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DFB-Spieler auf Kinderschokolade Tausende posten Kinder-Fotos gegen Pegida

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Mit Babyfotos gegen Rassismus.

(Foto: Twitter User @mamjahid)

Dunkelhäutige Deutsche passen offenbar nicht in das Weltbild von "Pegida BW-Bodensee". Die Gruppe verbreitet auf Facebook rassistische Hetze. Bei Twitter setzen viele dem Hass nun ihre Baby-Fotos entgegen.

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Eigene Kinderbilder als Antwort auf rassistische Kommentare über Fußballer-Jugendfotos auf Kinderschokolade-Packungen: Immer mehr Twitter-Nutzer posten Kinderfotos von sich unter dem Hashtag "cutesolidarity". Damit stellen sie sich der rassistischen Hetze im Internet von "Pegida BW-Bodensee" entgegen.

Die Gruppe hatte auf ihrer Facebook-Seite Bilder von Kinderschokolade-Schachteln gepostet, auf denen Kinder mit dunkler Hautfarbe abgebildet sind. Daneben standen rassistische Kommentare. Zu sehen sind Kinderfotos der deutschen Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng und Ilkay Gündoğan.

Die Empörung über die Hass-Kommentare war im Netz gewaltig. In den sozialen Netzwerken veröffentlichten und teilten Tausende unter anderem spöttische Bild-Montagen, mit denen sie sich über Pegida lustig machten. Der "Zeit"-Journalist Mohamed Amjahid rief auf Twitter dazu auf, Babyfotos zu posten, um Pegida zu zeigen, wer alles zu Deutschland gehört: "Wir sind so süß und fabelhaft und so deutsch! Yalla macht mit bei #cutesolidarity und postet eure Kinderbilder gegen #Pegida".

Amjahid löste damit eine Foto-Welle aus. "Deutschland ist bunt!", schrieb zum Beispiel eine Twitter-Nutzerin, die ihr Kinderfoto veröffentlichte. Und Unzählige taten es ihr gleich: Alle paar Sekunden erschienen neue Fotos gegen Rassismus.

Von dem Facebook-Eintrag von "Pegida BW-Bodensee" hat sich Pegida-Gründer Lutz Bachmann inzwischen distanziert. Er erklärte gegenüber "web.de", "Pegida BW-Bodensee" sei "seit Juni 2015 kein offizieller Ableger von Pegida", sondern nutze den Namen widerrechtlich.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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