 Chef des Weltärztebundes fordert günstigere Schnelltests +++
Schnelltests sollen nach Aussage des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, günstiger als bislang angeboten werden. "Es war mit Sicherheit ein guter und richtiger Versuch, den Impfanreiz dadurch zu erhöhen, dass man diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, mit den Kosten belastet", sagt Montgomery im SWR. "Bei Inzidenzen um oder über 200 muss man allerdings neu denken." Vielleicht sollte eine kleine Selbstbeteiligung, jedoch nicht mehr die vollen Kosten auf die Menschen abgewälzt werden, sagt er weiter.

+++ 21:22 Sachsen für Bund-Länder-Runde: "Können es so nicht laufen lassen" +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert gemeinsame Beratungen von Bund und Ländern in der Pandemie. "Wir können einen weiteren Lockdown verhindern, aber nur, wenn wir jetzt wirklich die nächste Ausfahrt nehmen", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Zu viele Menschen seien schon im Krankenhaus, zu wenige geimpft. "Wir können es so nicht laufen lassen." Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP verweigerten sich aber der Verantwortung, gemeinsam mit den Ländern zu agieren.

+++ 20:40 Inzidenz in Sachsen steigt stark an +++
Mit Bremen und Schleswig-Holstein liegen nur noch zwei der 16 Bundesländer unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100. In Sachsen steigt das Fallaufkommen derzeit besonders stark: Mit 444,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist es den höchsten Wert aller Bundesländer auf - ein Plus von 28,2 im Vergleich zum Vortag. Dahinter folgt Thüringen mit einer Inzidenz von 419,9. Nur in Sachsen-Anhalt und Berlin zeigt sich am heutigen Sonntag - einem der üblicherweise schwächsten Meldetage der Woche - ein leichter Rückgang.

+++ 20:14 Bundesländer melden 20.811 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.773.696 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.811 neue Fälle hinzu. Der Zuwachs liegt um rund 42,2 Prozent über dem Niveau von Sonntag vergangener Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 31 auf 96.524. Als aktuell infiziert gelten rund 320.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,17 angegeben (Vortag: 1,18). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2532 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1280 davon werden invasiv beatmet. Rund 3520 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:57 Evangelische Kirchen rechnen mit Auflagen bei Weihnachtsgottesdiensten +++
Zu Weihnachten erwarten die evangelischen Kirchen wegen der Corona-Lage erneut Auflagen bei den Gottesdiensten. Die Führung der EKD werde dazu keine zentralen Vorgaben machen, sagt der Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Entscheidend zum Fest seien die regionale Infektionslage und die rechtlichen Regeln der Länder. "Es wird niemand ohne Weihnachtsgottesdienst gelassen, der einen Weihnachtsgottesdienst haben will", sichert der bayerische Landesbischof zu. Möglich seien digitale Gottesdienste, Gottesdienste für Geimpfte und Genesene (2G) oder für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G). Auch Ungeimpfte hätten ein Recht auf Betreuung, stellt er klar.

+++ 19:22 Schleswig-Holstein setzt weiter auf 3G-Regeln +++
Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg hält strenge 2G-Regeln - Zugang zu Restaurants, Läden oder Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene - nicht für sinnvoll. 3G-Modelle, also Negativ-Getesteten auch Zugänge zu gewähren, seien der bessere Ansatz. "Ich halte nichts davon, den Druck auf Nicht-Geimpfte weiter massiv zu erhöhen", sagt der FDP-Politiker in der ARD. Das führe nicht zum Erfolg. Tests seien wichtig und müssten scharf kontrolliert werden.

+++ 18:43 Zehn Millionen Booster-Impfungen in Großbritannien verabreicht +++
In Großbritannien haben mittlerweile zehn Millionen Menschen ihren Corona-Impfschutz auffrischen lassen. Darauf weist Premierminister Boris Johnson auf Twitter hin. Man wisse, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlasse, weshalb Auffrischungsimpfungen unerlässlich dabei seien, sich und seine Angehörigen auch den Winter über zu schützen, schreibt er dazu. Rund 45,8 Millionen der knapp 67 Millionen Einwohner Großbritanniens sind vollständig geimpft. Eine dritte Impfdosis wird dort derzeit Menschen über 50 und Risikogruppen verabreicht.

