Panorama

Liveticker zum Flugzeugabsturz +++ 6:00 n-tv.de beendet den Liveticker +++

+++ 6:00 n-tv.de beendet den Liveticker +++
An der Unfallstelle in den französischen Alpen steht Helfern und Ermittlern am Tag vier nach dem Absturz der Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U9525 ein weiterer schwieriger Arbeitstag bevor. Noch immer wird in dem Trümmerfeld in der schwer zugänglichen Bergregion mit Hochdruck nach der zweiten Blackbox des Airbus A320 gesucht. Der Flugdatenschreiber könnte weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern.

+++ 4:18 Asiens Wirtschaftsführer gedenken der Opfer +++
Das asiatische Wirtschaftsforum in Bo'ao auf der südchinesischen Insel Hainan hat mit Beileidsbekundungen für die Familien der Opfer des Germanwings-Absturzes begonnen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und der Generalsekretär des Treffens, Zhou Wenzhong, sprachen in ihren Eröffnungsansprachen den Familien der Opfern ihr Mitgefühl aus. Die Konferenz mit Staats- und Regierungschefs, Spitzenmanagern und Experten gilt als das asiatische Gegenstück zum Wirtschaftsforum im Schweizer Davos.

+++ 2:49 Piloten fürchten "Generalverdacht" +++
Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat mit Blick auf die bisherigen Erkenntnisse vor voreiligen Schlüssen gewarnt. "Wir dürfen jetzt aber keinen Generalverdacht gegenüber allen Besatzungsmitgliedern aufkommen lassen", betonte VC-Präsident Ilja Schulz. "Mein Vertrauen in die Piloten sowie die sorgfältige Auswahl, Ausbildung und Qualifikation bleibt auch nach dem tragischen Flug 4U9525 ungebrochen und ist die Basis für die sichere Flugdurchführung".

Die Gewerkschaft der Flugzeugführer verwies auf die laufenden Ermittlungen und die Notwendigkeit einer "vollständigen und lückenlosen Flugunfalluntersuchung von Flug 4U9525". Sobald alle Fakten durch die zuständigen Ermittler zusammengetragen wurden, wollen sich die Piloten mit den Behörden und den Fluggesellschaften zusammensetzen um "gemeinsam die notwendigen Maßnahmen" zu diskutieren und Lösungen zu finden, um die "bereits sehr hohen Sicherheitsstandards in der Luftfahrt weiter zu erhöhen".

+++ 0:36 Joseph-König-Gymnasium eröffnet Spendenkonto +++
Das Joseph-König-Gymnasium in der von dem Flugzeugabsturz getroffenen Stadt Haltern am See hat zur Unterstützung der Trauernden ein Spendenkonto eingerichtet. Die Entscheidung sei "nach anfänglichem Zögern" gefallen, berichtet die "Halterner Zeitung". Wer seine Anteilnahme durch einen Geldbetrag ausdrücken möchte, könne dies unter dem Stichwort "Spende Unfallopfer" bei der Stadtsparkasse Haltern tun. Empfänger sei zunächst das Joseph-König-Gymnasium.

Spendenkonto Flug 4U9525

Stadtsparkasse Haltern, Stichwort "Spende Unfallopfer"

Kontonummer: 68478

BLZ: 426  513  15

IBAN: DE22 4265 1315 0000 0684 78

BIC: WELADED1HAT

Weitere Informationen unter halternerzeitung.de

"Wir werden später in Ruhe über die Verwendung des Geldes entscheiden", sagte Schulleiter Ulrich Wessel der Zeitung. Er geht davon aus, dass es nicht für Rückführung und Beerdigung der Jugendlichen eingesetzt wird: "Wir werden Germanwings nicht aus dieser Verantwortung entlassen."

Die Fluggesellschaft hat den Hinterbliebenen der Passagiere von Flug 4U9525 bereits erste finanzielle Hilfe angeboten. Unter den insgesamt 144 Passagieren an Bord der Unglücksmaschine befanden sich 16 Schüler und 2 Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern.

+++ 23:24 Piloten loben schnelle Reaktion +++
Die Vereinigung Cockpit (VC) begrüßt eigenen Angaben zufolge das "schnelle und entschlossene Handeln" der deutschen Fluggesellschaft. "Die Sicherheit im Flugverkehr ist ein hohes Gut", teilte die Gewerkschaft mit "Es liegt im Interesse aller, dieses zu wahren." Die Einführung des 4-Augen-Prinzips im Cockpit biete eine "erste Möglichkeit, auf die Gefahren derart tragischer Unglücke zu reagieren."

