Politik

"Stimme der Vernunft" in Minsk Die Linke ist stolz auf Kanzlerin Merkel

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Angela Merkel absolviert einen Reisemarathon: In den vergangenen Tagen legte sie für ihre Diplomatie Zehntausende Kilometer zurück.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 17 Stunden verhandelt Kanzlerin Merkel in Minsk mit Russlands Präsidenten. Und das nach einer Woche, die es in sich hatte. So trotzt sie gar dem politischen Gegner, der Linken, Respekt ab.

Mehrere Politiker der Linkspartei haben Kanzlerin Angela Merkel ausdrücklich für ihren Einsatz im Ukraine-Konflikt gelobt. "Sie hat deeskaliert, sie war eine Stimme der Vernunft, sie hat auch nicht die Forderungen, die aus den Vereinigten Staaten gekommen sind, in irgendeiner Weise erfüllt", sagte Bundestagsfraktionsvize Dietmar Bartsch dem SWR. "Da können wir auch ausnahmsweise mal gemeinsam auf die Kanzlerin stolz sein."

Fraktionschef Gregor Gysi bescheinigte der CDU-Vorsitzenden im MDR Standhaftigkeit. Und Außenpolitiker Stefan Liebich zollte der 60-Jährigen im ARD-Morgenmagazin "großen Respekt".

Derzeit verhandelt Kanzlerin Merkel in Minsk im sogenannten Normandieformat unter anderem mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um einen Weg zum Frieden in der Ukraine zu ebnen. Der Friedensgipfel in Minsk gilt als bisher wichtigster Vorstoß zur Beendigung des seit zehn Monaten dauernden Konflikts. Allerdings deutete sich am Morgen ein Scheitern an. Im Ringen um eine politische Lösung fliegt Merkel seit Tagen zwischen den verschiedensten Hauptstädten hin und her.

Quelle: ntv.de, ieh/dpa

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