+++ 18:12 Berliner Senat bereitet 2G-Regelung vor +++
Ungeimpfte müssen sich in Berlin auf stärkere Einschränkungen einstellen. Der Senat plant, die 2G-Regel für weitere Orte und Ereignisse anzuwenden. "2G wird vorbereitet", sagt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci dem "Tagesspiegel". Die Senatsmitglieder werden sich demnach in mehren Schalten dazu austauschen, auch eine Sondersitzung sei möglich. Eine turnusmäßige Senatssitzung ist wegen des Gedenktags 9. November erst eine Woche später wieder geplant. Derzeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:51 Großer Andrang bei Österreichs Impfzentren nach 2G-Ankündigung +++
Vor Inkrafttreten der 2G-Regel in Österreich haben viele Impfstationen am Wochenende einen großen Zulauf verzeichnet. Ab Montag dürfen die meisten Ungeimpften nicht mehr Lokale, Hotels, Veranstaltungen und Friseure besuchen. Wegen des exponentiellen Anstiegs an Infektionen hat die Regierung entschieden, den Zutritt auf Geimpfte und Genesene zu beschränken. Die Regelung werde wohl mindestens bis Weihnachten in Kraft bleiben, sagten der konservative Kanzler Alexander Schallenberg und der grüne Vizekanzler Werner Kogler der "Kronen Zeitung". Nach der Ankündigung der Maßnahme am Freitag stieg die Wartezeit in der größten Impfstraße Wiens auf eineinhalb Stunden. In Salzburger Land holten sich am Samstag knapp 1400 Menschen spontan ohne Termin einen Stich - in den Wochen zuvor waren es nur 2000 pro Woche gewesen. Auch in anderen Regionen wie Vorarlberg war der Andrang groß.

+++ 17:12 Bremens Regierungschef hält nichts von Länderrunde zur Pandemie-Lage +++
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hält nichts von einer baldigen Länderrunde zur Corona-Lage. Bislang habe "niemand einen Vorschlag gemacht, welche konkreten Beschlüsse eine Sonder-Corona-MPK fällen soll", sagte der SPD-Politiker der "Welt". "Wenn wir uns aber ohne ausreichende Vorbereitung einfach nur so treffen, dann schüren wir nur Erwartungen, die wir hinterher nicht einlösen können." Zuvor hatte sich der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst, für Beratungen der Länder untereinander und auch mit der Bundesregierung zur Corona-Lage ausgesprochen.

+++ 16:37 Maskenpflicht und 3G: Niederlande verschärfen Maßnahmen +++
Seit diesem Wochenende gilt in den Niederlanden angesichts stark gestiegener Infektions- und Patientenzahlen die Maskenpflicht wieder für alle öffentlich zugänglichen Orte wie Geschäfte, Bibliotheken, Bahnhöfe, Krankenhäuser und Hochschulen. Der Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test ist nun für mehr Orte wie etwa Sportclubs, Fitnesscenter und Zoos verpflichtend. Bürger sollen auch wieder den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wahren. Mehrere Tausend Menschen haben in Den Haag gegen die verschärften Corona-Maßnahmen in den Niederlanden demonstriert.

+++ 16:03 Leipzigs OB verurteilt Proteste: "Sind antidemokratisch unterwandert" +++
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung verurteilt die jüngsten Proteste von Gegnern der Corona-Maßnahmen in seiner Stadt scharf. "Spätestens seit gestern muss allen klar sein, dass die sogenannte Querdenker-Bewegung nicht nur die Begleitung von rechtsextremistischen Kreisen in Kauf nimmt, sondern sich kalkuliert gewalttätig unterstützen lässt", erklärt der SPD-Politiker in einer Mitteilung. Es gebe keinerlei Berührungsängste zur radikalen Rechten und man verbünde sich sogar offen mit Neonazis. "Diese unsäglichen Proteste sind antidemokratisch unterwandert, verletzen bewusst die Regeln und Gesetze und sind Ausdruck einer egoistischen, unsolidarischen Haltung." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:44 Demonstranten stürmen in Frankreich Gebäude einer Regionalzeitung +++
Bei einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen im ostfranzösischen Belfort haben rund 100 Teilnehmer das Gebäude einer Regionalzeitung gestürmt und versucht, in die Redaktion einzudringen. Die Tür habe dem Ansturm am Samstag aber standgehalten, obwohl Demonstranten sich mit ihren Schultern dagegen geworfen hätten, berichtet die betroffene Zeitung "L'Est Républicain" selbst. Die Präfektur bestätigt den Vorfall in einer Mitteilung. Die Demonstranten hätten der Zeitung vorgeworfen, Falschinformationen und Lügen zu verbreiten. Im Gebäude rissen sie eingerahmte alte Zeitungsartikel von der Wand, zerstörten sie und warfen mit Eiern. Sie drangen auch in die Stadtbibliothek ein und randalierten vor einer Krankenversicherung.