+++ 22:41 "Die Rechte" hetzt gegen Dortmunder Absturz-Opfer +++
Wie die "Haltener Zeitung" berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines verhöhenden Artikels auf der Webseite der Partei "Die Rechte" und entsprechenden Kommentaren unter dem Beitrag bei Facebook. Nach Angaben des Blattes erschien auf der Webseite der neonazistischen Kleinpartei ein Beitrag, der mit den Worten "Mitgliederverlust bei den Grünen in Dortmund" begann. Darin werde Bezug auf zwei Opfer des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich genommen, die für die Grünen bis 2014 in der Bezirksvertretung Mengede saßen. Wie die Staatsanwaltschaft dem Blatt bestätigte, seien vor allem die Kommentare unter dem Artikel bei Facebook im Fokus. Man ermittle wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener".

+++ 22:04 IATA pocht auf reguläre Ermittlungen +++
Der internationale Luftfahrtverband IATA hat zwar Verständnis für die sofortigen Konsequenzen aus dem Absturz der Germanwings-Maschine, weist aber auf die Bedeutung eines kompletten Untersuchungsergebnisses hin. "Den Interessen einer sicheren Luftfahrt ist am besten gedient, wenn Schlüsse im Licht eines umfassenden Verstehens des Unglücks und der Sicherheitsaspekte gezogen werden", teilte die IATA mit. Nur das ganze Bild der Gründe, die zum Unglück führten, helfe bei der ständigen Verbesserung der Sicherheitsstandards. Einige Airlines haben bereits nach den ersten Ermittlungsergebnissen ihre Cockpit-Regeln verändert.

+++ 22:04 Staatlicher Trauerakt am 17. April +++
Mit einem Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt im Kölner Dom wollen Politik und Kirche am 17. April der Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich gedenken. Das bestätigte NRW-Regierungssprecher Thomas Breustedt. Erwartet werden neben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel auch Vertreter aus Frankreich, Spanien und anderen Ländern, aus denen die Opfer der Flugkatastrophe stammten. Auch für die Bevölkerung werde es die Möglichkeit geben, an der Trauerfeier im Dom teilzunehmen.

+++ 21:31 Französische Ermittler treffen in Düsseldorf ein +++
Nach dem Flugzeugabsturz über den französischen Alpen ist eine Delegation der Gendarmerie bei der Polizei in Düsseldorf eingetroffen. Die französischen Beamten dürften in Deutschland keine eigenen Ermittlungen führen, sagte ein Sprecher. Es gehe lediglich um einen "intensiven Informationsaustausch".

*Datenschutz

+++ 20:59 "Falscher Copilot" Andreas G. spricht +++
Unmittelbar nachdem die erschreckenden Details um Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz bekannt wurden, kursierte ein Bild des Mannes im Internet und bei einigen Medien - doch es zeigte Andreas G., einen völlig unbeteiligten Mann aus Bern, der Opfer einer Namensähnlichkeit wurde. Der Webseite "tio.ch" erzählt G.: "Ich wurde für den Selbstmord-Piloten gehalten." In Südamerika hätten einige Zeitungen sein Foto sogar fälschlicherweise abgedruckt. Unternommen habe er jedoch nichts gegen die Verwechslung. Er sei davon ausgegangen, dass sich die Situation rasch aufkläre. Schließlich stimme sein Nachname nicht mit dem des Copiloten überein.

+++ 20:36 UN-Botschafter: "Es gibt überwältigendes Mitgefühl" +++
Nach Worten des deutschen UN-Botschafters Harald Braun gibt es innerhalb der Vereinten Nationen "überwältigendes Mitgefühl". "Das erste Kondolenzschreiben kam aus Somalia. Die Anteilnahme aus einem Staat, der selbst so leidgeprüft ist, hat mich sehr bewegt", sagte Braun. Er werde jeden Tag von Botschaftern aus aller Welt angesprochen, die ihr Beileid ausdrücken würden, "nicht nur in offizieller Mission, auch sehr, sehr persönlich."

+++ 20:09 Lubitz war "besessen von den Alpen" +++
Die französische Zeitung "Le Parisien" sprach mit Mitgliedern des Fliegervereins aus der Heimatstadt des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz. Er habe an Trainings in der Alpes-de-Haute-Provinz teilgenommen, sagte ein Vereinsmitglied. Die Absturzregion habe Lubitz bereits mehrfach mit einem Segelflieger überflogen: "Er war fasziniert von den Alpen, sogar besessen."

