Ratgeber

Angebote passen nicht Beratungen für Baufinanzierung wenig überzeugend

Wer eine Immobilie finanzieren will, sollte sich gut auf das Beratungsgespräch vorbereiten.

Wer eine Immobilie finanzieren will, sollte sich gut auf das Beratungsgespräch vorbereiten.

(Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

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Wer eine Immobilie finanzieren möchte, sollte sich gut auf ein Beratungsgespräch vorbereiten. Eine Untersuchung von "Finanztest" zeigt, dass man Angeboten von Finanzinstituten nicht immer blind vertrauen kann.

Wenn es um die Finanzierung einer Immobilie geht, sind Banken und Kreditvermittler für die meisten Menschen die ersten Anlaufstellen. Dort sitzen das Geld und auch die Expertise - sollte man jedenfalls meinen. Doch auch Finanzierungsprofis können sich mal vertun, zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 2/2023).

Bewertet wurden die Beratung sowie die Kreditangebote 19 regionaler und überregionaler Banken und Kreditvermittler. In mindestens je 6 Testfällen sollten die Berater das ideale Finanzierungsangebot für die jeweiligen Tester ermitteln. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus. Nur 4 der 19 getesteten Institute überzeugten mit der Note "gut". 14 weitere kamen nicht über das Urteil "befriedigend" hinaus, ein Anbieter erhielt sogar nur die Note "ausreichend".

Bei der Untersuchung gaben die zwischen 28 und 48 Jahre alten Testpersonen vor, gemeinsam mit ihrem Ehepartner eine Wohnung zur Eigennutzung kaufen zu wollen. Kaufpreis der Immobilie: zwischen 350.000 und 750.000 Euro - je nach Region. Mit dem Eigenkapital aus Tages- und Festgeld, Aktienfonds, Staatsanleihen und einem elterlichen Zuschuss konnten rund 15 Prozent des Kaufpreises sowie alle Nebenkosten gedeckt werden.

Mängel führen zur Abwertung

Den Testsieg holte die Sparda-Bank Baden-Württemberg (Note 2,1), gefolgt von der Hypovereinsbank (2,3). Beide überzeugten bei den Testfällen mit gut geeigneten Finanzierungskonzepten zu guten Konditionen. Die Plätze drei und vier belegten die Kreditvermittler Interhyp (2,4) und Dr. Klein (2,5).

Die Anbieter, die mit "befriedigend" oder schlechter bewertet wurden, griffen an verschiedenen Stellen daneben. Mal hätte der Kredit nicht gereicht, um den Hauskauf zu finanzieren, mal war der Kredit zu üppig bemessen, mal hätten sich die Kunden die Kreditraten mit ihren Einnahmen und Ausgaben schlicht nicht leisten können. Auch zu teure Darlehen waren dabei.

Auf Beratungstermin vorbereiten

"Finanztest" rät deshalb dazu, sich gut auf ein Beratungsgespräch vorzubereiten. Bauwillige sollten genau wissen, wie viel Eigenkapital sie einsetzen können und welchen Umfang das Darlehen haben muss. Außerdem sollten sie eine Aufstellung über alle Einnahmen und Ausgaben gemacht haben, um zu wissen, wie viel Geld jeden Monat zur Tilgung der Kreditraten übrig bleibt. Sie sollten wissen, wie viel Geld sie aus unregelmäßigen Einkünften erzielen, mit denen mögliche Sondertilgungen drin sind. Und sie sollten grob das marktübliche Zinsniveau kennen.

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Für die Beratung fragen Kundinnen und Kunden am besten gezielt nach einem Spezialisten für Baufinanzierungen. Wer etwas nicht versteht, sollte nachfragen. Zudem sollten Bauwillige nicht das erstbeste Angebot unterschreiben. Besser: mindestens zwei verschiedene Angebote unterschiedlicher Institute einholen und vergleichen. Und ganz wichtig vor der Unterzeichnung eines Bau- oder Kaufvertrags: Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte die Finanzierungszusage der Bank vorliegen.

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(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 17. Januar 2023 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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