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"Beweis für Barbarei des Terrorismus" Putin ruft nach Anschlägen zum Kampf auf

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Russlands Präsident Wladimir Putin bot Frankreich Unterstützung bei den Ermittlungen an.

(Foto: REUTERS)

Moskau wirft schon seit Wochen Bomben auf die Terrormiliz in Syrien. Jetzt bekennt sich der IS zu den Anschlägen in Paris. Putin spricht vom "Teufel" und will, dass sich die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen den Terrorismus vereint.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach den Anschlägen von Paris die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen "Kampf gegen den Teufel" aufgerufen. "Diese Tragödie ist ein erneuter Beweis für die Barbarei des Terrorismus, der eine Herausforderung für die menschliche Zivilisation ist", heißt es in einem Beileidstelegramm Putins an den französischen Präsidenten François Hollande. "Die internationale Gemeinschaft muss sich zu einem effektiven Kampf gegen den Teufel vereinen." Putin bot Frankreich zudem Unterstützung bei den Ermittlungen an.

Mit dem Aufruf geht Moskau über Solidaritätsbekundungen hinaus. Vielmehr bekräftigte Russland seine Forderung nach einer "Koalition der Gleichgesinnten" im Kampf gegen den Islamischen Staat. "Politische Solidarität reicht nicht. Russland und der Westen müssen eine breite Militärkoordination bilden, um die Quellen des Extremismus zu liquidieren", sagte der einflussreiche Außenpolitiker Alexej Puschkow in Moskau. Es gehe insbesondere um eine gemeinsame Strategie, den IS in Syrien und im Irak zu stoppen, sagte der Abgeordnete.

Die Terrormiliz hat weite Teile Syriens und des Iraks erobert und dort ein Kalifat ausgerufen und versucht andere Staaten mit Anschlägen zu destabilisieren. Russland fliegt bereits seit einigen Wochen gegen den IS Luftangriffe in Syrien.

Russland verschärft Sicherheitsvorkehrungen

Die Terrormiliz hat seitdem mehrfach auch zu Anschlägen in Russland aufgerufen. Erst am Donnerstag wieder war im Internet eine Drohung aufgetaucht. Westliche Experten und inzwischen auch Russland vermuten zudem, dass der IS auch für den Absturz eines russischen Passagierflugzeugs über der ägyptischen Sinai-Halbinsel vor zwei Wochen verantwortlich ist.

In Russland sind derweil die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Transportminister Maxim Sokolow lässt die Verkehrswege intensiver bewachen. Zudem wird erwogen, Flüge von Moskau nach Paris auszusetzen.

Vor der französischen Botschaft in Moskau legten Menschen als Zeichen ihrer Anteilnahme Blumen nieder. Die Ereignisse in Paris wecken in Russland Erinnerungen an das Geiseldrama mit mehr als 170 Toten im Moskauer Musicaltheater "Nord-Ost" Ende Oktober 2002.

Bei koordinierten Anschlägen in Paris waren in der Nacht zum Samstag mindestens 128 Menschen getötet und rund 180 weitere zum Teil schwer verletzt worden. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich im Internet zu der Anschlagsserie von Paris bekannt. Vorher hatte schon Frankreichs Präsident François Hollande den IS verantwortlich gemacht.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP/rts/dpa

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