+++ 19:45 EASA begrüßt Zwei-Personen-Regel +++
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die ständige Anwesenheit von mindestens zwei Besatzungsmitgliedern im Cockpit empfohlen und unterstützt damit mehrere Fluggesellschaften, die die Zwei-Personen-Regel eingeführt haben. Zu jedem Zeitpunkt während eines Fluges müsse mindestens ein erfahrener Pilot im Cockpit anwesend sein, teilte die EASA mit. Die Luftfahrtunternehmen sollten zudem die Risiken neu bewerten, die damit einhergingen, falls ein Crewmitglied das Cockpit aus dienstlichen oder physiologischen Gründen verlasse.

+++ 19:18 Luftwaffe überprüft Piloten-Psyche regelmäßig +++
Die deutsche Luftwaffe checkt nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Gegensatz zu den Fluggesellschaften regelmäßig die Psyche ihrer aktiven Piloten durch. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf das Ministerium schreibt, gelte dies sowohl für Piloten von Kampfflugzeugen als auch Transportflugzeugen und Hubschraubern. "Nach Abschluss der Ausbildung betrachten wir alle drei Jahre die Psyche unserer Piloten." Bei Bedarf und bei Piloten, die das 41. Lebensjahr vollendet hätten, absolviere man die Untersuchungen am Flugmedizinischen Institut sogar einmal pro Jahr.

+++ 18:49 Germanwings: kaum Stornierungen +++
Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine treten bei der Fluggesellschaft kaum mehr Passagiere von ihren Flügen zurück als sonst. Die Zahl der Stornierungen sei nicht signifikant gestiegen, teilte ein Germanwings-Sprecher mit. Das Unternehmen bietet seit dem Unglück eine "großzügige Kulanzregelung" für Kunden an, die erst einmal nicht mehr fliegen wollen. Auch Air Berlin, Condor, Lufthansa und TuiFly verzeichnen nach dem Absturz des Fluges 4U 9525 nicht mehr Stornierungen, wie das Handelsblatt berichtet. Normalerweise ist Angst – rein rechtlich betrachtet - kein Grund, einen gebuchten Flug kostenlos stornieren zu können.

+++ 18:24 Lufthansa zahlt bis zu 50.000 Euro Überbrückungshilfe  +++
Die Lufthansa hat den Hinterbliebenen der Passagiere, die auf dem Flug ihrer Tochter Germanwings 4U9525 ums Leben gekommen sind, erste finanzielle Überbrückungshilfen angeboten. "Lufthansa zahlt bis zu 50.000 Euro pro Passagier zur Deckung unmittelbarer Ausgaben", sagte ein Germanwings-Sprecher dem Tagesspiegel. Wie es rechtlich um die Haftung der Lufthansa steht, lesen Sie hier.

+++ 17:48 US-Luftfahrtbehörde zeichnete Lubitz aus +++
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat den Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz im September 2013 mit Auszeichnung in ihre Datenbank aufgenommen - als Beispiel für einen besonders tauglichen und gut ausgebildeten Piloten. Die Datenbank beinhaltet Piloten, die die Standards der FAA erreichen oder sogar übertreffen. Die Anforderungen gehören zu den höchsten der Welt.

+++ 17:25 Bericht: Atteste von zwei verschiedenen Ärzten +++
Nach einem  Bericht der "Rheinischen Post" soll der Copilot Andreas Lubitz Krankschreibungen von zwei verschiedenen Ärzten gehabt haben.

+++ 16:54 Entschädigungsgesetz greift, falls es Absicht war +++
Für die Angehörigen der Toten greift das Opferentschädigungsgesetz - falls nach Abschluss der Ermittlungen der Absturz als absichtliche Tat des Copiloten als bewiesen gilt. Dafür genügt, dass Lubitz vorsätzlich und rechtswidrig handelte - eine mögliche Schuldunfähigkeit spielt keine Rolle. Dazu zählt auch die laut Staatsanwaltschaft bestehende Krankschreibung für den Tag des Absturzes.

+++ 16:38 Germanwings: Uns lag keine Krankschreibung vor +++
Der Fluggesellschaft Germanwings lag nach eigenen Angaben keine Krankschreibung des Copiloten vor. Wenn er die Krankschreibung nicht von sich aus beim Arbeitgeber eingereicht habe, könne das Unternehmen auch keine Kenntnis bekommen können, sagt ein Sprecher.

 +++ 16:29 Bericht: Copilot bestellte zwei Autos +++
Der "Focus" meldet, Andreas Lubitz habe vor wenigen Wochen in einem Autohaus bei Düsseldorf zwei Autos bestellt, eines für seine Freundin und eines für sich. Demnach wurde ein Auto bereits vergangene Woche übergeben.