+++ 15:25 FDP-Generalsekretär hält Ministerpräsidentenkonferenz für sinnlos +++
FDP-Generalsekretär Volker Wissing spricht sich gegen eine Bund-Länder-Chefrunde aus. "Entscheidungen muss der Bundestag treffen, nicht die Ministerpräsidentenkonferenz. Deswegen halte ich ein solches Treffen nicht für sinnvoll", sagt Wissing dem "Handelsblatt". Die Vorgaben im Kampf gegen die Pandemie kämen künftig vom Parlament. Ein entsprechendes Gesetz sei in Planung und werde Ende November rechtzeitig verabschiedet sein. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite soll am 25. November auslaufen.

+++ 14:59 Infektiologe rechnet mit EMA-Zulassung der Anti-Corona-Pille in wenigen Wochen +++
Die Anti-Corona-Pille mit dem Wirkstoff Molnupiravir könnte schon in wenigen Wochen die Zulassung von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) erhalten. Das vermutet der Infektiologe Bernd Salzberger in der "Bild"-Zeitung. In Studien hat das Medikament des Pharmakonzerns Merck die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle unter Infizierten halbiert. Die Tablette müsse "sehr bald nach einem positiven Test" eingenommen werden, erklärt der Immunologe Carsten Watzl in der "Bild". Warte man zu lange, wirke sie nicht mehr. Die Pille soll vor allem Risiko-Patienten helfen.

+++ 14:36 Hunderte Verfahren nach "Querdenker"-Demo in Leipzig +++
Rund um die Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig hat die Polizei 48 Straftaten und mehr als 600 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten aufgenommen. Gegen 43 Beschuldigte werde etwa wegen Beleidigung, Körperverletzung, Angriffs auf Polizisten, Landfriedensbruchs oder Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, zieht Polizeisprecher Olaf Hoppe vorläufig Bilanz. Ein unbekannter Täter habe einem Polizisten Reizgas unter das Visier seines Helmes gesprüht. Der Beamte erlitt Augenverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Fünf weitere Polizisten wurden bei dem Einsatz am Samstag verletzt, waren aber weiter dienstfähig. In einem Fall werde auch wegen Körperverletzung im Amt ermittelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:02 Lauterbach: Länder sollen 2G einführen, keine Impfpflicht +++
Eine Corona-Impflicht sollte und wird nach den Worten des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach "nicht kommen". Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe forderte er eine 2G-Regelung und rief die Bundesländer auf, "so schnell wie möglich zu handeln." Sie hätten jetzt schon die rechtlichen Voraussetzungen für 2G, sagte Lauterbach, der sich selbst als klarer Befürworter von 2G bezeichnet.

+++ 13:48 Halloween-Wochenende könnte ein Grund für hohe Fallzahlen sein +++
Das Halloween-Wochenende könnte zum starken Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland beigetragen haben. Demnach zeigt das "Covid-19 Mobility Project" der Humboldt-Universität Berlin, dass die Menschen am vergangenen Wochenende und dem anschließenden Feiertag Allerheiligen deutlich mehr Kontakte hatten als zuvor. Viele Feiern in Innenräumen könnten die Ausbreitung des Erregers begünstigt haben. Das Projekt untersucht das Kontaktverhalten der Menschen während der Pandemie. Auf Basis von Mobilfunksignalen errechnen die Wissenschaftler die durchschnittliche Anzahl an Kontakten, die ein Mensch in Deutschland pro Tag hatte.

+++ 13:29 Österreich feiert wohl 2G-Weihnachten +++
In Österreich werden angesichts rekordhoher Neuinfektionen die verschärften Coronamaßnahmen wohl über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus gelten. Kanzler Alexander Schallenberg geht nicht davon aus, dass die Situation so sei, dass die Maßnahmen wieder zurückgenommen werden könnten. "Also es wird wohl ein 2G-Weihnachten werden", sagt er der "Kronen Zeitung". Vizekanzler Werner Kogler fügt hinzu: "Allerhöchstwahrscheinlich werden wir zu Weihnachten und zu Silvester noch 2G haben." Österreich verzeichnet derzeit täglich Neuinfektionen von fast 10.000.

