Ratgeber

Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Mai

Im neuen Monat kommen neue Geldscheine im Umlauf. Telefonate innerhalb der EU werden gedeckelt und die Bürger haben mehr Zeit für die Steuererklärung. Dies und anderes erwartet Sie im Mai.

Bessere Luft durch angepasstes Bundesimmissionsschutzgesetz

Neue Regeln im Bundesimmissionsschutzgeset stufen Fahrverbote in aller Regel als unverhältnismäßig ein, wenn das Stickoxid in der Luft den Grenzwert nur geringfügig überschreitet (bis zu 50 Mikrogramm pro Kubikmeter). Außerdem bestimmt das Gesetz, welche Fahrzeuge mit Hardware-Nachrüstungen von Fahrverboten ausgenommen sind. Es setzt damit das Eckpunktepapier zum Konzept der Bundesregierung für "Saubere Luft und individuelle Mobilität" um. Der Bundesregierung zufolge sollen die Änderungen noch im Mai in Kraft treten.

Neue 100- und 200-Euro-Scheine

Ab dem 28. Mai werden neue, fälschungssichere 100- und 200-Euro-Banknoten ausgegeben. Komplett überarbeitet und mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet machen sie die zweite Generation von Euro-Banknoten seit Einführung des gemeinsamen Bargelds 2002 komplett.

Bei beiden Scheinen kommt ein Porträt-Fenster als neues Sicherheitsmerkmal zum Einsatz, das bereits beim neuen Zwanziger und Fünfziger zu finden ist. Es erscheint, wenn der Schein gegen das Licht gehalten wird. Am oberen Ende des Hologramms ist dann beidseitig ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa zu sehen. Der Wert des 100er- oder 200er-Scheins erscheint als Smaragd-Zahl. Die ändert ihre Farbe, wenn man die Banknote etwas neigt.

Völlig neu beim Hunderter und Zweihunderter ist ein "Satelliten-Hologramm", das sich rechts oben auf der Vorderseite befindet. Dort bewegen sich beim Neigen kleine Euro-Symbole um die Wertzahl.

Mehr Zeit für die Steuererklärung

Das Steuergesetz ist zwar schon seit 2017 in Kraft, es wirkt sich aber erst jetzt aus. Denn ab dem Steuerjahr 2018 hat jeder zwei Monate mehr Zeit für seine Steuererklärung. Statt wie bisher bis Ende Mai müssen die Dokumente künftig immer erst bis zum 31. Juli eingereicht werden.

Eine längere Frist gibt es auch, wenn ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein hilft. War der letzte Termin für die Erklärung 2017 noch der 31. Dezember 2018, kann die Steuererklärung für 2018 nun bis Ende Februar 2020 abgegeben werden, wenn ein Berater dabei mitwirkt. Und da das Jahr ein Schaltjahr sein wird, bleibt bis zum 29. Februar 2020 Zeit.

Die Abgabefrist kann außerdem weiter nach hinten verschoben werden, egal, ob die Erklärung mit oder ohne Hilfe erstellt wird. Gründe hierfür können beispielsweise Krankheit, fehlende Steuerbelege, Umzug oder Arbeitsüberlastung sein. Die Fristverlängerung muss allerdings bis zum 31. Juli schriftlich beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

Telefonate innerhalb der EU werden gedeckelt

Für Anrufe ins EU-Ausland gab es bisher keine Kosten-Obergrenzen. Ab dem 15. Mai kosten Telefonate von Deutschland in ein anderes EU-Mitgliedsland nur noch maximal 19 Cent pro Minute - unabhängig davon, ob das Gespräch vom Festnetz- oder Mobiltelefon geführt wird. Zudem werden die Kosten für das Versenden von SMS-Kurznachrichten dann bei 6 Cent gedeckelt. Die neue EU-Regelung folgt auf die Abschaffung der Roaming-Gebühren, die bereits seit Sommer 2017 entfallen.

Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt

Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk bekommen mehr Geld. Ungelernte Arbeiter verdienen künftig 10,85 Euro statt wie bisher 10,60 Euro pro Stunde. Für Gesellen gilt der Mindestlohn II. Dieser erhöht sich ab Mai - allerdings nur für Beschäftigte im Osten - von 12,40 Euro auf 12,95 Euro. Im Westen inklusive Berlin beträgt der Mindestlohn in der Sparte seit Mai 2018 13,30 Euro. Auch ausländische Arbeitgeber sind verpflichtet, den Mindestlohn zu bezahlen, sofern sie Beschäftigte nach Deutschland schicken.

Quelle: n-tv.de, awi

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