+++ 16:20 Pilotengewerkschaft warnt vor Generalverdacht +++
Die Pilotengewerkschaft begrüßt, dass die deutschen Airlines künftig dafür sorgen wollen, dass immer zwei Personen gleichzeitig im Cockpit eines Flugzeugs sein müssen. Das Vier-Augen-Prinzip im Cockpit biete eine erste Möglichkeit, auf die Gefahren zu reagieren, erklärte die Vereinigung Cockpit (VC), warnt aber auch: "Wir dürfen jetzt aber keinen Generalverdacht gegenüber allen Besatzungsmitgliedern aufkommen lassen", sagt VC-Präsident Ilja Schulz.

+++ 16:07 Lubitz war vor zwei Wochen in Klinik +++
Andreas Lubitz ist erstmals vergangenen Monat und zuletzt am 10. März als Patient am Uni-Klinikum vorstellig geworden. "Es handelte sich um diagnostische Abklärungen", teilte die Klinik mit. Einzelheiten unterlägen der ärztlichen Schweigepflicht, die Krankenakten würden aber der ermittelnden Staatsanwaltschaft Düsseldorf übergeben.

+++ 15:49 Uniklinik dementiert Behandlung wegen Depressionen +++
Der Copilot war zwar Patient der Universitätsklinik Düsseldorf, wie das Klinikum bestätigt: "Meldungen, wonach Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei, sind jedoch unzutreffend", erklärt eine Sprecherin. Auskünfte über eventuelle Krankheiten des Mannes machte die Klinik nicht.

+++ 15:40 London entfernt Germanwings-Anzeigen +++
Die Londoner Nahverkehrsgesellschaft "Transport for London" hat nach dem Absturz der Germanwings-Maschine mehrere Dutzend großflächiger Anzeigen der deutschen Fluglinie entfernt. In den Anzeigen wurde für Flüge nach Deutschland mit dem Slogan geworben: "Get ready to be surprised", auf Deutsch etwa: "Machen Sie sich auf eine Überraschung gefasst."
Germanwings habe kurze Zeit nach dem Absturz um die Entfernung der Anzeigen gebeten, sagte ein Sprecher.

+++ 15:26 Aktenvermerk bei Lubitz: "SIC" +++
Beim Luftfahrtbundesamt deutet in der Akte des 27-jährigen Copiloten eine Notiz auf gesundheitliche Probleme hin: Dort findet sich die Codierung "SIC", die Abkürzung für "Specific Regular Medical Examination". Dies bezeichnet eine regelmäßige medizinische Kontrolle.

+++ 15:09 Copilot wurde mehrfach zurückgestuft +++
Copilot Andreas Lubitz, der seit 2013 für Germanwings flog, sei in seinen Flugschulkursen mehrfach wegen Depressionen zurückgestuft worden, meldet die "Bild"-Zeitung. Vor dem Flugzeugabsturz habe er sich in "besonderer, regelhafter medizinischer Betreuung befunden".

+++ 15:03 Copilot war in Uniklinik in Behandlung +++
Informationen des "Tagesspiegel" zufolge war der Copilot womöglich zusätzlich in der Uniklinik Düsseldorf wegen Depressionen in Behandlung.

+++ 14:48 SZ: Copilot hätte laut Attest nicht fliegen dürfen +++

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Der Copilot war Mitglied des Flugvereins Westerwald.

(Foto: AP)

Der Copilot sei seit langer Zeit bei mehreren Medizinern in psychiatrischer Behandlung gewesen, meldet die SZ unter Berufung auf die Ermittler. Die gefundene Krankschreibung stammt angeblich von einem im Rheinland arbeitenden Neurologen und Psychiater, bei dem der Copilot seit einer Weile in Behandlung war. L. hat die Krankschreibung offensichtlich zerrissen, weil er nach Vorlage dieses Attestes vermutlich für längere Zeit nicht hätte fliegen dürfen. Der Mediziner war an die ärztliche Schweigepflicht gebunden.

+++ 14:20 Luftfahrt-Bundesamt fordert Akteneinsicht bei Lufthansa +++
Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig hat beim Aeromedical-Center der Lufthansa um Einsicht in die Akten des Copiloten gebeten. Das LBA werde die Unterlagen anschließend der französischen Staatsanwaltschaft übergeben, sagt ein LBA-Sprecher. Die Behörde verwaltet die Lizenzen der Piloten. "Ein Lizenzinhaber muss sich ein Mal pro Jahr bei einem zugelassenen Fliegerarzt vorstellen und von diesem immer wieder ein neues Tauglichkeitszeugnis ausgestellt bekommen", so der Sprecher. Darin können Auflagen und Einschränkungen eingetragen sein. Das reicht vom Hinweis auf das Tragen einer Brille bis zum Vermerk SIC - der für "besondere regelhafte medizinische Untersuchungen" steht. Das LBA sagte nichts dazu, ob ein solcher Vermerk auch im medizinischen Tauglichkeitszeugnis des Copiloten stand.