+++ 13:05 Israels "Covid Zar" kritisiert STIKO scharf: "Muss mutiger sein" +++
Der israelische Professor und ehemalige "Covid Zar" Ronni Gamzu rät der Ständigen Impfkommission zu einem Umdenken der Empfehlung für Booster-Impfungen. "Wir sollten uns nicht länger einreden, wir wären mit zwei Dosen vollgeimpft. Das stimmt nach sechs Monaten einfach nicht mehr", sagt Gamzu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Für ihn ist klar: "Die STIKO muss mutiger sein." Sie müsste die Booster-Impfung für alle Erwachsenen empfehlen. "Die STIKO muss eine Führungsrolle einnehmen und die derzeitige mediale Verwirrung der Menschen stoppen."Über die Lage in Deutschland sagt Gamzu dem RND: "Der Anstieg ist kein bisschen überraschend, im Gegenteil: Das ist logisch." Deutschland habe den großen Vorteil, mit dem Blick nach Israel, wo die vierte Welle Mitte September ihren Höhepunkt erreichte, in die Zukunft schauen zu können.

+++ 12:44 Impfdurchbrüche am häufigsten nach Piks mit Johnson & Johnson-Vakzin +++
Impfdurchbrüche treten im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Dosen am häufigsten nach einer Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson auf. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und bezieht sich auf Daten des Robert-Koch-Instituts. Die STIKO empfiehlt daher eine zweite Impfung mit einem mRNA-Vakzin ab vier Wochen nach dem Piks mit dem Einmal-Impfstoff. Laut der Zeitung schützen Biontech und Moderna am besten. Bei allen Impfstoffen nimmt der Schutz mit der Zeit ab. So erklärt Biontech-Chef Ugur Sahin in der "Bild am Sonntag": "Daten aus der klinischen Prüfung zeigen, dass Antikörperspiegel etwa ab dem siebten, achten oder neunten Monat nach der Impfung beginnen, zu sinken, sodass es auch zu einer Ansteckung kommen kann." Vor allem Älteren wird daher dringend zur Boosterimpfung nach sechs Monaten geraten.

+++ 12:21 Extreme Kinderinzidenz im Süden Brandenburgs +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz variiert in vielen Landkreisen stark zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Besonders auffällig ist dies im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Während die Gesamtinzidenz hier bei 615,3 liegt, verzeichnet die Region bei den 0- bis 14-Jährigen rechnerisch 1711,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Kindern. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liegt die Inzidenz der 15- bis 34-Jährigen mit 1381,7 deutlich über der ohnehin sehr hohen Gesamtinzidenz von 865,1.

+++ 11:56 Israel prüft Kauf der Corona-Pille von Pfizer +++
Israels erwägt den Kauf einer neuen Pille gegen das Coronavirus vom US-Pharmakonzern Pfizer. Ministerpräsident Naftali Bennett sprach in der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem von "guten Nachrichten". Er habe die Verantwortlichen angewiesen, die Sachlage gründlich zu untersuchen und "einen Erwerb für den Staat Israel zu prüfen". Der Konzern hatte am Freitag gemeldet, dass er im Kampf gegen die Corona-Pandemie über eine wirksame Pille verfüge, die schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten verhindern soll. Noch gibt es allerdings keine Zulassung.

+++ 11:29 Erstimpfungen nach härteren Regeln in Griechenland nahezu verdoppelt +++
In Griechenland hat sich Zahl der wöchentlichen Erstimpfungen gegen das Corona-Virus nahezu verdoppelt, seit die Regierung härtere Regeln für Menschen ohne Impfschutz beschlossen hat. In der ersten Novemberwoche ließen sich nach einem Bericht der Tageszeitung "Kathimerini" mehr als 40.000 Menschen erstmals spritzen. In der letzten Oktoberwoche waren es etwa 25.000 Menschen. Seit Samstag dürfen Ungeimpfte öffentliche Einrichtungen nun nur noch besuchen, wenn sie einen negativen Test vorlegen. Die Maßnahmen werden streng kontrolliert. Nach Angaben der Polizei gab es allein am Samstag landesweit rund 85.000 Kontrollen und Hunderte Strafen. Mehrere Gastronomiebetriebe wurden vorübergehend geschlossen.

+++ 11:02 Wieder weniger Tests für Schüler in Niedersachsen +++
Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen können sich für die neue Schulwoche wieder auf weniger Corona-Tests einstellen. In der ersten Woche nach den Herbstferien mussten sich Schüler und Lehrer jeden Tag testen, sofern sie nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Wie lange diese dreimalige Testpflicht pro Woche nun bestehen bleibt oder sogar verschärft wird, ist noch nicht bekannt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind rund 55 Prozent der 12- bis 17-Jährigen im Bundesland einmal geimpft, knapp die Hälfte vollständig.

