Panorama

Höchststände auch in Italien Frankreich meldet mehr als 100.000 Corona-Fälle

Den dritten Tag in Folge verzeichnen Frankreich und Italien Höchstwerte bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus, auch in Großbritannien steigen die Zahlen seit Tagen massiv an. Frankreich überschreitet erstmals die Marke von 100.000. Präsident Macron beraumt für Montag eine Krisensitzung an.

In Frankreich hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen erstmals die Schwelle von 100.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 104.611 neue Fälle verzeichnet worden, teilten die Behörden mit. Damit wurde den dritten Tag in Folge ein neuer Höchststand registriert. Am 4. Dezember waren in Frankreich erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Binnen drei Wochen hat sich diese Zahl nun mehr als verdoppelt.

Frankreich erlebt bereits die fünfte Corona-Welle, die deutlich ansteckendere Omikron-Variante breitet sich wie in vielen europäischen Ländern immer mehr aus. Auch in Italien ist den dritten Tag in Folge ein neuer Höchstwert registriert worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen aktuell 54.762 neue Infektionen hinzu. Seit dem Ausbruch im Februar vergangenen Jahres sind in Italien rund 5,57 Millionen Ansteckungen verzeichnet worden. Mit 136.530 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 hat das Land nach Großbritannien die meisten Corona-Toten in Europa zu beklagen. Zuletzt starben in Italien 144 weitere Menschen an oder mit dem Virus.

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Innerhalb von drei Wochen hat sich die Zahl neu Infizierten in Frankreich mehr als verdoppelt.

(Foto: picture alliance / ROBIN UTRECHT)

An Heiligabend hatte Großbritannien ebenfalls einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen gemeldet. Nach Angaben der Regierung wurden binnen 24 Stunden 122.186 Neuansteckungen verzeichnet - mehr als 2000 mehr als am Vortag. In Großbritannien steigen die Infektionszahlen seit Tagen massiv an. Weniger dramatisch ist dagegen der Anstieg bei den Todesfällen und den schweren Krankheitsverläufen.

Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hatte am Donnerstag erklärt, das Risiko, nach einer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden zu müssen, sei laut jüngsten Erhebungen bei der Omikron-Variante um 50 bis 70 Prozent geringer als bei der zuvor im Königreich dominierenden Delta-Variante. Die Behörde warnte angesichts der dünnen Datenlage aber zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen. UKHSA-Chefin Jenny Harries sagte der BBC, die vorläufigen Daten seien ein "Hoffnungsschimmer zu Weihnachten". Es sei aber zu früh, um Entwarnung von der "ernsten Bedrohung" zu geben.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat für Montag eine Videokonferenz des nationalen Corona-Krisenrats anberaumt. Anschließend kommt seine Regierung zu einer außerordentlichen Kabinettssitzung zusammen, um die Umwandlung des Gesundheitspasses in einen Impfpass noch früher als zunächst geplant auf den Weg zu bringen. Dies entspricht der deutschen 2G-Regel. Ein negativer Corona-Test soll künftig nicht mehr ausreichen, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. Die Regierung schließt angesichts der steigenden Zahlen weitere Einschränkungen nicht aus.

Quelle: ntv.de, chf/rts/AFP

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