+++ 13:52 "La Stampa": Kann nur ein Deutscher zustande bringen +++
Die italienische Zeitung "La Stampa" vergleicht den Copiloten der Germanwings-Maschine mit dem Unglückskapitän der "Costa Concordia" - und schießt damit klar übers Ziel hinaus.

"Der Umstand, dass es keinen Sturzflug gab und somit nicht gleich Panik unter den Passagieren aufkam, ist vielleicht der, der bei manchen den Gedanken aufkommen lässt: So etwas kann nur ein Deutscher zustande bringen. Das ist ein Gedanke, beladen mit Vorurteilen. Aber es ist der gleiche, den alle Welt über den Unglückskapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, hatte: Nur ein Italiener kann so etwas. (...) Deutschland muss sich jetzt auch über ein gebrochenes System Gedanken machen, das auf der Ausgeschlossenheit des Unvorhergesehenen fußt. (...) In Ländern, die große Charaktere hervorbringen, ist ein einzelner Mensch in der Lage, alle anderen in die Hölle zu ziehen."

+++ 13:30 Deutsche Airlines beschließen Zwei-Personen-Regel +++
Die deutschen Fluggesellschaften führen ab sofort die Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein. Die Airlines hätten die freiwillige Vereinbarung als Reaktion auf das tragische Flugzeugunglück in Frankreich beschlossen, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit. Danach müssen immer zwei autorisierte Crewmitglieder im Cockpit eines Flugzeuges sein.

+++ 13:12 Fliegerarztverband: "Wie wollen Sie das vorhersagen?" +++
Der Vizepräsident des Deutschen Fliegerarztverbands, Uwe Beiderwellen, hält psychologische Tests bei jeder Routineuntersuchung von Piloten für überzogen. In der Regel müssten sie alle zwölf Monate zu einer körperlichen Untersuchung, sagte er dem SWR. Es sei schwierig, psychische Störungen vorherzusagen: Ein Pilot könne bei einem jährlichen Test völlig gesund und gut drauf sein; einen Monat später könne eine Trennung oder der Tod der Eltern die Situation ändern. "Und wie wollen Sie das vorhersagen, vier Wochen vorher?", fragte der Experte. "Die Implementierung einer grundsätzlichen psychologischen Untersuchung bei jeder Routineuntersuchung halte ich dann doch für überzogen."

+++ 12:48 Copilot verheimlichte wohl Erkrankung +++
Bei den Durchsuchungen seiner Wohnungen wurden "Dokumente medizinischen Inhalts" sichergestellt, die auf eine bestehende Erkrankung und entsprechende ärztliche Behandlungen hinweisen, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Dabei seien unter anderem "zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen" gefunden worden, was "nach vorläufiger Bewertung" die Annahme stütze, dass der Verstorbene seine Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber und dem beruflichen Umfeld verheimlicht hat".

+++ 12:37 Copilot war am Absturztag krankgeschrieben +++
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat in der Wohnung des Copiloten auch eine zerrissene Krankschreibung für den Absturztag gefunden. Der Copilot stieg demzufolge ins Cockpit, obwohl er es gar nicht hätte tun dürfen.

+++ 12:23 Luftfahrt-Bundesamt bespricht Zwei-Piloten-Regelung +++
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hält die geplanten Konsequenzen der großen deutschen Fluggesellschaften aus dem Germanwings-Absturz für richtig. "Das Vier-Augen-Prinzip im Cockpit ist eine richtige Überlegung", sagte Dobrindt. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft soll sich künftig kein Pilot während des Fluges mehr allein im Cockpit aufhalten dürfen. Noch heute soll dies mit dem Luftfahrt-Bundesamt besprochen werden.

+++ 12:21 Germanwings eröffnet Betreuungszentrum +++
Die Fluggesellschaft Germanwings eröffnet an diesem Samstag ein Betreuungszentrum für Angehörige in der Nähe des Absturzortes des Fluges 4U9525. Derzeit würden noch Betreuer rekrutiert, teilt die Lufthansa-Tochter mit. "In diesen dunklen Stunden gilt unsere ganze Aufmerksamkeit der emotionalen Betreuung der Angehörigen und Freunde der Opfer von Flug 9525", erklärt Germanwings-Chef Thomas Winkelmann.