+++ 10:35 Personal- und Materialmangel: Immer mehr Intensivstationen melden eingeschränkten Betrieb +++
Der Anteil der Intensivstationen mit "eingeschränktem Betrieb" liegt derzeit bei 42,3 Prozent. Nach aktuellem Datenstand des DIVI-Intensivregisters melden derzeit 556 Intensivbereiche für Erwachsene eine Einschränkung des Regelbetriebs durch ein Mangel an Personal, Räumen oder Material. Die Zahl liegt erreicht damit einen Höchststand seit Beginn der Pandemie.

Während der Anteil an eingeschränkten oder teilweise eingeschränkten Intensivstationen stark zunimmt, steigt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI-Daten (191,5) stetig an und nähert sich dem Höchststand vom 22. Dezember 2020 (197,6).

+++ 10:06 Holetschek fordert mehr Geld für Pflege - "Müssen über sich hinauswachsen" +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert mehr Geld für Pflegekräfte. In der "Bild am Sonntag" sagte er: "Für unsere Pflegekräfte fordere ich, so schnell wie möglich die Zuschläge oder einen Teil des Gehalts steuerfrei zu stellen." In der vierten Welle müssten die Pfleger wieder über sich hinauswachsen. "Wir brauchen die finanzielle Anerkennung für diese Leistungen." Das müsse der Bund jetzt schnell und unbürokratisch regeln.

+++ 09:39 Sachsen meldet höchste Inzidenz - trotz höchster Genesenenquote +++
Die meisten Corona-Fälle binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner meldet derzeit Sachsen. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI-Daten bei 444,0. Zusammen mit Thüringen (419,9) liegt Sachsen damit deutlich vor den anderen Bundesländern. Bayern nähert sich mit einer Inzidenz von 293,0 der 300er-Marke.

Die starke Ausbreitung in Sachsen kann auch von der hohen Genesenenquote nicht gestoppt werden. Im Südosten des Bundeslandes hatte bereits jeder Zehnte eine laborbestätigte Coronavirus-Infektion - die Genesenenquote in Sachsen ist mit 7,5 Prozent die höchste in Deutschland.

+++ 09:08 Landkreis in Sachsen nähert sich Inzidenz von 900 +++
Die Kreise mit den höchsten Inzidenzen liegen weiterhin im Osten und im Süden. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge führt die Tabelle derzeit an - die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort laut Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) derzeit bei 865,1. Mühldorf am Inn in Bayern folgt mit einer Inzidenz von 752,0. Sonneberg in Thüringen meldet laut RKI eine Inzidenz von 739,8.

+++ 08:46 Bislang 19 Gefangene im Norden positiv getestet +++
Seit Pandemiebeginn sind 19 Gefangene in Schleswig-Holstein positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Justizministerium ist die Impfbereitschaft der Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten grundsätzlich ähnlich hoch wie die der restlichen Bevölkerung. Allen Gefangenen werde ein geeignetes Impfangebot gemacht. Da in den Gefängnissen durch Zugänge und Entlassungen ein nicht unerheblicher Durchlauf an Gefangenen vorliege, wird der aktuelle Impfstand und nicht die Anzahl der durchgeführten Impfungen erfasst. Aktuell haben demnach bis zu 65 Prozent der Gefangenen in den großen Justizvollzugsanstalten vollen Impfschutz. In kleineren Anstalten, in denen überwiegend Untersuchungshaftgefangene inhaftiert sind, liegt die Quote zwischen 33 und 49 Prozent. In der Jugendanstalt beträgt sie aktuell 49 Prozent. "Da derzeit noch häufig ungeimpfte Personen neu inhaftiert werden, ist eine ähnlich hohe Impfquote wie die der restlichen Bevölkerung nur zeitverzögert zu erreichen", sagte ein Ministeriumssprecher.

+++ 08:19 Ampel-Fraktionen erwägen Wiedereinführung kostenloser Bürgertests +++
Angesichts des hohen Infektionsgeschehens beraten die Ampel-Fraktionen über weitere Corona-Maßnahmen. Unter anderem erwägen SPD, Grüne und FDP wohl die Erhöhung der Kinderkrankentage von 10 auf 30 Tage auch für das kommende Jahr, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Auch eine Testpflicht für Mitarbeiter und Besucher in Pflege- und Altenheimen und eine Prämie für Kliniken, die Betten für Corona-Patienten freihalten werden diskutiert, wie die Zeitung schreibt. Zudem sollen die Parteien die Wiedereinführung der kostenlosen Bürgertests erwägen. Die Bundesländer sollen bis zum 20. März 2022 weiter Maskenpflicht, Abstandsgebote sowie die Beschränkung auf 3G oder 2G für Veranstaltungen und Gastronomie verhängen können. Die Maßnahmen sollen am 11. November in den Bundestag eingebracht und am 18. November beschlossen werden. Einen Tag später soll der Bundesrat zustimmen.

+++ 07:52 Österreich steht vor schwieriger Wintersaison +++
Österreich steht vor einer schwierigen Wintersaison. Mögliche Reisewarnungen wegen der aktuell hohen Coronazahlen hingen wie ein Damoklesschwert über der Hotel- und Gaststättenbranche, sagte die Hotellerie-Sprecherin in der Wirtschaftskammer Österreich, Susanne Kraus-Winkler. Obendrein würden in den nächsten Wochen noch etwa 8000 bis 10.000 Saisonkräfte gesucht. Ein großes Problem sei zudem, dass wohl bis zu 3000 Kräfte mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft seien, der aber wegen fehlender Zulassung in Österreich nicht anerkannt werde. "Wir drängen die Bundesregierung seit Wochen, hier aktiv zu werden und zum Beispiel Kreuz-Impfungen mit anderen Stoffen als Impfnachweis gelten zu lassen", so Kraus-Winkler weiter. Auch bei Gästen aus Osteuropa zeichne sich hier ein Problem ab. Viele Hotels tendierten schon länger zu einer 2G-Regel für Geimpfte und von Corona Genesene, wie sie nun ab Montag gilt. Angesichts der knappen Personaldecke müsse der Gast zwar keine Qualitätseinbußen befürchten, allerdings vielleicht mit gewissen Einschränkungen wie einer verkleinerten Speisekarte leben.

+++ 07:27 Städte- und Gemeindebund will 2G auf Weihnachtsmärkten und im Karneval +++
Angesichts rasant steigender Corona-Inzidenzen hat der Städte- und Gemeindebund dafür geworben, Weihnachtsmärkte und Karnevalsveranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene zu öffnen. "Bei Weihnachtsmärkten oder auch Karnevalsveranstaltungen, die ja regelmäßig von privaten Veranstaltern durchgeführt werden, steht es diesen frei, von vorneherein auf 2G-Regeln zu setzen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke Mediengruppe. "Clubs oder Kneipen praktizieren dies vielfach bereits jetzt, um ihren Besucherinnen und Besucher Sicherheit zu geben." Landsberg nannte es nachvollziehbar, wenn ein Bundesland mit hohen Inzidenzen und niedriger Impfquote wie Sachsen die 2G-Regel anordne. "Das kann eine Wirkung entfalten und wird hoffentlich manchen Zweifler dazu bewegen, sich doch noch impfen zu lassen."

+++ 07:02 Bundestagspräsidentin Bas rechnet mit mehr Einschränkungen für Ungeimpfte +++
Die neue Bundestagspräsidentin Bärbel Bas sieht bei steigenden Infektionszahlen weitere Einschränkungen auf Ungeimpfte zukommen. "Die stark steigenden Zahlen der belegten Intensivbetten machen mir große Sorgen. Viele andere wichtige Operationen müssen jetzt wieder verschoben werden - das ist schlimm für die betroffenen Patienten", sagte Bas dem "Tagesspiegel". "Solange wir keine Impfpflicht haben, sollten wir zumindest die 2G und 3G-Regeln weiter ausweiten", erklärte Bas, die auch Gesundheitspolitikerin ist. Wenn die Infektionszahlen weiter so zunähmen, werde es künftig mehr Einschränkungen für Ungeimpfte geben - "einfach weil wir Ansteckungen eindämmen müssen".