+++ 12:06 "Niemand hat etwas von Abschiedsbrief gesagt" +++
Die deutschen Ermittler wollen sich noch heute zum Stand der Ermittlungen über den Germanwings-Absturz äußern. Britische Medienberichte über einen "entscheidenden Fund" in den Unterlagen des Germanwings-Copiloten stuft die Polizei als sprachliches Missverständnis ein. Berichte vom Fund eines Abschiedsbriefes wurden ebenfalls zurückgewiesen: "Niemand hat irgendetwas von einem Abschiedsbrief gesagt", sagt ein Polizeisprecher. "Die Sachen müssen erst ausgewertet werden."

+++ 11:35 Gauck nimmt an Gedenkgottesdienst teil+++

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Bundespräsident Joachim Gauck (3.v.l.), der Bürgermeister der Stadt Haltern, Bodo Klimpel und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

(Foto: dpa)

Bundespräsident Joachim Gauck zeigt sich nach dem Gedenkgottesdienst in Haltern am See sichtlich ergriffen. "Ich habe in der Mitte gesessen und das Schluchzen der Menschen gehört", sagt er bei n-tv. Er habe mit den Menschen trauern wollen: "Wir leben in einer Gesellschaft von Menschen und nicht nur von funktionierenden Wesen." Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nahm an dem Gottesdienst teil.

+++ 11:22 Pilotenverband reicht Klage wegen Verrats ein +++
Der französische Pilotenverband SNPL will im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Germanwings-Absturz Anzeige wegen Verrats von Berufsgeheimnissen erstatten. Grund sind Berichte der "New York Times", die Informationen auf Basis des Stimmenrekorders der abgestürzten Maschine noch vor der Pressekonferenz des französischen Staatsanwaltes verbreitet hatte. Es muss also eine undichte Stelle gegeben haben. Der Verband erstattet deshalb Anzeige gegen Unbekannt.

+++ 11:07 Fahnen am Lufthansa-Ausbildungszentrum auf halbmast +++

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(Foto: AP)

Die deutsche Fahne und die der Lufthansa wehen am Ausbildungszentrum des Konzerns in Arizona auf halbmast. Auch der Copilot wurde hier ausgebildet. Verschiedene deutsche Politiker betonen, die Interpretation der französischen Staatsanwaltschaft, dass der Pilot bewusst und mit Absicht in die Felswand flog, sei nicht als Tatsache erwiesen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sagte allerdings gestern, dass deutsche Ermittler, die an der Auswertung des Stimmenrekorders beteiligt waren, bestätigt hätten, dass der Copilot den Zugang zum Cockpit "aktiv verweigert" habe.

+++ 10:53 "Keine Möglichkeit kann ausgeschlossen werden" +++

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(Foto: dpa)

Die Suche nach den Überresten der Passagiere könnte noch Wochen dauern. Bei der Suche nach der Ursache müssen nach den Worten des französischen Premierministers Manuel Valls alle Optionen verfolgt werden. Derzeit deute alles auf einen Vorsatz hin, sagte der Regierungschef. "Im Prinzip kann aber keine Möglichkeit ausgeschlossen werden." Angehörige und Freunde der Opfer hätten ein Recht auf Wahrheit. Es sei Sache der Justiz, der deutschen Ermittler und auch von Lufthansa, alles aufzudecken.

+++ 10:20 Ex-Sicherheitschef zweifelt an Zwei-Personen-Regel +++
Mehrere Fluglinien haben als Konsequenz bereits die Zwei-Personen-Regel im Cockpit eingeführt. Doch ist sie sinnvoll? Der ehemalige Sicherheitschef der polnischen Fluggesellschaft LOT, Jerzy Dziewulski, äußert sich skeptisch. Flugbegleiter im Cockpit könnten während der Abwesenheit eines der Piloten nichts machen, um eine Katastrophe zu verhindern, sagte er im polnischen Nachrichtensender "TVN 24". "Der Pilot in der Kabine sagt: Setz dich, fass nichts an, du hast keine Ahnung. Ich bin derjenige, der die Maschine steuert."

+++ 10:10 Bundesrat gedenkt der Opfer +++
Der Bundesrat hat zu Beginn seiner Sitzung der Opfer der Flugzeug-Katastrophe in den französischen Alpen gedacht. Bundesratspräsident Volker Bouffier sagte, angesichts der Tragödie seien alle zutiefst betroffen und erschüttert. Der Bundesrat gedenke der Toten und trauere mit den Angehörigen und Freunden. Solche Verluste "ändern buchstäblich alles".

+++ 9:57 "Training der Piloten wie in den 1970er-Jahren" +++
Unter den Toten der Germanwings-Maschine sind auch viele Spanier. Die Zeitung "El Mundo" moniert nun die Ausbildung der Piloten. Die technische Entwicklung werde nicht begleitet von "einem ausreichenden Training der Piloten, das praktisch weiterhin wie in den 1970er-Jahren durchgeführt wird." Auch scheine es offensichtlich, dass die Notwendigkeit besteht, die medizinischen und psychologischen Tests der Piloten zu verbessern. "Sowohl zum Zeitpunkt des Erwerbs der Fluglizenz als auch bei späteren regelmäßigen Prüfungen, die derzeit alles andere als streng sind", schreibt die Zeitung. Die Tests hätten versagt, denn es sei beim Copiloten keine Persönlichkeitsanomalie festgestellt worden. Die UN-Luftfahrtorganisation fordert bereits mehr Tests für Piloten.

+++ 9:32 Bundespräsident Gauck fährt nach Haltern am See +++
Drei Tage nach dem Flugzeugabsturz über Frankreich besucht Bundespräsident Joachim Gauck die besonders von der Katastrophe betroffene westfälische Gemeinde Haltern am See. Das Staatsoberhaupt wird mit den Bürgern trauern und seine Solidarität mit Opfern und Angehörigen zum Ausdruck bringen. Unter den Opfern des Absturzes sind 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern. Gauck wird von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begleitet.

+++ 8:58 "Da sind die europäischen Behörden gefordert" +++
Der CDU-Verkehrsexperte Oliver Wittke spricht sich für die Einführung eines "Vier-Augen-Prinzips" im Cockpit aus und sieht dabei die EU in der Verantwortung. "Da sind jetzt die europäischen Behörden gefordert. Das können wir nicht im nationalen Alleingang regeln", sagt Wittke bei der ARD. Das Mitglied des Verkehrsausschusses begrüßt die Entscheidung, dass sich deutsche Luftfahrtunternehmen nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeugs mit 150 Toten zu einem "Vier-Augen-Prinzip" im Cockpit verpflichten wollen.

+++ 8:12 Bergungsarbeiten bei klarem Wetter fortgesetzt +++
Die Bergungsarbeiten am Ort des Airbus-Wracks in den französischen Alpen sind in den vierten Tag gegangen. Die ersten Hubschrauber starteten bei wolkenfreiem Himmel in Richtung Tête de l'Estrop - hinter diesem Gipfel war die Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings am Dienstag zerschellt. Die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte gilt besonders der Suche nach dem zweiten Flugschreiber, der weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern könnte.

+++ 7:47 Bericht: Copilot hatte bereits "schwere depressive Episode" +++
Copilot Andreas Lubitz hatte einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge psychische Probleme. Das Blatt zitiert aus Lubitz' Krankenakte, in der es offenbar heißt, er habe seine Piloten-Ausbildung für mehrere Monate unterbrochen. Grund dafür soll eine psychische Erkrankung gewesen sein. Anderthalb Jahre habe er sich deswegen behandeln lassen. 2009 wurde bei ihm - laut "Bild"-Zeitung eine "abgeklungene schwere depressive Episode" festgestellt.

+++ 6:48 Auch Air France denkt über Zwei-Personen-Regel nach +++
Auch die Air France denkt über die Besetzung in ihren Cockpits nach. Air France verfolge aufmerksam Entwicklung und Ergebnisse der juristischen und technischen Untersuchungen nach dem Unfall, heißt es in einer Erklärung der Fluggesellschaft. Die Frage der Anwesenheit einer zweiten Person im Cockpit sei ein wichtiges Thema. Am Donnerstag hatten erste Fluggesellschaften Konsequenzen aus dem Absturz angekündigt. Sie wollen die Zwei-Personen-Regel im Cockpit einführen.

+++ 5.36 Haltern versammelt sich in Trauer +++
In der von der Flugzeugkatastrophe schwer getroffenen Stadt Haltern am See lädt das Joseph-König-Gymnasium am Freitag zu zwei Trauerfeiern, um der bei dem Absturz ums Leben gekommenen Schüler und Lehrerinnen zu gedenken. Aus Respekt vor den Gefühlen der Angehörigen, Freunde und Kollegen der Opfer ist die Öffentlichkeit bei beiden Feiern nicht zugelassen. Bei der Katastrophe in den südfranzösischen Bergen waren 16 Jungen und Mädchen sowie 2 Lehrerinnen des Gymnasiums ums Leben gekommen.