+++ 06:39 Bayerns Krankenhaus-Ampel springt auf "Gelb" - Ab heute verschärfte Maßnahmen +++
In Bayern liegen nach Angaben der Landesregierung zurzeit 552 Patienten mit Covid-19 in den Intensivstationen. Damit ist die Krankenhaus-Ampel des Bundeslandes auf Warnstufe Gelb gesprungen. Ab Sonntag gelten in Bayern daher verschärfte Corona-Maßnahmen. Überall, wo zuvor die 3G-Regel galt, gilt nun 3G-Plus. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen. Ein negativer Schnelltest reicht nicht mehr. Medizinische FFP2-Masken sind nun Standard. Für Schülerinnen und Schüler gilt dies allerdings nicht. Zu Einrichtungen wie Clubs und Diskotheken haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

+++ 06:01 Grünen-Fraktionschefin: Verbindliche Regeln für 2G im öffentlichen Leben +++
Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckhardt fordert eine Verschärfung der Corona-Regeln und mehr Tests in Pflegeheimen, Unternehmen und in Schulen."Wir brauchen in den Ländern klare und verbindliche Regelungen für 2G im öffentlichen Leben", sagt Göring-Eckhardt der Funke Mediengruppe. Der Bund wolle mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz dafür die Grundlage schaffen. Die Regelungen müssten dann aber auch durchgesetzt und kontrolliert werden. Reichten die Maßnahmen in Pflegeheimen nicht aus, müsse man dort auch einen Impfnachweis in Betracht ziehen.

+++ 05:25 Messebranche für 3G-Regel: "2G schließt ausländische Gäste aus" +++
Die deutsche Messebranche will auch negativ getestete Aussteller und Besucher auf ihren Veranstaltungen zulassen, nicht nur geimpfte und genesene. Denn die sogenannte 2G-Regelung - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene - würde vor allem viele Besucher aus dem Ausland ausschließen, kritisierte Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbands der deutschen Messewirtschaft (Auma), am Sonntag. Der Erfolg vieler Messen in Deutschland hänge eben auch von der Teilnahme ausländischer Besucher und Aussteller ab. "Impfstoffe wie Sinovac und Sinopharm sind in Deutschland bislang nicht anerkannt. Die damit geimpften Menschen gelten hierzulande als ungeimpft", teilte der Verband mit.

+++ 04:31 RKI registriert 23.543 neue Fälle - Inzidenz bei 191,5 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut deutlich angestiegen und nähert sich weiter dem Wert von 200 an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 191,5 an. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 183,7 gelegen, vor einer Woche bei 149,4 (Vormonat: 62,6). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23.543 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards am frühen Sonntagmorgen wiedergeben. Am Freitag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 37.120 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 16.887 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 37 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Todesfälle.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:48 Sitzbelegung in Fernzügen der Bahn nähert sich Vor-Pandemie-Niveau an +++
Bei der Deutschen Bahn steigt die Auslastung der Fernverkehrszüge. Nach 23 Prozent im Mai und 45 Prozent im September sei Ende Oktober wieder rund jeder zweite Platz besetzt gewesen, berichtete die "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. Vor Corona habe die Auslastung durchschnittlich 56 Prozent betragen. "Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen", zitierte das Blatt einen Bahnsprecher. Daher seien trotz der vierten Coronavirus-Welle für den Weihnachtsverkehr mehr als 50.000 zusätzliche Sitzplätze im Vergleich zum Vorjahr geplant.

+++ 02:20 Ampel-Fraktionen erwägen weitere Corona-Maßnahmen wie tägliche Testpflicht in Pflegeheimen +++
Angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen hierzulande beraten die Ampel-Fraktionen über die Einführung zusätzlicher Maßnahmen für das Nachfolge-Gesetz für die epidemische Notlage. Laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" unter Berufung auf verhandelnde Kreise planen SPD, Grüne und FDP eine tägliche Testpflicht für Mitarbeiter und Besucher in Pflegeheimen, unabhängig davon, ob sie geimpft oder genesen sind. Die Corona-Prämie für Kliniken solle wieder reaktiviert werden. Krankenhäuser bekämen staatliche Entschädigungszahlung, wenn sie einen Teil ihrer Intensivbetten für mögliche Corona-Patienten freihielten. Um die Booster-Impfungen bei Senioren zu beschleunigen, sollten Ärzte verpflichtet werden, ihre älteren Patienten anzuschreiben und über die dritte Impfung zu informieren.

+++ 01:39 Bundesärztekammer fordert Wiedereinführung kostenloser Corona-Tests +++
Die Bundesärztekammer fordert eine schnelle Rückkehr zu kostenlosen Corona-Schnelltests. Das Ende der Kostenübernahme für sogenannte Bürgertests habe nicht dazu geführt, Impfunwillige zu einer Impfung zu motivieren, sagte Präsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bund und Länder sollten deshalb den Mut aufbringen, diese Fehlentscheidung schnell und konsequent zu korrigieren. Seit dem 11. Oktober sind Corona-Schnelltests in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen kostenlos. Der Bund hat die Finanzierung eingestellt, viele Teststationen sind inzwischen geschlossen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass nun jeder die Möglichkeit habe, sich durch eine Impfung zu schützen.