+++ 4.50 Helfer bereiten sich auf Tag 3 vor +++
An der Absturzstelle in den französischen Alpen steht Unfallermittlern und Bergungshelfern der dritte Einsatztag bevor. Neben der Spurensicherung und der Bergung der sterblichen Überreste steht für die Experten die Suche nach dem Flugdatenschreiber im Vordergrund. Das Gehäuse der Blackbox war bereits am Mittwoch kurz nach dem Cockpit-Voice-Rekorder in dem schwer zugänglichen Trümmerfeld entdeckt worden. Die ersten Erkenntnisse aus der Auswertung hatten den Ermittlungen eine neue Richtung gegeben. Gestützt auf die Audio-Aufnahmen aus dem Cockpit gehen die Behörden davon aus, dass der Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz brachte.

+++ 3.36 Polizei wertet persönliche Unterlagen aus +++
Nach der Durchsuchung zweier Wohnungen des Germanwings-Copiloten rechnet die Staatsanwaltschaft nicht mit schnellen Ermittlungsergebnissen. Beamte hatten am Vorabend im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz eine Wohnung in Düsseldorf und das Wohnhaus der Eltern des Copiloten nach Hinweisen durchsucht. Die Aktion in Düsseldorf habe etwa vier Stunden gedauert, hieß es. Ermittler verließen das Haus am Düsseldorfer Stadtrand mit Umzugkartons. Die Beamten folgten damit einem Ersuchen der französischen Justiz. Der Copilot steht im Verdacht, die Germanwings-Maschine mit weiteren 149 Menschen an Bord am Dienstag vorsätzlich zum Absturz gebracht zu haben. Auch im Elternhaus des Piloten im rheinland-pfälzischen Montabaur im Westerwald wurden Polizisten vorstellig. Kriminalbeamte hätten nach Hinweisen auf ein mögliches Motiv oder Anzeichen für eine psychische Erkrankung des Copiloten gesucht, hieß es. Ein besonderes Augenmerk liege auf persönlichen Unterlagen, teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit. Die Auswertung der Unterlagen werde voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.

+++ 2:19 Aufseher erwägen neue Cockpit-Regel +++
Der Absturz von Flug 4U9525 wird den Luftverkehr wohl für immer verändern: Künftig soll sich kein Pilot während des Fluges mehr allein im Cockpit aufhalten dürfen, wie Matthias von Randow, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) erklärte. Noch vor dem Wochenende solle die neue Zwei-Personen-Regelung mit dem Luftfahrt-Bundesamt besprochen werden. Eine ganze Reihe an Fluggesellschaften wollen die neue Vorgabe unverzüglich umsetzen. Dazu zählen unter anderem die Deutsche Lufthansa, Germanwings, Air Berlin, Condor und TuiFly. Zuvor hatten bereits die Airlines Easyjet und Norwegian angekündigt, die Zwei-Personen-Regel einzuführen.

+++ 1:17 Bericht: Pilot griff zur Notfall-Axt +++
Der ausgesperrte Pilot der verunglückten Germanwings-Maschine hat einem Bericht zufolge offenbar wenige Minuten vor dem Aufprall noch versucht, die Tür zum Cockpit mit einer Axt zu öffnen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, nutzte er dafür angeblich die an Bord befindliche Notfall-Axt, um in das geschlossene Cockpit zurückzugelangen. Sein Ziel sei es gewesen, den Sinkflug zu stoppen, berichtete die Zeitung.

+++ 0:31 Germanwings-Chef: Tat "völlig unerklärlich" +++
Bei der Fluggesellschaft Germanwings herrscht nach dem mutmaßlich vorsätzlich durch den Copiloten herbeigeführten Absturz Fassungslosigkeit und Entsetzen. "Wir sind alle unter vollkommenem Schock", sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann und fügte hinzu: "Wir haben hier eine Tat, die wir uns so nicht haben vorstellen können." Die Tat sei "völlig unerklärlich". Man werde alles tun, damit ein solches Ereignis niemals wieder vorkommen werde.

+++ 0:14 Neue Hinweise zur Autopilot-Eingabe +++
Die Spekulationen um die Vorgänge in den letzten Minuten an Bord von Flug 4U9525 reißen nicht ab: US-Medienberichten zufolge geht aus den Transponder-Daten der Unglücksmaschine hervor, dass der Autopilot von einer Person im Cockpit manuell umgestellt wurde. Bisherigen Erkenntnissen zufolge kann es sich dabei nur um eine Eingabe des Copiloten handeln. Angeblich wurde die Vorgabe einer Reiseflughöhe von 38.000 Fuß (rund 11600 Meter) auf lediglich 100 Fuß (rund 30 Meter) geändert.

Hinweis: Den Liveticker mit der Übersicht der Ereignisse vom Tag 2 nach dem Absturz finden Sie hier.

Quelle: n-tv.de, rpe/bdk/mmo/AFP/dpa

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