+++ 00:41 Kuba und Jamaika keine Corona-Hochrisikogebiete mehr +++
Kuba, Jamaika und mehrere weitere Karibikinseln werden von der Bundesregierung seit dem heutigen Sonntag nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete geführt. Wie das Robert Koch-Institut bereits am Freitag mitgeteilt hatte, wird auch Myanmar in Südostasien von der Risikoliste gestrichen. Damit entfallen für diese Länder alle Quarantäneregeln wegen Corona. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Von den Karibikstaaten sind auch Antigua und Barbuda, St. Lucia und Grenada nun nicht mehr von dieser Regelung betroffen. Außerdem werden die niederländischen Inseln Aruba, Curaçao und St. Martin von der Risikoliste gestrichen. Weltweit stehen derzeit rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI.

+++ 23:35 Brasilien meldet 328 weitere Todesfälle und 11.866 Neuerkrankungen +++
Brasilien meldet 328 weitere Todesfälle und 11.866 Neuerkrankungen. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge sind insgesamt damit mehr als 609.000 Todesfälle und knapp 21,9 Millionen Erkrankungen verzeichnet. In Brasilien sind nach den USA die zweitmeisten Todesfälle weltweit nachgewiesen worden.

+++ 22:38 Bayern meldet fast ein Drittel aller bundesweiten Neuinfektionen +++
Die mit Abstand meisten Neuinfektionen aller Bundesländer werden aus Bayern gemeldet. Der Freistaat verzeichnet 9405 neue Fälle binnen 24 Stunden. Es ist fast ein Drittel aller Neuinfektionen bundesweit (30.972) und gleichzeitig der höchste Wert für Bayern seit Beginn der Pandemie.

+++ 22:02 Inzidenz in Brandenburg und Sachsen steigt deutlich an +++
Die 7-Tage-Inzidenz in Brandenburg und Sachsen ist stark angestiegen. In Brandenburg legte sie um 32 Zähler zu auf rund 211 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. In Sachsen stieg der Wert um 30 Zähler auf rund 416. Der Freistaat weist damit die höchste 7-Tage-Inzidenz aller Bundesländer auf. Am niedrigsten ist der Wert in Schleswig-Holstein, wo die Inzidenz bei vergleichsweise geringen 75 liegt.

+++ 21:23 Türkei meldet weiterhin hohe Fallzahlen +++
In der Türkei bleiben die Neuinfektionen wie seit Wochen schon auf relativ hohem Niveau. Die Behörden melden zuletzt 27.474 neue Fälle. Der 7-Tage-Schnitt steigt damit leicht auf 28.191. Zudem werden 203 neue Todesfälle gemeldet. Die Türkei hat in etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

+++ 20:57 US-Gericht stoppt Bidens Impf-Vorgaben für Unternehmen +++
Ein US-Gericht setzt eine Anordnung von Präsident Joe Biden aus, die für US-Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitern eine Impf- oder wöchentliche Test-Pflicht vorsieht. Es gebe unter anderem verfassungsmäßige Bedenken, erklärt das Bundesberufungsgericht in einer einstweiligen Verfügung. Es gibt damit einem gemeinsamen Einspruch von mehreren Konzernen und Bundesstaaten statt, darunter Texas. Kritiker - darunter republikanische Gouverneure - hatten argumentiert, die Bundesregierung in Washington überschreite ihre Befugnisse.

+++ 20:21 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 30.972 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.752.885 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 30.972 neue Fälle hinzu - das ist nicht nur der bisher höchste Samstagswert seit Pandemiebeginn, sondern auch das erste Mal, dass an drei Tagen in Folge die 30.000er-Schwelle überschritten wird.

Im Wochenvergleich zeigt sich ein anhaltend starker Anstieg: Der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen liegt um 60,5 Prozent über dem Niveau von Samstag vergangener Woche, als die Landesbehörden 19.294 neue Fälle gemeldet hatten. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 109 auf 96.493. Als aktuell infiziert gelten rund 307.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,11). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2449 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1254 davon werden invasiv beatmet. Rund 3370 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters, hatte getwittert, die Lage auf den Intensivstationen mache "nachdenklich".

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: chf/mpe/spl/dpa/AFP/rts

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